Baby & Kind, Gesundheit & Ernährung

Kopfläuse finden und wirksam bekämpfen

Die große Ferienzeit ist nun überall vorbei. Damit beginnen wieder der Schul- und Kindergartenalltag, wodurch sich die Kopflaus im Spätsommer und Herbst an ihrer “Hochsaison” erfreut. Denn jetzt stecken die Kinderköpfe wieder dicht beieinander und die Läuse hüpfen fast von Wirt zu Wirt.

Das erste Anzeichen von Läusen sind permanente Juckattacken am Kopf. Das Jucken wird durch einen Biss dieser kleinen Parasiten ausgelöst. Erstaunlich ist, dass gerade zehn Exemplare sich durchschnittlich auf einem von Läusen bevölkerten Kopf aufhalten. Um die Läuse zu finden, benötigt man zunächst einen Läusekamm. Doch das alleine reicht nicht. Auch ein geeignetes Shampoo und viel Geduld bei der Bekämpfung der Parasiten sind notwendig. Die Nissen, die Larven der Laus, erkennt man an ihrer Tropfenform und den weißlich schimmernden, leeren oder bräunlich-gräulichen, ungeschlüpften Eihüllen.

Mit einer Pflegespülung muss man das Haar zunächst durchfeuchten. Anschließend sollte man Strähnchen für Strähnchen durchkämmen und jeweils auf einem weißen Handtuch oder Küchenkrepp ausstreichen, damit man die Läuse und Nissen gut erkennen kann.

Bei lebenden Läusen helfen Kopflausmittel, die man aus der Apotheke bekommt, um die restlichen Parasiten los zu werden. Anschließendes ist ein wiederholtes Auskämmen sowie eine Wiederbeholungsbehandlung am 9. oder 10. Tag notwendig. Dadurch erwischt man auch die nach der ersten Behandlung geschlüpften Larven.

Aber auch die Kleidung, Kuscheltiere oder das Bettzeug bedürfen einer Behandlung. Dazu ist es ratsam alle Sachen der betroffenen Familienmitglieder einzufrieren. Hierbei werden alle Plüschtiere, Wollsachen, Mäntel, Mützen und Schals 24 Stunden bei minus 18 Grad im Eisfach oder in der Kühltruhe eingefroren. Alternativ kann man die Kleidungsstücke auch in einem geschlossenen Plastiksack drei Wochen lang bei Zimmertemperatur aufbewahren. Dadurch verhungern die Läuse.

Läuse können bei Zimmertemperatur bis zu drei Tage abseits des Kopfes überleben. Bei mehren Familienmitgliedern ist dies für Läuse ein leichtes Unterfangen, denn so lässt sich auch schnell ein neuer Wirt für die Plagegeister finden. Wichtig ist auch, dass man die Eltern der Spielkameraden informiert. Denn schließlich möchte man anschließend nicht so schnell wieder einer neuen Läuseplage ausgesetzt sein.

Zum Glück hat unsere Tochter bisher noch keine Läuse gehabt, aber verschont bleiben wird sie vermutlich nicht, denn selbst beim Spielen übertragen sich die Parasiten, und auch eng hängende Kleidungsstücke unterstützen bei der Verbreitung der kleinen Plagegeister. :)

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