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Kat am 11.07.2010 um 10:00 Uhr.
Wie schön ist es eigentlich, alle möglichen Dinge in den Mund zu stecken und darüber seine Sinne zu trainieren? Kinder dürfen fast alles anschlabbern, was ihnen in den Weg kommt. Gerade als unsere kleine Tochter erst neulich wieder irgendwelche Sachen in den Mund steckte, fühlte ich mich an diese “orale Phase” zurückerinnert. Die Zeit, in der fast alles in den Kindermund wandert und wir Eltern mit Argusaugen die Kinder beobachten, steht uns demnächst erneut bevor, sobald unser jüngster Nachwuchs auf Entdeckungsreise gehen wird. Doch was hat es eigentlich mit der oralen Phase auf sich?
Alle Eltern beobachten irgendwann, dass ihr kleines Baby damit anfängt, wirklich alles, was es in die Finger bekommt, ohne zu zögern in den Mund zu stecken. Ob es nun die eigenen Händchen, das Spielzeug, ein Beißring, ein Kuscheltier oder gar die Kleidung ist – egal wie man es dreht und wendet, zum Schluss muss alles ausprobiert werden. In dieser Zeit der kindlichen Entwicklung befindet man sich direkt in der “oralen Phase”. Aber keine Sorge. Diese Zeti gehört zu einer normalen und gesunden Entwicklung unserer Kinder dazu.
Kinder erfahren ihre Umwelt durch alle Sinne. Im Babyalter sind die einzelnen Sinne jedoch unterschiedlich weit entwickelt. Während Babys z.B. ihre volle Sehkraft erst zum Ende des ersten Lebenshjahres entwickelt haben, ist der Tastsinn von Lippen und Zunge schon wesentlich früher gut ausgeprägt. Daher nutzen Babys auch ihren Mund, um ihre Umwelt so gut wie möglich zu erforschen: Ist etwas hart oder weich? Ist es feucht oder trocken? Welche Materialien gibt es alles? Alle diese Informationen helfen dem Baby sich ein Bild von der Welt zu erschaffen.
Als Eltern sollte man seine Kinder daher nicht davon abhalten, die Dinge auch mit Lippen und Zunge zu erforschen. Die Eltern sollten während der oralen Phase ihren Babys nicht den Schnuller als Ersatz für den gut schmeckenden Bauklotz anbieten. Natürlich sollen Kinder alles erforschen, aber auch nur so lange keine Gefahr durch die Dinge und Materialien für die Kinder ausgeht. Hingegen gehören zum Beispiel verschluckbare Kleinteile, stark verschmutzte, scharf, spitze oder giftige Sachen niemals in einen Kindermund!
Eltern brauchen daher nicht gleich in Panik geraten und für eine sterile Umgebung sorgen. Auch wenn die Fernsehwerbung uns gerne suggeriert, dass selbst 99% der Keime mit irgendwelchen Putzmitteln und Sterilisierungsflüssigkeiten zu entfernen ist, wird gerade die Immunisierung des Kindes auf natürliche Umwelteinflüsse durch ein zu steriles Umfeld stark beeinträchtigt. Wer möchte schon seinem Kind das Tor zu Allergien oder einer starken Erkältung bei einfachsten Keimen öffnen? Nicht ohne Grund darf ein Kind auch eine ordentliche Ladung Sand in den Mund nehmen. Wenn der Sand wirklich nicht schmeckt, spuckt es das Kind auch kurzerhand aus. Zur Not helfen die Eltern dabei, dem Kind beizubringen, dass nicht jeder Dreck das ideale Geschmackserlebnis ist. Wichtig ist, dass die Umgebung rund um das Kind sauber und hygenisch ist. Bestimmte Keime stärken also das Abwehrsystem der Kleinen, auf manche Dinge kann man in der oralen Phase jedoch verzichten. Das Spielzeug sollte man je nach Material regelmäßig abspülen oder waschen, um durch Milch- oder Essensreste die Gefahr von Schimmelpilzen zu reduzieren.
Üblicherweise wird die orale Phase und dieser Entdeckerdrang vom Krabbeln begleitet. Eltern sollten daher darauf achten, dass die Umgebung kindersicher ist. In diesem Fall bedeutet “kindersicher”, dass die kleinen Zwerge keinen Zugang zu Alkohol, Zigaretten, Putzmitteln, Nadeln, Dünger, verschluckbare Kleinteile und gewisse Lebensmittel wie z.B. Nüsse haben. Bei der Wahl des richtigen Spielzeugs empfiehlt sich immer ein Blick auf die entsprechenden Altersangaben. Auch darf auf vielfältige Oberflächen geachtet werden, um den Tastsinn der Kinder entsprechend zu fördern. Schließlich will das Leben auch ein Erlebnis sein. Hierbei helfen ebenfalls ungefährliche Haushaltsgegenstände wie z.B. Töpfe oder Kochlöffel. Daher lautet die Devise: Lieber dem Baby so vielfältige Materiakien anbieten wie möglich, als es in Watte zu bauschen und vor potenziellen Gefahren zu schützen.
Und wie lange dauert die orale Phase? Diese Frage habe ich mir neulich auch gestellt, als unsere Tochter mit ihren fast 2,5 Jahren damit begann, irgendwelche Sachen in ihren Mund zu stecken. Bei meiner Recherche nach einer Antwort auf diese Frage bin ich auf eine Zeit von vier bis fünf Jahren gestoßen. Aber ein gesunder Entdeckerdrang gehört einfach dazu, auch wenn man als Erwachsener öfters mal nur den Kopf schütteln möchte.
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Kat am 07.07.2010 um 10:42 Uhr.
Beim prüfenden Blick auf unser Baby fiel meinem Mann kürzlich auf, wie unproportioniert der Kleine im Vergleich zu unserer Tochter noch ist. An diese Erkenntnis, dass ein Baby wirklich anders gebaut ist als Kleinkinder und natürlich Erwachsene, müssen sich Eltern gewöhnen. Auch wenn mit dem Eintritt in das zweite Lebensjahr das so genannte Längenwachstum einsetzt, so erleben Kinder und Jugendliche immer wieder Phasen, in denen ihr Körperbau eine gewisse “Unproportioniertheit” vorweist.
Diese wachstumsbedingte Anpassungen der Körpergröße sind jedoch kein Grund zur Besorgnis. Kinder fangen bereits nach dem ersten Lebensjahr an, wesentlich proportionierter zu wirken. Zunächst verändert sich der Bauchbereich und das Baby wächst in die Länge. Dies ist wichtig für die menschliche Entwicklung, um entsprechende Bewegungen zu erlernen und diese gut koordiniert durchzuführen. Der kleine Babybauch verschwindet zunehmend, ebenso wie die kleinen Babyspeckfältchen, was zusätzlich durch die Fähigkeit des Laufens unterstützt wird.
In diesen Wachstumsphasen kommt es auch häufig dazu, dass z.B. Füße und Hände schneller wachsen als Beine und Arme. Dies wird vor allem bei Jugendlichen sichtbar, die dann oftmals recht tollpatschig wirken und größere Schuhe tragen. Jedoch holen Arme und Beine oftmals recht schnell auf. Es ist also nur eine Frage der Zeit.
Das Wachstum von Kinder entwickelt sich somit insgesamt unproportional und nicht gleichzeitig, wie man es erwarten würde. Erstaunlich ist dabei, dass der Schädel bereits mit vier oder fünf Jahren bereits seine Endgröße erreicht hat, wobei sich jedoch die anderen Bereiche des Kopfes noch weiter entwickeln. Aber wenn man bedenkt, dass Babys im Verhältnis gesehen mit einem großen Kopf geboren werden, muss dieser sich irgendwann dem Wachstum des restlichen Körpers anpassen.
Und wer sich dafür interessiert, wie groß seine Kinder in etwa werden: Man addiere die Körpergröße der Eltern und teilt sie anschließend durch zwei. Bei Mädchen zieht man sechs Zentimeter ab, während man bei Jungen neun Zentimeter dazu addiert. Persönlich halte ich solche Berechnungen für unnütz, da man immer wieder Eltern sieht, deren Kinder ihnen eindeutig über den Kopf gewachsen sind und andere, wo die Kinder gerade so an die Größe der Eltern heranreichen.
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Kat am 30.03.2010 um 14:31 Uhr.
Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an welchem sich jedes Kind von seinem Schnuller trennen muss. In den ersten Jahren ist der Nutzen eines Schnullers vor allem für uns Eltern hilfreich, aber in so manchen Momenten sehen unsere Kleinen in ihm den größten Tröster. Doch spätestens im dritten Lebensjahr sollte der Schnuller dem Kind abgewöhnt werden, so dass es spätestens zum dritten Geburtstag auch wirklich “schnullerfrei” ist. Das Saugen ist eine kleine Sucht, die zwar harmlos ist, aber ihre Tücken hat. Ein einfacher und dabei sehr wichtiger Grund für ein rechtzeitiges Abgewöhnen vom Schnuller liegt daran, dass sich ansonsten Zahnfehlstellungen und Kieferverformungen bilden können. Diese können später nur noch durch entsprechende kieferchirugische Maßnahmen, wie eine Zahnspange, behoben werden.

Eltern sollten bereits mit der Einführung des Schnullers im Hinterkopf haben, dass dieser bei Zeiten auch wieder abgewöhnt werden muss. Daher sollten Eltern den Schnuller mit dem zunehmenden Alter ihres Kindes auch wesentlich sparsamer einsetzen. Das Kind braucht ungefähr ab seinem ersten Geburtstag nicht mehr die ganze Zeit mit einem Schnuller im Mund herrumlaufen. Demnach sollte der Schnuller wirklich nur noch als Beruhigung zum Einschlafen und in Notfällen genutzt werden. Zu diesen Situationen zählt beispielsweise die Beruhigung mit dem Schnuller als psychologische Schmerzlinderung nach einem schlimmen Sturz. Dies schließt natürlich nicht die je nach Bedarf notwendige Weiterbehandlung bei einem Arzt aus.
Den Schnuller zu entwöhnen erfordert außerdem ein wenig Feingefühl. Wenn möglich sollten Eltern den Schnuller noch vor dem ersten Geburtstag immer öfter durch ein Schmusetuch oder auch durch einen Beißring ersetzen. Auch hier gilt eine sparsame Dosierung, schließlich sollen die Eltern mit ihrer Wärme und ihrer Liebe den Trost spenden können – und nicht irgendwelche Sachen wie Schnuller, Schmusedecken, Beißringe oder Kuscheltiere.
Wir führten ab dem ersten Geburtstag unserer Tochter die Regel neu ein, dass sie tagsüber keinen Schnuller mehr von uns bekam. Die Außnahme bildete dabei nur noch der Mittagsschlaf und natürlich das nächtliche Schlafen. Für uns waren die folgenden Gründe relevant. Zum Einen führt ein “Dauerschnullern” zu einer Entwicklungsverzögerung beim Sprechen. Je länger Kinder mit Schnuller im Mund ihre Zeit vertreiben, desto später und schlechter erlernen Sie das Sprechen. Bestimmte Laute und Töne können mit einem Schnuller einfach beim besten Willen nicht ausgesprochen werden. Wer das nicht glaubt, sollte einmal mit vollem Mund ein paar komplizierte Wörter sprechen oder einen Tischtennisball in den Mund beim Sprechen einführen. Nach wenigen Versuchen wird man gewiss feststellen, dass sich dieses Vorhaben als ziemlich schwierig erweist, wenn die Zunge nicht den vollen Spielraum in der Mundhöhle nutzen kann. Diese Situation ist also mit einem Schnuller im Mund vergleichbar.
Zum Anderen müssen Kinder auch lernen, dass der Schnuller in gewissen Momenten nicht als Tröster oder Ersatzbefriedigung für einfach alles auf der Welt dienen kann. Kinder müssen lernen, wie sie mit ihren Gefühlen richtig umgehen können. Dazu zählen bereits im frühen Alter ganz einfache Emotionen wie Frustration oder Ärger. Ein Schnuller sollte durch die Eltern eigentlich nieamls als Mittel zum Zweck eingesetzt werden. Getreu nach dem Motto “Hauptsache wir haben Ruhe!” machen Eltern einen zentralen Denkfehler. Nicht sie sollten ausschließlich ihre Ruhe haben, sondern das Kind muss lernen, eine Balance zwischen Unterhaltung und Ruhe zu finden. Je früher die Kinder dies lernen, desto weniger Probleme werden die Eltern später haben, wenn ihr Kind älter wird. Kinder müssen irgendwann eigene Strategien entwickeln und lernen mit ihren Gefühlen richtig umzugehen. Aus “Abhängigkeit” heraus dürfen sie nicht jedes Mal auf eine entsprechende Ersatzbefriedigung zurückgreifen.
Doch wie gewöhnt man dem Kind nun den Schnuller am Besten ab? Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Dazu plaudere ich gerne aus dem Nähkästchen. Wie bereits erwähnt ist die richtige Dosierung des Schnullers wichtig. Zuerst sollte er wirklich nur als Tröster eingesetzt werden, nämlich wenn gar nichts mehr geht oder als Hilfe zum Einschlafen. Eine wichtige Regel beinhaltet auch das Aufräumen, denn wenn überall Schnuller in greifbarer Nähe herumliegen, kann das Kind seine Eltern sehr schnell austricksen und zum Schnuller greifen. Ein echter “Schlafplatz” für den Schnuller eignet sich hervorragend für die sinnvolle Erklärung, dass ein Schnuller nicht dauerhaft im Mund bleiben muss. Das Kind sollte dabei gemeinsam mit den Eltern auswählen, an welchem Platz sich der Schnuller tagsüber ausruht. Hierfür eignet sich eine kleine Kiste. Mit der Zeit sollte der Schnuller sich immer öfter ausruhen und zunehmend ganz aus dem Alltag verschwinden. Eltern machen einen Fehler, wenn sie ihrem Kind den Schnuller einfach so von heute auf morgen wegnehmen, ohne dabei etwas zu sagen oder die Gründe verständlich zu erklären. Kinder brauchen Regeln und Rituale, die ihnen relevante Informationen vermitteln und einen Mehrwert aufzeigen. Ein ausgeruhter Schnuller kann wesentlich mehr Beruhigung bringen als ein Schnuller im Dauereinsatz.
Aber je nach Alter und der individuellen Einsicht des Kindes können Eltern die Entwöhnung ganz unterschiedlich angehen. Hier einige Beispiele, die Eltern einzeln und nicht in Kombination verfolgen dürfen:
- Die Schnullerfee: Eltern sprechen mit ihrem Kind darüber, dass es Zeit wird, den Schnuller an die Schnullerfee wieder abzugeben. Das Ziel dabei stellt die freiwillige Abgabe des Schnullers durch das Kind dar. Dabei muss beim Kind ein gewisses Verständnis hierfür vorausgesetzt werden. Bei der Schnullerfee wird der Schnuller des Nachts durch ein Geschenk ausgetauscht. Zu beachten ist hierbei, dass die Eltern mit den Kindern bereits im Voraus über die Schnullerfee reden und ihnen verdeutlichen, wann dieser Tag gekommen ist. Dem Kind hilft ein konkretes Datum zu nennen, wie den letzten Sonntag im Monat, und regelmäßig aufzuzeigen, wie viele Tage noch verbleiben, bis der Schnuller abgeholt wird. Das Kind sollte den Schnuller dann freiwillig an einem ausgewählten Ort vor dem Schlafengehen platzieren. Die Fensterbank eignet sich hervorragend dafür. Über Nacht tauschen die Eltern dann den Schnuller gegen das gewünschte Geschenk aus.
- Der Schnullerbaum: Auch hier setzt man auf die freiwillige Mitarbeit des Kindes und benötigt wie bei dem Beispiel mit der Schnullerfee ein gewisses Verständnis von ihnen. Hierbei dienen andere Kinder als ein Vorbild, wenn sie ihren Schnuller bereits abgegeben haben oder gerade dabei sind ihn abzugeben. Mit der Verabschiedung des Schnullers an den Schnullerbaum erhält das Kind auch hier am Besten anschließend ein Geschenk seiner Wahl. Wo es solche Aktionen und Möglichkeiten gibt, kann man am Besten selber im Internet herausfinden – oder befreundete Eltern verabreden sich für eine gemeinsame Aktion, denn zusammen in der Gruppe kann es für Kinder einfacher sein, sich von den Schnullern zu trennen, wenn alle anderen mitmachen.
- Den Schnuller verschenken: Wenn in der Familie oder im Bekanntenkreis ein Baby auf die Welt kam, kann der eigene Schnuller ein wunderbares Geschenk sein. Natürlich ist dafür wieder die freiwillige Abgabe des Schnullers eine Voraussetzung, aber das freiwillige Geschenk des Schnullers an jemanden, der ihn vielleicht mehr braucht als man selbst, kann auch eine wundervolle Erfahrung für das Kind sein. So kann man sein Kind fragen, ob es dem Baby nicht etwas schenken möchte, was es selber nicht mehr braucht und wozu es mittlerweile zu groß oder zu alt geworden ist. Das eigene Kind darf man nach der Abgabe des Schnullers mit einem altersgerechten Geschenk belohnen.
- Der Schnuller-Verlust: Es gibt Kinder, die gerne mal ihre Sachen verlieren. Diese Tatsache kann man als Eltern ebenfalls nutzen und den Schnuller verschwinden lassen. Eltern sollten ihr Kind direkt darauf hinweisen, dass Dinge manchmal verloren gehen und sich nicht wiederfinden lassen. Anstatt jetzt einen neuen Schnuller zu kaufen, kann man den Verlust des Schnullers auch hier durch ein Geschenk kompensieren. Ferner dürfen Eltern auch hier wieder argumentieren, dass ihr Kind mittlerweile zu alt für einen Schnuller ist und ihn ja vielleicht jemand gefunden hat, der ihn mehr braucht als das eigene Kind.
Der kaputte Schnuller: Eine eher unkonventionelle, aber dennoch recht wirksame Methode stellt die Kürzung des Schnullers an jedem weiteren Tag dar. Das erklärte Ziel ist es, dass die Kinder den Schnuller freiwillig abgeben, da er irgendwann nicht mehr zu gebrauchen ist. Es macht schließlich keinen Spass mehr, so ein kaputtes Ding in den Mund zu nehmen. Auch hier sollte man den Verlust des Schnullers durch ein Geschenk ersetzen. Ein Vorteil hierbei ist, dass man dem Kind den kaputten Schnuller im Zweifelsfall später noch einmal vor Augen führen kann, bevor er dann irgendwann ganz in Vergessenheit gerät.
Persönlich haben wir zur Abgewöhnung vom Schnuller die letzte Methode angewendet. Wir waren der Ansicht, dass unsere Tochter ihren Schlaf-Schnuller nicht freiwillig hergeben würde. Sie verstand jedoch, dass ihr Schnuller kaputt gegangen ist, und wir erklärten ihr, dass sie ihn zu oft benutzt hätte. Am Ende war die fünfte Variante für uns alle erfolgreich und auch unsere Nächte sind seitdem wesentlich ruhiger. Wir müssen nicht immer ein oder zwei Mal in der Nacht selbst aufstehen und im Dunkel der Nacht den Schnuller suchen, weil er sich mal wieder aus dem Mund oder sogar aus dem Bett des Kindes verabschiedet hat.
Am Ende bleibt festzuhalten, dass unabhängig von der gewählten Methode ausreichend Zeit zur Entwöhnung des Schnullers eingeplant werden muss. Dabei sind strenge Regeln und die Disziplin der Eltern gefragt. Denn auch Letztere neigen aus Verzweifelung zu Rückfällen und geben dem Kind in einer kritischen Situation den Schnuller. Das sollte ein klares Tabuthema sein. Hier heißt es eisern zu bleiben und daran zu denken, dass die schnullerfreie Zeit weitaus mehr Vorteile mit sich bringt als die kurze Ruhephase vor dem nächsten Sturm. Ansonsten muss man nämlich alles erneut von vorne beginnen, das Kind feiert seinen persönlichen Triumph über seine Eltern und man selber hat es am Ende nur noch schwerer. In diesem Sinne bleibt nur noch eins zu sagen: Good Bye, Schnuller – es war schön mit dir, aber es ist noch schöner ohne dich!
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Kat am 18.01.2010 um 13:19 Uhr.
Irgendwann muss jedes Kind lernen richtig mit Geld umzugehen. Einer der ersten Schritte dahin ist, dass man seinen Kindern Taschengeld zukommen lässt. Mit diesem Geld können sie sich dann eigene kleine Wünsche erfüllen.
Das Taschengeld ermöglicht den Kindern frei darüber zu verfügen. Dabei hat jedes Kind seine eigene Art mit dem Geld umzugehen. Während die einen ihr Geld schnell wieder investieren, sparen andere das Geld und teilen es sich gut ein. Unabhängig davon prägen die frühen Erfahrungen das spätere Leben und stellt eine Lektion für das Leben dar.
Aber auch die Eltern prägen das Verhalten ihrer Kinder bezüglich des Geldes. Die Eltern sollten vor allem in den ersten Jahren eine Hilfestellung leisten, um den Kindern den richtigen Umgang mit Geld beizubringen.
Hierbei sollte man den Kleinen zunächst beibringen den Wert von Dingen richtig einzuschätzen. Es muss sich bewusst sein, dass eine Tafel Schokolade weniger kostet als das lang ersehnte Spielzeug Auto. Das Kind muss einen Blick dafür gewinnen, wie lange sein Geld reicht und wie viel es wann investieren kann. So kann es sich z.B. die Frage stellen, wie viele Schokoriegel es sich von seinem
wöchentlichen Taschengeld kaufen könnte.
Durch das Abwägen und Kaufen erlernen die Kinder ein Gefühl dafür, was teuer und was günstig ist, sowie wie viel es für sein Geld bekommt. Kinder lernen so den Wert des Geldes abzuschätzen. Durch den Umgang mit Geld, lernen die Kinder auch bewusst Entscheidungen zu treffen. Die Kinder müssen sich dabei das Geld richtig einteilen. Das erfordert wiederum eine gute Organisation. Doch wer frühzeitig den richtigen Umgang mit Geld lernt, hat es später als Erwachsener leichter.
Wenig Sinn macht es dabei die Kinder mit Taschengeldentzug zu bestrafen, da dies einen optimalen Lerneffekt verhindert. Denn nur eine regelmäßige und pünktliche Zahlung ermöglicht es dem Nachwuchs ordentlich zu planen.
Und wenn das Kind mal vorzeitig “pleite” ist? Eltern sollten dann nicht sofort in die Tasche greifen und nachlegen. Sinnvoller ist es hier mit dem Kind darüber zu reden und die Ursachen ausfindig zu machen. Lernen mit Geld umzugehen heißt am Ende auch Lernen zu Verzichten und Prioritäten zu setzen.
Über die Höhe des Taschengeldes müssen die Eltern am Ende selbst entscheiden. Hierbei spielt das eigene Einkommen eine Rolle. Auch kurzfristige Veränderungen wie z.B. plötzliche Arbeitslosigkeit eines Elternteils spielen hier eine Rolle. Der Nachwuchs muss dann ebenfalls lernen mit einer solchen Situation umzugehen und ein geringeres Taschengeld hinnehmen. Schließlich gehören solche Situationen leider ebenso zum Leben dazu.
Ab zehn Jahre können Eltern zudem einen monatlichen Zahltag einführen. Die Höhe des Taschengeldes richtet sich ferner danach, was das Kind davon alles selber leisten muss. Dementsprechend sollten die Eltern die Höhe festlegen immer mit dem Hintergedanken, dass sich das Kind davon eigene Wünsche erfüllen soll. Dabei muss es aber auch wissen, dass man für größere Anschaffungen sparen muss.
Zu gegebender Zeit werden wir uns persönlich ebenfalls Gedanken darüber machen. Sobald unsere Tochter nachvollziehen kann, was Geld bedeutet und wozu man es braucht, wird sie ihr eigenes Taschengeld erhalten. Dabei werden wir sicherlich niedrig anfangen und einen Betrag von ca. 0,50 – 1,00 Euro ihr wöchentlich zur Verfügung stellen. Aber noch ist es nicht soweit. Alles zu seiner Zeit, aber als Eltern sollte man sich rechtzeitig mit solch einem Thema beschäftigen.
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Kat am 24.11.2009 um 13:16 Uhr.
Bereits Babys haben Interesse an anderen Kindern und nehmen auf verschiedene Weise Kontakt zu ihnen auf, wie z.B. durch Beinchenstrampeln, Anlachen oder das beliebte Ins-Gesicht-Fassen.
Ab dem 12. bis zum 18. Lebensmonat wählen Kinder ihre ersten Spielgefährten dann gezielt aus. Dies lässt sich gut bei Krippenkindern oder Kindern in der Tagespflege beobachten.
Die Freundschaft mit gleichaltrigen Kindern ist bereits für die Kleinsten wichtigen, da sie dadurch Anregungen und Bestätigung bekommen. Sie haben gemeinsam auch wesentlich mehr Spaß und können Vorhaben teilen. Dabei geht es bei Kleinkindern jedoch immer um das eigene “Ich”.
Andere Aspekte wie das Geben und Nehmen auf Augenhöhe lernen Kinder dann im Kindergarten. Ebenso erlernen die das freundschaftlich-kreative Lösen von Konflikten, wie z.B. das Tauschen von Spielzeug. Die Kinder lernen mit der Zeit, dass in einer echten Freundschaft das Ausbalancieren von Selbstbehauptung einerseits und das Mitgefühl andererseits dazu gehören. Alle diese Erfahrungen machen Jungen und Mädchen dabei am liebsten mit den jeweiligen Geschlechtsgenossen.
Dass es unter kleinen Kindern, die sich bereits ganz gut kennen bereits einen gewissen Zusammenhalt gibt, habe ich persönlich auch schon erlebt. Wenn unsere Tochter mit den Tageskindern auf dem Spielplatz ist, dann sind andere Kinder oftmals eher uninteressant, es sei denn sie haben etwas, was man selber gerne haben möchte. Dabei habe ich dann schon beobachten dürfen, wie sich unsere Tochter mit einem Tageskind zusammen geschlossen hat um einem anderen kleinem Kind die Schippe weg zunehmen, wobei das Kind mit der Schippe wesentlich älter war.
Es hat mich schon erstaunt dies zu beobachten zumal die beiden noch nicht über solche Dinge explizit kommunizieren können und deren Sprachgebrauch noch stark limitiert ist. Dennoch hatten beide ein gemeinsame Ziel vor Augen: dem anderen Jungen die Schippe wegnehmen.
Man sieht auf jeden Fall, dass bereits kleine Kinder in der Lage sind Freundschaften zu schließen. Diese läuft zwar noch auf einer anderen Ebene ab, gibt den Kindern aber sicherlich schon einiges an Erfahrung mit. Und gute Freundschaften auszubilden ist heute manchmal wichtiger denn je.
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Kat am 17.11.2009 um 13:50 Uhr.
Forscher von der Universität Maastricht (Niederlande) haben herausgefunden, dass bereits Ungeborene ein Gedächtnis besitzen. Das Kurzzeitgedächtnis entwickelt sich somit bereits im Mutterleib. Dabei können sich 30 Wochen alte Ungeborene Ereignisse minutenlang merken.
Untersucht wurden dabei 100 Föten, die verschiedenen Reizen ausgesetzt wurden. Man beobachtete daraufhin, wann sie sich an den Reiz gewöhnt hatten und nicht mehr darauf reagierten. In einer anschließenden zweiten Testphase stellten sich die Föten schneller auf die Reize ein und reagierten gelassener. Für die Forscher bedeutet dies, dass die Ungeborenen sich an die Reize erinnerten, was bedeutet, dass ihr Gedächtnis bereits aktiv war.
So ganz ungewöhnlich ist die Erkenntnis sicherlich nicht. Schließlich finden Kinder die Stimme der Mutter oder des Vaters nach der Geburt auch beruhigend. Somit nehmen die Kinder auch hier bereits einen Zusammenhang wahr und empfinden diesen Reiz als nichts Neues.
Bekannt ist ferner, dass man Kindern im Mutterleib z.B. bereits regelmäßig eine Spieluhr vorspielen soll. Dies soll dann nicht beruhigend für das Kind im Mutterleib wirken, sondern auch nach der Geburt.
Hierin zeigt sich meiner Ansicht nach bereits, dass Kinder ein gewisses Maß an Gedächtnis haben müssen, wenn sie auf die Welt kommen. Und dieses bildet sich vermutlich nicht von heute auf morgen aus.
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Kat am 12.11.2009 um 13:33 Uhr.
Wer kennt das nicht: Wenn zwei oder mehr Kinder aufeinander treffen, dann kann es schnell auch mal zu Streitigkeiten kommen. Die Gründe können – insbesondere aus Sicht der Eltern – oftmals ganz banaler Natur sein. In jeder Hinsicht fördert streiten die Entwicklung der Kinder, denn sie können dabei eine Menge lernen.
Für die Eltern stellt sich dabei oftmals die Frage: Soll ich eingreifen oder nicht? Dabei spielt die jeweilige Situation eine entscheidende Rolle. So sollte man als Eltern nicht eingreifen, wenn die Kinder um ihre Rolle oder um ihr Eigentum kämpfen. Selbst wenn die Zwistigkeit mal länger andauert, die Kinder lösen solche Konflikte in der Regel immer alleine. Anders verhält sich die Situation sicherlich, wenn ein Elternteil Anteil am Streit hat. Dann kann man als Eltern entsprechend etwas daran ändern.
Aber es gibt auch Fälle, in denen sich die Kleinen nicht immer einigen können. Da hilft es dann die Kinder zunächst gemeinsam auf ihr Zimmer zu schicken und ihnen zu sagen, dass sie erst dann wieder rauskommen sollen, wenn sie sich vertragen haben. Selbstverständlich sollte man die Kinder ordentlich loben, wenn sie es geschafft haben ihren Streit beizulegen. Ferner ist das Interesse der Eltern, wie die Kinder zu einer Lösung gekommen sind wichtig. Dadurch wird der Blick auf die Konfliktlösung gelenkt. Dadurch erfahren Kinder, wie wichtig ihre Fähigkeit der Streitkompetenz auf Dauer ist und haben einen Grund stolz darauf zu sein.
Selbstverständlich sollten Eltern jegliche Gewalt bei Streitereien unterbinden, ebenso wielautes Brüllen und Beschimpfen. Gewaltkonflikte laufen eher darauf hinaus herauszufinden, wer der Stärkere ist. Und solche Konflikte lassen sich eher bei fairen Wettkämpfen wie z.B. Wettlaufen oder Seilziehen austragen.
Bei Kindern unter drei Jahren funktioniert das mit dem aufs Zimmer schicken noch nicht immer. Sie müssen zunächst ein Gefühl dafür entwickeln, worum es denn überhaupt geht. Persönlich lasse ich die Kinder immer zunächst erst mal streiten. Meistens einigen sie sich dann relativ schnell, zumal es meistens um ein begehrtes Spielzeug geht.
Und wenn die Kleinen sich mal ganz arg um ein Spielzeug streiten, ist es manchmal die beste Option das Spielzeug selbst für eine Weile verschwinden zu lassen damit das Streitobjekt erst einmal weg ist.
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Kat am 05.11.2009 um 14:04 Uhr.
Viele Kinder verbringen heute ihre Zeit mit Fernsehen, vor Computern und Spielekonsolen. Das Lesen gerät dabei leider oft in den Hintergrund. Viel zu oft. Denn vor allem Märchen sind in unseren heutigen Zeit wichtig für Kinder. Sie regen nicht nur die Fanatsie an und lassen Kinder in eine andere Welt entschwinden, sondern sie entfalten einen positiven Einfluss in ihrer Wirkung auf die Entwicklung der Kinder.
Märchen geben den Kindern Mut. Die Geschichten ähneln sich gerne in ihrer Struktur: Held oder Heldin gelangen in schwierige Situationen, müssen das Böse bekämpfen und wachsen am Ende mit ihren Aufgaben. Und am Ende siegt das Gute über das Böse. Die Moral von der Geschicht ist dabei immer, dass die Kinder hierbei lernen, dass sich das Kämpfen lohnt und man es in jeder Situation packen kann. Hierbei wird das Urvertrauen der Kinder angesprochen, was sie für ein gesundes Entwicklung und ein glückliches Leben brauchen.
Märchen haben auch die Eigenschaft Trost zu spenden. Sie erfahren darin, dass andere “Menschen” Angst davor haben nicht geliebt zu werden. Oder die Kinder erfahren von Menschen, die sich in bestimmten Situationen “blöd” oder unpassend vorkommen, die nicht selbstständig werden wollen, oder dass es andere Geschwister gibt, die Ärger miteinander haben und ihren Streit nicht beilegen können oder Probleme nicht lösen können.
Durch Märchen kommen Kinder mit unterschiedlichen Gefühlen in Kontakt. Märchen beinhalten klare moralische Zuordnungen ohne Zwischentöne. Es gibt ein Gut und ein Böse, ein Schwarz und ein Weiß. Innerhalb der Entwicklung von Kindern, stufen diese gerade im Vorschulalter andere Menschen als gut oder böse ein. Märchen ermöglichen es denn Kindern in alle Rollen zu schlüpfen und so die verschiedenen Seelenteile zu erleben: vom Stiefkind, hin zur Prinzessin oder gar zur bösen Hexe.
Ein weiterer Vorteil von Märchen ist, dass sie den Kindern auf einfache Weise grundlegende Werte, Selbstständigkeit und Wertegefühle vermitteln. Die Hauptpersonen der Märchen beweisen als späterer Held oder Heldin neben Mut auch noch weitere Tugenden, wie Treue, Fleiß, Geduld, Demut, Bescheidenheit oder Ehrlichkeit. Solche essentiellen Werte benötigen Kinder gerade heutzutage, um sie durch den Alltag zu geleiten und ihr Handeln sowie das Verhalten von anderen richtig einordnen zu können.
Persönlich stehen bei uns die Regale voll mit Büchern – darunter finden sich sehr viele Märchen. Unsere kleine Tochter bekommt mit fast zwei Jahren regelmäßig daraus vorgelesen. Auch wenn sie noch nicht alles davon versteht, so ist das damit verbundene Ritual zwischen Eltern und Kindern, das gemeinsame Lernen und Erfahren, für uns bereits wichtig. Außerdem gibt es uns die Möglichkeit mit ihr über Dinge zu sprechen und bestimmte Sachen zu erklären. Und das Verständnis für die aus den Märchen entwachsenen Geschichten reift mit der Zeit schließlich auch immer mehr.
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Kat am 09.10.2009 um 14:07 Uhr.
Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln auf der Basis einer Repräsentativ-Befragung des Robert-Koch-Instituts hat herausgefunden, dass gebildete Kinder gesünder leben.
Dabei zeigte sich, dass von den befragten Hauptschülern mehr als die Hälfte raucht. Kinder aus Nichtraucher-Familien greifen erstaunlicherweise ebenso häufiger zur Zigarette als solche von anderen Schultypen. Bei den Gymnasiasten hingegen raucht nur knapp ein Drittel regelmäßig.
Aber auch das Einkommen und der Bildungsstand der Eltern sowie das Gesundheitsbewusstseins in der Familie haben Einfluss auf die Gesundheit von Kindern. Familien mit einem Nettoeinkommen unter 1.000 Euro im Monat haben häufiger Übergewicht, rauchen eher und schicken ihre Kinder seltener zu den Vorsorgeuntersuchungen als besser situierte Eltern. Für die Kinder beginnt dann ein Teufelskreis. Kranke Kinder werden zunächst oftmals später eingeschult, erbringen später schlechtere schulische Leistungen und besuchen seltener ein Gymnasium.
Es zeigt sich, dass hier ein besonderer Handlungsbedarf besteht. Denkbar wäre es Institutionen wie Kindertagesstätte, Schule oder Vereine mit ein zu binden. Schon hier kann man den Kindern Gesundheitsbewusstsein beibringen durch Koch- und Gesundheitskurse. Den Kindern sollte Gesundheit von Anfang an näher gebracht werden, damit sie es dauerhaft als etwas Selbstverständliches ansehen.
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Kat am 30.09.2009 um 13:16 Uhr.
Die Emotionsforschung wird seit Jahren immer wichtiger. Die Wissenschaft fand mittlerweile heraus, dass “emotional kompetente” Kinder es im späteren Leben viel einfacher haben. Sie haben später weniger soziale Probleme, lernen oft besser, besitzen mehr Durchhaltevermögen, können Misserfolge besser wegstecken und sich besser selbst motivieren.
Dabei bildet sich die Gefühlswelt bereits sehr früh aus. Alles beginnt mit einem Lächeln zu den Eltern. Mit ihnen bauen Babys bereits sehr früh die wichtigste Beziehung ihres Lebens auf. Daher entscheidet sich bereits in den ersten Lebensjahren, wie man im späteren Leben mit Angst, Wut, Stolz und Freude umgeht.
Babys erlernen jedoch erst mit der Zeit den richtigen Umgang mit der Gefühlswelt. Unterschiedlich empfundene Emotionen müssen den richtigen Gefühlen zugeordnet werden. Die Kinder lernen, wie man diese ausdrückt und wie man die Reaktionen der Umwelt daraufhin richtig einordnet. Ein wichtiger Abschnitt hierbei ist das Kleinkindalter, in dem sich die Kinder mit einer Vielzahl von Gefühlen konfrontiert sehen. Oftmals wissen sie in diesem Alter noch längst nicht alle Gefühle richtig einzuordnen und reagieren daher meisten mit Trotz als eine Notreaktion.
Eltern können jedoch ihren Kindern helfen, in dem sie frühzeitig die Mimik und Körpersprache ihres Babys verstehen erlernen und entsprechend sanft und positiv darauf reagieren. Die Babys können diese Reaktionen in ihr Gefühlskonzept integrieren und sich dadurch emotional weiter entwickeln. Besonders der Mund und das Nuckeln sind Signale für die Stimmung: Wird beispielsweise das Nuckeln langsamer oder schneller, ist dies ein klarer Stimmungswechsel der Kleinen.
Jedoch lernt man als Elternteil schnell und intuitiv, was einem das eigene Kind mitteilen möchte. In der Theorie hört sich alles viel komplizierter an, als es in der Praxis tatsächlich ist. Auch das Mitteilen von Gefühlen dient der Kommunikation, die sich mit der Zeit immer weiter entwickelt.