Kindertragen
Unsere Tochter kann nun mittlerweile sitzen, was wir sehr begrüßen. Dies war für uns der Grund am Wochenende los zu gehen und eine Kindertrage zu kaufen, damit wir wieder gemeinsam aktiv Wandern können. Sicherlich werden die Touren etwas entspannter ausfallen, aber ein Anfang ist damit immerhin gemacht.
Eine vernünftige Kindertrage ist schon eine Investition, aber bereits nach unserer ersten Tour stellen wir fest: sie hat sich gelohnt! Es gibt letztendlich verschiedene Gründe weswegen wir uns dafür entschieden haben.
Zunächst Wandern wir einfach gerne um einfach mal raus zu kommen und die Natur zu genießen. Ausserdem war der optimale Zeitpunkt gekommen, da unsere Kleine jetzt sitzen kann. Einen Kinderwagen bergauf zu schieben ist eine Qual, auch wenn wir einen recht geländetauglichen Kinderwagen haben. Ein weiterer Grund ist, dass unsere Tochter im Kinder wagen eh nicht mehr schläft sondern immer nur umherschaut. Sie ist fasziniert von grünen Bäumen und alles was um sie herum geschieht. Ferner lässt sich solch eine Trage auch optimal am Strand nutzen. Wer schon mal einen Kinderwagen durch feinen Strandsand geschoben hat, weiß was das für eine Qual sein kann! Und da unsere Familien im hohen Norden wohnen, sind auch regelmäßige Strandbesuche garantiert.
Im Laden haben wir dann einige Kindertragen ausprobiert u.a von Vaude Jolly Comfort IV Kids, Jack Wolfskin Watchtower Supreme, Mac Pack Possum Kids, Deuter Kid Comfort II und Kid Comfort III.
Mein Mann hatte nun das Vergnügen die verschiedenen Tragen zu testen. Anfänglich durfte unsere Tochter auch mitmachen – wurde es dann aber recht schnell leid ständig verfrachtet zu werden. Man stellte uns dann freundlicherweise einen Stapel Kataloge zur Verfügung, die das Gewicht des Kindes simulieren sollten. Da mein Mann tendenziell derjenige sein wird, der die Kleine durch das Gelände tragen wird, musste er halt ran. Wichtig war uns aber auch, dass die Trage gegebenenfalls auch an meine Körpergröße anpassbar ist.
Letztendlich haben wir uns für den Deuter Kid Comfort III entschieden. Die Kindertragen von Deuter kamen letztendlich schnell in die engere Auswahl, da sie die stabilsten Trage- und Bauchgurte aufwiesen. Dies ist wichtig, weil zu weiche Gurte auf Dauer Reibungen verursachen können. Und wer kann das schon gebrauchen, wenn hinten bereits ein kleiner Zwerg getragen werden soll. Ausserdem bot der Kid Comfort III ein intergriertes Regen- und Sonnedach. Bei der Varoante von Jack Wolfskin war das Sonnendach per Klettverschluss befestigt. In Anbetracht der Tatsache, dass unsere Tochter gerne überall dran rumspielt derzeit, denken wir, dass wir das Teil vermutlich schnell verloren hätten im Gelände. Der Deuter Kid Comfort III liegt zwar preislich mit ca. 230,- € recht hoch, aber wir erhoffen uns, dass er auch unsere zukünftigen Kinder sicher durchs Gelände bringen wird. Ausserdem bietet der Deuter vielfältigen Stauraum für alles, was sonst noch so mit muss für die Kleinen. Auch ein paar Sachen von uns haben dort schon Platz gefunden.
Unsere erste Tour lief dann auch sehr erfolgreich ab, auch wenn sie nur knapp 2 Stunden dauerte. Aber Mann sowie Tochter müssen sich ja erstmal daran gewöhnen. Bei längeren Touren muss das Kind zwischendurch auch mal rausgenommen werden, damit die Beine nicht einschlafen. Sicherlich soll unsere Tochter auch laufen, aber man muss bedenken, dass es für Kinder anstrengend ist lange Touren zu laufen. Wenn ein Erwachsener 1 Schritt macht, dann muss so ein kleines Kind vielleicht 3 Schritte machen. Und damit eine Tour nicht zum Reinfall wird, weil die Kinder nicht mehr laufen wollen, denke ich das Kindertragen eine tolle Möglichkeit für die ganze Familie ist.
Letztendlich muss jeder für sich austesten, welche Trage für ihn in Betracht kommt und seinen Bedürfnissen entsprechend auswählen. Â Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: allen Wanderlustigen viel Spass beim Wandern!
0 KommentareUmfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?
Die Zeitschrift Eltern hat bei der forsa eine Umfrage in Auftrag gegeben um zu ermitteln wie das Lebensgefühl von Müttern und Vätern in Deutschland ist. Zentrale Fragen sind dabei laut Pressemeldung:
Sind sie mit der Arbeitsverteilung in ihrer Familie zufrieden? Kommen sie mit der Kindererziehung klar? Haben sie ausreichend Geld? Genug Zeit? Was macht sie glücklich?
Die Ergebnisse sollen am 11. August 2008 in Berlin präsentiert werden. Befragt wurden hierzu über 1.000 Mütter und Väter. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt und hoffe, dass sie etwas bringen und eine realitätsnahe Darstellung wieder spiegeln.
Denn wie sagt die Eltern-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki so schön:
Viele Eltern haben den Eindruck, vor allem als überforderte Problemgruppe wahrgenommen zu werden. Sie fühlen sich enorm unter Druck und zu wenig geschätzt mit dem, was sie tagtäglich leisten.
Als Eltern haben wir auch des Öfteren das Gefühl, dass Außenstehende ohne Kinder es gar nicht nach vollziehen können, welch ein Aufwand so ein Kind. Das dieser sich natürlich lohnt ist selbstverständlich! Aber was nützen Eltern ewige Diskussionen von Politik und Öffentlichkeit, wenn hier doch oftmals an der Realität vorbei diskutiert wird? In Deutschland gibt es noch so einiges an Nachholbedarf. Als Eltern scheint man heutzutage mehr den je den öffentlichen Diskussionen ausgesetzt und man muss oftmals “kämpfen” für das Wohl der Kleinen und der ganzen Familie. Aber leuchtende Kinderaugen, Zuneigung und die Liebe der Kinder sind es einem Wert – und dieses Glück kennt in unserer heutigen Gesellschaft leider nicht jeder…
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