Integration von Müttern ins Berufsleben
Bei Spiegel Online gab es gestern einen Bericht mit dem Titel “Mütter sollen zurück in den Beruf”. Das weckte mein Interesse, denn auch wir stecken in der misslichen Lage, dass ich gerne wieder Vollzeit arbeiten würde, jedoch finden wir keinen entsprechenden Betreuungsplatz für unsere Tochter.
Die Idee, Frauen mit verstärkt auf den Arbeitsmarkt wieder zu integrieren finde ich an sich lobenswert. Doch leider scheint man dabei nur an Mütter zu denken, die Mitte vierzig sind und deren Kinder zunehmend selbstständig sind. Das auch viele Mütter mit kleineren Kindern arbeiten wollen, scheint dabei vernächlässigt zu werden. Dabei reicht heutzutage schon eine Auszeit von 2-3 Jahren um nicht mehr attraktiv auf dem Arbeitsmarkt zu erscheinen. Und heutzutage sind viele Familien auf ein zweites Einkommen angewiesen.
Und damit beginnt der Kreislauf. Wer einmal raus ist, der bleibt es in der Regel auch. Würde der Staat endlich genügend vernünftige Betreuungslösungen anbieten und auch private Unternehmer hierin stärker unterstützen, würde ein Wiedereinstieg in den Beruf vielen Müttern leichter fallen. Auch vernünftige Arbeitszeitmodelle für Familien wären hilfreich. Bei einer Vollzeitstelle ist es heutzutage mit 8 Stunden am Tag oftmals nicht getan. Heutige Arbeitgeber wollen doch vollen Einsatz sehen und die Anzahl der Teilzeitstellen sind rar gesät. Hierbei sollte man sich vielleicht einmal an den Niederlanden orientieren, wo Teilzeitregelungen vielen Frauen die Rückkehr in den Beruf erleichtert haben.
Der Vorstoß von Familienministerin Ursula von der Leyen ist zwar lobenswert, aber er wird wohl kaum ausreichen. Man sollte vielleicht auch von vorne ansetzen und Unternehmen stärker in die Verantwortung nehmen. Kinder bedeuten für die Frauen meistens ein Karriereende. Zunehmend wollen Frauen dieses Risiko eben nicht auf sich nehmen und stehen vor der Wahl: Kind oder Karriere? Doch wo bleiben die einzelnen Unternehmen und die Gesellschaft, wenn man als Frau auf Kinder verzichtet? Ohne die Unterstützung besserer Arbeitsmodelle für Frauen mit Kindern wird es vielleicht auch für diese irgendwann. Und ohne zukünftige, potentielle Kunden kann ein Unternehmen irgendwann “einpacken”. Man sollte daher nicht immer nur kurzfristig an Gewinne & Co. denken sondern auch an die langfristige Zukunft eines Unternehmens.


Schade, dass ich Ihre mail-Adresse nicht finden kann, sie hätten Post erhalten betreffend Kinderschutz und Frauen.
@Thea Botzenhart
Vielen Dank für den Hinweis. Eine Kontaktadresse lässt sich jetzt im Impressum finden
[...] zu klassischen Vollzeitkräften zur Verfügung steht. Wie ich bereits schrieb, ist die ist Integration von Müttern jedoch ein generelles [...]