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Kat am 24.11.2009 um 13:16 Uhr.
Bereits Babys haben Interesse an anderen Kindern und nehmen auf verschiedene Weise Kontakt zu ihnen auf, wie z.B. durch Beinchenstrampeln, Anlachen oder das beliebte Ins-Gesicht-Fassen.
Ab dem 12. bis zum 18. Lebensmonat wählen Kinder ihre ersten Spielgefährten dann gezielt aus. Dies lässt sich gut bei Krippenkindern oder Kindern in der Tagespflege beobachten.
Die Freundschaft mit gleichaltrigen Kindern ist bereits für die Kleinsten wichtigen, da sie dadurch Anregungen und Bestätigung bekommen. Sie haben gemeinsam auch wesentlich mehr Spaß und können Vorhaben teilen. Dabei geht es bei Kleinkindern jedoch immer um das eigene “Ich”.
Andere Aspekte wie das Geben und Nehmen auf Augenhöhe lernen Kinder dann im Kindergarten. Ebenso erlernen die das freundschaftlich-kreative Lösen von Konflikten, wie z.B. das Tauschen von Spielzeug. Die Kinder lernen mit der Zeit, dass in einer echten Freundschaft das Ausbalancieren von Selbstbehauptung einerseits und das Mitgefühl andererseits dazu gehören. Alle diese Erfahrungen machen Jungen und Mädchen dabei am liebsten mit den jeweiligen Geschlechtsgenossen.
Dass es unter kleinen Kindern, die sich bereits ganz gut kennen bereits einen gewissen Zusammenhalt gibt, habe ich persönlich auch schon erlebt. Wenn unsere Tochter mit den Tageskindern auf dem Spielplatz ist, dann sind andere Kinder oftmals eher uninteressant, es sei denn sie haben etwas, was man selber gerne haben möchte. Dabei habe ich dann schon beobachten dürfen, wie sich unsere Tochter mit einem Tageskind zusammen geschlossen hat um einem anderen kleinem Kind die Schippe weg zunehmen, wobei das Kind mit der Schippe wesentlich älter war.
Es hat mich schon erstaunt dies zu beobachten zumal die beiden noch nicht über solche Dinge explizit kommunizieren können und deren Sprachgebrauch noch stark limitiert ist. Dennoch hatten beide ein gemeinsame Ziel vor Augen: dem anderen Jungen die Schippe wegnehmen.
Man sieht auf jeden Fall, dass bereits kleine Kinder in der Lage sind Freundschaften zu schließen. Diese läuft zwar noch auf einer anderen Ebene ab, gibt den Kindern aber sicherlich schon einiges an Erfahrung mit. Und gute Freundschaften auszubilden ist heute manchmal wichtiger denn je.
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Kat am 17.11.2009 um 13:50 Uhr.
Forscher von der Universität Maastricht (Niederlande) haben herausgefunden, dass bereits Ungeborene ein Gedächtnis besitzen. Das Kurzzeitgedächtnis entwickelt sich somit bereits im Mutterleib. Dabei können sich 30 Wochen alte Ungeborene Ereignisse minutenlang merken.
Untersucht wurden dabei 100 Föten, die verschiedenen Reizen ausgesetzt wurden. Man beobachtete daraufhin, wann sie sich an den Reiz gewöhnt hatten und nicht mehr darauf reagierten. In einer anschließenden zweiten Testphase stellten sich die Föten schneller auf die Reize ein und reagierten gelassener. Für die Forscher bedeutet dies, dass die Ungeborenen sich an die Reize erinnerten, was bedeutet, dass ihr Gedächtnis bereits aktiv war.
So ganz ungewöhnlich ist die Erkenntnis sicherlich nicht. Schließlich finden Kinder die Stimme der Mutter oder des Vaters nach der Geburt auch beruhigend. Somit nehmen die Kinder auch hier bereits einen Zusammenhang wahr und empfinden diesen Reiz als nichts Neues.
Bekannt ist ferner, dass man Kindern im Mutterleib z.B. bereits regelmäßig eine Spieluhr vorspielen soll. Dies soll dann nicht beruhigend für das Kind im Mutterleib wirken, sondern auch nach der Geburt.
Hierin zeigt sich meiner Ansicht nach bereits, dass Kinder ein gewisses Maß an Gedächtnis haben müssen, wenn sie auf die Welt kommen. Und dieses bildet sich vermutlich nicht von heute auf morgen aus.
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Kat am 12.11.2009 um 13:33 Uhr.
Wer kennt das nicht: Wenn zwei oder mehr Kinder aufeinander treffen, dann kann es schnell auch mal zu Streitigkeiten kommen. Die Gründe können – insbesondere aus Sicht der Eltern – oftmals ganz banaler Natur sein. In jeder Hinsicht fördert streiten die Entwicklung der Kinder, denn sie können dabei eine Menge lernen.
Für die Eltern stellt sich dabei oftmals die Frage: Soll ich eingreifen oder nicht? Dabei spielt die jeweilige Situation eine entscheidende Rolle. So sollte man als Eltern nicht eingreifen, wenn die Kinder um ihre Rolle oder um ihr Eigentum kämpfen. Selbst wenn die Zwistigkeit mal länger andauert, die Kinder lösen solche Konflikte in der Regel immer alleine. Anders verhält sich die Situation sicherlich, wenn ein Elternteil Anteil am Streit hat. Dann kann man als Eltern entsprechend etwas daran ändern.
Aber es gibt auch Fälle, in denen sich die Kleinen nicht immer einigen können. Da hilft es dann die Kinder zunächst gemeinsam auf ihr Zimmer zu schicken und ihnen zu sagen, dass sie erst dann wieder rauskommen sollen, wenn sie sich vertragen haben. Selbstverständlich sollte man die Kinder ordentlich loben, wenn sie es geschafft haben ihren Streit beizulegen. Ferner ist das Interesse der Eltern, wie die Kinder zu einer Lösung gekommen sind wichtig. Dadurch wird der Blick auf die Konfliktlösung gelenkt. Dadurch erfahren Kinder, wie wichtig ihre Fähigkeit der Streitkompetenz auf Dauer ist und haben einen Grund stolz darauf zu sein.
Selbstverständlich sollten Eltern jegliche Gewalt bei Streitereien unterbinden, ebenso wielautes Brüllen und Beschimpfen. Gewaltkonflikte laufen eher darauf hinaus herauszufinden, wer der Stärkere ist. Und solche Konflikte lassen sich eher bei fairen Wettkämpfen wie z.B. Wettlaufen oder Seilziehen austragen.
Bei Kindern unter drei Jahren funktioniert das mit dem aufs Zimmer schicken noch nicht immer. Sie müssen zunächst ein Gefühl dafür entwickeln, worum es denn überhaupt geht. Persönlich lasse ich die Kinder immer zunächst erst mal streiten. Meistens einigen sie sich dann relativ schnell, zumal es meistens um ein begehrtes Spielzeug geht.
Und wenn die Kleinen sich mal ganz arg um ein Spielzeug streiten, ist es manchmal die beste Option das Spielzeug selbst für eine Weile verschwinden zu lassen damit das Streitobjekt erst einmal weg ist.
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Kat am 05.11.2009 um 14:04 Uhr.
Viele Kinder verbringen heute ihre Zeit mit Fernsehen, vor Computern und Spielekonsolen. Das Lesen gerät dabei leider oft in den Hintergrund. Viel zu oft. Denn vor allem Märchen sind in unseren heutigen Zeit wichtig für Kinder. Sie regen nicht nur die Fanatsie an und lassen Kinder in eine andere Welt entschwinden, sondern sie entfalten einen positiven Einfluss in ihrer Wirkung auf die Entwicklung der Kinder.
Märchen geben den Kindern Mut. Die Geschichten ähneln sich gerne in ihrer Struktur: Held oder Heldin gelangen in schwierige Situationen, müssen das Böse bekämpfen und wachsen am Ende mit ihren Aufgaben. Und am Ende siegt das Gute über das Böse. Die Moral von der Geschicht ist dabei immer, dass die Kinder hierbei lernen, dass sich das Kämpfen lohnt und man es in jeder Situation packen kann. Hierbei wird das Urvertrauen der Kinder angesprochen, was sie für ein gesundes Entwicklung und ein glückliches Leben brauchen.
Märchen haben auch die Eigenschaft Trost zu spenden. Sie erfahren darin, dass andere “Menschen” Angst davor haben nicht geliebt zu werden. Oder die Kinder erfahren von Menschen, die sich in bestimmten Situationen “blöd” oder unpassend vorkommen, die nicht selbstständig werden wollen, oder dass es andere Geschwister gibt, die Ärger miteinander haben und ihren Streit nicht beilegen können oder Probleme nicht lösen können.
Durch Märchen kommen Kinder mit unterschiedlichen Gefühlen in Kontakt. Märchen beinhalten klare moralische Zuordnungen ohne Zwischentöne. Es gibt ein Gut und ein Böse, ein Schwarz und ein Weiß. Innerhalb der Entwicklung von Kindern, stufen diese gerade im Vorschulalter andere Menschen als gut oder böse ein. Märchen ermöglichen es denn Kindern in alle Rollen zu schlüpfen und so die verschiedenen Seelenteile zu erleben: vom Stiefkind, hin zur Prinzessin oder gar zur bösen Hexe.
Ein weiterer Vorteil von Märchen ist, dass sie den Kindern auf einfache Weise grundlegende Werte, Selbstständigkeit und Wertegefühle vermitteln. Die Hauptpersonen der Märchen beweisen als späterer Held oder Heldin neben Mut auch noch weitere Tugenden, wie Treue, Fleiß, Geduld, Demut, Bescheidenheit oder Ehrlichkeit. Solche essentiellen Werte benötigen Kinder gerade heutzutage, um sie durch den Alltag zu geleiten und ihr Handeln sowie das Verhalten von anderen richtig einordnen zu können.
Persönlich stehen bei uns die Regale voll mit Büchern – darunter finden sich sehr viele Märchen. Unsere kleine Tochter bekommt mit fast zwei Jahren regelmäßig daraus vorgelesen. Auch wenn sie noch nicht alles davon versteht, so ist das damit verbundene Ritual zwischen Eltern und Kindern, das gemeinsame Lernen und Erfahren, für uns bereits wichtig. Außerdem gibt es uns die Möglichkeit mit ihr über Dinge zu sprechen und bestimmte Sachen zu erklären. Und das Verständnis für die aus den Märchen entwachsenen Geschichten reift mit der Zeit schließlich auch immer mehr.