Muttermilch als Geschmackshighlight
Bisher war man der Ansicht, dass Muttermilch einen weites gehenden einheitlichen Geschmack aufweist. Man wusste zwar, dass man als Mutter in der Stillzeit bestimmte Dinge nicht zu sich nehmen sollte, da sie beim Kind Probleme mit der Verdauung verursachen können.
Jetzt haben dänische Forscher nachgewiesen, dass die Ernährung der Mutter Einfluss auf die Zusammensetzung und den Geschmack der Muttermilch hat. Die Studie wurde an 18 stillenden Müttern durchgeführt. Diese mussten Kapseln mit verschiedenen Aromastoffen zu sich nehmen z.B. mit Kümmel, Menthol, Banane oder Lakritz. Dann stellten sie in regelmäßigen zeitlichen Abständen Proben ihrer Muttermilch zur Verfügung. Die unterschiedlichen Geschmacksstoffe waren unterschiedlich lange und nach unterschiedlichen Zeiten mit ihrer maximalen Konzentration nachweisbar. Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass selbst bei gleichen Mahlzeiten von 2 Frauen, die Muttermilch anschließend verschieden schmeckte.
Die Wissenschaftler vermuten daher, dass  gestillte Kinder später im Leben empfänglicher sind für neue Geschmacksrichtungen als Flaschenkinder. Es erklärt auch, warum Kinder manchmal so gar keine Lust haben an der Brust von Mama zu trinken.
Aber mal ehrlich: als stillende Mutter hatte man schon immer dies Ahnung oder das Wissen darüber, dass dem Kind bestimmte Sachen in der Muttermilch nicht zu schmecken scheinen. Zumindest habe ich bewusst auf bestimmte Sachen während der Stillzeit beim Essen verzichtet wie z.B. scharfe Gerichte mit Chili. Und man wusste ja auch, dass Alkohol, Nikotin oder solche Nahrungsmittel wie Kohl sich in der Muttermilch absetzen und Einfluss auf das Kind haben. Von daher sind die Ergebnisse letztendlich nicht verwunderlich sondern unterstützen nur die langjährigen Vermutungen jeder stillender Mutter: Mein Kind isst, was ich esse.
Die vollständige Studie lässt sich hier für $31.50 herunterladen und beim Spon noch mal zusammenfassend nachlesen.


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