Entwicklung & Erziehung

Wieviel Spielzeug braucht ein Kind?

Diese Frage stellt man sich des Öfteren als Eltern. Auch wir denken immer wieder darüber nach, ob unser Kind vielleicht schon zu viel Spielzeug hat, zu wenig oder ob wir ein gesundes Mittelmaß erreicht haben.

Bei zu viel Spielzeug ist die Auswahl für das Kind schwierig und es wird sich am Ende mit keinem der Spielzeuge richtig beschäftigen können. Zu wenig Spielzeug hingegen lässt das Spielen schnell einseitig werden.

Dies zeigt bereits, dass verschiedene Spielsachen am Besten unterschiedliche Eigenschaften haben sollten um dem Kind in jeder Situation die entsprechende Stimulation zukommen zu lassen. Ein Spielzeug kann z.B. zum Fühlen geeignet sein, andere für verschiedene motorische Sinne etc. Am besten eignet sich auch Spielzeug, was aufeinander aufbaut und welches sich ergänzen lässt wie Bausteine, Sachen für Puppen, Eisenbahn usw.

Ferner ist klar, dass das Kind auf Dauer sich weiter entwickelt und in den unterschiedlichen Stadien verschiedene Spielzeuge gefragt sind. Um den Kauf von neuen Spielsachen kommt man daher am Ende nicht drum herum. Das Spielzeug sollte immer alters- und entwicklungsgerecht sein. Dies gilt ebenso für das gemeinsame Spielen.

Aber es müssen nicht immer nur Spielsachen sein, die ein Kind in Begeisterung versetzen. Auch im Haushalt lassen sich viele Sachen finden, die man den Kindern zum Spielen geben kann. So ist z.B. Backpapier wunderbar geeignet für Babys um zu knistern, da es keine Druckerschwärze enthält, weitestgehend reißfest ist und sich ansabbern lässt. Oder auch Töpfe mit Holzlöffeln, verschiedene Löffel, der Wäschekorb, die Klammern, eine Wasserflasche, Kissen und Decken etc. können die Kleinen stundenlang faszinieren. Dabei lernen sie zusätzlich den Umgang mit alltäglichen Haushaltsgegenständen.

Das Allerwichtigste bei dem Ganzen ist, dass sich auch die Eltern genügend Zeit nehmen und mit den Kindern spielen. Kein Spielzeug kann die Eltern ersetzen. Durch gemeinsames Spielen können die Eltern den Kindern helfen die Welt besser zu verstehen z.B. beim Kaufmannsladen spielen, mit Fingerpuppen oder der Eisenbahn. Aber auch Bastelaktivitäten sind eine gemeinsame Beschäftigung um die Kreativität zu fördern oder Sport um die motorischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Im gemeinsamen Spiel kann jeder etwas lernen – auch die Eltern. Zumal es Zeit gibt miteinander zu reden und Vertrauen aufzubauen.

Die Frage, ob ein Kind nun zu viel oder zu wenig Spielzeug hat muss daher letztendlich beantwortet werden. Aber wie bereits gesagt, kann kein Spielzeug die gemeinsame Zeit mit den Eltern und der Familie ersetzen um sich in jede Richtung weiterzuentwickeln.

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