Joombee

Positive Essgewohnheiten entstehen in der Kindheit

In hektischen Zeiten kommt oftmals das gemeinsame Familienessen zu kurz. Dabei sind Essgewohnheiten, die in der Kindheit gelegt werden, essentiell für das weitere Leben. Eine ausgewogene Kost zu festen Essenzeiten verhindert dauerhaft den Griff zu Kartoffelchips, Tiefkühlpizza, Süßigkeiten und Co.

Dies wurde jetzt von Wissenschaftlern an der Universität Minnesota (USA) nachgewiesen. Sie untersuchten die Essgewohnheiten von knapp 700 Zwölf- und Dreizehnjährigen,  protokollierten diese und wiederholten die Untersuchung fünf Jahre später. Es stellte sich dabei heraus, dass diejenigen, die zu Beginn der Studie an gaben mindestens fünfmal pro Woche mit der Familie zu essen sich später gesünder ernährten. So frühstückten sie öfter, aßen mehr Obst und Gemüse und waren besser mit lebenswichtigen Mineralstoffen versorgt, als diejenigen die nur selten zusammen mit der Familie gegessen haben.

Es zeigt sich, dass das gemeinsame Essen mit der Familie langfristig zu einem positiven Essverhalten führt. Kinder, die regelmäßig das Essen in der Familie von Anfang an kennenlernen, behalten diese gesunde Ernährungsweise in ihrem späteren Leben bei.

Persönlich sind uns gemeinsame Mahlzeiten mit der ganzen Familie sehr wichtig. Wir wollen unserer Tochter ein Gefühl für Essen beibringen. Dies bedeutet, dass sie den Unterschiede zwischen Fertigprodukten und frisch Gekochtem kennenlernt, von sich aus zu differenzieren, wann sie satt ist und wann nicht oder auch offen ist für neue Dinge. Heutzutage scheint ein gesundes Verhältnis zum Essen wichtiger zu sein als noch vor einigen Jahren. Dabei soll Essen dauerhaft Spaß machen ohne krank zu machen.

Gemeinsam Essen bedeutet dabei außerdem, dass die Mahlzeiten nach Möglichkeit gemeinsam zubereitet werden. Dies fängt bereits beim Einkaufen, gemeinsamen Vorschlägen, dem Helfen beim Kochen und den Tisch zu decken. Doch anschließend sollte jeder im Haushalt bereit sein beim Abräumen und Aufräumen zu helfen. Auch das gehört zum Kochen dazu.

Gemeinsam Essen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation. Wichtig ist dabei, dass ein positives Klima bewahrt wird und Kritik sowie Streitereien außen vor bleiben. Die seltenen Momente des Zusammenseins sollen schließlich allen Spaß machen.

Die gemeinsamen Mahlzeiten sind vor allem für kleine Kinder wichtig. Finden diese regelmäßig statt, dann bieten sie ihnen Stabilität und vermitteln Einheitlichkeit.

Uns ist es, wie bereits erwähnt, wichtig viele neue Sachen auszuprobieren. Damit wollen wir nicht nur den Geschmacksnerven unserer Tochter eine breite Variation anbieten, sondern ihr aufzeigen, dass man überall unterschiedlich isst.

Ansonsten sollte man die gemeinsamen Stunden einfach genießen und die Welt draußen einfach mal für einen Augenblick sein lassen, wie sie ist. Die Kinder werden es einem später danken und sich gerne an die gemeinsamen Mahlzeiten zurück erinnern.

Kategorien: Baby & Kind, Eltern & Familie, Gesundheit & Ernährung

4 Kommentare

  1. Interessanter Artikel (wie eigentlich alle :) )

    Wir versuchen auch die abendliche Mahlzeit in der Woche, bzw. alle am Wochenende, gemeinsam zu verbringen. Das klappt aber in der Woche mal mehr und mal weniger gut.

    Wenn meine Frau bspw. lange arbeiten muss, dann versichieben wir das Abendbrot um eine halbe Stunde oder ich esse mit der Kleinen alleine … also eine Regelmäßigkeit wie wir es uns wünschen, bekommen wir so nicht hin.

    Das helfen beim Tisch decken und abräumen praktizieren wir auch … und unsere Kleine (21 Monate) hilft auch gerne. Das Einkaufen allerdings ist purer Stress und wird nur selten gemeinsem gemacht. Ist für die Kleine zu langweilig.

    Ansonsten sagt aber schon der Instinkt das es falsch ist, wenn jeder irgendwie irgendwann irgendwas ißt und man das nicht gemeinsam und regelmäßig zusammen macht.

  2. Kat:

    @Schmidtie Ja, leider kommt das Familienessen in unserer hektischen Zeit oftmals zu kurz. Auch wir schaffen es nicht immer. Ich denke aber, dass die Kinder dennoch die Bemühungen darum wahrnehmen und positive Impulse mitnehmen.

    Das mit dem Einkaufen ist in der Tat so eine Sache: es gibt Kinder denen macht das gar nichts aus und bei anderen endet jeder Einkauf mit einer Tragödie. In letzeren Fällen tut man allen Parteien einen großen Gefallen, wenn die Eltern den EInkauf schnell alleine erledigen.

  3. [...] vom Artikel „Positive Essgewohnheiten entstehen in der Kindheit“ von Kat vom joomBee Blog machte ich mir mal so ein paar Gedanken wie es bei uns so abläuft … [...]

  4. [...] das Essverhalten in der Kindheit geprägt wird, darüber hatte ich ja bereits geschrieben. Interessant ist hierbei, in wie fern die einzelnen Elternteile [...]

Diesen Artikel kommentieren





Hinweis:
Mit dem Absenden Ihres Kommentars willigen Sie ein, dass der angegebene Name, Ihre E-Mail-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, im Zusammenhang mit Ihrem Kommentar digital gespeichert werden. Die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden natürlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.