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Tipps und Tricks: Webdesign für Kinder

Seitdem unsere Tochter immer älter wird, werden Internetseiten, die sich inhaltlich an Kinder richten, für uns zunehmend interessanter. Dabei fällt sofort auf, dass Internetseiten für Kinder anders gestaltet sind als solche für Erwachsene. Diese Tatsache diente mir zum Anlass, die wichtigsten und interessantesten Punkten zu diesem Thema einmal zusammen zu fassen.

Als Erstes ist es dabei sehr wichtig, dass das Design der Onlineportale für Kinder so gestaltet ist, damit das Interesse der Kinder auf die Inhalte gezogen wird und sie dazu anregt, sich mit dem jeweiligen Thema zu beschäftigen. Dafür stehen dem Designer einige Möglichkeiten zur Verfügung, die ich nachfolgend erläutern möchte.

1. Bitte mit Farbe!
Kinder lieben helle und lebhafte Farben. Bunt ist ein Zauber, den es zu versprühen gilt. Deswegen sollte zunächst auf die geeignete Farbwahl geachtet werden. Helle Farben ziehen die Aufmerksamkeit der Kinder schnell auf sich und ermöglichen dem Designer, ihre Aufmerksamkeit für relativ lange Zeitperioden zu halten. Die richtige Farbwahl ist zwar beim Design immer wichtig, jedoch hinterlässt gerade bei Kindern die richtige Farbwahl eine bleibende Erinnerung in deren Gedächtnis, wie man an den folgenden Beispielen erkennen kann.

Play-Doh
Strahlende, klare Farben kennzeichnen die Play-Doh-Seite. Die Farbpalette reicht dabei von rot-orange, gelb, grün bis hin zu blau und lila, wobei letztere im Screenshot nicht sichtbar sind.

Kindersache
Die Seite erstrahlt in gelb in Kombination mit einem hellen blau:

2. Gute Laune
Webseiten für Kinder sollen eine fröhliche Stimmung bei den Kindern hinterlassen. Nur wenn die Kinder eine positive Erfahrung mit einem Onlineportal machen, kehren sie gerne zu einer Webseite zurück – ähnlich wie bei uns Erwachsenen. Die Kinder sollten also jederzeit das Gefühl haben, dass sie auf der Webseite willkommen sind. Dieser Aspekt ist ebenso aus Sicht des Marketings wichtig, denn auch Kinder reden in der Regel mit Gleichaltrigen über positive Erfahrungen – und das ist das grundlegende Empfehlungsmanagement im Marketing. Eine gezielte Ansprache der Kinder wird für den Erfolg eines Onlineportals definitiv hilfreich sein. Für gute Laune kann auch eine zentrale Figur auf einer Webseite sorgen, die die Kinder freudig empfängt.

Bob der Baumeister
Hier empfängt Bob der Baumeister die Kinder auf der Startseite:

Thomas & seine Freunde
Thomas die kleine Lokomotive begrüßt freudig die Kinder auf seiner Seite. Dazu fährt die Lokomotive in das Bild hinein.

3. Nahe an der Natur
Kinder sprechen positiv auf Elemente aus der Natur an. Hierbei geht es darum, dass bekannte Elemente Kinder stimulieren, zumal Kinder zunächst noch über einen beschränkten Erfahrungshorizont verfügen. Dabei sind Simplifizierungen von Elementen bei Kindern oftmals am wirksamsten, um so ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Eine übertriebene Größendarstellung von Naturelementen ist hier möglich, wenn nicht sogar wünschenswert.

Disney
Je nach Thema und Film verwendet Disney unterschiedliche Elemente. Im Playhouse-Bereich bei “Meine Freunde Tigger und Puuh” finden sich einfach dargestellte Formen aus der Natur wieder. Die vereinfachten Darstellungen lassen sich an den Wolken sowie der Landschaft selbst schnell erkennen. Die Elemente aus der Natur sind zudem vergleichsweise groß dargestellt.

Disney
Ein weiters Beispiel von Disney findet sich auf der Seite von “Findet Nemo“. Hier werden für die Seite Elemente aus dem Wasser genutzt, die entsprechend groß und vereinfacht dargestellt sind.

4. Die richtige Größe
So klein die Kinder auch sind, für sie ist die richtige Größe bei der Verwendung von Interaktions-Elementen wichtig. Als Designer sollte man darauf achten, dass diese Flächen ausreichend groß und gut erkennbar sind. Schwerpunkte bilden hierbei Buttons oder auch die Typographie. Kinder fühlen sich von einfachen, klaren und leicht wahrnehmbaren Objekten angezogen. Daher sollten große Design-Elemente bevorzugt werden. Hier bietet es sich ebenfalls an, dass passende Charaktere, die auch animert sein können, in einer entsprechenden Größe genutzt werden. Diese stellen dann den Hauptfokus für Kinder dar und können sie durch die einzelnen Seiten hinweg navigieren und begleiten.

Disney
Mal wieder ein Beispiel von Disney – diesmal zum Thema Größe. Die Hauptfiguren, welche in diesem Fall die Feen darstellen, wurden im Vergleich zu den restlichen Elementen groß dargestellt und nehmen somit einen Großteil der Seite ein. Hier wurde den zentralen Charakteren entsprechend viel Raum zur Verfügung gestellt.

TOGGO
Bei Toggo.de stellt jedes einzelne Feld einen Button dar und ist damit ausreichend groß für eine einfache Navigation mit der Maus.

5. Navigation mit Spassfaktor
Die Navigation und Call-to-Action-Bereiche sollten so gestaltet sein, dass sie den Kindern direkt ins Auge fallen. Dabei sollte eine sehr einfache Struktur vorliegen, so dass die Kinder schnell und einfach durch die Seite navigieren können. Vorteilhaft ist eine Navigation, die auf großen Buttons und Grafiken basieren, da diese die Aufmerksamkeit der Kinder schneller auf sich ziehen als eine einfache Textnavigation. Eine besondere Option für eine Navigation stellt die Untermalung durch Soundeffekte dar. Wenn die Kinder die Maus dabei über bestimmte Navigations-Elemente bewegen, wird die entsprechende Beschriftung als Ton oder Sprachausgabe abgespielt. Dies kann besonders hilfreich für diese Altersgruppen sein, die noch nicht selbst lesen können. Eine andere Möglichkeit besteht in einem sich verändernden Mauszeiger, sobald dieser sich über einem bestimmten Element befindet.

Die Seite mit der Maus (WDR)
Navigation ohne wenn und aber: Auf der Seite mit der Maus vom WDR gibt es zunächst keinerlei Textlinks. Die Kinder können hier anhand der Bilder navigieren. Ferner lässt sich hier nahezu jedes Element anklicken, wodurch selbst unerfahrene Surfer stets auf der Seite weiterkommen.

Internet ABC
Hier ist die obere Navigationsleiste mal nicht in einer Ebene dargestellt, sondern folgt einer geschwungen Linie. Die einzelnen Punkte werden dabei durch witzige Tier-Zeichnungen repräsentiert.

6. Interaktion ist gefragt
Auf der Seite sollten Kinder auch die Möglichkeit haben zu  interagieren. So unterstützt ein spielerisches Quiz das Interesse der Kinder. Interaktion kann ebenso durch Animationen, Sound, Video, kleine Spiele und druckbare Elemente erfolgen. Kurze Videos  bieten sich in der Hinsicht an, um Informationen kompakt und mit einem visuellen Mehrwert aufzubereiten. Man kann den Kindern auch eine kleine, animierte Figur anbieten, die die Kinder durch die verschiedenen Bereiche führt. Dadurch haben die Kinder zusätzlich einen Anreiz sich mit dem Thema zu beschäftigen und sind nicht komplett auf sich alleine gestellt. Bei der Nutzung kleinerer Spiele sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder etwas lernen und auch ihr Gedächtnis trainieren. Druckbare Elemente hingegen bieten sich als Erinnerung an. Sie erinnern die Kinder an die entsprechende Webseite und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind zurückkehrt. Ein weiterer positiver Effekt von druckbaren Elementen ist, dass eine Marke so zusagen nach außen getragen wird und dadurch ihre Reichweite erhöht wird. Der Hintergedanke bei dem Thema Interaktion ist, dass Kinder sich nicht mit stundenlangem Lesen beschäftigen wollen. Dazu ist ihre Aufmerksamkeitsspanne oftmals noch zu kurz. Sie wollen lieber unterhalten werden und spielen. Um den Ansprüchen von Kindern gerecht zu werden, ist es für Designer daher unumgänglich Flash-Elemente mit einzubringen und auf Java-Script zurück zu greifen, auch wenn es einem als Erwachsenen eher nervt.

ZDF tivi
Auf der Seite von ZDF tivi finden Kinder Spiele, Quiz und Tests, bei denen sie am Ende etwas lernen und ihre Fähigkeiten erweitern können.

Fisher-Price
Auf Fisher-Price sind die Online-Spiele und Aktivitäten zusätzlich nach unterschiedlichen Altersgruppen eingeteilt. Somit kann jedes Kind sich altersgerecht weiterentwickeln und Erfolge für sich verbuchen.

7. Bilder, Bilder, Bilder
Kinder nehmen ihre Umwelt viel durch Bilder wahr und lernen dadurch. Sie helfen Kindern bei der Visualisierung. Dadurch können sie eher ein Verständnis darüber entwickeln, was sich in der Welt abspielt. Für ein gutes Lernen ist das Begreifen und Verstehen von Dingen essentiell.

News4Kids
Die einzelnen Bereiche sind auf News4Kids durch entsprechende Bilder gekennzeichnet. Viele Seiten für Kinder greifen auf dieses gestalterische Element zurück und nutzen Bilder. Oftmals dienen Bilder dabei auch zur Veranschaulichung von Berichten, Stories und Reportagen.

8. Verantwortung nicht vergessen
Beim Designen einer Webseite für Kinder sollte man stets im Hinterkopf haben, dass Kinder eine lebhafte Fantasie haben und sich leicht durch das beeinflussen lassen, was sie sehen und hören. Auch im Interesse der Eltern und des eigenen Marketings ist es wichtig, dass sichergestellt wird, das Kinder keinerlei Schäden durch den Besuch einer Webseite für Kinder von sich tragen. Verantwortung übernehmen heißt hier auch, dass die Webseite nicht nur der Repräsentation des eigenen Unternehmens/der eigenen Marke dient, sondern dass die Kinder durch den Besuch etwas lernen und sich mit bestimmten Themen befassen. Angebotene Spiele können dabei z.B. nach Altersgruppen unterteilt werden, damit ebenso jüngere Kinder positive Erfahrunegn sammeln. Wichtig ist es ferner einen Bereich für Eltern einzurichten. Als Eltern hat man oftmals ein wachsames Auge auf die Aktivitäten der Kinder. Dies trifft umso mehr zu, je kleiner und unerfahrener die Kinder sind. Ein Unternehmen bzw. eine Marke steht somit auch in der Pflicht der Eltern und sollte stets bedenken, dass diese einen großen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg einer Kinderwebseite haben.

LEGO
Auf der Seite von Lego finden Eltern zu verschiedenen Themen Antworten und Informationen. Wichtige Themen sind hier u.a. die Kindesentwicklung, die Familie und das gesellschaftliche Engagement von LEGO.

fragFINN.de
Auf der Elternseite von fragFINN.de geht es hauptsächlich um den Kinderschutz im Internet.

9. Und am Ende testen
Was denken die Nutzer von meiner Seite? Welche Elemente funktionieren und welche nicht? Bevor ein Design überhaupt für ein Online-Portal umgesetzt wird, sollten selbstverständlich Testläufe unterzogen werden. Idealerweise gestaltet man dies mit den eigenen Kindern oder von Verwandten, Freunden und Bekannten. Manchmal helfen auch Kindergärten oder Schulen, wenn einem reinen Test noch eine kleine Lernkomponente für die Kinder geboten wird. Jedes Webseitendesign für Kinder nützt am Ende nicht viel, wenn es von der entsprechenden Zielgruppe nicht vorher ausgiebig getestet worden ist. Selbst wenn nur ein Kind zum Testen zur Verfügung steht, ist dies immernoch besser als eine Seite gar nicht zu testen. Dies sollte selbst bei engen Marketingbudgets kein Problem darstellen. Beim Testen sollte man die Kinder gut beobachten. Nachfolgend ein paar Beispiele für Fragen, die man sich stellen sollte:

  • Lässt sich die Seite wie gewünscht navigieren?
  • Haben die Kinder Freude daran oder lässt ihr Interesse schnell nach?
  • Nehmen die Kinder positive Erfahrungen mit und lernen dabei etwas?

Ziel sollte es sein, die Webseite durch die Augen der Kinder wahrzunehmen und anschließend entsprechende Modifikationen vorzunehmen. Wenn man erstmalig eine Webseite für Kinder gestaltet und das Budget knapp ist, kann man sich an Seiten mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich orientieren wie z.B. von Disney, Barbie, Matchbox usw.

Fazit
Bei meiner Suche nach entsprechenden Beispielen ist mir leider aufgefallen, dass es in Deutschland vergleichsweise wenige gute und kindergerechte designte Webseiten gibt, die die genannten Kriterien erfüllten. Vorangig stammen die besten Interseiten für Kinder von den weltweit agierenden Konzernen. Reine deutschsprachige Internetauftritte haben somit noch einiges an Nachholbedarf., zumal ein guter Internetauftritt heutzutage für ein erfolgreiches Marketing unabdingbar ist.

Am Ende hoffe ich, dass dies ein guter Überblick zu diesem Thema darstellt. Für weitere Anregungen, Anmerkungen und Kommentare bin ich jederzeit dankbar. Ansonsten kann man jedem, der das Vergnügen hat an einer Webseite für Kinder jemals  zu arbeiten, nur raten sich an den Beispielen ein wenig zu orientieren. Dann ist der Erfolg des Projekts schon so gut wie gewährleistet.

Ein PDF-Dokument zu den Top 100 Internetseiten für Kinder im deutschsprachigen Raum von Klick-Tipps (Stand: 01.06.2009) lässt sich hier finden.

Kategorien: Marketing & Media
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Buchtipp: Unser Kleinkind

Das Buch “Unser Kleinkind” von Dr. Christopher Green steht schon seit längerem gelesen in unserem Regal. Beim Kauf des Buches war ich zunächst skeptisch, da ich eigentlich ungerne Erziehungsratgeber lese. Aber manchmal kann so ein Ratgeber schon hilfreich sein, wenn man mit seinen eigenen Ideen oder Methoden nicht weiterkommt. Beim Kauf des Buches dachte ich mir jedenfalls, dass neue Impulse für mögliche schwierige Situationen nie schaden können.

Unser KleinkindAls ich das Buch durch gelesen hatte, war ich ziemlich begeistert davon. Die Kapitel waren recht kurz gehalten, wodurch man gut woran kam. Besonders gefallen haben mir die vielen Alltagsbeispiele, wobei mir die eine oder andere Situation bekannt vorkam, während man über andere nur schmunzeln konnte.

Das Buch widmet sich, wie der Titel bereits sagt, dem Kleinkind von eins bis vier Jahren. Entsprechend werden in dem Buch alle Themen angesprochen, die den Eltern in diesen Jahren auf dem Herzen liegen wie z.B. Wutanfälle, Sauberkeitserziehung, Schlafen und Essen.

Insgesamt hat mich das Buch in unseren Erziehungsmethoden bestätigt. Auch neue Ideen und Anregungen sind dabei in unseren Erziehungsalltag eingeflossen. Aber es gibt ebenfalls Momente, in denen die Theorie in der Praxis vollkommen versagt. Aber Ausnahmen bestätigen ja immer die Regel. Vor allem zum Thema Wutanfälle habe ich einiges an Einsichten hinzu gewinnen können. Sie lassen sich zwar nicht vermeiden, aber mit dem richtigen Umgang mit ihnen, kann man sich als Eltern viel an Nerven sparen.

Das Buch empfand ich für meinen Teil als lesenswert. Einen Satz bzw. eine Aussage die ich mir daraus in jedem Fall mitgenommen habe und mir in schwierigen Situationen gerne in Erinnerung rufe ist: Das Kleinkind ist ein egoistisches Wesen, dass eben auf sich und sein Wohl bedacht ist. Davon kann man als Eltern so manch ein Lied singen – aber um dies zu ändern ist eben auch Erziehungsarbeit und Entwicklung notwendig. Das es aber auch Erwachsene gibt, die ein solches Verhalten zeigen, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt.

Ansonsten habe ich mich – bereits weiter oben angedeutet – beim Lesen dieses Buches sehr amüsiert. Das Buch ist kein trockener Erziehungsratgeber, sondern gibt viele realistische Situationen aus dem Alltag wieder. Dies mag mit daran liegen, dass Dr. Christopher Green als Erziehungsratgeber und Leiter der Child Development Unit am New Children’s Hospital in Sydney oft genug mit der Realität und den Problemen von Eltern konfrontiert ist.

Und wer jetzt neugierig auf das Buch geworden ist, kann es sich jetzt bestellen und selber lesen. Hier die Daten zum Buch im Überblick:

“Unser Kleinkind – Mit Liebe, Verständnis und Konsequenz durch die Jahre 1 bis 4” (3. Auflage: Deutsche Erstausgabe Oktober 2001, ISBN 978-344-216-350-2) von Dr. Christopher Green. Erschienen im Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH.

Kategorien: Baby & Kind
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Neue Online-Community für Väter

Online-Communities für Familien gibt es bereits seit längerem. Viele konzentrieren sich dabei vorwiegend auf die Mütter. Die neue Online-Community “Vaterfreuden.de – der Treffpunkt für Väter” möchte dies nun ändern und rückt das männliche Geschlecht stärker in den Mittelpunkt.

vaterfreuden

Durch die Einführung der Elternzeit und den damit verbunden Vätermonaten haben Väter mittlerweile die Möglichkeit, sich ebenfalls intensiv der Kindererziehung zu widmen. Dabei müssen moderne Väter sich nicht nur um die Kinder selber kümmern, sondern auch der Haushalt erfordert ihr Engagement. Viel Zeit für eigene Freizeitaktivitäten bleibt da am Ende nicht übrig.

Am Ende erfahren viele Väter, dass Kindererziehung, Haushalt führen und seinen eigenen Aktivitäten nachgehen zu können nur mit viel Organisationstalent und einem gewissen Maß an Flexibilität miteinander vereinbar sind.

Dabei fallen auch viele Fragen an, mit denen man unter Umständen alleine da steht. Dies soll die Online-Community Vaterfreuden.de ändern und den Männern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hier können sich Väter mit anderen Vätern vernetzen, man kann Erfahrungen austauschen, sich mit Gleichgesinnten treffen online oder zu gemeinsamen Aktivitäten treffen und Antworten auf die vielen Fragen des Eltern-Daseins finden.

In der Online-Community finden Väter Tipps und Informationen zu Themen wie “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” und “Unternehmungen mit Kindern”. Aber auch schwierigen Themen möchte man sich aus dem Blickwinkel von Vätern widmen wie z.B. “Scheidung” und “Kuckuckskinder”.

Auf den ersten Blick macht die Seite einen aufgeräumten Eindruck, was eine einfache und schnelle Navigation ermöglicht. Die Themen die sich dort derzeit finden lassen, umfassen die gängigsten Fragen rund um das Familienleben. Mit der Zeit werden die Inhalte sicherlich erweitert und auch speziellere Themen dort angesprochen werden. Schließlich steht die neue Community erst am Anfang und hat ihren offiziellen Start am 01. März 2010. Ansonsten bleibt abzuwarten und zu schauen, wie die Community von Vätern angenommen wird.

Kategorien: Allgemein
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Gen-Milch in Babymilch-Produkten

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, möchten Eltern ihrem Kind das Beste bieten. Dies betrifft auch die Nahrung. Da nicht jede Frau stillen kann, muss in einem solchen Fall auf Alternativen zurück gegriffen werden, wie Babymilch. Dabei erwartet man ein Produkt, was der natürlichen Muttermilch so nahe wie möglich kommt. Dies beinhaltet, dass die Babymilch frei von Gen-Technik ist.

BabymilchJedoch scheinen nicht alle Hersteller von Babymilch auf Gen-Technik zu verzichten. So weist Greenpeace daraufhin, dass die Hersteller Nestlé und Milupa Gen-Milch für die Herstellung ihrer Produkte verwenden. Konkret werden die die entsprechenden Milchkühe mit Gentechnik-Futter versorgt.

Die Probleme die sich daraus ergeben sind vielfältig. Genmanipulierte Futterpflanzen gefährden nicht nur die Artenvielfalt und führen zu einem erhöhten Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft. Die langfristigen Folgen genmanipulierter Nahrungsmittel sind derzeit ebenso wenig absehbar. Da aber gerade Babys sehr anfällig reagieren können, sind Spätfolgen derzeit noch nicht ausschließbar. Der Kauf genmanipulierter Produkte unterstützt jedoch die Gentechnik und birgt das Risiko, dass man den Kindern keine intakte Umwelt hinterlässt.

Greenpeace hat zu diesem jetzt einen neuen Ratgeber “Milch für Kinder – Einkaufsratgeber für den Genuss ohne Gentechnik” veröffentlicht, welchen man hier findet. Hierin finden Interessierte eine aktuelle Übersicht zum Einsatz von Gen-Pflanzen für Schulmilch und Babymilchprodukte. Vorbildlich scheinen hier Humana und Hipp zu sein, die Milch ohne Gen-Futter-Einsatz produzieren.

Leider gibt es in Deutschland eine fehlende Kennzeichnungs-Pflicht für Milch, Eier und Fleisch, die mit Gen-Pflanzen hergestellt wurden. Daher ist dem Verbraucher oftmals nicht bewusst, dass er Gen-Produkte kauft. Eine bessere Information über die Herkunft der Produkte würde vielen Verbrauchern sicherlich eher die Augen dafür öffnen.

Wie bereits erwähnt ist gerade der Hormon- und Stoffwechselhaushalt von Kindern besonders anfällig. Da die Gentechnik noch vergleichsweise jung ist, sind mögliche Spätfolgen derzeit noch nicht abzuschätzen, auch wenn die Forschung derzeit keine gesundheitsschädigenden Bedenken hat. Man sollte jedoch als verantwortungsvolle Eltern auch die umweltbedingten Folgen des Einsatzes von Gen-Technik bedenken.

Kategorien: Gesundheit & Ernährung
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Kindererziehung weiterhin Frauensache

Bei all der Emanzipation ist die Kindererziehung auch heute noch überwiegend Frauensache. Dies ergab jetzt eine repräsentative Umfrage unter Vätern des Männer-Lifestylemagazins “Men’s Health” durchgeführt von Forsa im Auftrag der DAK. Bei der Umfrage wurden 501 Väter zu diesem Thema befragt.

KindererziehungHeraus kam dabei, dass in 62 Prozent der Familien der Nachwuchs vorrangig von der Mutter versorgt wird. Bei 28 Prozent der Familien sind zumindest Vater und Mutter berufstätig. Eher die Ausnahme ist es dagegen, dass sich der Vater alleine um die Kinder kümmert, während die Frau arbeiten geht. Dies ist mit gerade mal 4 Prozent eher eine Ausnahme.

Ein Trostpflaster ist es da schon, dass rund 50 Prozent der Väter bereit sind auf ihre berufliche Karriere zugunsten der Kindererziehung zurück zu stellen. Tatsächlich tun dies aber nur 18 Prozent der Väter. Jeder dritte Vater möchte hingegen nicht auf seine Karriere verzichten.

Immerhin nutzen die Väter verschiedene Möglichkeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können. Ein Großteil von ihnen (65 Prozent) versucht dabei rechtzeitig zu Hause sein, um wenigstens noch etwas Zeit mit den Kleinen zu verbringen. Bei 32 Prozent der Väter steht ein regelmäßiger Papa-Tag am Wochenende auf dem Plan und 12 Prozent haben einen Vater-Kind-Tag pro Woche. Leider gibt es auch 7 Prozent der Väter, die keinerlei Möglichkeiten sehen, mehr Freiräume für ihr Familienleben zu schaffen. Bei letzteren denke ich, dass dies aber auch eine Frage des Willens ist.

Dabei fühlen sich jedoch 36 Prozent der Väter mit dem “Spagat” zwischen Familie und Beruf  überfordert. Gerade die Tatsache, dass eigene Kinder dazu führen, dass man seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen muss, empfinden 82 Prozent der Väter als schwierig. Problematisch sehen auch 51 Prozent der Väter die Tatsache, dass man kaum noch dazu kommt aus- oder durchzuschlafen. Ferner vermissen die Väter die Zweisamkeit mit ihrer Partnerin (50 Prozent) und Männerabende mit Freunden (26 Prozent).

Das erfreulich bei dem Ganzen: nur “gerade mal” 6 Prozent der Väter sehnen sich nach ihrem Leben ohne Kinder zurück, wobei ich 6 Prozent immer noch ziemlich viel finde.

Insgesamt stimmen mich diese Ergebnisse nachdenklich. Zunächst kommt die Frage auf: woran liegt es, dass Frauen immer noch den Großteil der Kindererziehung übernehmen? Ein entscheidender Faktor ist dabei oftmals, dass die Männer einfach mehr Geld verdienen im Vergleich zu Frauen. Dies ist aber sicherlich nicht der einzige Grund. Auch die Kinderbetreuung ist oftmals problematisch und muss sich am Ende finanziell für die Familie rechnen. Viele Frauen möchten sicherlich auch gerne Teilzeit arbeiten, jedoch sind Teilzeitenstellen in Deutschland relativ rar gesät. Hier sollte die Politik vielleicht mehr Anreize für Arbeitgeber schaffen.

Ein anderes Problem besteht darin, dass Frauen der berufliche Wiedereinstieg nicht immer leicht gemacht wird. Wer ein paar Jahre raus ist, verliert trotz aller Kompetenzen, seine Attraktivität für den Arbeitsmarkt, obwohl viele Frauen sich sicherlich auch während der Kindererziehung geistig fit und auf dem aktuellsten Stand halten.

Viele Frauen plagt aber auch ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern oder haben Angst zu viel von der Kindheit ihres Nachwuchses zu verpassen. Für Väter hingegen scheint es manchmal schwierig, etwas mit den ganz kleinen Kindern anzufangen vor allem im ersten Lebensjahr, wobei dieses gerade wichtig für die Bindung ist.

Am Ende zeigt sich, dass verschiedene Faktoren dazu führen, weshalb noch heute die Kindererziehung vorwiegend Frauensache ist. Zu diesem Thema lässt sich auch hier etwas nachlesen.

Kategorien: Eltern & Familie
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Tiere stärken soziale Kontakte

Haustiere_1Viele Kinder wünschen sich ab einem bestimmten Alter ein Haustier. Dies ist in der Regel auch gut so, da Haustiere einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben.

Erfreulich ist dabei, dass ein eigenes Haustier sich ebenso positiv auf die soziale Entwicklung auswirkt. Verhaltensbiologen der Universität Wien haben untersucht, wie Kindergartenkinder auf tierische Freunde reagieren. Kinder, die sozial gut vernetzt sind, beschäftigten sich dabei intensiver mit den Tieren als solche, die weniger Kontakte pflegen.

Kinder die sich für Tiere interessieren und diese mögen, kommen somit besser mit ihren Spielkameraden aus.  Woran dies aber nun genau liegt, dafür scheint es bisher keine Antwort zu geben.

Vielleicht ermöglichen Tiere den Kindern einen Rückzugsraum, bevor sie sich beim Spielen wieder auf neue Abenteuer einlassen können. Oft beobachtet man aber auch, dass Kinder mit eigenen Tieren näher in den Interessenpunkt anderer Kinder rücken aufgrund der Faszination für das Tier.

Persönlich ist unsere Tochter mit ihren zwei Jahren bereits begeistert von Tieren. Rückschlüsse auf ihre sozialen Kontakte können wir aber bedingt durch das Alter noch nicht wirklich ziehen. Aber sie oftmals sehr offen gegenüber anderen Menschen – ob das aber nun an den Tieren liegt oder an ihrem Wesen ist eine andere Sache. Vieles wird sich vermurlich erst richtig im Kindergartenalter zeigen.

Kategorien: Eltern & Familie
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Sichere Möbel für Kinder

Irgendwann wird jedes Kind mobil und geht dann auf Entdeckungsreise. Angefangen beim Krabbeln bis hin zum Toben und Schränke ausräumen.

Dabei sind “kindersichere” Möbel wichtig vor allem im Kindeszimmer. Hierbei sollten Eltern beim Kauf auf einige Punkte achten. Zunächst einmal ist eine gute Verarbeitung wichtig. Kindermöbel sollten zudem über abgerundete Ecken und Kanten verfügen. Beim Kauf der Möbel bietet auch das GS-Zeichen der TÜV Rheinland LGA einen guten Anhaltspunkt. Dieses garantiert den Eltern, dass ein Möbelstück die unabhängigen Sicherheitsprüfungen bestanden hat.

Bei Gitterbetten sollten Eltern darauf achten, dass der Körper des Kindes nicht zwischen die Stäbe passt. Kinder könnten mit dem Kopf in den Gitterstäben hängen bleiben, zumal ihr Kopf proportional gesehen größer ist als ihr Körper. Ferner haben in einem Kinderbett hervorstehende Klammern, Schrauben oder lösbare Kleinteile nichts zu suchen. Diese bergen die Gefahr von Verletzungen oder könnten verschluckt werden.

Die meisten Gitterbetten “wachsen” heutzutage mit, d.h. die Liegefläche ist höhenverstellbar. Sobald die Kinder mobil werden, kommt die Liegefläche ganz nach unten. Dabei sollte eine Übersteigshöhe von mindestens 60 cm verbleiben, damit das Kind nicht herausfallen kann.

Wenn die Kinder älter werden, kaufen die meisten Eltern Hochbetten z.B. mit Rutsche Zelt oder Vorhängen. Hierbei sollten Eltern darauf achten, dass die Kinder im Sitzen nicht über die Brüstung des Etagenbettes kippen können. Zudem hat ein Hochbett nichts in der Nähe eines Fensters zu suchen und sollte immer weit genug davon aufgebaut werden.

Möbel Beim Kauf des Hochstuhls sollten Eltern auf eine breite Standfläche achten, um die Kippsicherheit zu gewährleisten. Die Rückenlehne sollte mindestens 25 cm hoch sein sowie über einen Bauchbügel mit Schrittgurt verfügen. Das Kind soll schließlich bequem im Hochstuhl sitzen. Der Schrittgurt verhindert zudem das Durchrutschen des Kindes.

Hochstühle mit Rollen sind mit besonderer Vorsicht zu genießen. Mehr als zwei Rollen an einem Hochstuhl sind nicht erlaubt. Diese sollten zudem feststellbar sein, da die Stühle sonst leicht verschoben werden können.

Beim Kauf unseres Hochstuhls haben wir uns vorher entsprechende Testberichte durchgelesen. Gerade die Kippsicherheit war uns wichtig sowie die Tatsache, dass der Stuhl mitwächst.

In einem Haushalt mit Kindern sollten Regale und Schränke zudem mit Winkeln an den Wänden befestigt werden. Auch Schubladensicherungen sind hilfreich. Diese verhindern einerseits, dass Kinder an gefährliche Gegenstände kommen und andererseits können sie sich nicht die Finger klemmen. Letzteres gehört aber vielleicht zum Lernprozess dazu und lässt sich nicht immer vermeiden. So haben wir persönlich nicht alles Schubladen gesichert, denn unsere Tochter soll auch so lernen, dass sie nicht überall ran darf.

Prinzipiell sollten Eltern darauf achten, in wie fern die Möbel mitwachsen. Gute Möbel tun dies in der Regel, so dass man sich nicht ständig mit neuen Anschaffungen herumplagen muss. Zwar mag der Anschaffungspreis dabei oftmals etwas höher liegen, aber die Qualität und Langfristigkeit rechnen sich dafür schnell.

Kategorien: Produkte & Tests
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Gütesiegel für Kinderkliniken

Mit hoher Wahrscheinlichkeit landet irgendwann mal jedes Kind im Krankenhaus: Sei es wegen eines Bruchs, dem Blinddarm oder wegen einer akuten Infektion. Die Gründe dafür können vielfältig sein.

Dabei möchte man Eltern, dass sein Kind optimal behandelt wird. Optimal heißt in diesem Fall auch, dass die Kinder kindgerecht behandelt werden. Dazu gehört eine entsprechende Ausstattung sowie Geduld und Spaß daran mit den Kindern zu arbeiten.

Doch bisher ist es nicht so einfach eine gute Kinderklinik von einer weniger guten zu unterscheiden. Seit kurzem gibt es jedoch ein Gütesigel für Kinderkliniken, damit Eltern entsprechende Kinderabteilungen besser erkennen können. Das Gütesiegel “Ausgezeichnet für Kinder”, welches für medizinische Kinderabteilungen vergeben wird, wird von der Gesellschaft für Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. erteilt. Bisher haben es 181 Kinderkliniken erhalten.

Doch was müssen die Kliniken tun, damit sie dieses Gütesiegel erhalten? Zunächst müssen diese Kliniken über ausreichend Fachärzte verfügen. Außerdem wird ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst vorausgesetzt. Ebenso muss die Klinik über ausgebildete Kinderkrankenschwestern und -pfleger verfügen.

Diese Anforderungen werden jedoch noch ergänzt. So muss ein psychosoziales Team aus Erziehern und Sozialpädagogen zur Verfügung stehen. Auch ein Spielzimmer sowie Weglaufschutz und Zugangskontrollen sollten vorhanden sein, um den Anforderungen des Gütesiegels gerecht zu werden.

Das Siegel ist dabei zwei Jahre gültig. Anschließend erfolgt eine erneute Kontrolle, wodurch die Aktualität gewährleistet wird. Den gerade im medizinischen Bereich sind zwei Jahre schon eine lange Zeit. Die bereits zertifizierten Kinderkliniken kann man sich hier ansehen.

Leider ist Köln darauf noch nicht verzeichnet, was ich von einer so großen Stadt schon erwartet hätte, zumal viele Kompetenzen hier zusammenlaufen müssten. Vielleicht folgt die Zertifizierung auch bald – wünschenswert ist es auf jeden Fall. Schließlich möchte man sein Kind in guten, qualifizierten Händen wissen.

Kategorien: Gesundheit & Ernährung
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Taschengeld für Kinder

Irgendwann muss jedes Kind lernen richtig mit Geld umzugehen. Einer der ersten Schritte dahin ist, dass man seinen Kindern Taschengeld zukommen lässt. Mit diesem Geld können sie sich dann eigene kleine Wünsche erfüllen.

Das Taschengeld ermöglicht den Kindern frei darüber zu verfügen. Dabei hat jedes Kind seine eigene Art mit dem Geld umzugehen. Während die einen ihr Geld schnell wieder investieren, sparen andere das Geld und teilen es sich gut ein. Unabhängig davon prägen die frühen Erfahrungen das spätere Leben und stellt eine Lektion für das Leben dar.

Aber auch die Eltern prägen das Verhalten ihrer Kinder bezüglich des Geldes. Die Eltern sollten vor allem in den ersten Jahren eine Hilfestellung leisten, um den Kindern den richtigen Umgang mit Geld beizubringen.

Hierbei sollte man den Kleinen zunächst beibringen den Wert von Dingen richtig einzuschätzen. Es muss sich bewusst sein, dass eine Tafel Schokolade weniger kostet als das lang ersehnte Spielzeug Auto. Das Kind muss einen Blick dafür gewinnen, wie lange sein Geld reicht und wie viel es wann investieren kann. So kann es sich z.B. die Frage stellen, wie viele Schokoriegel es sich von seinem
wöchentlichen Taschengeld kaufen könnte.

Durch das Abwägen und Kaufen erlernen die Kinder ein Gefühl dafür, was teuer und was günstig ist, sowie wie viel es für sein Geld bekommt. Kinder lernen so den Wert des Geldes abzuschätzen. Durch den Umgang mit Geld, lernen die Kinder auch bewusst Entscheidungen zu treffen. Die Kinder müssen sich dabei das Geld richtig einteilen. Das erfordert wiederum eine gute Organisation. Doch wer frühzeitig den richtigen Umgang mit Geld lernt, hat es später als Erwachsener leichter.

Wenig Sinn macht es dabei die Kinder mit Taschengeldentzug zu bestrafen, da dies einen optimalen Lerneffekt verhindert. Denn nur eine regelmäßige und pünktliche Zahlung ermöglicht es dem Nachwuchs ordentlich zu planen.

Und wenn das Kind mal vorzeitig “pleite” ist? Eltern sollten dann nicht sofort in die Tasche greifen und nachlegen. Sinnvoller ist es hier mit dem Kind darüber zu reden und die Ursachen ausfindig zu machen. Lernen mit Geld umzugehen heißt am Ende auch Lernen zu Verzichten und Prioritäten zu setzen.

Über die Höhe des Taschengeldes müssen die Eltern am Ende selbst entscheiden. Hierbei spielt das eigene Einkommen eine Rolle. Auch kurzfristige Veränderungen wie z.B. plötzliche Arbeitslosigkeit eines Elternteils spielen hier eine Rolle. Der Nachwuchs muss dann ebenfalls lernen mit einer solchen Situation umzugehen und ein geringeres Taschengeld hinnehmen. Schließlich gehören solche Situationen leider ebenso zum Leben dazu.

Ab zehn Jahre können Eltern zudem einen monatlichen Zahltag einführen. Die Höhe des Taschengeldes richtet sich ferner danach, was das Kind davon alles selber leisten muss. Dementsprechend sollten die Eltern die Höhe festlegen immer mit dem Hintergedanken, dass sich das Kind davon eigene Wünsche erfüllen soll. Dabei muss es aber auch wissen, dass man für größere Anschaffungen sparen muss.

Zu gegebender Zeit werden wir uns persönlich ebenfalls Gedanken darüber machen. Sobald unsere Tochter nachvollziehen kann, was Geld bedeutet und wozu man es braucht, wird sie ihr eigenes Taschengeld erhalten. Dabei werden wir sicherlich niedrig anfangen und einen Betrag von ca. 0,50 – 1,00 Euro ihr wöchentlich zur Verfügung stellen. Aber noch ist es nicht soweit. Alles zu seiner Zeit, aber als Eltern sollte man sich rechtzeitig mit solch einem Thema beschäftigen.

Kategorien: Entwicklung & Erziehung
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Lukratives “Geschäft” mit Frühchen

Als Schwangere beschäftigt man sich ja mit so einigen Themen. Dazu zählen auch Fragen danach, was passiert, wenn die Wehen frühzeitig einsetzen sollten und das Kind vielleicht ein Frühchen wird? Ganz schön bewegende Fragen.

Von einer Frühgeburt spricht man zunächst dann, wenn ein Kind vor der Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblickt. Erstaunlicherweise ist in Deutschland die Zahl der Frühgeburten in den vergangen Jahren angestiegen. Derzeit kommen über 50.000 Kinder zu früh zur Welt. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein und sind zum Teil noch unbekannt.

Fest steht jedoch, dass eine Ursache in dem ständigen Wettbewerbs- und Kostendruck der Kliniken besteht. Für sie sind Frühchen eine lukrative Einnahmequelle: Krankenkassen zahlen bis zu 130.000 Euro pro Frühgeborenes. Dabei gilt die Devise, dass ein Frühchen umso ertragreicher ist, je kleiner und leichter es ist. Die Gesundheit der Kinder ist dabei eher nachrangig.

Im Vergleich zu einem Frühgeborenen erhalten deutsche Kliniken für die Geburtsverzögerung kaum Geld. Bekanntermaßen haben Kinder jedoch die besten Lebens- und Überlebenschancen im Mutterleib. Dabei könnten pro Jahr bis zu 30.000 Frühgeburten verzögert werden, wenn man Schwangere bei vorzeitigen zervixwirksamen Wehen mit den modernsten Mitteln behandeln würde.

Besorgniserregend ist ferner, dass die Zahl der Frühgeborenen mit einem extrem niedrigem Geburtsgewicht laut statistischem Bundesamt seit 2000 bis 2007 um 73 Prozent gestiegen ist. Zur Vermeidung von Frühgeborenen sollte man das Geld daher lieber in die Forschung und Aufklärung von Schwangeren investieren.

Zur Verhinderung zervixwirksamer Wehen stehen dem Markt bereits ausreichend Medikamente zur Verfügung. Aber auch hier greift so manch ein Arzt aus Kostengründen lieber zu einem Medikament mit mehr Nebenwirkungen für Mutter und Kind, als zu solchen, die weniger Risiken bergen.

Persönlich finde ich solche Tatsachen eher erschreckend. Das Beispiel zeigt jedoch mal wieder, dass man als Patient – wie so oft – nur an seinem Geldwert gemessen wird und nicht als Mensch gesehen wird. Bei all den Fortschritten in der Perinatalmedizin ist es dennoch wünschenswert, dass man frühzeitige Wehen versucht zu verhindern. Denn am Ende müssen die Eltern und das Kind mit den Konsequenzen möglicher Probleme von Frühgeborenen leben. Und dazu zählen leider oftmals auch Behinderungen, die eine junge Familie sehr belasten kann.

Kategorien: Allgemein
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