Marketing & Media

Nido lebt

Bereits zur Markteinführung der Elternzeitschrift “Nido – Wir sind eine Familie” schrieb ich vor etwas mehr als einem Jahr einen Artikel. Wie oft bei neuen Produkten, hatte der neue Printtitel zu dieser Zeit noch eine recht ungewisse Zukunft. Doch das Interesse von mir und meinem Ehemann war geweckt, und wir wollten dieses Magazin für junge Eltern gerne im Auge behalten. Der Nido lag ein gutes Konzept zu Grunde – und mittlerweile kaufen wir die Nido nahezu jeden Monat druckfrisch im Handel, seitdem sich der Verlag Gruner+Jahr dazu entscheiden konnte, die Nido in monatlicher Regelmäßigkeit erscheinen zu lassen.
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Produkte & Tests

Bei Kindersachen auf Prüfsiegel achten

Kündigt sich ein Kind an, eröffnen sich für Eltern nicht nur neue Herausforderungen, sondern jeden Tag auch neue Shopping-Welten. Eine davon umfasst definitiv den Bereich Kinderbekleidung. Kinder wachsen in den ersten Jahren unheimlich schnell. Als Elternteil verbringt man daher viel Zeit damit, regelmäßig nach Kinderklamotten zu schauen.

Ältere Kinder lieben bunte und ausgefallene Klamotten. Doch beim Klamottenkauf sollten Eltern sehr achtsam sein, denn gerade bunte und kuschelige Fasern können unnötige Zusatzstoffe enthalten. Die empfindliche Baby- und Kinderhaut kann mit Reizungen und Allergien reagieren. In diesem Fall sollten Eltern sich auf ihren Geruchssinn verlassen. Eigenartige Gerüche oder ein Stechen in der Nase sind bereits erste Hinweise auf umwelt- oder gesundheitsschädliche Substanzen in oder auf der Bekleidung.

Einen weiteren Hinweis liefert auch das Prüfsiegel TOXPROOF, welches durch den TÜV Rheinland vergeben wird und über eine erhöhte Schadstoffbelastung von Textilien unter dem gesetzlichen Mindeswert informiert. Ebenfalls hilfreich ist das SG-Zeichen (SG = schadstfoffgeprüft). Es lässt sich bei Schuhen und Lederbekleidung finden und besagt, dass in der Herstellung keine krebserregenden Azofarbstoffe und andere Substanzen verwendet worden sind, die Allergien auslösen können.

Besonders bekannt ist auch das Siegel “Textiles Vertrauen – schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex Standard 100“.  Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Produkte. Der Öko-Tex-Standard 100 weist dabei auf schadstoffgeprüfte Textilien hin. Es handelt sich hierbei um einen weltweit einheitliche Standard, herausgegeben von der „Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie”. In Sachen, die mit diesem Label ausgezeichnet sind, wurde nachgewiesen, dass diese die aufgestellten Grenzwerte für bestimmte gesundheitsgefährdende Schadstoffe unterschreiten. Die Prüfkriterien umfassen neben den gesetzlich verbotenen und reglementierten Substanzen, auch Parameter zur Gesundheitsvorsorge sowie bekanntermaßen gesundheitsgefährdende Substanzen, die vom Gesetzgeber jedoch nicht erfasst sind. Die Grenzwerte werden dabei jährlich entsprechend angepasst und erweitert.

Als Empfehlung und echte Alternative dienen Öko-Textilien. Diese sind nicht nur gut für die Haut und damit gesundheitsfreundlich, sondern auch umweltfreundlich. Öko-Textilien bestehen üblicherweise aus Leinen oder Baumwolle. Diese Materialien bieten den Vorteil, dass Kinder beim Spielen nicht sofort ins Schwitzen geraten, da die Bekleidung durch die natürlichen Stoffe atmungsaktiv sind und genauso strapazierfähig wie chemisch hergestellte Materialien und Kunstfasern.

Beim Kauf neuer Kleidung gilt generell: Vor dem ersten Tragen zumindest einmal durchwaschen. Dadurch werden die meisten wasserlöslichen Giftstoffe bereits ausgeschwemmt. Neue Textilien immer mit ähnlichen Farben waschen, um ein mögliches Verfärben zu vermeiden. Die Waschtemperatur richtet sich nach den Hinweisen auf den Pflegeetiketten, wo sich ebenso alle übrigen Pflegehinweise für das entsprechende Kleidungsstück finden lassen. Hygienisch sauber wird Kleidung aber erst ab 60 Grad Celsius. Zumindest ein Großteil der Babybekleidung sollte dies mitmachen, wenn es sich um einigermaßen qualitative Ware handelt. Der Blick auf das Etikett lohnt sich also auch vor dem Gang zur Kasse.

Öko-Textilien und andere unbedenkliche Kleidung lässt sich dabei nicht nur im Einzelhandel finden. Bei entsprechender Suche und ein wenig Zeit finden sich spezialisierte Anbieter auch im Internet, die eine breite und große Produktpalette anbieten. Die meisten größeren Onlnie-Versandhändler haben mittlerweile Öko-Textilien mit in ihr Sortiment aufgenommen. Schließlich haben Eltern nicht immer Lust oder Zeit, um auf der Suche nach dem passenden Teil mit den Kindern von Geschäft zu Geschäft zu hetzen.

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Entwicklung & Erziehung

Wenn alles in den Mund wandert

Wie schön ist es eigentlich, alle möglichen Dinge in den Mund zu stecken und darüber seine Sinne zu trainieren? Kinder dürfen fast alles anschlabbern, was ihnen in den Weg kommt. Gerade als unsere kleine Tochter erst neulich wieder irgendwelche Sachen in den Mund steckte, fühlte ich mich an diese “orale Phase” zurückerinnert. Die Zeit, in der fast alles in den Kindermund wandert und wir Eltern mit Argusaugen die Kinder beobachten, steht uns demnächst erneut bevor, sobald unser jüngster Nachwuchs auf Entdeckungsreise gehen wird. Doch was hat es eigentlich mit der oralen Phase auf sich?

Alle Eltern beobachten irgendwann, dass ihr kleines Baby damit anfängt, wirklich alles, was es in die Finger bekommt, ohne zu zögern in den Mund zu stecken. Ob es nun die eigenen Händchen, das Spielzeug, ein Beißring, ein Kuscheltier oder gar die Kleidung ist – egal wie man es dreht und wendet, zum Schluss muss alles ausprobiert werden. In dieser Zeit der kindlichen Entwicklung befindet man sich direkt in der “oralen Phase”. Aber keine Sorge. Diese Zeti gehört zu einer normalen und gesunden Entwicklung unserer Kinder dazu.

Kinder erfahren ihre Umwelt durch alle Sinne. Im Babyalter sind die einzelnen Sinne jedoch unterschiedlich weit entwickelt. Während Babys z.B. ihre volle Sehkraft erst zum Ende des ersten Lebenshjahres entwickelt haben, ist der Tastsinn von Lippen und Zunge schon wesentlich früher gut ausgeprägt. Daher nutzen Babys auch ihren Mund, um ihre Umwelt so gut wie möglich zu erforschen: Ist etwas hart oder weich? Ist es feucht oder trocken? Welche Materialien gibt es alles? Alle diese Informationen helfen dem Baby sich ein Bild von der Welt zu erschaffen.

Als Eltern sollte man seine Kinder daher nicht davon abhalten, die Dinge auch mit Lippen und Zunge zu erforschen. Die Eltern sollten während der oralen Phase ihren Babys nicht den Schnuller als Ersatz für den gut schmeckenden Bauklotz anbieten. Natürlich sollen Kinder alles erforschen, aber auch nur so lange keine Gefahr durch die Dinge und Materialien für die Kinder ausgeht. Hingegen gehören zum Beispiel verschluckbare Kleinteile, stark verschmutzte, scharf, spitze oder giftige Sachen niemals in einen Kindermund!

Eltern brauchen daher nicht gleich in Panik geraten und für eine sterile Umgebung sorgen. Auch wenn die Fernsehwerbung uns gerne suggeriert, dass selbst 99% der Keime mit irgendwelchen Putzmitteln und Sterilisierungsflüssigkeiten zu entfernen ist, wird gerade die Immunisierung des Kindes auf natürliche Umwelteinflüsse durch ein zu steriles Umfeld stark beeinträchtigt. Wer möchte schon seinem Kind das Tor zu Allergien oder einer starken Erkältung bei einfachsten Keimen öffnen? Nicht ohne Grund darf ein Kind auch eine ordentliche Ladung Sand in den Mund nehmen. Wenn der Sand wirklich nicht schmeckt, spuckt es das Kind auch kurzerhand aus. Zur Not helfen die Eltern dabei, dem Kind beizubringen, dass nicht jeder Dreck das ideale Geschmackserlebnis ist. Wichtig ist, dass die Umgebung rund um das Kind sauber und hygenisch ist. Bestimmte Keime stärken also das Abwehrsystem der Kleinen, auf manche Dinge kann man in der oralen Phase jedoch verzichten. Das Spielzeug sollte man je nach Material regelmäßig abspülen oder waschen, um durch Milch- oder Essensreste die Gefahr von Schimmelpilzen zu reduzieren.

Üblicherweise wird die orale Phase und dieser Entdeckerdrang vom Krabbeln begleitet. Eltern sollten daher darauf achten, dass die Umgebung kindersicher ist. In diesem Fall bedeutet “kindersicher”, dass die kleinen Zwerge keinen Zugang zu Alkohol, Zigaretten, Putzmitteln, Nadeln, Dünger, verschluckbare Kleinteile und gewisse Lebensmittel wie z.B. Nüsse haben. Bei der Wahl des richtigen Spielzeugs empfiehlt sich immer ein Blick auf die entsprechenden Altersangaben. Auch darf auf vielfältige Oberflächen geachtet werden, um den Tastsinn der Kinder entsprechend zu fördern. Schließlich will das Leben auch ein Erlebnis sein. Hierbei helfen ebenfalls ungefährliche Haushaltsgegenstände wie z.B. Töpfe oder Kochlöffel. Daher lautet die Devise: Lieber dem Baby so vielfältige Materiakien anbieten wie möglich, als es in Watte zu bauschen und vor potenziellen Gefahren zu schützen.

Und wie lange dauert die orale Phase? Diese Frage habe ich mir neulich auch gestellt, als unsere Tochter mit ihren fast 2,5 Jahren damit begann, irgendwelche Sachen in ihren Mund zu stecken. Bei meiner Recherche nach einer Antwort auf diese Frage bin ich auf eine Zeit von vier bis fünf Jahren gestoßen. Aber ein gesunder Entdeckerdrang gehört einfach dazu, auch wenn man als Erwachsener öfters mal nur den Kopf schütteln möchte.

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Entwicklung & Erziehung

Unproportionale Kinder

Beim prüfenden Blick auf unser Baby fiel meinem Mann kürzlich auf, wie unproportioniert der Kleine im Vergleich zu unserer Tochter noch ist. An diese Erkenntnis, dass ein Baby wirklich anders gebaut ist als Kleinkinder und natürlich Erwachsene, müssen sich Eltern gewöhnen. Auch wenn mit dem Eintritt in das zweite Lebensjahr das so genannte Längenwachstum einsetzt, so erleben Kinder und Jugendliche immer wieder Phasen, in denen ihr Körperbau eine gewisse “Unproportioniertheit” vorweist.

Diese wachstumsbedingte Anpassungen der Körpergröße sind jedoch kein Grund zur Besorgnis. Kinder fangen bereits nach dem ersten Lebensjahr an, wesentlich proportionierter zu wirken. Zunächst verändert sich der Bauchbereich und das Baby wächst in die Länge. Dies ist wichtig für die menschliche Entwicklung, um entsprechende Bewegungen zu erlernen und diese gut koordiniert durchzuführen. Der kleine Babybauch verschwindet zunehmend, ebenso wie die kleinen Babyspeckfältchen, was zusätzlich durch die Fähigkeit des Laufens unterstützt wird.

In diesen Wachstumsphasen kommt es auch häufig dazu, dass z.B. Füße und Hände schneller wachsen als Beine und Arme. Dies wird vor allem bei Jugendlichen sichtbar, die dann oftmals recht tollpatschig wirken und größere Schuhe tragen. Jedoch holen Arme und Beine oftmals recht schnell auf. Es ist also nur eine Frage der Zeit.

Das Wachstum von Kinder entwickelt sich somit insgesamt unproportional und nicht gleichzeitig, wie man es erwarten würde. Erstaunlich ist dabei, dass der Schädel bereits mit vier oder fünf Jahren bereits seine Endgröße erreicht hat, wobei sich jedoch die anderen Bereiche des Kopfes noch weiter entwickeln. Aber wenn man bedenkt, dass Babys im Verhältnis gesehen mit einem großen Kopf geboren werden, muss dieser sich irgendwann dem Wachstum des restlichen Körpers anpassen.

Und wer sich dafür interessiert, wie groß seine Kinder in etwa werden: Man addiere die Körpergröße der Eltern und teilt sie anschließend durch zwei. Bei Mädchen zieht man sechs Zentimeter ab, während man bei Jungen neun Zentimeter dazu addiert. Persönlich halte ich solche Berechnungen für unnütz, da man immer wieder Eltern sieht, deren Kinder ihnen eindeutig über den Kopf gewachsen sind und andere, wo die Kinder gerade so an die Größe der Eltern heranreichen.

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