Bei Kindersachen auf Prüfsiegel achten
Kündigt sich ein Kind an, eröffnen sich für Eltern nicht nur neue Herausforderungen, sondern jeden Tag auch neue Shopping-Welten. Eine davon umfasst definitiv den Bereich Kinderbekleidung. Kinder wachsen in den ersten Jahren unheimlich schnell. Als Elternteil verbringt man daher viel Zeit damit, regelmäßig nach Kinderklamotten zu schauen.
Ältere Kinder lieben bunte und ausgefallene Klamotten. Doch beim Klamottenkauf sollten Eltern sehr achtsam sein, denn gerade bunte und kuschelige Fasern können unnötige Zusatzstoffe enthalten. Die empfindliche Baby- und Kinderhaut kann mit Reizungen und Allergien reagieren. In diesem Fall sollten Eltern sich auf ihren Geruchssinn verlassen. Eigenartige Gerüche oder ein Stechen in der Nase sind bereits erste Hinweise auf umwelt- oder gesundheitsschädliche Substanzen in oder auf der Bekleidung.
Einen weiteren Hinweis liefert auch das Prüfsiegel TOXPROOF, welches durch den TÜV Rheinland vergeben wird und über eine erhöhte Schadstoffbelastung von Textilien unter dem gesetzlichen Mindeswert informiert. Ebenfalls hilfreich ist das SG-Zeichen (SG = schadstfoffgeprüft). Es lässt sich bei Schuhen und Lederbekleidung finden und besagt, dass in der Herstellung keine krebserregenden Azofarbstoffe und andere Substanzen verwendet worden sind, die Allergien auslösen können.
Besonders bekannt ist auch das Siegel “Textiles Vertrauen – schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex Standard 100“. Â Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Produkte. Der Öko-Tex-
Standard 100 weist dabei auf schadstoffgeprüfte Textilien hin. Es handelt sich hierbei um einen weltweit einheitliche Standard, herausgegeben von der „Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie”. In Sachen, die mit diesem Label ausgezeichnet sind, wurde nachgewiesen, dass diese die aufgestellten Grenzwerte für bestimmte gesundheitsgefährdende Schadstoffe unterschreiten. Die Prüfkriterien umfassen neben den gesetzlich verbotenen und reglementierten Substanzen, auch Parameter zur Gesundheitsvorsorge sowie bekanntermaßen gesundheitsgefährdende Substanzen, die vom Gesetzgeber jedoch nicht erfasst sind. Die Grenzwerte werden dabei jährlich entsprechend angepasst und erweitert.
Als Empfehlung und echte Alternative dienen Öko-Textilien. Diese sind nicht nur gut für die Haut und damit gesundheitsfreundlich, sondern auch umweltfreundlich. Öko-Textilien bestehen üblicherweise aus Leinen oder Baumwolle. Diese Materialien bieten den Vorteil, dass Kinder beim Spielen nicht sofort ins Schwitzen geraten, da die Bekleidung durch die natürlichen Stoffe atmungsaktiv sind und genauso strapazierfähig wie chemisch hergestellte Materialien und Kunstfasern.
Beim Kauf neuer Kleidung gilt generell: Vor dem ersten Tragen zumindest einmal durchwaschen. Dadurch werden die meisten wasserlöslichen Giftstoffe bereits ausgeschwemmt. Neue Textilien immer mit ähnlichen Farben waschen, um ein mögliches Verfärben zu vermeiden. Die Waschtemperatur richtet sich nach den Hinweisen auf den Pflegeetiketten, wo sich ebenso alle übrigen Pflegehinweise für das entsprechende Kleidungsstück finden lassen. Hygienisch sauber wird Kleidung aber erst ab 60 Grad Celsius. Zumindest ein Großteil der Babybekleidung sollte dies mitmachen, wenn es sich um einigermaßen qualitative Ware handelt. Der Blick auf das Etikett lohnt sich also auch vor dem Gang zur Kasse.
Öko-Textilien und andere unbedenkliche Kleidung lässt sich dabei nicht nur im Einzelhandel finden. Bei entsprechender Suche und ein wenig Zeit finden sich spezialisierte Anbieter auch im Internet, die eine breite und große Produktpalette anbieten. Die meisten größeren Onlnie-Versandhändler haben mittlerweile Öko-Textilien mit in ihr Sortiment aufgenommen. Schließlich haben Eltern nicht immer Lust oder Zeit, um auf der Suche nach dem passenden Teil mit den Kindern von Geschäft zu Geschäft zu hetzen.


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