Gesundheit & Ernährung

Frühstücken für einen erfolgreichen Start in den Tag

Ein gesundes und ausgewogenes Frühstück ermöglicht einen guten Start in den Tag. Dies betrifft insbesondere die Kinder. Leider frühstückt jedoch jedes zweite Kind in Deutschland nicht gemeinsam mit der Familie und jedes sechste Kind isst vor der Schule gar nichts. Das ist das Ergebniss einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Hierbei wurden 1.000 Personen befragt mit Kindern zwischen sechs und 18 Jahren im Haushalt.

essenNach einer langen Nacht liefert das Frühstück die notwendige Energie für den Tag. In der Schule zeigen sich dann die Konsequenzen: Die Kinder sind weniger aufmerksam und können sich schlechter konzentrieren.

Der häufigste Grund für den Verzicht auf das gemeinsame Frühstück ist Zeitmangel. Ein leerer Magen am frühen Morgen führt aber oftmals zum Heißhunger, welcher sich dann meistens in ungesunden Kalorien niederschlägt. Eltern sollten dabei ihren Kindern stets ein Vorbild sein. Dazu gehört es das Frühstück gemeinsam als Familienritual einzunehmen und nicht mit dem Kaffeebecher in der Hand zur Arbeit zu hetzen.

Die Umfrage zeigte ferner, dass jedes vierte Kind morgens keinen Appetit hat. Eltern sollten ihre Kinder in einem solchen Fall nicht zum Essen zwingen, sondern sie mit Kleinigkeiten wie frischem Obst, einem Glas Milch oder Joghurt langsam daran gewöhnen. Am Wochenende, wo dann mehr Zeit ist, sollten Eltern ihrem Nachwuchs nach Möglichkeit einen abwechslungsreichen Frühstückstisch bieten.

Auf einen richtigen Frühstückstisch gehören neben Milch , Milchprodukten und Saft auch Getreideprodukte, frisches Obst und Gemüse. Ebenso sollten Vollkornbrot, magerer Wurstaufschnitt, selbstgemachter Quarkaufstrich mit Kräutern und Müsli mit Nüssen, Früchten und Rosinen auf dem Tisch stehen. So fördern z.B. die in Haferflocken enthaltenen B-Vitamine die Konzentration und Leistungsfähigkeit und Bananen verbessern mit ihrem hohen Kaliumgehalt die Konzentration. Als Getränke können ferner auch Kräuter- und Früchtetees angeboten werden. Um den Appetit bei den kleinen Frühstücksmuffeln zu fördern, schadet ein wenig Kreativität nicht: So kann man Obst als Obstspieße oder Obstsalat zubereiten, Gemüsestangen mit Dip anbieten oder gemeinsam frisch gebackenes Brot und Brötchen servieren. Bei solchen Köstlichkeiten sagt sicherlich keiner nein. Ideen hierzu lassen sich reichlich finden.

Für ein großes Frühstück ist – wie bereits erwähnt – unter der Woche sicherlich nicht viel Zeit. Dennoch sollte man versuchen, dass Angebot in der Woche vielfältig zu gestalten. Jeden Tag das gleiche Müsli ist für Kinder sicherlich weniger spannend, als mal ein wenig Abwechslung an den Frühstückstisch zu bringen. Persönlich versuchen wir unserer Tochter auch ein abwechslungsreiches Frühstück zu bieten. Sicherlich kommen nicht immer alle Sachen so gut an und an manchen Tagen fehlt schon mal der Hunger. Im letzeren Fall lassen wir das Frühstück für die Kleine etwas länger stehen, damit sie es dann im Laufe des Vormittages zu sich nehmen kann, vorausgesetzt wir sind natürlich zu Hause. Und selbst ein Glas Milch oder Saft ist immerhin besser als gar nichts.

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Die Vorteile des Stillens

Bevor das Kind geboren wird, stellen sich viele Mütter oft die wichtige Frage: Soll ich mein Kind stillen oder nicht?

Das natürliche Stillen bietet gegenüber der Flaschennahrung einige Vorteile. Stillen ist nicht nur praktisch, weil die frische Muttermilch immer in der richtigen Temperatur für das Baby ist. Stillen ist kosteneffizient und man erspart sich den Kauf von teurer Babymilch. Der wesentliche Vorteil gegenüber Fertigpackungen ist die natürliche Eigenschaft der Muttermilch, sich mit der Zeit den gesteigerten Bedürfnissen des Babys anzupassen. Mit dem zunehmenden Wachstum des Babys steigt auch der Fettgehalt der Muttermilch.

Stillen schützt, wie mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesen wurde, vor späterem Übergewicht. Die Ursache hierfür ist, dass gestillte Kinder bereits in den ersten Lebensmonaten einschätzen können, wann sie satt sind. Das Saugen an der Brust ist ein eindeutiges Signal für den Körper der Mutter. Entsprechend signalisiert ein Baby so, welchen Sättigungsgrad sie erreicht haben. Dieser kann von den Müttern später immer genauer gedeutet werden. Diese Fähigkeit, die Sättigung zu erreichen und richtig einzuschätzen, schützt die Kinder später vor Übergewicht.

Bei Flaschennahrung halten sich viele Eltern einfach zu strikt an die Packunsanweisung und die Mindestangaben. Als Eltern lohnt es sich daher auch bei der Fütterung mit der Flasche auf solche Signale des Kindes zu achten.

Idealerweise kommen hier Erfahrungswerte der Mütter im regen Austausch mit dem Kind ins Spiel, so dass die Ernährung immer optimaler wird und das Risiko von Übergewicht weiter sinkt, je länger die Stilldauer ist. Wenn Kinder länger als drei Monate gestillt werden, verringert sich das Risiko von Übergewicht um 50%. Empfohlen wird eine Stilldauer von mindestens sechs Monaten.

Ein weiterer Vorteil der Muttermilch besteht darin, dass sie in ihrer Zusammensetzung optimal den Bedürfnissen des Babys entspricht. Dies ist auch für die Verdauung förderlich. Gestillte Kinder leiden in der Regel seltener an Blähungen oder den berüchtigten Koliken – doch Ausnahmen gibt es immer.

Das Stillen schützt nicht nur vor Krankheiten, Infektionen und senkt das Allergierisiko, auch werden wichtige Antigene der Mutter über die Milch an das Baby weitergegeben. Wenn dieses nun erkrankt, fällt die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger stark aus. Ein Geheimtipp: Ein wenig Muttermilch hilft bei verstopfter Babynase!

Langfristig wirkt sich Stillen auch positiv die Entwicklung der Zungen-, Gaumen- und Gesichtsmuskulatur aus. Die Muskulatur des Babys wird gekräftig und das Stillen verhindert im Gegensatz zum Schnuller Fehlbildungen.

Positiv wirkt sich das Stillen auch auf das Mutter-Kind-Verhältnis aus. Wie Eingangs bereits erwähnt können stillende Mütter die Signale ihre Babys besser deuten. Aber ebenso wirkt sich die innige Zeit und Ruhe, die man beim Stillen miteinander verbring , dauerhaft positiv auf die Beziehung zwischen Mutter und Kind aus.

Doch neben den Vorteilen für die Ernährung des Babys schützt Stillen auch die Mütter vor späterem Übergewicht. Stillen ist selbstverständlich positiv für die Figur – sowohl von Mutter als auch Kind. Bei ausgewogener Ernährung schmelzen die Pfunde nach der Schwangerschaft nur so dahin. Aufpassen sollte man allerdings, wenn man aufhört zu stillen. In diesem Moment muss die Ernährung entsprechend angepasst werden, da man sonst ganz schnell in die Breite wächst.

Natürlich gibt es gute Gründe, warum eine Frau nicht stillen kann oder will. Schließlich ist es jeden selber überlassen, wie das eigene Baby ernährt wird. Manchmal ist Zufüttern aber unabdingbar, wiel nicht jede Frau genug Milch zur gesunden Ernährung des Babys hat. Die Milchbildung hängt im Endeffekt von verschiedenen Faktoren an. Wichtig ist letztendlich immer, dass das Baby gesund und munter ist. Und diesen Zustand können gestillte und nicht-gestillte Kinder bei der richtigen Ernährung und durch die Unterstützung der Eltern erreichen.

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Milchbrei selber zubereiten

Die Variationen an fertigen Milch- und Abendbreis ist schon exotisch und breit gefächert. Doch viele davon zielen wohl eher auf die Geschmäcker der Eltern als auf die der Kinder. Ein Kind welches zum Beispiel noch nie Schokoladen- oder Stracciatellabrei kennengelernt hat, wird nichts vermissen. Daher sollte man gleich die Finger davon lassen.

Besser und einfacher ist es den Abendbrei am Besten selbst zu zubereiten. Beim abendlichen Milchbrei handelt es sich um einen Milch-Getreide-Brei. Alles was man dazu braucht sind also Getreide und Milch. Anfangs sollte man zunächst mit glutenfreiem Getreide anfangen. Gluten ist das das Kleber-Eiweiß, welches in Getreide enthalten ist. Mit der Zeit kann man dann nach und nach glutenhaltiges Getreide einführen um das Verdauungssystem des Kindes daran zu gewöhnen. Die Glutenunverträglichkeit ist auch als Zöliakie bekannt.

Zu den glutenfreien Getreidesorten zählen Polenta/Mais, Quinoa, Couscous, Amarant, Reis/Reisflocken und Hirse/Hirseflocken. Glutenhaltig hingegen sind z.B. Roggen, Weizen, Gerste und Dinkel. Hafer enthält dagegen Gluteline, wird in Deutschland aber bisher auf Grund möglicher Verunreinigungen mit anderem Getreide nicht für eine glutenfreie Ernährung empfohlen.

Und nun zum Rezept:

  • 20 g Getreide (später können auch mal 25 g genommen werden, wenn der Hunger wächst)
  • 200 ml Vollmilch oder auch Säuglingsmilch

Die meisten Empfehlungen besagen, dass Babys bereits 200 ml Vollmilch am Tag vertragen. Wer dennoch sicher gehen möchte kann aber auch weiterhin Säuglingsmilch verwenden. Dazu mischt man am Besten das Pulver mit dem Getreide und kocht es gemeinsam auf. Alternativ kann man auch das Getreide zunächst mit dem Wasser aufkochen und anschließend das Milchpulver unterrühren.

Wie gesagt sollte man zunächst mit glutenfreien Getreide beginnen und dann langsam glutenhaltiges Getreide einführen wie z. B. Grieß (Weizengrieß).

Persönlich mischen wir immer noch ein wenig Obst unter z.B. 4-5 Himbeeren oder 3-4 Erdbeeren. Vitamin C z.B. beim Hirsebrei ermöglicht eine verbesserte Eisenaufnahme. Ansonsten sollte der Milchbrei eigentlich “pur” gefüttert werden, was bei uns problemlos beim Morgenbrei funktioniert.

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Sojamilch fürs Kind?

Sojamilch wird zunehmend eine beliebte Alternative zu Kuhmilch. Doch ist Sojamilch überhaupt für Kinder geeignet? Auch wir haben uns schon Gedanken zu diesem Thema gemacht. Prinzipiell sind derzeit wohl keine Vorteile der Sojamilch gegenüber der Kuhmilch bekannt.

Zunächst sei gesagt, dass Soja-Produkte keinerlei Nebenwirkungen besitzen und zu einer gestörten Sexual- oder neurologischen Entwicklung führen. Befürchtungen solcher Art rühren daher, dass Kritiker eine Gefahr in den hormonähnlichen Inhaltsstoffen von Soja-Produkten sehen. Dennoch ist die genaue Wirkung von Soja noch unzureichend bekannt. Tierversuche besagen jedoch, dass das Pflanzenhormon hochdosiert krebsfördernd bei Neugeborenen wirkt, zu Fruchtbarkeitsstörungen führt die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt.

Daher wird dazu geraten bei Kuhmilch zu bleiben. Ihre Unbedenklichkeit ist über Jahre hinweg wissentschaftlich belegt worden. Auch ihre Nährwerte sind ausreichend bekannt. Die Langzeitwirkung von Sojamilch hingegen scheint noch nicht ausreichend bekannt um sie zumindest Kindern unter 2 Jahren zu geben. Den auch in den aiatischen Ländern werden Sojaprodukte tendenziell den Kindern auch erst nach dem 2. Lebensjahr verabreicht. So schreibt die Süddeutsche Zeitung:

Eltern kontern solche Einwände häufig mit dem Argument, dass Kindern in Japan Tofu und Sojamilch offensichtlich auch nicht schade. Dabei wird übersehen, dass asiatische Eltern nach dem Abstillen auch zu Ersatznahrung auf Kuhmilchbasis greifen. “Die Aufnahme von Isoflavonen in den ersten zwei Lebensjahren ist deshalb dort recht niedrig,” sagt Sabine Kulling, Lebensmittelchemikerin an der Universität Potsdam.

Somit bleibt zu sagen: Kinder ab dem zweiten Lebensjahr dürfen Soja-Produkte zu sich nehmen. Jedoch sollte dies in geringer Menge erfolgen. Der Hauptteil in der Ernährung sollte weiterhin bei Kuhmilchprodukten liegen.

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Thema: Trinken bei Babys

Kinder und Babys brauchen ausreichend zu trinken. Doch was und wie viel sollten Babys trinken? Dies hängt zunächst vom Alter ab. Im ersten halben Jahr erhält ein Baby in der Regel genug Flüssigkeit durch die Stillmahlzeiten bzw. durch die packungsgerechte Gabe an Flaschenmilch.

Jedoch kann es vorkommen, dass Kinder aufgrund von starker Hitze, Fieber oder Durchfall einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat. Bei Stillkindern hilft es oftmals den Säugling einfach etwas häufiger anzulegen. Ansonsten sollte man versuchen, dem Baby Tee oder Wasser zu geben.

Mit Gabe der Beikost erhöht sich die Trinkmenge auf 300-400 ml zusätzlich am Tag. Kleinkinder ab einem Jahr benötigen ca. 600 ml Flüssigkeit. Ab dem ca. dem 2. Lebensjahr und im 3. Lebensjahr beträgt die Trinkmenge um die 700 ml. Aber auch hier gilt, dass bei starker Hitze und Krankheit die benötigte Flüssigkeitsmenge erhöht ist.

Oftmals stellt sich auch die Frage, was Kinder bzw. Babys trinken sollten. Das ideale Getränk für Babys und Kinder ist abgekochtes (Leitungs)Wasser. Es gibt auch spezieller Babywasser zu kaufen, doch in der Regel lohnt sie die Investition nicht und zumindest mit wurde in der Regel davon abgeraten. Aber auch ungesüßter Tee eignet sich für Babys. Hierbei sollte man am besten Kräutertee wählen und ihn dünn aufbrühen. Früchtetee kann hingegen den Zahnschmelz angreifen, da er Fruchtsäuren enthalten kann. Schwarzer Tee ist für Babys vollkommen ungeeignet.

Als ungeeignet gelten in jedem Fall Saft und auch Limonaden-Getränke. Saft enthält versteckte Kalorien und Fruchtzucker. Ein Glas Saft kann gegebenenfalls eine vollwertige Mahlzeit ersetzen, eignet sich aber nicht als dauerhaftes Getränk um den Durst  des Kindes zu stillen. Wenn man dennoch Saft geben möchte, dann sollte ihn man zumindest entsprechend verdünnen und auf die zusätzliche Zahnpflege achten. Auch Limonaden-Getränke enthalten zu viel Kalorien und Zucker und sind für die Baby- und Kinderernährung komplett ungeeignet.

Die Ernährung selbst nimmt ebenfalls Einfluss auf die benötigte Flüssigkeitsmenge. So ist Milch eher als Nahrungsmittel anzusehen und nicht als Getränk. Bestimmte Lebensmittel wie z.B. Melone, Erdbeeren oder Gurken enthalten sehr viel Wasser und wirken sich positiv auf den Flüssigkeitshaushalt des Kindes aus.

Ansonsten gibt es die Faustregel, dass ein Baby ca. 150 ml/kg Körpergewicht trinken sollte. Jedoch sollte 1 Liter am Tag nicht überschritten werden.

Laut einer Pressemeldung von “Baby und Familie” brauchen Babys je nach Alter zwischen 0,2 und 0,5 Liter mehr Flüssigkeit bei Hitze. Die übermäßige Gabe an Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu Krampfanfällen führen.

Unsere Tochter trinkt am liebsten Wasser. Wir haben es auch mit Tee versucht, aber den hat sie nie so richtig angenommen. Ich habe das Teekochen irgendwann auch aufgegeben und ihr stets nur Wasser angeboten. Als Stillkind mochte sie anfangs sowieso nichts außer eben Muttermilch. Mittlerweile sind wir froh darüber, dass Wasser ihr bevorzugtes Getränk ist. Es ist einerseits einfach und andererseits wirkt es sich positiv auf ihre Gesundheit. Am Ende ist es auch eine Frage der Übung und Gewohnheit. Man sollte nur nicht aufgeben und den Kindern immer wieder etwas zu trinken anbieten. Und oftmals müssen die Kleinen in ihrer Spielfreude auch immer wieder mal daran erinnert werden etwas zu trinken.

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Entwicklung & Erziehung, Gesundheit & Ernährung

Der zweite Brei

Nach der Einführung des Mittagsbreis, wird es dann irgendwann Zeit, die nächste Flaschen- oder Brustmahlzeit zu ersetzen.

Dabei gibt es die zwei Optionen: entweder wird zuerst der Nachmittagsbrei oder Abendbrei eingeführt. In der Regel sagt man, dass der Abendbrei als zweiter Brei eingeführt werden sollte, damit die Eltern so langsam anfangen können durch zu schlafen.

Der Abendbrei ist ein Milchbrei mit ein wenig Frucht wie z.B. Apfel, Birne, Banane oder Himbeere. Doch mit der Einführung des Abendbreis schläft das Baby nicht automatisch durch, wie vielfach angenommen wird. Wir durften diese Erfahrung selber machen. Unsere Tochter schlief die erste Phase zwar länger durch, wurde aber immer noch regelmäßig nachts um 03.00 Uhr wach. Viele Kinder haben auch nach der Einführung des Abendbreis noch ihren Trinkryhthmus nachts. Und diesen zu überwinden ist gar nicht so einfach und bescherte zumindest uns noch ein paar schlaflose Nächte.

Zunächst sollte man wissen, dass Kinder nach dem 6. Monat erst körperlich als auch geistig soweit sind um zu verstehen, dass sie nachts keine Mahlzeit mehr erwarten können. Das heißt, dass man einem Baby erst dann beibringen kann auf die nächtliche Mahlzeit zu verzichten. Weiterhin gilt dies auch nur für Kinder, die den Abendbrei erhalten oder auch mit der Flasche gefüttert werden. Stillkinder hingegen, die abends noch gestillt werden, dürfen auch nachts noch ihre Mahlzeiten erhalten – auch nach dem 6. Monat, da Muttermilch wesentlich schneller verdaut wird als Brei oder die Flaschenmahlzeit.

Es ist allgemein auch gängig, dass man den Kindern nachts statt der Milch Wasser oder Tee anbietet. Aber auch das ist  problematisch, da das Kind dies als Ersatz zur die nächtliche MIlchmahlzeit verstehen könnte. Und somit ist für die Eltern wieder keine durchschlaf bare Nacht in greifbarer Nähe. Man sollte daher versuchen, dass Kind ohne weiteres zum Weiterschlafen zu bekommen – und das ist schwierig! Denn so ein Zwerg kann in dieser Hinsicht schon einen ziemlichen Dickschädel haben.

Am Besten man sucht sich für dieses Projekt ein ruhiges Wochenende aus. Gerade bei Stillkindern, die abends ihren Brei erhalten, ist es sinnvoll, wenn der Papa nachts die Beruhigung übernimmt. Aber ansonsten muss man als Eltern individuelle Lösungen finden. Gängige Methode ist das Schreien lassen – die leider auch sehr grausam für alle Beteiligten! Wir haben es so gehandhabt, dass wir immer wieder hingegangen sind und unsere Kleine beruhigt haben – aber komplett ohne Schreien ging es bei uns leider auch nicht. Nach 2 Nächten wusste sie dann aber, dass sie nachts keine Mahlzeit mehr erwarten kann. Und die Sache mit dem ganz durchschlafen klappt zumindest manchmal – ansonsten muss nur noch einer hoch von uns einmal nachts und ihr den Schnuller reichen. Aber das Thema gehen wir ein anderes Mal an.

Um die nächtlichen Mahlzeiten komplett weg zu lassen, muss das Kind natürlich auch genug essen, damit der Bauch ordentlich voll ist und gut zu tun hat.

Wer lieber erst den Nachmittagsbrei einführen will, der nimmt hierfür den Getreide-Obst-Brei. Und wann man welchen Brei als zweites einführt, sollte man individuell entscheiden. Denn nicht nur für das Kind ist es eine große Umstellung sondern auch so manches Mal für die Eltern.

Ich bin der Ansicht, dass man damit nicht zu lange warten sollte – zumindest nicht wenn man stillt. Denn irgendwann entwickeln die Kleinen ihren eigenen Willen und fangen explizit an nach der Brust zu verlangen. Und dann wird es noch komplizierter. Bei uns lagen ca. 2 Wochen zwischen der Einführung des ersten und des zweiten Breis. Und unsere Tochter hat dies Gott sei dank doch recht fix akzeptiert und war am Ende schneller abgestillt als ich gedacht hätte, obwohl sie anfänglich eine ziemliche “Brustnärrin” war.

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