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Kat am 12.08.2010 um 09:24 Uhr.
Kindergeschirr gibt es reichlich, doch dies sieht meistens eher schlicht aus und folgt dem Gedanken seinen Zweck zu erfüllen. Sicherlich lässt sich für den richtigen Preis design-technisch immer etwas Ausgefallenes an Kinder-/Babygeschirr finden. TOMY schafft jetzt mit dem seiner „mOmma“-Serie Abhilfe: Babygeschirr in einem einzigartigen Design zu einem bezahlbaren Preis.
Dabei trägt man auch dem Thema Sicherheit Rechnung. Neben cleveren Designdetails, die den Alltag für Eltern erleichtern sollen, sind alle Produkte Bisphenol-A-frei.
Die Produktreihe umfasst dabei alles, was das Baby für die Mahlzeiten benötigt: Trinkflaschen, Teller und Besteck. Die Trinkflasche selbst gibt es in drei Versionen und deckt damit die wichtigsten Entwicklungsstufen ab. Die runde Form soll dabei das Greifen für das Baby erleichtern. Die Flasche lässt sich für ältere Babys später mit einem Doppelgriff ausstatten, wodurch die Kinder den Becher besser greifen können und auch das Halten lernen.
Ferner gibt es für den Becher einen Aufsatz mit Trinkhalm. Ebenso wurde an ein Anti-Kolik-Ventil gedacht, welches den Nahrungsfluss steuert und somit Aufstoßen und zu schnelles Trinken verhindert. Sauger mit verschiedenen Lochgrößen ergänzen das Sortiment sinnvoll. Aber auch an Flaschenwärmer, zur Kühlung oder zum Warm halten von Getränken, und an Flaschenreiniger hat man bei dieser Produktlinie gedacht.
Das Geschirr kann ebenfalls mit einigen praktischen Details punkten. So gibt es einen Warmhalteteller, der mit warmen Wasser befüllt werden kann und somit das Essen nicht kalt werden lässt. Wie bei Kindergeschirr üblich verfügt der Teller ebenso über eine gummierte Standfläche, um eine stabile Position zu gewährleisten. Das Besteck besteht ebenfalls aus rutschfestem Material und soll weich zu greifen sein für die Kleinen. Gut finde ich die Idde, dass es hierzu eine Schutzkappe gibt, damit man das Besteck auch unterwegs nutzen kann.
Das runde Design dieser Produktlinie bietet noch einen weiteren Vorteil: Die Trinkflasche und das Besteck können nicht umfallen, d.h. sie besitzen eine so genannte “Stehauf”-funktion. Das gesamte Babygeschirr ist zudem Spülmaschinen-geeignet, was im Alltag mit Baby eigentlich bereits Standard sein sollte.
Insgesamt wirkt das Babygeschirr “mOmma” auf mich gut gelungen. Schön finde ich in diesem Fall die Farbwahl von orange, grün und blau. Gerade bei Mädchen muss es nicht immer pink sein. Das Besteck ist sicherlich auch wirklich nur für die Kleinsten geeignet, denn ab einem bestimmten Alter können die Kinder mit der Plastikgabel nichts mehr anfangen. Diese Erfahrung haben wir bei unser Tochter gemacht als sie ca. 18 Monate als war. Mit der Plastikgabel konnte sie einfach nicht das reguläre Essen aufpiksen, so wie sie es von uns gesehen hat.
Schön wäre es auch gewesen, wenn man den Teller ebenfalls mit einem Deckel hätte verschließen können oder in der Produktreihe zumindest einen “Reiseteller” anbieten würde. Immerhin sind das Besteck sowie die Becher zum mitnehmen gemacht. Warum nicht auch ein passender Teller dazu? Aber vielleicht wird die Produktreihe ja um diese Idee bald ergänzt. Auf dem Markt lassen sich zumindest bereits solche Produkte finden und meistens kaufen Eltern ja doch einheitliche Produkte.
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Kat am 31.07.2010 um 10:48 Uhr.
Bereits zur Markteinführung der Elternzeitschrift “Nido – Wir sind eine Familie” schrieb ich vor etwas mehr als einem Jahr einen Artikel. Wie oft bei neuen Produkten, hatte der neue Printtitel zu dieser Zeit noch eine recht ungewisse Zukunft. Doch das Interesse von mir und meinem Ehemann war geweckt, und wir wollten dieses Magazin für junge Eltern gerne im Auge behalten. Der Nido lag ein gutes Konzept zu Grunde – und mittlerweile kaufen wir die Nido nahezu jeden Monat druckfrisch im Handel, seitdem sich der Verlag Gruner+Jahr dazu entscheiden konnte, die Nido in monatlicher Regelmäßigkeit erscheinen zu lassen.
Bei der Nido fällt uns relativ schnell auf, dass die Redaktion im Gegensatz zu anderen Titeln einen gewissen Anspruch hat. Die Zeitschrift unterscheidet sich von anderen Elternmagazinen dadurch, indem verschiedene Themen, wie z.B. Reisen mit Kind oder das breite Themenspektrum der Kindererziehung, dem Leser anders vermittelt werden. Sehr oft lesen wir eher Erfahrungsberichte, anstatt plakative Theorie oder Ratschläge von Wissenschaftlern. Bestimmte Artikel bleiben zumindest bei mir persönlich im Gedächtnis hängen, wobei manchmal auch offene Fragen beantwortet werden, auf die ich mir bei anderen Autoren schon eine Antwort gewünscht hätte. Die Nido liefert verschiedene Vorschläge zu bestimmten Themen, aber die beste Lösung für die individuelle Lebenssituation müssen wir Eltern am Ende aber alleine finden. So wie uns es der Alltag üblicherweise lehrt.
Die Artikel selbst sind gut geschrieben und zeigen Themen auf, die mitten aus dem Leben entstehen und einen auch schon einmal nachdenklich stimmen lassen. Besonders die Themen aus dem Bereich “Gesellschaft” interessieren uns. Schließlich gibt es Kinder nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Die Leser verstehen, mit welchen Problemen andere Familien zu kämpfen haben – sowohl in unseren heimischen Gefilden, als auch im Ausland. Und man merkt sehr schnell, dass die deutsche Familienpolitik sich zu einer gesellschaftlichen Dritte-Welt-Politik verlagert. Die Nido zeigt eindrucksvoll, dass andere europäische Länder den Deutschen weit voraus sind, andere jedoch auch weit hinter her hinken. Doch auch beim Thema “Wirtschaft und Geld” finden sich immer wieder interessante Artikel, denn Kinder ohne Geld groß zu ziehen, ist heutzutage nahezu unmöglich. Dies ist in unserer modernen Welt nun einmal eine Tatsache.
Übersichtlich und gut gemacht sind die Seiten mit den kurzen Daten, Zahlen und Fakten. Hier finden sich auch interessante Internetadressen für tolle Geschenkideen oder andere Produkte, die man als Eltern für seine Kinder unbedingt kaufen muss. Diese verschiedenen Dinge werden kurz und knapp vorgestellt, was im urbanen Alltags-Dschungel schon sehr hilfreich sein kann. Bei Wohnideen stellt die Redaktion der Nido ganze Familien vor und bietet den Lesern einen kleinen Einblick in das Leben dieser Familien aus aller Welt.
Manche Themengebiete der Zeitschrift hingegen interessieren uns weniger, was vermutlich an unseren persönlichen Interessen liegt. Dazu zählt so manches Mal die Themenwelt für Mode, wobei ich mich persönlich nicht unbedingt als unmodisch bezeichnen würde. Aber einige Sachen sind mir einfach zu ausgefallen für meine Kinder. Auch mit einigen Kolumnen konnte ich nicht so richtig etwas anfangen. Generell sollten Zeitschriften gerne drauf verzichten oder die Kolumnen zumindest auf maximal ein oder zwei pro Ausgabe reduzieren.
Insgesamt finden wir die Nido mit ihrem bunten und doch recht anspruchsvollen Themen-Mix sehr lesenswert. Die Texte lesen sich flüssig und ich muss nicht bei jedem Abschnitt denken “Das sollte ich mir jetzt für die Zukunft merken!” Der Unterhaltungswert steht in einem gesunden Verhältnis zu den Daten, Fakten und dem vermittelten Wissen – was diese Zeitschrift auch ein wenig besonders macht und somit eine Kaufempfehlung darstellt.
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Kat am 26.07.2010 um 12:22 Uhr.
Kündigt sich ein Kind an, eröffnen sich für Eltern nicht nur neue Herausforderungen, sondern jeden Tag auch neue Shopping-Welten. Eine davon umfasst definitiv den Bereich Kinderbekleidung. Kinder wachsen in den ersten Jahren unheimlich schnell. Als Elternteil verbringt man daher viel Zeit damit, regelmäßig nach Kinderklamotten zu schauen.
Ältere Kinder lieben bunte und ausgefallene Klamotten. Doch beim Klamottenkauf sollten Eltern sehr achtsam sein, denn gerade bunte und kuschelige Fasern können unnötige Zusatzstoffe enthalten. Die empfindliche Baby- und Kinderhaut kann mit Reizungen und Allergien reagieren. In diesem Fall sollten Eltern sich auf ihren Geruchssinn verlassen. Eigenartige Gerüche oder ein Stechen in der Nase sind bereits erste Hinweise auf umwelt- oder gesundheitsschädliche Substanzen in oder auf der Bekleidung.
Einen weiteren Hinweis liefert auch das Prüfsiegel TOXPROOF, welches durch den TÜV Rheinland vergeben wird und über eine erhöhte Schadstoffbelastung von Textilien unter dem gesetzlichen Mindeswert informiert. Ebenfalls hilfreich ist das SG-Zeichen (SG = schadstfoffgeprüft). Es lässt sich bei Schuhen und Lederbekleidung finden und besagt, dass in der Herstellung keine krebserregenden Azofarbstoffe und andere Substanzen verwendet worden sind, die Allergien auslösen können.
Besonders bekannt ist auch das Siegel “Textiles Vertrauen – schadstoffgeprüfte Textilien nach Öko-Tex Standard 100“. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Produkte. Der Öko-Tex-
Standard 100 weist dabei auf schadstoffgeprüfte Textilien hin. Es handelt sich hierbei um einen weltweit einheitliche Standard, herausgegeben von der „Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie”. In Sachen, die mit diesem Label ausgezeichnet sind, wurde nachgewiesen, dass diese die aufgestellten Grenzwerte für bestimmte gesundheitsgefährdende Schadstoffe unterschreiten. Die Prüfkriterien umfassen neben den gesetzlich verbotenen und reglementierten Substanzen, auch Parameter zur Gesundheitsvorsorge sowie bekanntermaßen gesundheitsgefährdende Substanzen, die vom Gesetzgeber jedoch nicht erfasst sind. Die Grenzwerte werden dabei jährlich entsprechend angepasst und erweitert.
Als Empfehlung und echte Alternative dienen Öko-Textilien. Diese sind nicht nur gut für die Haut und damit gesundheitsfreundlich, sondern auch umweltfreundlich. Öko-Textilien bestehen üblicherweise aus Leinen oder Baumwolle. Diese Materialien bieten den Vorteil, dass Kinder beim Spielen nicht sofort ins Schwitzen geraten, da die Bekleidung durch die natürlichen Stoffe atmungsaktiv sind und genauso strapazierfähig wie chemisch hergestellte Materialien und Kunstfasern.
Beim Kauf neuer Kleidung gilt generell: Vor dem ersten Tragen zumindest einmal durchwaschen. Dadurch werden die meisten wasserlöslichen Giftstoffe bereits ausgeschwemmt. Neue Textilien immer mit ähnlichen Farben waschen, um ein mögliches Verfärben zu vermeiden. Die Waschtemperatur richtet sich nach den Hinweisen auf den Pflegeetiketten, wo sich ebenso alle übrigen Pflegehinweise für das entsprechende Kleidungsstück finden lassen. Hygienisch sauber wird Kleidung aber erst ab 60 Grad Celsius. Zumindest ein Großteil der Babybekleidung sollte dies mitmachen, wenn es sich um einigermaßen qualitative Ware handelt. Der Blick auf das Etikett lohnt sich also auch vor dem Gang zur Kasse.
Öko-Textilien und andere unbedenkliche Kleidung lässt sich dabei nicht nur im Einzelhandel finden. Bei entsprechender Suche und ein wenig Zeit finden sich spezialisierte Anbieter auch im Internet, die eine breite und große Produktpalette anbieten. Die meisten größeren Onlnie-Versandhändler haben mittlerweile Öko-Textilien mit in ihr Sortiment aufgenommen. Schließlich haben Eltern nicht immer Lust oder Zeit, um auf der Suche nach dem passenden Teil mit den Kindern von Geschäft zu Geschäft zu hetzen.
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Kat am 11.07.2010 um 10:00 Uhr.
Wie schön ist es eigentlich, alle möglichen Dinge in den Mund zu stecken und darüber seine Sinne zu trainieren? Kinder dürfen fast alles anschlabbern, was ihnen in den Weg kommt. Gerade als unsere kleine Tochter erst neulich wieder irgendwelche Sachen in den Mund steckte, fühlte ich mich an diese “orale Phase” zurückerinnert. Die Zeit, in der fast alles in den Kindermund wandert und wir Eltern mit Argusaugen die Kinder beobachten, steht uns demnächst erneut bevor, sobald unser jüngster Nachwuchs auf Entdeckungsreise gehen wird. Doch was hat es eigentlich mit der oralen Phase auf sich?
Alle Eltern beobachten irgendwann, dass ihr kleines Baby damit anfängt, wirklich alles, was es in die Finger bekommt, ohne zu zögern in den Mund zu stecken. Ob es nun die eigenen Händchen, das Spielzeug, ein Beißring, ein Kuscheltier oder gar die Kleidung ist – egal wie man es dreht und wendet, zum Schluss muss alles ausprobiert werden. In dieser Zeit der kindlichen Entwicklung befindet man sich direkt in der “oralen Phase”. Aber keine Sorge. Diese Zeti gehört zu einer normalen und gesunden Entwicklung unserer Kinder dazu.
Kinder erfahren ihre Umwelt durch alle Sinne. Im Babyalter sind die einzelnen Sinne jedoch unterschiedlich weit entwickelt. Während Babys z.B. ihre volle Sehkraft erst zum Ende des ersten Lebenshjahres entwickelt haben, ist der Tastsinn von Lippen und Zunge schon wesentlich früher gut ausgeprägt. Daher nutzen Babys auch ihren Mund, um ihre Umwelt so gut wie möglich zu erforschen: Ist etwas hart oder weich? Ist es feucht oder trocken? Welche Materialien gibt es alles? Alle diese Informationen helfen dem Baby sich ein Bild von der Welt zu erschaffen.
Als Eltern sollte man seine Kinder daher nicht davon abhalten, die Dinge auch mit Lippen und Zunge zu erforschen. Die Eltern sollten während der oralen Phase ihren Babys nicht den Schnuller als Ersatz für den gut schmeckenden Bauklotz anbieten. Natürlich sollen Kinder alles erforschen, aber auch nur so lange keine Gefahr durch die Dinge und Materialien für die Kinder ausgeht. Hingegen gehören zum Beispiel verschluckbare Kleinteile, stark verschmutzte, scharf, spitze oder giftige Sachen niemals in einen Kindermund!
Eltern brauchen daher nicht gleich in Panik geraten und für eine sterile Umgebung sorgen. Auch wenn die Fernsehwerbung uns gerne suggeriert, dass selbst 99% der Keime mit irgendwelchen Putzmitteln und Sterilisierungsflüssigkeiten zu entfernen ist, wird gerade die Immunisierung des Kindes auf natürliche Umwelteinflüsse durch ein zu steriles Umfeld stark beeinträchtigt. Wer möchte schon seinem Kind das Tor zu Allergien oder einer starken Erkältung bei einfachsten Keimen öffnen? Nicht ohne Grund darf ein Kind auch eine ordentliche Ladung Sand in den Mund nehmen. Wenn der Sand wirklich nicht schmeckt, spuckt es das Kind auch kurzerhand aus. Zur Not helfen die Eltern dabei, dem Kind beizubringen, dass nicht jeder Dreck das ideale Geschmackserlebnis ist. Wichtig ist, dass die Umgebung rund um das Kind sauber und hygenisch ist. Bestimmte Keime stärken also das Abwehrsystem der Kleinen, auf manche Dinge kann man in der oralen Phase jedoch verzichten. Das Spielzeug sollte man je nach Material regelmäßig abspülen oder waschen, um durch Milch- oder Essensreste die Gefahr von Schimmelpilzen zu reduzieren.
Üblicherweise wird die orale Phase und dieser Entdeckerdrang vom Krabbeln begleitet. Eltern sollten daher darauf achten, dass die Umgebung kindersicher ist. In diesem Fall bedeutet “kindersicher”, dass die kleinen Zwerge keinen Zugang zu Alkohol, Zigaretten, Putzmitteln, Nadeln, Dünger, verschluckbare Kleinteile und gewisse Lebensmittel wie z.B. Nüsse haben. Bei der Wahl des richtigen Spielzeugs empfiehlt sich immer ein Blick auf die entsprechenden Altersangaben. Auch darf auf vielfältige Oberflächen geachtet werden, um den Tastsinn der Kinder entsprechend zu fördern. Schließlich will das Leben auch ein Erlebnis sein. Hierbei helfen ebenfalls ungefährliche Haushaltsgegenstände wie z.B. Töpfe oder Kochlöffel. Daher lautet die Devise: Lieber dem Baby so vielfältige Materiakien anbieten wie möglich, als es in Watte zu bauschen und vor potenziellen Gefahren zu schützen.
Und wie lange dauert die orale Phase? Diese Frage habe ich mir neulich auch gestellt, als unsere Tochter mit ihren fast 2,5 Jahren damit begann, irgendwelche Sachen in ihren Mund zu stecken. Bei meiner Recherche nach einer Antwort auf diese Frage bin ich auf eine Zeit von vier bis fünf Jahren gestoßen. Aber ein gesunder Entdeckerdrang gehört einfach dazu, auch wenn man als Erwachsener öfters mal nur den Kopf schütteln möchte.
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Kat am 07.07.2010 um 10:42 Uhr.
Beim prüfenden Blick auf unser Baby fiel meinem Mann kürzlich auf, wie unproportioniert der Kleine im Vergleich zu unserer Tochter noch ist. An diese Erkenntnis, dass ein Baby wirklich anders gebaut ist als Kleinkinder und natürlich Erwachsene, müssen sich Eltern gewöhnen. Auch wenn mit dem Eintritt in das zweite Lebensjahr das so genannte Längenwachstum einsetzt, so erleben Kinder und Jugendliche immer wieder Phasen, in denen ihr Körperbau eine gewisse “Unproportioniertheit” vorweist.
Diese wachstumsbedingte Anpassungen der Körpergröße sind jedoch kein Grund zur Besorgnis. Kinder fangen bereits nach dem ersten Lebensjahr an, wesentlich proportionierter zu wirken. Zunächst verändert sich der Bauchbereich und das Baby wächst in die Länge. Dies ist wichtig für die menschliche Entwicklung, um entsprechende Bewegungen zu erlernen und diese gut koordiniert durchzuführen. Der kleine Babybauch verschwindet zunehmend, ebenso wie die kleinen Babyspeckfältchen, was zusätzlich durch die Fähigkeit des Laufens unterstützt wird.
In diesen Wachstumsphasen kommt es auch häufig dazu, dass z.B. Füße und Hände schneller wachsen als Beine und Arme. Dies wird vor allem bei Jugendlichen sichtbar, die dann oftmals recht tollpatschig wirken und größere Schuhe tragen. Jedoch holen Arme und Beine oftmals recht schnell auf. Es ist also nur eine Frage der Zeit.
Das Wachstum von Kinder entwickelt sich somit insgesamt unproportional und nicht gleichzeitig, wie man es erwarten würde. Erstaunlich ist dabei, dass der Schädel bereits mit vier oder fünf Jahren bereits seine Endgröße erreicht hat, wobei sich jedoch die anderen Bereiche des Kopfes noch weiter entwickeln. Aber wenn man bedenkt, dass Babys im Verhältnis gesehen mit einem großen Kopf geboren werden, muss dieser sich irgendwann dem Wachstum des restlichen Körpers anpassen.
Und wer sich dafür interessiert, wie groß seine Kinder in etwa werden: Man addiere die Körpergröße der Eltern und teilt sie anschließend durch zwei. Bei Mädchen zieht man sechs Zentimeter ab, während man bei Jungen neun Zentimeter dazu addiert. Persönlich halte ich solche Berechnungen für unnütz, da man immer wieder Eltern sieht, deren Kinder ihnen eindeutig über den Kopf gewachsen sind und andere, wo die Kinder gerade so an die Größe der Eltern heranreichen.
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Kat am 26.06.2010 um 13:28 Uhr.
Seitdem wir unseren Sohn haben, geht mir der Spruch “Speikinder gleich Gedeihkinder” nicht mehr aus dem Kopf. Unser Kleiner spuckt regelmäßig mal kleinere und mal größere Mengen von seinen Mahlzeiten wieder aus. Anlässlich dieser Tatsache habe ich mich gefragt, was an dieser Redensart eigentlich dran ist.
Durch unsere Hebamme weiß ich, dass das Speien selbst sich zunächst nicht nachteilig auf das Kind auswirkt solange es gut zunimmt und auch sonst keinerlei Beschwerden zeigt. Oftmals sieht es dabei mehr aus als es ist, denn in der Regel speien Kinder nur eine geringe Menge von dem aus, was sie tatsächlich zu sich genommen haben. Sorgen sollte man sich allerdings dann machen, wenn das Kind sich nach jeder Mahlzeit schwallartig erbricht, nicht zunimmt und Schmerzen beim Trinken auftreten. In solch einem Fall muss das Baby von einem Kinderarzt untersucht werden.
Ansonsten ist Speien in den ersten Lebensmonaten ein ganz normales Phänomen bei kleinen Kindern und wird auch als “Reflux” bezeichnet. Die Ursache hierfür liegt darin, dass der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen bei Babys oft noch sehr schwach ist. Dadurch kann es dann passieren, dass ein Teil der Nahrung z.B. beim Aufstoßen wieder seinen Weg nach oben findet und das Baby spuckt. Ebenso erweisen sich die Phasen, in denen das Baby anfängt sich zu drehen und zu krabbeln, oftmals als wahre Spuckphasen, da hier ein entsprechender Druck auf den Bauch ausgeübt wird. Dies kann ich bereits aus eigener Erfahrung durch unsere Tochter sagen.
Ob Speikinder nun Gedeihkinder sind, lässt sich mit all diesen Erkenntnissen vermutlich mit einem “Ja” beantworten. Die Kinder sind in der Lage, ausreichende Mengen an Milch zu sich zu nehmen, um dann wieder problemlos einen Teil nach draußen zu befördern. Ein gefüllter Magen ist nicht ohne Grund eine gute Voraussetzung für ein gesundes Wachstum und damit eine gute Entwicklung. Und ein Kind, welches nicht speit, wird sich wohl kaum finden lassen.
Doch Eltern können beruhigt sein: Auch die Speiphasen und die damit verbundene Dauerbelastung der Waschmaschine nehmen wieder ein Ende. Sobald die Kinder sitzen können und festere Nahrung erhalten, ist die Speiphase in der Regel vorbei. Die wenigstens Kinder spucken noch nach dem ersten Lebensjahr. Und wer sich einiges an Wäsche ersparen möchte, sollte immer an ein Spucktuch denken. Dieses gehört mit der Geburt zur Grundausstattung. Auch dem Kind ein Lätzchen umzubinden hilft gegen zu verschmutzte Wäsche gerade nach der Mahlzeit. Man möchte schließlich die Zeit lieber mit seinem Baby verbringen als mit der Waschmaschine.
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Kat am 16.06.2010 um 18:12 Uhr.
Das Baby hat endlich das Licht der Welt erblickt und der Kinderwagen wartet auf seinen ersten Einsatz nach dem Verlassen des Krankenhauses. Frisch gebackene Eltern erleben den ersten Spaziergang mit ihrem jüngsten Sprößling als aufregenden und spannenden Moment. Vor diesem ersten Spaziergang stellt sich die Frage nach der Kleidung. Was soll das Baby eigentlich anziehen? Der kleine Racker soll weder frieren noch überhitzen – also nicht zu dünn oder zu dick angezogen sein.
Spaziergänge sorgen nicht nur für einen gesunden Schlaf des Kindes, sondern stärken gleichzeitig das Immunsystem des Säuglings. In jedem Fall hilft es dem Baby, ihm eine Mütze aufzusetzen. Neugeborene verlieren einen Großteil ihrer Wärme über den Kopf. Wenn die Haarpracht noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, bietet sich je nach Jahreszeit ein einfaches Baumwollmützchen oder eine dickere Wollmütze an. Bei einer Kopfbedeckung sollte man es auch belassen, also niemals zwei Mützen gleichzeitig aufziehen oder noch ein Tuch um den Kopf wickeln. Die Überhitzungsgefahr für das Baby steigt damit sehr schnell an.
Für die restliche Bekleidung gilt ein einfaches Prinzip. Neugeborene Kinder sollten immer etwas wärmer angezogen sein als man selbst. Säuglinge sind noch nicht in der Lage, ihre eigene Körpertemperatur und die Wärme optimal zu regulieren. Auch durch zu warme Bekleidung können sie leicht überhitzen. Genauso schnell kühlen Säuglinge aber auch aus. Um eine Unterkühlung zu vermeiden und das Baby richtig anzuziehen, eignet sich vor allem in den ersten Lebensmonaten ein Body. Dieses Kleidungsstück sollte als unterste Schicht auf der Haut getragen werden, natürlich auch im Hochsommer. Darüber kommen Shirts oder Strampler und die Jacken im Winter. Im Sommer darf ein Baby auch über dem Body ein Hemd und eine kurze Hose tragen. Söckchen sollten niemals vergessen werden, aber bei Temperaturen über 25°C braucht man seinen Kindern keine Schweißfüsschen erzwingen und darf auf die dicken Söckchen verzichten. Dünne Strümpfe oder auch einmal barfuß im Kinderwagen liegen können entspannend wirken. Bei heißen Temperaturen sollte man unbedingt darauf achten, dass das Kind nicht im eigenen Schweiß baden muss.
Um zu ermitteln, ob das Kind optimal angezogen ist, bedient man sich eines einfachen Tests. Eltern sollten ihrem Baby einen Finger in den Nacken legen und so die Temperatur direkt über die Haut prüfen. Ist der Nacken warm und trocken, ist das Baby optimal angezogen. Ebenfalls hilfreich ist ein Blick auf sich selbst, um dann Rückschlüsse auf die Kleidung des Babys zu ziehen. Im Hochsommer laufen wir Erwachsene auch nicht mit einer dicken Wolljacke umher. Warum sollte das eigene Kind sich diese Qual in der Hitze antun? Ein dünnes Jäckchen ist eher angebracht – und bei entsprechenden Temperaturen natürlich auch kurze Kleidung.
Das ein Baby nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden sollte, sollte einem bereits der gesunde Menschenverstand sagen. Ein Neugeborenes hat noch eine dünne, sehr empfindliche Haut. Kurze T-Shirts und Hosen sollten auch gleichzeitig einen gewissen Schutz vor den Sonnenstrahlen bietet. Trotz aller Angst vor der Sonne bietet vornehmlich indirektes Sonnenlicht den Vorteil, dass Säuglinge ausreichend Vitamin D bilden können. Dieses ist sehr wichtig für den Knochenaufbau und den Abbau der Gelbsucht von Säuglingen.
Ferner sollten Eltern bei Babys auf die Anwendung von Sonnenschutzmitteln im ersten Lebensjahr verzichten. Babys können in diesem Alter noch nicht richtig schwitzen. Die Sonnencreme auf der Haut erschwert zudem die Schweißbildung, weil die Creme wie ein Schutzfilm auf der Haut liegt und die Schweißporen abdeckt. Anderseits enthalten Sonnencremes relativ viele chemische Stoffe, die über die Haut aufgenommen werden können. Im Verhältnis gesehen kommt es am Ende dazu, dass Babys mehr Chemikalien aufnehmen könnten als Erwachsene. Jedoch müssen Eltern nicht sofort panisch reagieren, wenn der Nachwuchs doch mal ein bis zwei Sonnenstrahlen ab bekommt.
Gegen die Sonne werden Kinder am Besten durch entsprechende Kleidung geschützt. Ein Verdeck oder ein Sonnensegel, aber auch ein Sonnenschirm helfen beim Spaziergang an der Sonne. Dabei sollten Eltern aber niemals die Kraft der Sonne unterschätzen. Auch in den unterschiedlichen Jahreszeiten scheint die Sonne sehr stark, aber erwachsene Menschen nehmen die Wärme in kälteren Moanten nicht so intensiv wahr wie kleine Kinder. Ein bedeckter Himmel ist noch kein Garant dafür, dass kein Sonnenbrand entsteht. Also das Einschmieren der Arme, Beine, Füße, Hände sowie Gesicht, Hals und Nacken mit entsprechend hochwertiger Sonnencreme ab dem richtigen Alter der Kinder bitte nicht vergessen – und vorher das Kind gut vor der Sonne schützen.
Für das Wohlbefinden unserer Kleinen sollten Eltern je nach Jahreszeit und Wohnort zusätzlich an einen entsprecheden Insektenschutz denken. Ein Moskitonetz für den Kinderwagen wirkt wahre Wunder, um die kleinen Plagegeister von der zarten Babyhaut fernzuhalten. Finger weg heißt es von Insektenschutzmitteln. Diese enthalten auch viel Chemie, was der empfindlichen Babyhaut nicht gut tut. Zwar sind Insektenschutzmittel relativ harmlos für uns Meschen, stellen aber immer ein tödliches Gift für die Insekten dar. Eine gesunde und ökologische Alternative ist die Verwendung von natürlichen Düften, wie z.B. Zitronen- oder Limettenduft, aber auch verschiedene ätherischer Öle. Diese sollten bei Säuglingen nicht auf der Haut, aber vielleicht als kleines Duftpäckchen dezent am Kinderwagen befestigt werden.
Bleibt nun noch die Frage, womit es rausgehen soll? Die Optionen hier sind entweder der klassische Kinderwagen oder die Tragehilfe. Sicherlich stellt diese Frage im Grunde genommen nur eine Geschmackssache dar, andererseits bedeutet dies auch eine Frage des “Handlings”. Wenn die Großeltern oder der Papa bei dem Spaziergang mit von der Partie sind, kann ein Kinderwagen schnell getauscht werden – und alle haben etwas vom Spaziergang. Bei Kinderwagen sollte auch tatsächlich die entsprechende Liegewanne genutzt werden und nicht die Auto-Babyschale als feste Halterung für das Kind! Eine Tragehilfe ermöglicht eine starke Bindung zum Träger und einen klaren Vorteil gegenüber jedem Kinderwagen, weil das Baby fast den direkten Körperkontakt mit seiner Bezugsperson hält. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Kleine durch das Geschaukel so oder so einschlafen – und die Eltern haben einige ruhige Minuten unter dem freien Himmel für sich selbst. Und ganz ehrlich: Nach einer langen Schwangerschaft tut selbst der Mutter die Bewegung mehr als gut. Die frische Luft tut dabei ihr übriges für die ganze Familie.
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Kat am 07.06.2010 um 12:37 Uhr.
Kinder sind etwas Wunderbares und bereichern das Leben ihrer Eltern auf vielfältige Weise. Es ist schön Eltern sein, doch für immer mehr Menschen bleiben eigene Kinder nur ein Wunsch. Dabei möchten die Deutschen in ihrer Familienplanung am liebsten im Durchschnitt gerne zwei Kinder. Dass die Realität anders aussieht, ist mittlerweile bekannt. So liegt die derzeitige offizielle Kinderzahl je Frau im Alter zwischen 15 und 49 Jahren laut Statistischen Bundesamt gerade einmal bei durchschnittlich 1,38. Das hier eine Diskrepanz zwischen Wirklichkeit und Wunsch vorliegt, wird einem schnell ersichtlich. Eine Familie mit zwei oder mehr Kindern weicht hier schnell vom Durschnitt ab.
Die Daten stammen von der letzten bevölkerungsrepräsentativen Parship Single- und Partnerstudie. Die Studie wurde gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG durchgeführt. Befragt wurden hierbei rund 2.000 Singles und Nicht-Singles zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Bei der Stichprobe wurde auf eine repräsentative Verteilung hinsichtlich nach Alter, Geschlecht und Region der deutschen Bevölkerung geachtet, wobei die unabhängige Online-Erhebung im August 2009 stattfand.
Die Frage ist jedoch, warum Realität und Wunsch so weit voneinander entfernt liegen?
Der Hauptgrund, warum deutsche Paare lieber auf Kinder verzichten, liegt mit 31 Prozent in den unsicheren Finanzen. Dicht darauf folgt als zweiter Grund für den Verzicht auf Kinder, dass 27 Prozent der Deutschen noch nicht den richtigen Partner für die Familiengründung gefunden hat.
Nachfolgend die Auflistung der Hauptgründe, warum die Deutschen laut der Parship-Studie ihrem Wunsch nach Kindern in der Realität so selten nachkommen:
1. Finanzielle Erwägungen (31 %)
2. Bisher fehlt der richtige Partner (27 %)
3. Fühlen sich nicht reif genug (26 %)
4. Angst vor zu wenig Freiheit (24 %)
5. Angst vor Karriereeinbruch (15 %)
6. Keine Zeit (14 %)
7. Angst vor Verantwortung (10 %)
7. Medizinische Gründe (10 %)
In Anbetracht dieser Ergebnisse frage ich mich, ob es überhaupt den richtigen Zeitpunkt gibt, um Kinder zu bekommen. Wenn man sich zu viel Gedanken darüber macht, kann man am Ende zum Schluss kommen, dass es nie den richtigen Zeitpunkt geben wird. Sicherlich sollten jedoch bei alledem bestimmte Aspekte berücksichtigt werden, wie eben finanzielle Aspekte oder die Frage nach dem richtigen Partner. Kinder bedeuten jedoch immer bestimmte Einschränkungen auf der einen Seite. Wenn sie aber erstmal da sind, dann ermöglichen sie auf der anderen Seite ganz neue Möglichkeiten und eröffnen einem ungeahnte Perspektiven. Man sollte schließlich bedenken, dass man im Leben nicht immer alles perfekt planen kann und sollte. Dies gilt vor allem für ein Leben mit Kindern.
Wie gesagt stellen Kinder einen vor neuen Herausforderungen und an jedem Tag mit ihnen wächst man auch persönlich, was ebenso für den Partner zutrifft. Manchmal tut so ein “Sturz” ins kalte Wasser einfach gut. Und die Realisierung eines Wunsches ist schließlich auch etwas unglaublich Schönes.
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Kat am 27.05.2010 um 13:03 Uhr.
Mit der Geburt des Kindes hat sich der Bauch bei der frischgebackenen Mutter noch längst nicht erledigt. Viele Mütter wollen nach der Schwangerschaft gerne schnell und effektiv wieder zu ihrer alten Figur zurück kehren. Die Medien erwecken den Eindruck, dass dies ein Kinderspiel sei, indem sie zeigen wie Stars und Sternchen in Windeseile wieder zu ihrer alten Figur kommen. So schwebte z.B. das Model Heidi Klum kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes wieder über den Laufsteg, als ob sie nie schwanger gewesen wäre. Ein hängender Bauch oder sonstiges schlaffes Gewebe waren hier Fehlanzeige.
Was bei den Promis so leicht aussieht, erweist sich in der Realität für die Durchschnittsfrau etwas schwieriger. Schließlich kann sich nicht jeder einen Personaltrainer leisten, der einen in Nullkommanichts wieder zur alten Figur bringt. Hier führt einen nichts an der Rückbildung vorbei, die den Körper schrittweise wieder zur alten Form bringt.
Es ist nicht ratsam direkt nach der Geburt mit einem straffen Sportprogramm zu beginnen. Nach der Schwangerschaft müssen als Erstes der Beckenboden und die Bauchmuskeln wieder aufgebaut werden. Die Rückbildungsgymnastik dient dabei nicht nur kosmetischen Aspekten. Viel wichtiger überwiegen hier die gesundheitlichen Gründe. So kann eine schlechte Rückbildung der Bauchmuskulatur zu Haltungsfehlern im Rücken und im Beckenbereich führen. Als Folge dessen sind dann u.a. Rücken- und Hüftschmerzen möglich. Aber auch ein mangelndes Training für die Beckenbodenmuskulatur wirkt sich dauerhaft negativ auf den Gesundheitszustand aus, da dies in späteren Jahren zur Inkontinenz führen kann. In jungen Jahren mag man sicherlich kaum daran denken, jedoch gehört dieses Problem zu jeder Schwangerschaft dazu.
Mit der Rückbildungsgymnastik sollte frühestens sechs Wochen nach der Geburt begonnen werden. Insgesamt ist es jedoch nie zu spät mit der Rückbildung anzufangen. Dabei kann man die Rückbildung entweder zu Hause machen oder man besucht einen Kurs. Beides hat sicherlich seine Vor- und Nachteile. Die Rückbildung zu Hause verlangt von einem entsprechende Motivation und Eigeninitiative. Man hat hierbei die Möglichkeit sich die Übungen jeden Tag selbst ein zu teilen. Wer sich hierfür noch entsprechendes Lehrmaterial besorgt, hat ferner den Vorteil, dass die Übungen nicht vergessen werden und man immer mal wieder nachschauen kann. Wenn man bereits ein Kind hat, hat die Rückbildung zu Hause sicherlich auch den Vorteil, dass man gemeinsam ein wenig turnen kann.
Wer sich für einen Kurs entscheidet, hat zunächst einmal den Druck diesen auch zu besuchen, da man für diese Leistung schließlich bezahlt hat. Jedoch hat man sicherlich nicht immer die Motivation dafür zu einem bestimmten Zeitpunkt auch noch den Kurs besuchen zu müssen z.B. wenn die Nacht mit einem Baby wieder besonders anstrengend war. Positiv an einem Kurs ist der soziale Aspekt: Man bekommt hier die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und mal wieder mit “normalen” Menschen zu reden als immer nur mit dem Baby. Nachteilig hingegen ist die Tatsache, dass man sich die Vielzahl der Übungen nicht immer merken kann und sein Repertoire auf die Übungen beschränkt, die am häufigsten durchgeführt worden sind.
Bei einem Rückbildungskurs sollte man ferner noch entscheiden, ob man diesen alleine durchführt oder sich einen auswählt, wo das Baby mit dabei sein kann. Gerade bei letzerem kommt dann wieder erschwerend hinzu, dass man sich während des Kurses auch noch um das Kind kümmern muss und die Hälfte der Übungen vermutlich gar nicht mitbekommt. In wie fern dies dann effektiv ist, muss jeder am Ende für sich selber entscheiden.
Die optimalste Lösung ist sicherlich eine Kombination von Kurs und Buch, welches einen dauerhaft als Nachschlagewerk begleitet. Ansonsten kann man auch beim Kursleiter bzw. bei der Kursleiterin nachfragen, ob nicht eine Übersicht der Übungen vorhanden ist. Manchmal reicht diese als Gedächtnisstütze um sich an die einzelnen Übungen zu erinnern, was zusätzlich die grauen Zellen trainiert.
Fest steht, dass man im jeden Fall Zeit für die Rückbildung einplanen muss, insbesondere nach der Schwangerschaft. Vor allem wenn man große und schwere Kinder gebärt hat, ist dieses Thema unausweichlich, wenn man dauerhaft etwas von seiner Gesundheit haben möchte.
Persönlich hatte ich nach der ersten Schwangerschaft einen Kurs besucht, was bei mir am Ende aber eher in Unlust endete und ich schon ein wenig genervt war davon. Die Freude an der ganzen Sache war bei mir durch diesen Pflichttermin und dem anfänglichen Stress mit dem ersten Kind relativ schnell verflogen. Außerdem habe ich kaum etwas aus diesem Kurs mitgenommen. Daher habe ich mich diesmal für die Variante entschieden, die Rückbildung zu Hause mit Hilfe eines Buches zu machen. Ich hoffe damit wesentlich erfolgreicher zu sein. Zumindest die Notwendigkeit der Rückbildung ist mir bewusst. Außerdem kann ich mir die Übungen über den Tag verteilt einteilen und vielleicht unsere Tochter ein wenig mit einbinden.
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Kat am 12.05.2010 um 11:44 Uhr.
Wir leben in einer Welt des Fortschrittes. Doch der Preis denn wir dafür dauerhaft bezahlen, ist immer wieder fraglich. Dies betrifft auch das Thema Schwangerschaft und Geburt. Studien zeigen, dass in den Industrienationen immer weniger Jungen geboren werden. Normal ist in Industrienationen ein leichter Jungenüberhang von durchschnittlich etwa 5 Prozent, d.h. auf 100 Mädchen kommen 105 Jungs. In Deutschland jedoch erblicken z.B. heute rund 0,5 Prozent weniger Jungen das Licht der Welt als noch vor 60 Jahren.
Auf den ersten Blick erscheint dieser Rückgang minimal, jedoch gibt diese Tendenz den Wissenschaftlern langfristig einen Anlass zur Sorge. Männer brauchen einen gewissen Vorsprung bzw. Überhang gegenüber der Geburt von Mädchen, da sie statistisch gesehen anfälliger für Unfälle, Krankheiten und Gendefekte sind. So ist es nicht verwunderlich, dass in jeder Altersklasse mehr Männer als Frauen sterben. Daher ist ein gewisser Überschuss an männlichen Geburten wichtig.
Der Trend, dass immer weniger Jungen geboren werden, lässt sich weltweit beobachten. Studien zu diesem Thema zeigen nicht nur, dass weniger Jungen geboren werden, sondern auch dass die Hodenkrebsraten steigen, dass sich bei neugeborenen Jungen genitale Missbildungen häufen und die Spermienzahlen sinken. Die Studien stammen vor allem aus Asien, Amerika und Europa, was Deutschland mit einschließt.
Doch was sind die Ursachen hierfür? Im Visier der Forscher steht die chemoindustrielle Verschmutzung des Grundwassers, der Gewässer und des Ackerlandes. Dabei vermuten Experten, dass unter anderem Schadstoffe, die bei der industriellen Lebensmittelproduktion entstehen, mit verantwortlich für diesen Trend sind. Die Theorie lautet, dass synthetische Chemikalien auf unterschiedliche Weise Einfluss auf die Befruchtung der menschlichen Eizelle haben. Dadurch wird die Entwicklung männlicher Föten erschwert oder sogar verhindert.
So zählt die Chemikalie Bisphenol A (BPA) nach den neusten Erkenntnissen zu den Schadstoffen, die für den Rückgang von männlichen Geburten mit verantwortlich ist. Zu finden ist sie in vielen Plastikflaschen und bei inneren Beschichtungen von Dosen. Bei Wärme kann sie sich lösen und gelangt über die Flüssigkeit in den Körper. Eine Zeit lang erregte Bisphenol A bereits sehr viel Aufmerksamkeit, weil es in Schnullern und Saugern von Babyflaschen vorkam. Hier versprachen die Hersteller Besserung und seit einiger Zeit liest man auf den entsprechenden Babyprodukten den Hinweis “Bisphenol-A-Free” und ähnliches.
Bisphenol A imitiert im Körper das Verhalten von Östrogenen. Dadurch wird der männliche Entwicklungsprozess der Embryonen gestört. Doch Bisphenol A ist nicht die einzige schädliche Chemikalie, die den Rückgang an Jungengeburten zu verantworten hat. Die Liste entsprechender Stoffe ist weitaus länger, wobei die Aufnahme der verdächtigen Chemikalien ganz zu verhindern nahezu unmöglich ist. Nicht nur Nahrungsmittel sondern auch Wasser und die Luft sind mit Dioxinen, Insektiziden wie DDT und Weichmachern wie Phthalaten belastet, die die Wahrscheinlichkeit der Geburt eines Jungen verringern können. Um das Risiko zu mindern ist es hilfreich auf eine fettarme Ernährung zu achten, denn Fett speichert viele der giftigen Stoffe.
Das man solche Studien zu diesem Thema prinzipiell sehr ungerne veröffentlicht ist eine andere Sache. Einerseits wissen viele Forscher, welche Stoffe in wie fern gefährlich sind. Andererseits bezahlt die Industrie für die Forschung. Das sich hier ein Teufelskreis ergibt ist dabei offensichtlich. Die Leidtragenden sind neben den Eltern mal wieder die Kinder, die es in der Zukunft noch schwerer haben werden.
Der vollständige Artikel zu diesem lässt sich bei MensHealth.de finden und regt in jedem Fall zum Nachdenken an.