Pucken – Eine alte Wickeltechnik für Babys
Das Wort “Pucken” hörten wir das erste Mal in unserem Geburtsvorbereitungskurs. Als werdende Eltern unserer ersten Tochter war pucken zunächst ein absolutes Fremdwort.
Pucken ist eine alte Wickeltechnik, die bereits in der Antike angewandt wurde. Damals wurde sie jedoch mit anderem Hintergrund praktiziert als heute und sollte eine Verkrümmung des Rückgrats zu verhindern.
Beim Pucken wird das Baby mit Hilfe einer Babydecke, einem Tuch oder einem Pucksack fest eingewickelt. Es empfiehlt sich dabei nur die Windel anzulassen. Die Arme sollen dabei fest am Körper anliegen, während die Beine noch Bewegungsfreiheit besitzen.
Das Baby soll durch die Einschränkung des Bewegungsspielraums beruhigt werden. Durch das Pucken möchte man dem Kind ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit außerhalb des Mutterleibs ermöglichen. Die Kinder kommen schließlich aus der Enge des Mutterleibs und haben diese eine Zeit lang genossen.
Das Pucken eignet sich daher vor allem für Babys bis zum dritten Lebensmonat. Ab dem dritten Lebensmonat stehen Kinder entwicklungspsychologisch bereits auf der nächsten Stufe und fangen an mit ihren zu Greifen und alles zu Erkunden. Pucken erweist sich dann als hinderlich für die Kleinen und deren Entwicklung.
Am Ende sollte man aber bedenken, das Pucken kein Ersatz für reichlichen Körperkontakt mit den Eltern ist. Denn auch dieser ist für eine gesunde emotionale Entwicklung der Kinder wichtig.


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