Knochenbrüche bei Kindern
Beim Toben fallen Kinder schon einmal hin. Dies ist in der Regel ziemlich harmlos. Komplizierter wird die Sache jedoch bei Unfällen größerer Art. Dies durften wir schon selber miterleben. Unsere Tochter ist einst in der Badewanne ausgerutscht und auf den Ellenbogen gefallen. Da sie ziemlich starke Schmerzen hatte, führen wir mit ihr sofort ins Krankenhaus. Zwischen Unfall und Krankenhaus waren für uns nur knapp 15 Minuten vergangen. Doch mit den Ärzten zog sich die Prozedur für unsere Kleine ziemlich lange hin.
Das Problem ist die Diagnose, denn bei Sturzverletzungen sind Knochenbrüch bei Kindern unter Umständen äußerst schwer zu diagnostizieren. Der Grund ist relativ einfach zu verstehen, weil Kinder sich im ständigen Wachstum befinden und sich ihre Anatomie von der eines Erwachsenen im Detail stark unterscheidet. Bereits kleine Fehlstellungen, wie beispielsweise in unserem Fall mit dem Ellenbogen-Gelenk, können auf verschiedene Probleme hindeuten. Eine Verstauchung, eine Verrenkung, ein Bruch? Bei der ärtzlichen Diagnose kann es daher vor allem bei sehr kleinen Knochenbrüchen zu einer Fehldiagnose kommen. Dies belegen auch die Ergebnisse von den Schlichtungsstellen der norddeutschen Ärztekammern. Diese hatten 189 Fälle zu beurteilen, in denen es insbesondere um Brüche ging. Bei 64 Prozent dieser Beurteilungen lagen tatsächlich ärztliche Fehleinschätzungen vor, was doppelt so häufig gegenüber dem Durchschnitt aller Schlichtungsverfahren ist.
In unserem Fall wurden von der ambulanten Notfallaufnahme der Universitätsklinik Köln die Ergebnisse der Röntgenuntersuchung sogar zu einer Professur für Kindermedizin weitergeleitet, deren Professor sich auf Knochenbrüche bei Kindern spezialisiert hatte. Das ganze dauerte vornehmlich durch den Aufbau einer Verbindung zum besagten Professor, der sich sowohl über Telefon als auch das Internet mit den Kollegen vor Ort austauschen durfte. Am Ende stellte sich Gott sei dank heraus, dass es sich nur um eine ziemlich schmerzhafte Prellung bei unserer Tochter handelte.
Die Ärzte machten uns dabei jedenfalls bewusst, wie schwierig es sein kann einen Knochenbruch bei einem Kind zu entdecken. Der Ellenbogen wurde anhand des Röntgenbildes entsprechend auch auf mögliche Fehlstellungen untersucht, was sich zum Glück nicht bewahrheitete. In der Endbetrachtung dieses unglücklichen Vorfalls standen wir als Familie zumindest auf der sicheren Seite, zumal wir in der Nähe des Universitätsklinikums und der angeschlossenen Kinderklinik wohnen, wo man sich eben auf solche Fälle spezialisiert hat. Problematisch wird es sicherlich, wenn man in einer kleinen Stadt oder auf dem Land wohnt. Hier stehen nicht immer Experten zur Verfügung, aber über das Internet lassen sich auch für die kleineren Kliniken Experten zu Rate ziehen. Im Zweifelsfall hilft es hier, falls kein entsprechender Experte zur Hand ist, auch eine Zweitmeinung einzuholen.
0 KommentareVorbild Übergewicht
Der Gesundheit wegen achte ich als Mutter so gut es geht auf eine gesunde Ernährung unserer Familie. Sicherlich bin ich damit nicht alleine, denn eine gesunde Ernährung ist nicht nur für die Kinder wichtig. Als Eltern muss dabei ein gutes Vorbild sein und manchmal auch auf einiges verzichten. Dies ist aber nicht nur der eigenen Figur zu liebe gut so.
So fand man jetzt heraus, dass Töchter ein zehnfach höheres Risiko haben übergewichtig zu werden, wenn die Mutter stark übergewichtig ist. Zu dicke Väter hingegen übertragen dies nur als sechsfach erhöhtes Risiko auf ihre Söhne, was auch noch ein beachtlicher Faktor ist. Herausgefunden haben dies Wissenschaftler der Peninsula Medical School im südenglischen Plymouth. Dabei vermutet man weniger genetische Ursachen dafür, sondern auf die Tatsache, dass Töchter den Lebensstil ihrer Mutter und Söhne den ihres Vaters entsprechend kopieren. Ein solcher Zusammenhang schien bei der Vater-Tochter- bzw. Mutter-Sohn-Beziehung zu fehlen.
Das das Essverhalten in der Kindheit geprägt wird, darüber hatte ich ja bereits geschrieben. Interessant ist hierbei, in wie fern die einzelnen Elternteile doch einen prägenden Eindruck auf ihre Kinder auswirken. Und am Ende bleibt mir nur noch zu sagen übrig: meiner Tochter und ihrer Gesundheit zu liebe werde ich auch zukünftig auf das eine oder andere Stück Schokolade verzichten. Dies tut meiner Gesundheit und Figur auf Dauer sicherlich auch gut. Aber es ist dabei auch wichtig, dass ich ihr beibringe, dass man mal ein Stückchen naschen darf ohne es zu übertreiben. Denn ganz ohne etwas Süßes geht es auf Dauer sicherlich nicht.
0 KommentareStillen, Fisch und alte Möbel schützen vor Allergien
Das Stillen eine positive Wirkung auf Babys hat ist mittlerweile bekannt. So schützt das Stillen Kinder vor Allergien, wenn die Mütter mindestens vier bis sechs Monate lang ausschließlich stillen. Die Muttermilch hat somit einen positiven Einfluss auf das Kind und bei kurzfristigen Stillproblemen gibt es ebenfalls Rat: das Ausleihen einer Milchpumpe, Hilfsmittel wie Brusthütchen, spezielle Kompressen und Brustwarzensalben.
Die Mütter ihrerseits müssen dabei aber auch auf ihre Ernährung achten. So ist eine ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung wichtig. Falls die Nährstoffzufuhr aber nicht ausreicht, empfiehlt es zusätzliche Vitamine wie Folsäure und Mineralstoffe wie Jod einzunehmen. Die zusätzlichen Vitamine helfen auch der Mutter, damit diese sich nicht zu schnell “ausgelaugt” fühlt.
Mittlerweile weiß man ferner, dass das kindliche Allergierisiko gesenkt werden kann, wenn man während der Schwangerschaft und in der Stillzeit häufig Fisch isst.
Weiterhin sollten werdende Eltern den Kauf neuer Möbel und das Renovieren auf später aufschieben. Neue Möbel können flüchtige, organische Verbindungen, wie z.B. Formaldehyd freisetzen. Durch Maler- und Renovierungsarbeiten können ebenfalls freigesetzte Schadstoffe das Risiko für allergische Erkrankungen erhöhen. Dies betrifft insbesondere Asthma.
Da viele Eltern aber vor der Geburt bereits das Kinderzimmer für die Ankunft des Nachwuchses vorbereiten wollen, ist gerade das mit den Renovierungsarbeiten und den neuen Möbeln problematisch. Doch dies kann man bereits im Voraus gut planen. Die neuen Babymöbel sollten sowieso rechtzeitig aufgebaut werden, damit sie vor der Geburt ausreichend “ausgelüftet” werden. Der rechtzeitige Aufbau hat aber auch den Vorteil, dass man nicht in Panik verfällt, wenn das Kind früher als geplant kommt. Wenn die Möbel rechtzeitig aufgebaut sind, kann man sich anschließend voll und ganz dem neuen Erdbewohner widmen.
Außerdem ermöglichen solche Vorbereitungen sich auf die neue Situation einzustellen und seiner Vorfreude Ausdruck zu verleihen. Prinzipiell sind dies Arbeiten, die der zukünftige Vater übernehmen kann, damit die Mutter sich nicht überanstrengt und die Dämpfe einatmen muss. Schließlich ist auch das ungeborene Kind – trotz des Schutzes im Mutterleib – sehr anfällig.
Ganz ohne neue Möbel geht es vor der Geburt leider nicht. Alternativ kann man auf Second-Hand-Ware zurückgreifen. Doch viele Eltern wollen das nicht. Mit anderen Anschaffungen hingegen kann man sicherlich bis nach der Geburt warten.
Persönlich hatten wir vor der Geburt unserer Tochter alles ca. vier Wochen vorher aufgebaut. Dadurch konnten – wie bereits erwähnt – die Möbel auslüften, wir brauchten uns “nur noch” Sorgen um die Geburt machen und es spiegelte unsere Vorfreude wieder.
0 KommentareBabyschnuller mit Bisphenol-A-belastet
Der BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat Babyschnuller getestet. Dabei kam heraus, dass viele Babyschnuller mit hormonell wirksamen Chemikalien belastet sind. In den zehn getesteten Schnullern wurde Bisphenol A nachgewiesen, welches in Verdacht steht Unfruchtbarkeit, Schädigung der Gehirnentwicklung und Brustkrebs hervorzurufen.
Gerade Säuglinge und Kleinkinder reagieren empfindlich auf solche hormonartigen Stoffe. Bei ihnen entwickeln und wachsen die Organe noch und Hormone haben hier einen wichtigen Einfluss darauf. Die künstlichen Hormone können das empfindliche Gleichgewicht der natürlichen Hormone stören.
Bei dem Test wurde die höchste Konzentration von Bisphenol A in den Kunststoffschildchen festgestellt, die den eigentlichen Schnullersauger halten. Dabei bestanden neun von zehn Kunststoffschildchen aus Polycarbonat, bei dessen Herstellung Bisphenol A eingesetzt wird. Dabei wurden Konzentrationen von Bisphenol A zwischen 200 und fast 2300 Milligramm pro Kilogramm festgestellt in den Schildchen.
Aber auch in verschiedenen Saugteilen wurde dieses Hormon gefunden. Darunter befinden sich die Latex-Schnuller von Babysmile, Dentistar, Babylove und NUK. Bei den untersuchten Silikon-Schnullern befand sich in einem Schnuller von Avent dieses Hormon, wo bei bei den Silikon-Schnullern die Werte zwischen 80 und 400 Milligramm pro Kilogramm lagen.
Man vermutet, dass das Bisphenol A aus den Hartkunststoff-Schildchen in den weichen Saugteil diffundiert ist. Bisphenol A besitzt eine hohe Mobilität. Ferner hatten wiesen Sauger mit einer hohen Bisphenol-A-Konzentration eine ebenso hohe Konzentration der Chemikalie in den Kunststoffschildchen auf. Durch den BUND wird ferner angenommen, dass Bisphenol-A bereits in den Ausgangmaterialen verwendet worden ist.
Sicherlich sollten Kinder nur den Sauger in den Mund nehmen. Doch jeder der sich mit kleinen Kindern auskennt, weiß dass Kinder gerne alles in den Mund hinein stecken. Davon sind selbst die Kunststoffschildchen nicht ausgeschlossen. Aber selbst beim Saugen sind die Kinder im ständigen Kontakt mit den Kunststoffschildchen, da dieses die Lippen berührt.
Wer mehr zu diesem Thema und zu den getesteten Produkten erfahren möchte, kann dies hier tun.
3 KommentareBildungsstand hat Einfluß auf die Gesundheit
Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln auf der Basis einer Repräsentativ-Befragung des Robert-Koch-Instituts hat herausgefunden, dass gebildete Kinder gesünder leben.
Dabei zeigte sich, dass von den befragten Hauptschülern mehr als die Hälfte raucht. Kinder aus Nichtraucher-Familien greifen erstaunlicherweise ebenso häufiger zur Zigarette als solche von anderen Schultypen. Bei den Gymnasiasten hingegen raucht nur knapp ein Drittel regelmäßig.
Aber auch das Einkommen und der Bildungsstand der Eltern sowie das Gesundheitsbewusstseins in der Familie haben Einfluss auf die Gesundheit von Kindern. Familien mit einem Nettoeinkommen  unter 1.000 Euro im Monat haben häufiger Übergewicht, rauchen eher und schicken ihre Kinder seltener zu den Vorsorgeuntersuchungen als besser situierte Eltern. Für die Kinder beginnt dann ein Teufelskreis. Kranke Kinder werden zunächst oftmals später eingeschult, erbringen später schlechtere schulische Leistungen und besuchen seltener ein Gymnasium.
Es zeigt sich, dass hier ein besonderer Handlungsbedarf besteht. Denkbar wäre es Institutionen wie Kindertagesstätte, Schule oder Vereine mit ein zu binden. Schon hier kann man den Kindern Gesundheitsbewusstsein beibringen durch Koch- und Gesundheitskurse. Den Kindern sollte Gesundheit von Anfang an näher gebracht werden, damit sie es dauerhaft als etwas Selbstverständliches ansehen.
0 KommentareIm Test: Stoffwindeln von “itti bitti”
Mittlerweile hatten wir ausreichend Zeit, um unsere “bitti d’lish Snap In One” und die “bitti d’lish All In One” Stoffwindeln zu testen.
Mein erster Eindruck: Diese Stoffwindeln sind genau das, was wir eigentlich schon sehr lange gesucht haben. Im Prinzip braucht man nur die inneren Einlagen austauschen, wenn diese nach einiger Zeit nass geworden sind. Die Stoffwindel selbst bleibt dabei nahezu trocken und es dringt keine Flüssigkeit nach außen. Eine zusätzliche äußere Schicht wie bei unseren bisherigen Stoffwindeln ist vom Hersteller deswegen gar nicht vorgesehen. Anstelle einer Plastik- oder Gummihülle ist die Stoffwindel außen wirklich flauschig weich.

Von der Passform sind wir auch sehr positiv überrascht. Beim Anlegen erschien uns die Windel am Anfang etwas eng, aber dieser erste Eindruck täuschte. In der Bewegung erkannten wir sofort, dass sie bei unserer Tochter perfekt saß. Von diesen Stoffwindeln bekam unser Kind auch keinerlei Abdrücke, wie es oftmals der Fall bei den gummibandartigen Bündchen anderer Stoffwindeln der Fall ist. Dieser angenehme Effekt beruht vermutlich ebenso auf den weichen Materialen, die hier verarbeitet worden sind. Insgesamt sind die Stoffwindeln sehr weich und die Nähte sind gut verarbeitet. Bei “itti bitti” setzt man laut eigener Aussage in der Produktion auf eine hohe Qualität des verwendeten Materials. Dafür lässt man die Windeln sogar von einem kleinen Familienunternhemen herstellen und achtet auf faire Preise. Diese Qualität macht sich meines Erachtens nach – wie bereits angedeutet – schnell bemerkbar.
Wenn die Windeln einmal gewaschen werden müssen oder die einzelnen Einlagen ausgetauscht werden, ist das Einsetzen neuer Einlagen problemlos möglich. Das System funktioniert mit einfachen Druckknöpfen, die man bei “itti bitti” intelligenterweise entsprechend farblich zu den Stoffwindeln gestaltet hat. So kommt Gelb auf Gelb oder Lila auf Lila.

Einzig die Preise für die Anschaffung der Stoffwindeln können den einen oder anderen Käufer abschrecken. Doch bei genauerer Überlegung relativieren sich diese gegenüber herkömmlichen Wegwerfwindeln sehr schnell. Zunächst benötigt man nur eine Grundausstattung an Stoffwindeln und sucht sich seine Lieblingsfarben aus. Anschließend benötigt man nur noch die entsprechenden Einlagen. Diese müssen regelmäßig gewaschen werden, nehmen aber aufgrund ihrer geringen Größe nicht viel Platz in der Waschmaschine ein. Und bei kleineren Geschäften reicht in jedem Fall eine 30° Wäsche aus – und diese einfache Wäsche muss man im Haushalt mit Kindern sehr regelmäßig zu waschen.
Ausserdem sollen Stoffwindeln dabei helfen, dass Kinder schneller trocken werden. Sie lernen, dass das Nasse unangenehm ist auf ihrer Haut: Es ist kalt, nass und brennt vielleicht ein wenig. Aus diesen Aspekten heraus ergibt sich am Ende eine ziemlich große Preisersparnis – vor allem wenn man bedenkt, wie teuer Wegwerfwindeln auf die Dauer sind.

Die Stoffwindeln von “itti bitti” bieten gegenüber den herkömmlichen Wegwerfwindeln auch auf kurzen Reisen einen Vorteil. Sie nehmen wesentlich weniger Platz im Gepäck ein, da man nur ein bis zwei Stoffwindlen sowie Einlagen benötigt – sofern eine Waschmaschine am Urlaubsort verfügbar ist.
Mein Fazit: Sollten wir in Zukunft weiteren Nachwuchs haben, wäre dies eine wirklich sinnvolle Anschaffung. Unser Plan mit Stoffwindeln zu wickeln wird mit den Windeln von “itti bitti” realistisch und einfach – so wie wir es uns wünschen. Die Frage ist nur, ob es uns bis dahin möglich sein wird, die Windeln hier in Deutschland zu erwerben oder ob wir sie anderweitig beziehen müssen. Der australische Hersteller steht derzeit noch vor dem Verkaufsstart in Deutschland. Wir können daher nur hoffen, dass die Handelsketten und Babyartikel-Fachhändler diese wunderbaren Stoffwindeln in ihr Programm für 2010 mit aufnehmen werden.
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