Baby & Kind, Entwicklung & Erziehung

Tragehilfe fürs Kind

Für viele Eltern gehören Tragehilfen mittlerweile zur Grundausstattung. Vor einiger Zeit wussten viele Eltern jedoch nichts damit anzufangen, da das Wickeln von Tragetüchern einem einiges an Übung abverlangten. Mittlerweile  gibt es jedoch eine Bandbreite an Tragehilfen, die man sich einfach umschnallen kann.

Eine Tragehilfe bietet im Alltag verschiedene Vorteile. Dazu gehört, dass man die Hände frei hat wie z.B. im Haushalt oder beim Einkaufen. Tragehilfen ermöglichen ferner, dass man dadurch den Bedürfnissen des Kindes nach Nähe und Wärme gerecht werden kann. Dabei profitieren auch die Väter davon, da es ihnen z.B. auf Spaziergängen ermöglicht wird, Nähe zu ihren Kleinen aufzubauen. Die Mütter genießen oftmals schon einen Großteil der Nähe zum Kind durch das Stillen, wo die Väter sich oftmals fehlplaziert vorkommen.

Dabei sollte man nicht vergessen Grenzen zu ziehen und das Kind nicht ständig umher zu tragen. Den dauerhaft muss ein Kind lernen auch mal enige Zeit sich allein zu beschäftigen. Außerdem sollte man bedenken, dass die Kleinen mit der Zeit immer schwerer werden, was sich dauerhaft negativ auf den eigenen Rücken auswirkt. Und wer mit Tragen verwöhnt worden ist, läuft sicherlich irgendwann eher ungerne . Zumindest ich würde meine Tochter nicht mehr längerfristig tragen wollen. Dafür hat sie mittlerweile zwei gut trainierte Beinchen.

Dauerhaftes Tragen engt aber ebenso das Kind ein. Schließlich ist die freie Bewegung wichtig für die Ausbildung der Muskeln und Motorik. Zu langes Tragen ist auch für den Rücken des Kindes nicht förderlich. Vor allem bei Tragehilfen kann dieses Problem auftreten.

Aber woran erkennt man nun bei der ganzen Viefalt an Tragen, welche dir Richtige für einen ist? Dazu gibt es eine Checkliste mit drei wichtigen Punkten:

  1. Die richtige Trageposition für das Kind liegt dann vor, wenn die Knie des Kindes sich auf Höhe seines Bauchnabels befinden.
  2. Ist der Rücken des Kindes gut gestützt?
  3. Ist die Tragehilfe für mich als Tragende oder Tragender bequem?

Sind diese Punkte erfüllt, ist der Rest eigentlich nur noch Geschmacksfrage. Angesichts der Vielzahl an Tragehilfen und -tüchern sollte für jeden etwas dabei sein. Am Besten probiert man das gewünschte Modell in einem Fachgeschäft aus, wo man ebenso eine fachkundige Beratung erwarten kann.

Ansonsten immer daran denken: Kinder sollten in Maßen getragen werden, dann haben dauerhaft alle Parteien Spass daran.

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. [...] Die Umstellung, auf einmal ganz alleine im eigenen Bettchen schlafen zu müssen, fällt einigen Babys schwerer als anderen. Dies ist wiederum ein Hinweis darauf, dass es Babys gibt, die wesentlich mehr Nähe benötigen. Einerseits sind die Babys die ständige Nähe zu ihrer Mutter durch die Schwangerschaft gewöhnt. Anderseits ermöglicht das Umhertragen körperliche Nähe auch nach der Geburt, wobei man den Kindern dadurch schrittweise diese große Umstellung erleichtern kann. Durch immer wieder zeitweises Ablegen lernen Babys mit der Zeit, dass die Eltern trotzdem für die das sind. Das Kind muss jedoch nicht ständig auf dem Arm getragen werden. Gute Alternativen sind hierfür Tragehilfen und -tücher. [...]

  2. Hmmm…also ich finde diesen Beitrag ziemlich zwiespältig, denn wieso soll man einem Baby Grenzen setzen und es nicht ständig umhertragen?
    Den Sinn verstehe ich nicht ganz!

    Viele Grüße
    Gianna

  3. @Gianna Siehe oben: Die Grenze muss von den Eltern gezogen werden, da ein konsequentes Umhertragen zwar die nötige Aufmerksamkeit schenkt, doch das Kind sollte nicht in einem Kokon verhätschelt werden. Der notwendige und manchmal auch gesunde Abstand zwischen Eltern und Kind hilft dann wieder die Wahrnehmung von Zuneigung und Liebe untereinander zu stärken. In jedem Fall ist das Tragen zunächst Geschmackssache und man sollte immer auf die Signale des Kindes achten. Manchmal benötigen Kinder jedoch ein wenig Distanz, sei es auch nur für einige Minuten.

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