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Gestaltungstipps für das Kinderzimmer

Wenn sich der Nachwuchs ankündigt, stehen viele Eltern vor einer weiteren neuen Aufgabe: Die Gestaltung des Kinderzimmers. Im ersten Moment scheint diese Aufgabe nicht so schwierig, doch je mehr man sich Gedanken darüber macht und recherchiert, um so komplizierter wird es. Es erweist sich als hilfreich, wenn man sich vorher ein paar Gedanken zu diesem Thema zu  machen und diese zu notieren, um so bereits im Vorfeld ein geistiges Bild von dem Kinderzimmer zu erstellen. Nachfolgend eine Checkliste, welche Punkte bei der Kinderzimmergestaltung berücksichtigt werden sollten:

1. Die Farbe

Die Frage nach der Farbwahl, steht oftmals als erste im Raum. Die Farbauswahl in den Baumärkten scheint mittlerweile schier unendlich und lässt einen unter Umständen verzweifeln. Aber fangen wir hierbei von vorne an: Zunächst gibt es hier die traditionellen Farbklassiker rosa für Mädchen und blau für Jungs. Diese Farben bieten sich an, wenn das jeweilige Kind das Zimmer dauerhaft alleine bewohnen soll, zumal das Streichen eine Arbeit ist, die man ungerne Jahr für Jahr wiederholt.

Problematisch kann diese klassiche Farbwahl werden, wenn mehrer Kinder geplant sind und nur ein Kinderzimmer im Haus bzw. in der Wohnung zur Verfügung steht. Sollen zwei Kinder dauerhaft in einem Kinderzimmer untergebracht werden, dann ist eine neutrale Farbe ratsam. Welches Geschlecht das zweite Kind haben wird, weiß man beim erstmaligen Einrichten eines Kinderzimmers nicht schon zwei oder drei Jahre vorher. Ansonsten heißt es unter Umständen neu streichen.

Bei der Farbwahl sollte man sich ferner darüber Gedanken machen, welche Aussagekraft eine Farbe mit sich bringt und was man selber damit zum Ausdruck bringen möchte. Zudem wirken Farbe angenehmer, wenn nur eine oder zwei Wände mit einem Farbanstrich versehen wird und die restlichen Wände als neutralen Punkt weiß lässt. Ansonsten kann es leicht passieren, dass einen die gewählten Farben am Ende “erschlagen”.

Persönlich haben wir ein großes Kinderzimmer, gemeinsam genutzt von unserer Tochter und unserem Sohn. Wir haben nur eine Wand mit Farbe versehen. Nachdem wir uns einige Farbproben aus dem Baumarkt mitgenommen haben, entschieden wir uns für eine Kombination aus Orange und Grün. Orange empfanden wir als lebhafte und zugleich warme Farbe. Sie steht für die frohe Natur unserer Kind und soll zugleich Wärme und Geborgenheit vermitteln. Grün steht dabei für Wachstum, obwohl Grün normalerweise nicht zu unseren Lieblingsfarben zählt. Jedoch gibt es – wie bereits erwähnt – eine unendlich große Farbauswahl, so dass wir uns problemlos auf einen Grünton einigen konnten.

Mit Hilfe von Abklebeband haben wir weiße diagonale Streifen zwischen den beiden Farben integriert. Mit etwas Kreativität kann man auf diese Weise z.B. auch farbige Quadrate oder andere einfache Linienmuster gestalten. Und wem das alles zu viel Aufwand ist, der lässt die Wände am Besten weiß und greift auf andere dekorative Elemente zurück.

2. Die Möbel

Die Preisspanne bei den Kinderzimmermöbeln ist nicht gerade klein und die Farbkombinationen gehen auch hier mittlerweile ins Unermessliche. Bei den Möbeln sollte man zunächst auf einige grundlegende Dinge achten. Zunächst ist es vorteilhaft, wenn sich das Gitterbett später zum Kinderbett mit Seitenteilen umfunktionieren lässt. Herausnehmbare Gitterstäbe sind ebenso ein Pluspunkt, wie eine höhenverstellbare Liegefläche.

Bei der Wickelkommode sollte darauf geachtetwerden, dass diese später als Schrank in Form einer Kommodes nutzbar ist, indem man einfach einen Teil der Wickelfläche abbaut. Ansonsten sollte sie über ausreichend Stauraum für das nötigste verfügen. Wer weniger Platz zur Verfügung hat, sollte auf zusammklappbare Wickelständer zurück greifen.

Die Schränke sollten dauerhaft ausreichend Stauraum bieten. Anfangs wachsen die Kinder recht schnell und man tauscht regelmäßig die Sachen aus. Doch ab ca. dem ersten Lebensjahr wird das Wachstum zunehmend langsamer und man benötigt Garnitur für jede Jahreszeit. Da kann sich dann schnell eine Menge ansammeln: Vom Schneeanzug über die Matschhose bis hin zu den Sommerklamotten. Noch enger wird es dann im Kleiderschrank, wenn ein weiteres Kind in Anmarsch ist.

Ferner gelten die Prinzipien von Flexibilität, Mobilität und Stauraum. Flexibilität bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Möbel kombinierbar und/oder erweiterbar sein sollten, den mit zunehmendem Alter verändern sich stets die Bedingungen. Mobilität heißt, dass es Möbelstücke im Kinderzimmer geben sollte, die sich das Kind später bei Bedarf selber zurecht rücken können wie z.B. Sitzmöglichkeiten, Kisten oder Tische. Das Stichwort Stauraum ist im Kinderzimmer essentiell: Die Spielzeugsachen sollten schnell verstaubar sein und den Kindern dennoch einen leichten Zugriff ermöglichen. Mit fortschreitendem Alter braucht man entsprechend mehr Stauraum: So wolen Bücher, Spielzeugsachen, Puzzel, Spiele und mehr verstaut werden.

Ansonsten gilt es auf die üblichen Prüfsiegel zu achten, auf abgerundete Kanten und kindergerechte Materialien. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, sollte hier weiterlesen. Optimal für Kinder sind in der Regel Möbel aus Echtholz, da diese recht stabil sind und den Kindern am ehesten Stand halten. Außerdem sind diese in der Regel ohne Schadstoffe gearbeitet. Aber dies ist oftmals eine preisliche Frage und mit etwas Recherche lassen sich auch günstige Alternativen finden.

Farblich sollte man versuchen eine Linie zu fahren, dann fällt die Kombination mit anderen Möbelstücken später leichter. So herrschen sbei uns die Möbel in weiß vor, da sich dadurch die besten Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Einrichtungsgegenständen wie z.B. bunte Spielzeugkisten ergeben. Die Erstausstattung an Möbeln haben wir damals recht preisgünstig erstanden, da wir wollten, dass unsere Kinder sich später eigene zusätzliche Möbelstücke aussuchen können, welche sie dann längerfristig nutzen können wie z.B. einen Schreibtisch oder ein großes Bett.

3. Die Dekoration

Die Dekoration stellt am Ende immer den Feinschliff dar. Gerade die kleinen Details machen aus einem Kinderzimmer etwas Besonderes. Wie bei allem sind die Möglichkeiten zur Gestaltung unendlich. Es bedarf nur ein wenig Kreativität, um einen Raum in etwas Unverwechselbares zu verwandeln.

Zunächst einmal braucht jedes Kinderzimmer Gardinen bzw. Jalousien, damit es zum Schlafen abgedunkelt werden kann. Das Abdunkeln hilft den meisten Kindern ungemein beim Einschlafen. Es eignen sich daher Gardinen aus blickundurchlässigen Stoffen. Hierbei kann man auf einfache Farben zurückgreifen oder schauen, ob man Gardinenstoff mit Kindermotiven findet. Es lohnt sich in jedem Fall vernünftige Gardinen zu besorgen und diese selber zu nähen bzw. nähen zu lassen, denn die Kinder sollen am Ende lange Freude daran haben.

Auch der Teppich will richtig gewählt sein. Bei Fließen oder Parkettböden ist es ebenfalls schön, wenn man den Kindern einen Spielteppich hinlegt. Einerseits gibt er Wärme und anderseits ermöglichen zusätzliche Materialien die Entdeckung der Sinne. Einen schönen und kindgerechten Teppich zu finden, erwies sich damals bei uns als recht schwierig. Wir wollten, dass dieser die Kinder zum Spielen anregt und groß genug ist. Viele Teppich waren uns von den Maßen her zu klein. Zudem sollte er farblich zum Kinderzimmer passen. Nach langer Suche sind wir dann online fündig geworden. Fakt ist, dass es einige Zeit an Recherche bedarf um den richtigen Teppich zufinden, denn auch diesen muss man dauerhaft sehen können.

Ein weiters wichtiges Element ist das Licht. Deckenlampen gibt es in vielen Variationen. Hier wird man recht schnell fündig. Es gilt jedoch zu bedenken, dass das direkte Licht von obenmanchmal zuviel sein kann. Hierfür eignen sich Stehlampen, um eine angenehme Umgebung in den Abend- und Morgenstunden zu ermöglichen. Bei kleinen Kindern bieten sich zudem Nachtlichter an, damit sie sich im Dunkeln zurecht finden, falls dies notwendig sein sollte. Licht stellt ein wichtiges Element dar, da es für Leben im Kinderzimmer sorgt, aber auch für eine ausgeglichene Atmosphäre zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten.

Bei der Recherche für die Kinderzimmerdekoration lässt sich ein großes Angebot an allen möglichen Dingen finden. Dabei sollte man sich auch Gedanken machen, ob man dem Kinderzimmer ein Thema geben will und falls ja welches. Hierbei gibt es jungen- und mädchenspezifische sowie neutrale Themen. Wer mehrere Kinder haben möchte, sollte sich in jedem Fall für etwas neutrales entscheiden wie z. B.:

  • Winnie the Pooh
  • Bauernhoftiere
  • Zirkus
  • Teddybären
  • Jungel-Motive
  • Schäfchen
  • Sesam-Straße oder
  • Polar-Tiere

Ideen für Jungs umfassen:

  • Piraten inklusive Capt’n Sharky
  • Superhelden
  • Rennautos (hierunter kann man auch Cars fassen)
  • Rock ‘n’ Roll
  • Wild West
  • Sport
  • Mickey Mouse
  • Bob der Baumeister
  • Dinosaurier und
  • Fahrzeuge wie z.B. Lkw’s und Baufahrzeuge

Bei Mädchen bieten sich an:

  • Prinzessin oder konkret die Disney Prinzessinen
  • Hello Kitty
  • Marienkäfer
  • Ballettanz
  • Feen inklusive Tinker Bell
  • Häschen
  • Minnie Mouse
  • Schmetterlinge
  • Prinzessin Lillifee und
  • Pferde

Werdende Eltern und solche die es schon sind, werden mit der Zeit noch viele weitere Dinge finden, um die Dekoration einmalig werden zu lassen. Angefangen vom Mobile, über die Bettwäsche, die Wickelunterlage, Bordüren, Bilder bis hin zu den Handtüchern und der sonstigen Badausstattung gibt es mittlerweile alles zu haben, was das Eltern- und Kinderherz begehrt. Bei der Recherche stößt man aber auch viele Dinge die unnötig sind. Jedoch sollten werdende Eltern selber über den Nutzen bzw. Unnutzen verschiedener Gegenstände entscheiden.

Hilfreich ist es gerade bei der Dekoration sich Sachen schenken zu lassen. Damit man nicht alles mehrfach geschenkt bekommt, sollte bei der Planung des Kinderzimmers seine Bekannten und Verwandten vorher darauf hinweisen, was man sich konkret wünscht. Hierfür ist eine Liste hilfreich, von welcher sich jeder etwas aussuchen darf, was er den werdenden Eltern schenken möchte. Als nützlich erweisen sich hierbei Geschenktische, welche mancherorts schon angeboten werden. Leider ist dies in Deutschland noch nicht all zu sehr verbreitet, aber alles ist am Ende machbar.

Ich wünsche alle Eltern viel Spass beim Einrichten des Kinderzimmers und vielleicht entdeckt der eine oder andere auch das Kind in sich wieder bei dieser Tätigkeit. Es muss auch nicht alles immer perfekt sein, hauptsache es mit Liebe gemacht. Kinder können zudem sehr großzügig sein und über Fehler hinweg sehen ;)

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