Gesundheit & Ernährung

Nährwertangaben bei Babynahrung lesen

Eltern wollen ohne Frage nur das Beste für ihr Kind. Sie glauben daran, dass die Industrie für Babys Produkte von hoher Qualität produziert, die die Entwicklung unterstützen und den Bedürfnissen des Babys optimal angepasst sind.  Dies sollte auch für Babynahrung zutreffen. Denn gerade der Übergang von Muttermilch oder Flasche zum Brei ist für Eltern und Kind eine spannende Zeit. So ist es nicht verwunderlich, dass man der Produktwelt für Babynahrung nahezu willenlos erlegen ist. (more…)

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Beikost rechtzeitig zufüttern

Muttermilch ist die beste und gesundeste Ernährung für Babys – diese Tatsache ist mittlerweile unumstritten. Dennoch sollten vollgestillte Kinder nach dem vierten bis spätestens zum sechsten Lebensmonat mit eisenreicher Breinahrung zugefüttert werden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), das der Universität Bonn angegliedert ist.
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Erste Beikost prägt Essverhalten

Über die erste Beikost zerbrechen sich manche Eltern lange den Kopf: Welches Gemüse soll verwendet werden? Besteht ein mögliches Allergierisiko? Kann es zu Blähungen oder anderen Verdauungsproblemen kommen? Dies sind nur einige Fragen, mit denen man sich vor allem beim ersten Kind beschäftigt.

Neue Empfehlungen besagen, dass man dem Kind bereits frühzeitig eine vielseitige, fleisch- sowie glutenhaltige Bei- und Breikost geben sollte. Frühzeitig heißt hierbei ab dem fünften Monat. Diese Empfehlung ist sehr überraschend, da weit verbreitete Ernährungsempfehlungen teilweise in Frage gestellt werden.

Die Vielfalt in der Beikost fördert jedoch die Geschmacksentwicklung. Auch die Akzeptanz neuer Nahrungsmittel und die späteren Essgewohnheiten werden dadurch positiv geprägt. Ein Blick Richtung Frankreich zeigt z.B. das man Babys dort bereits früh mit unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten füttert. Studien haben zudem gezeigt, dass die einseitige Gabe von Monobreien das Allergierisiko nicht senken. Hierzulande wird oftmals mit Möhren-, Pastinaken- oder Kürbisbrei angefangen. Dies führt aber oftmals nur dazu, dass die Kinder sich an die einseitigen Geschmackserlebnisse gewöhnen und später weniger offen für den Gemüse- und Obstverzehr sind.

Unbestreitbar bleibt: Muttermilch ist in den ersten Lebensmonaten das Beste für die kleinen Erdbewohner. Doch irgendwann muss jedes Kind zum “Löffeling” werden. Die neuen Empfehlungen besagen, dass Kinder frühestens ab dem 5. Lebensmonat und spätestens zu Beginn des 7. Lebensmonats Beikost erhalten sollten. Der Grund hierfür liegt darin, dass Muttermilch sehr wenig Eisen enthält. So wird z.B. bei Kindern über dem 2. Lebensjahr der Eisenbedarf zu 90% durch die Beikost gedeckt. Darin zeigt sich bereits, wie wichtig es vor allem für gestillte Kinder ist, täglich fleischhaltige Beikost zu erhalten.

Was viele Eltern leider nicht wissen und/oder vergessen ist, dass jedem Babybrei Rapsöl zugefügt werden sollte. Rapsöl ist eine optimale Quelle von omega-3 Alpha-Linolensäure (ALA).  Dieses wird im Stoffwechsel zu DHA gebildet, wo es wichtige Funktionen übernimmt. Eisen und omega-3 Fettsäuren sind insbesondere bei der kognitiven Entwicklung von Kindern wichtig.

Die neusten Erkenntnisse zeigen ferner, dass Gluten kein Tabu mehr sein sollte. Gluten in der Babynahrung stand bisher unter Verdacht das Risiko von Allergien und Zöliakie zu erhöhen und dauerhaft daran zu erkranken. Gluten sollte man nicht vor dem 4. Lebensmonat verabreichen aber auch nicht später als im 7. Lebensmonat. Um das Risiko für Zölikaie, Typ 1 Diabetes und Weizenallergie zu reduzieren, ist es ratsam Gluten schrittweise ab dem 5. und 6. Lebensmonat einzuführen.

Persönlich kann ich dazu nur sagen, dass wir bei der Einführung  von Beikost ziemlich intuitiv gehandelt haben. Uns war es von Anfang an wichtig, dass unsere Tochter viel probiert, ihren Geschmackssinn ausbildet und ihren Geschmackshorizont stets erweitert. Was ihr absolut nicht schmeckt, braucht sie nicht zu essen. Aber Theorie ist immer die eine Seite, die Praxis die andere. Auch wenn unsere Tochter bereits viel probiert hat, so mag sie dennoch bis heute kaum Obst essen. Ansonsten isst sie eigentlich alles. Und wenn es mal was Neues gibt, dann lautet die Grundregel: probiert werden muss – wenn es dann nicht schmeckt ist das eine andere Sache.

Eltern sollten bei der Gabe von Beikost ihrer Intuition vertrauen. Dabei ist es auch wichtig, dass man die natürliche Neugier der Kleinen befriedigt und sie auch neue Sachen probieren lässt ohne gleich in Panik zu verfallen, dass daraus eine Allergie entstehen könnte. Und verbieten sollte man auch nicht immer alles, denn das Verbotene wird mit dem Alter später immer reizvoller.

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Essen am Familientisch

Irgendwann nähert sich der Zeitpunkt, an dem die Breizeit ihr Ende findet. Die Kleinen werden immer neugieriger und wollen alles probieren. Dies gilt insbesondere für das Essen, was die Eltern zu sich nehmen. Sobald die Kinder mit Krabbeln oder den ersten Schritten unterwegs sind, lassen sie einem kaum noch Ruhe. Viele Eltern bekommen das vor allem während des Essens mit. Man kann keine Mahlzeit mehr einnehmen, ohne dass die Kleinen probieren und mitessen wollen, obwohl sie gerade ihren Brei gegessen haben. Dann ist es an der Zeit die Kinder an den Familientisch und das gemeinsame Essen zu gewöhnen. Spätestens mit einem Jahr und dem Eintritt in das Kleinkindalter sollten die Kinder mit den Eltern am Familientisch speisen. Doch was ändert sich nun?

Zunächst einmal werden aus den vier Breimahlzeiten insgesamt fünf echte Mahlzeiten: Drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittag und Abendbrot) sowie zwei kleine Zwischenmahlzeiten (vormittags und nachmittags).

Zum Frühstück eignet sich für das Kind am besten Müsli. In Naturkostläden und Reformhäusern lassen sich spezielle Kindermüslis finden. Oder das Müsli wird eigenständig aus verschiedenen Zutaten selbst hergestellt, so dass es dem eigenen Geschmack und dem des Kindes entsprechend variiert werden kann. Einige schöne Rezepte für das eigene Müsli finden sich hier. Auf jeden Fall sollte man nicht für eine kleine Portion planen, sondern Müsli in ausreichenden Mengen herstellen. Das fertige Ergebnis voller Nährstoffe und gesunder Zutaten lässt sich wunderbar in Plastikdosen für längere Zeit aufbewahren.

Das Müsli selbst sollte am Morgen gereicht und mit 2-3 EL Joghurt, frischem Obst und etwas Fruchtsaft ohne zusätzlichen Zucker vermischt werden. Ideal hierfür ist Orangensaft aus 100% Fruchtsaft, da das Vitamin C der Orangen die Eisenaufnahme des Getreides verbessern und ausreichend natürliche Süße für die zarten Geschmacksnerven des Kindes dem Müsli so beigefügt sind. Aber es muss nicht immer Müsli sein. Auch eine Scheibe Brot und ein Glas Vollmilch eignen sich zum Ende des 1. Lebensjahres als stärkendes Frühstück. Brotaufstriche lassen sich ebenso wie Müsli wunderbar eigenständig herstellen. Hierfür bietet die Hausfrauenseite genügend Tipps als Anregungen.

Die wichtigste Mahlzeit ist neben dem Frühstück jedoch das Mittagessen. Oftmals kann diese Hauptmahlzeit nicht immer im Kreise der ganzen Familie eingenommen werden. Wichtig ist für das Mittagessen, dass es nicht zu stark gewürzt und zu salzig ist. Weniger ist in diesem Fall deutlich mehr. Wenn man mehrere Kinder zu ernähren hat, die zu unterschiedlichen Zeiten von Kindergarten oder der Schule nach Hause kommen, kann man das Essen später auch zur Not in der Mikrowelle erhitzen. Dies geht schnell und man verhindert, dass Vitamine auf Dauer bei kleiner Flamme auf dem Herd verkochen. Das Essen im Kochtopf oder in der Pfanne, sogar im Backofen auf längere Zeit hin warm zu halten zerstört die Vitamine vom Gemüse.

Auf dem Mittagsplan sollten abwechselnd verschiedene Beilagen stehen: Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hirse oder Getreide. Diese ballaststoffreichen Beilagen sollten mit Gemüse, Fisch und Fleisch kombinert werden. Verschiedene Sorten Fisch, insbesondere Fangfrischer Fisch aus dem Meer, sollten aufgrund des Jodanteils ein bis zwei Mal in der Woche auf dem Speiseplan stehen. Manche Märkte informieren beim Einkauf zusätzlich über die Herkunft des Fisches sowie die Fischereibetriebe. Zusätzlich bieten Zertifikate auf den Verpackungen von Tiefkühlkost für den bewussten Verbraucher genügend Informationen zum Stand der Überfischung. Bei Fleisch und Geflügel liegen die Mengen für die Mahlzeiten bei mindestens ein bis zu drei Mal die Woche. Das Gemüse sollte je nach Saison ausgewählt werden, damit das Kind eine natürliche Abwechslung erhält und gesunde Variationen an Essen kennenlernt. Auch Rohkost in Form von Salaten dürfen dabei als Gemüsebeilage gereicht werden. Am Anfang bietet sich meiner Erfahrung nach für den Start ein frischer Möhrensalat an.

Wer gerne ein Dessert reichen möchte, sollte keinesfalls auf Fertigprodukte zurückgreifen, sondern auf Obst und andere milchfreie Nachspeisen zurückgreifen. Das natürliche Vitamin C hilft auch hier bei der Eisenaufnahme von Fleisch oder Getreide.

Das Abendessen wird in der Regel mit ganzen Familie eingenommen, sofern es die Arbeitszeiten der Eltern gleichermaßen erlauben. Sehr bekannt und altbewährt ist eine Scheibe Brot und ein Glas Milch. Aber es gibt auch Alternativen: Wie wäre es mal mit einem Couscoussalat? Auch ein raffinierter Grießbrei kann für die ganze Familie zu einem Höhepunkt werden. Sehr beliebt bei uns sind auch Tortillas/ Omletts in verschiedenen Variationen. Einen Hauch der spanischen Küche vermitteln wir unserer Tochter dabei ganz einfach mit dem Abendessen. Nur scharf sollte die Küche nicht sein.

Als Zwischenmahlzeit bieten sich frisches Obst, Gemüse oder getreidehaltige Nahrung an. Wenn man mit dem Kind unterwegs ist, bietet sich ein Roggen- oder Dinkelbrötchen an. Obst und Gemüse können mit Joghurt oder Quark angerichtet werden, ansonsten sollte Obst und Gemüse immer in kindergerechter “Knabberform” angeboten werden.

Und zum Abschluss noch ein paar weitere Tipps: Für Brot bietet sich Roggen- oder Dinkelbrot an. Das Brot sollte kein Körnerbrot sein, vielmehr sollte geschrotetes Korn zum Backen verwendet werden. Kleine Kinder können diese Körner ohne ausgeprägte Backenzähne noch nicht zerkleinen und daher schlecht verdauen. Es lohnt sich also auch selbst das Brot zu backen, wenn die kindgerechten Brote beim Bäcker schon vergriffen sind.

Bei der Zubereitung von jeder Mahlzeit sollte man immer bedenken: Auch das Auge isst mit. Was wir als Erwachsene nicht anrühren würden, wollen wir doch auch nicht unserem Nachwuchs anbieten. Brei war aufgrund der zähen Konsistenz eine Ausnahme, das echte Essen, was ich in diesem Artikel vorstellte, sollte auch für das Kind gut aussehen. Die Dekoration eines Tellers zusätzlich zum Brot bietet sich mit Gemüse wie Paprika, Gurke und Petersilie sehr gut an. Warum also nicht mal ein lustiges Gesicht dekorieren?

Wichtig neben dem optischen Eindruck ist jedoch der Geschmack: Das Essen selbst sollte jedem in der Familie schmecken. Man sollte es ausnutzen, das Kinder solange sie klein sind, nahezu alles essen wollen. Mir wurde mal gesagt: Ihr Kind hat 6 Monate lang nur Muttermilch getrunken! Die geschmackliche Abwechslung und die Entdeckung neuer Geschmäcker stehen damit auf der Tagesordnung. Das Kind darf auch ruhig beim Kochen mal das eine oder andere kosten. Es lernt dadurch ein Gefühl für Essen zu entwickeln, wie etwas unverarbeitet und verarbeitet schmeckt. Man sollte nur darauf achten, dass bestimmte rohe Lebensmittel wie Honig, Tomaten, Eier, Fisch oder Fleisch vor allem im ersten Lebensjahr ein Tabu darstellen.

Und für alle, die noch Anregungen brauchen: Es gibt unzählige gute Bücher zum Thema “Kochen für die Familie”. Man kann daraus viele Rezepte auch kombinieren, die Zutaten variieren und so seiner Kreativität freien Lauf lassen. Dadurch kommt immer öfter mal etwas Neues auf den Tisch, bevor man die Familie auf Dauer in ein langweiliges Ritual führt, das zwischen Spaghetti, Würstchen, Hackbraten, Eintopf oder sonstigen schnell erstellten Gerichten um Anerkennung ringt.

Letztendlich bleibt nur noch zu sagen: Das gemeinsame Familienessen macht allen Beteiligten unglaublichen Spass – es ist einfach schön für alle, gemeinsam an einem Tisch zu speisen. Das Essen stellt einen der wenigen Momente dar, die man in der hektischen Zeit zwischen Arbeit, Alltag und Familienleben richtig genießen kann – gemeinsam, ohne Stress und für ein paar Minuten losgelöst von allen anderen Sorgen. :)

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Welches Gemüse für den ersten Brei?

Vor einiger Zeit habe ich ausführlich über das Thema “Der erste Brei” geschrieben. An dieser Stelle möchte ich zusammenfassen, welche Gemüsesorten sich für den ersten Brei eignen.

Allseits bekannt ist der Möhrenbrei. Möhren enthalten viel Beta-Karotin, welches die Vorstufe des Retinols (Vitamin A) darstellt. Möhren enthalten ausserdem Kohlenhydrate in Form von Zucker und Stärke, Eiweiß, Kalium, Calcium, Eisen sowie die Vitamine B1, B2, C und E.

Doch nicht jedes Kind verträgt Möhrenbrei zu Anfang problemlos, da dieser zu Blähungen führen kann. Wenn man also weiß, dass das Kind tendenziell zu Blähungen neigt sollte auf die Alternativen Pastinake oder Kürbis zurück gegriffen werden.

Pastinaken enthalten viele Balaststoffe. Diese regen die Verdauung an. Auch der Kohlehydratanteil ist nicht gerade wenig und lässt sich mit dem der Kartoffeln vergleichen. Ansonsten ist die Pastinake reich an Folsäure, Calcium, Eisen, Kalium, Mangan, Phosphor, Magnesium und Zink.

Der Kürbis ist auch sehr bekömmlich für den ersten Brei. Ähnlich wie die Möhre ist er reich an den Vitaminen A, C und E sowie den Mineralstoffen Calcium, Kalium und Zink. Am Besten greift man zum Hokkaido-Kürbis. Dieser kann komplett gekocht werden. Die harte Schale wird beim Kochen butterweich und man muss nicht viel Zeit und Arbeit in das Schälen investieren.

Und für den Fall, dass es doch zu Blähungen kommen sollte bei der Einführung des Breis hilft es oftmals Birne unterzumischen. Ausreichend zu trinken unterstützt ebenso die Verdauung. Ansonsten ist es sinnvoll ein Schuss Orangensaft unter die einzelnen Portionen zu mischen, da dadurch die Eisenaufnahme erheblich verbessert wird.

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Der zweite Brei

Nach der Einführung des Mittagsbreis, wird es dann irgendwann Zeit, die nächste Flaschen- oder Brustmahlzeit zu ersetzen.

Dabei gibt es die zwei Optionen: entweder wird zuerst der Nachmittagsbrei oder Abendbrei eingeführt. In der Regel sagt man, dass der Abendbrei als zweiter Brei eingeführt werden sollte, damit die Eltern so langsam anfangen können durch zu schlafen.

Der Abendbrei ist ein Milchbrei mit ein wenig Frucht wie z.B. Apfel, Birne, Banane oder Himbeere. Doch mit der Einführung des Abendbreis schläft das Baby nicht automatisch durch, wie vielfach angenommen wird. Wir durften diese Erfahrung selber machen. Unsere Tochter schlief die erste Phase zwar länger durch, wurde aber immer noch regelmäßig nachts um 03.00 Uhr wach. Viele Kinder haben auch nach der Einführung des Abendbreis noch ihren Trinkryhthmus nachts. Und diesen zu überwinden ist gar nicht so einfach und bescherte zumindest uns noch ein paar schlaflose Nächte.

Zunächst sollte man wissen, dass Kinder nach dem 6. Monat erst körperlich als auch geistig soweit sind um zu verstehen, dass sie nachts keine Mahlzeit mehr erwarten können. Das heißt, dass man einem Baby erst dann beibringen kann auf die nächtliche Mahlzeit zu verzichten. Weiterhin gilt dies auch nur für Kinder, die den Abendbrei erhalten oder auch mit der Flasche gefüttert werden. Stillkinder hingegen, die abends noch gestillt werden, dürfen auch nachts noch ihre Mahlzeiten erhalten – auch nach dem 6. Monat, da Muttermilch wesentlich schneller verdaut wird als Brei oder die Flaschenmahlzeit.

Es ist allgemein auch gängig, dass man den Kindern nachts statt der Milch Wasser oder Tee anbietet. Aber auch das ist  problematisch, da das Kind dies als Ersatz zur die nächtliche MIlchmahlzeit verstehen könnte. Und somit ist für die Eltern wieder keine durchschlaf bare Nacht in greifbarer Nähe. Man sollte daher versuchen, dass Kind ohne weiteres zum Weiterschlafen zu bekommen – und das ist schwierig! Denn so ein Zwerg kann in dieser Hinsicht schon einen ziemlichen Dickschädel haben.

Am Besten man sucht sich für dieses Projekt ein ruhiges Wochenende aus. Gerade bei Stillkindern, die abends ihren Brei erhalten, ist es sinnvoll, wenn der Papa nachts die Beruhigung übernimmt. Aber ansonsten muss man als Eltern individuelle Lösungen finden. Gängige Methode ist das Schreien lassen – die leider auch sehr grausam für alle Beteiligten! Wir haben es so gehandhabt, dass wir immer wieder hingegangen sind und unsere Kleine beruhigt haben – aber komplett ohne Schreien ging es bei uns leider auch nicht. Nach 2 Nächten wusste sie dann aber, dass sie nachts keine Mahlzeit mehr erwarten kann. Und die Sache mit dem ganz durchschlafen klappt zumindest manchmal – ansonsten muss nur noch einer hoch von uns einmal nachts und ihr den Schnuller reichen. Aber das Thema gehen wir ein anderes Mal an.

Um die nächtlichen Mahlzeiten komplett weg zu lassen, muss das Kind natürlich auch genug essen, damit der Bauch ordentlich voll ist und gut zu tun hat.

Wer lieber erst den Nachmittagsbrei einführen will, der nimmt hierfür den Getreide-Obst-Brei. Und wann man welchen Brei als zweites einführt, sollte man individuell entscheiden. Denn nicht nur für das Kind ist es eine große Umstellung sondern auch so manches Mal für die Eltern.

Ich bin der Ansicht, dass man damit nicht zu lange warten sollte – zumindest nicht wenn man stillt. Denn irgendwann entwickeln die Kleinen ihren eigenen Willen und fangen explizit an nach der Brust zu verlangen. Und dann wird es noch komplizierter. Bei uns lagen ca. 2 Wochen zwischen der Einführung des ersten und des zweiten Breis. Und unsere Tochter hat dies Gott sei dank doch recht fix akzeptiert und war am Ende schneller abgestillt als ich gedacht hätte, obwohl sie anfänglich eine ziemliche “Brustnärrin” war.

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Der erste Brei

Jedes Elternpaar kommt irgendwann an den Punkt, wo das Baby den ersten Brei bekommen sollte. Der frühste Zeitpunkt ist angeblich der 4. Monat (18. Woche) ab welchem man die Kleinen mit Brei füttern sollte. Ratsamer ist es jedoch bis zum 6. Monat zu warten, da ab diesem Zeitpunkt das Allergierisiko sinkt. Nach dem 6. Monat benötigt das Baby auch neue Reserven, da die Muttermilch alleine die vollständige Versorgung mit den benötigen Nährstoffen sicher stellen kann. Am meisten betroffen ist wohl der Eisenhaushaltes des Babys, wobei der Eisenvorrat wohl zunehmenden aufgebraucht ist zu diesem Zeitpunkt.

Dabei sollte man am besten mit dem Möhrenbrei beginnen. Man kann diesen fertig im Gläschen kaufen oder selber zu bereiten. Wenn man ihn selber kocht, sollte man einen ausreichenden Vorrat anlegen. Dazu nimmt man am besten ca. 500 g Möhren, putzt diese und schneidet sie klein. Die Möhren zunächst in etwas kaltgepresstem Öl kurz garen und dann mit ca. 200 ml Wasser weich kochen. Anschließend fein pürieren und gegebenenfalls noch mit etwas Wasser verdünnen.

Da das Baby anfangs eh nicht mehr als 2-3 Löffelchen essen wird, bietet es sich an zunächst kleine Portionen mit Hilfe eines Eiswürfelbehälters einzufrieren. Man kann dann zum Mittag immer ein Portion entnehmen und mit etwas Apfelsaft noch verdünnen. Der Brei sollte stets im Wasserbad erhitzt und nicht aufgekocht werden.

Nach ca. 2 Wochen kann ein weiteres Lebensmittel hinzugefügt werden. Aus dem Möhrenbrei wird dann in der Regel der Möhren-Kartoffelbrei. Als dritte Zutat wird später dann das Fleisch hinzugefügt.

Und jetzt noch ein paar weitere Tipps zum ersten Brei. Wer weiß, dass sein Baby häufiger Magen-Darm-Probleme hat, kann als Alternative zum Möhrenbrei mit Pastinake anfangen. Dieser soll verträglicher und. allergenarmer sein.

Anfangs kommt es vielleicht zum Löffelstreik. Dann muss man es am nächsten Tag wieder und wieder probieren. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Kind vor dem Essen ausgeschlafen ist, da man sonst ganz wenige Chancen hat, dass das Kind bereit ist was Neues zu probieren, wo es sich auch noch mit “kauen” anstrengen muss. Ich hatte bei den ersten Versuchen auch das Problem doch nach dem unsere Kleine immer ausgeruht war zu der Mittagsmahlzeit ging es wesentlich besser.

Man sagt, dass der Mittagsbrei mit Fleisch und Gemüse am besten zu dieser Tageszeit gegeben werden sollte zu anfang um eben die Verträglichkeit besser beobachten zu können. Später kann man sich auch überlegen den Brei abends zu geben und mit dem Milchbrei zu tauschen, da viele Familien ja mittlerweile auch abends zusammen kochen und essen. Dann kann man für die ganz Kleinen einfach etwas vom Gekochten abnehmen und pürieren.

Ferner sollte man immer erst eine Zutat nach der anderen einführen um die Verträglichkeit mit dem jeweiligen Lebensmittel sicher zu stellen. Wichtig ist auch, dass bei jeder Portion gut ein Esslöffel Öl enthalten ist. In den fertigen Gläschen fehlt das Öl manchmal. Das Öl unterstützt u.a. die Aufnahme von Vitaminen durch den Körper.

Das Kind muss nicht jeden Tag Fleisch im Brei haben. Wie bei Erwachsenen reicht es 3-4 Mal die Woche Brei mit Fleisch zu füttern. Bei der Wahl des Fleisches wurde mir geraten, dass ich dunkles bevorzugen sollte, da dieses mehr Eisen enthält. Es gibt selbstverständlich auch vegetarische Alternativen z.B. mit Hirse oder Hafer. Ich muss dazu sagen, dass ich selber Vegetarierin bin. Dennoch gönne ich meinem Kind für eine gesunde Entwicklung regelmäßig Fleisch. Wenn sie alt genug ist, dann kann sie immer noch entscheiden, ob sie beim Fleisch bleiben will oder nicht, denn diese Entscheidung sollte letztendlich jedem selbst überlassen bleiben.

Prinzipiell koche ich den Brei für unsere kleine Dame selber. Damit weiß ich dann auch was drin ist. Die Fertigbreie unterliegen in Deutschland strengen Kontrollen – kein Frage. Aber wenn man sich mal die Zusammensetzung der meisten Breie ansieht, so enthält ein Großteil Zucker. Beim selber Kochen stelle ich sicher, dass eben nur der natürliche Zucker enthalten ist. Außerdem kann ich meinem Kind echten Geschmack mit einer breiten Variation an Zutaten bieten. Denn im Supermarkt gibt es letztendlich nur Standardprodukte und die meisten Breisorten wiederholen sich am Ende.

Und zum Schluss ganz wichtig: die Mundhygiene nicht vergessen! Entweder mit einem Wattestäbchen den Mund reinigen oder die kleinen Zähnchen schon Mal sanft putzen. Damit die Kinder auch noch lange etwas von ihren “Ersten” haben.

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