Nido lebt
Bereits zur Markteinführung der Elternzeitschrift “Nido – Wir sind eine Familie” schrieb ich vor etwas mehr als einem Jahr einen Artikel. Wie oft bei neuen Produkten, hatte der neue Printtitel zu dieser Zeit noch eine recht ungewisse Zukunft. Doch das Interesse von mir und meinem Ehemann war geweckt, und wir wollten dieses Magazin für junge Eltern gerne im Auge behalten. Der Nido lag ein gutes Konzept zu Grunde – und mittlerweile kaufen wir die Nido nahezu jeden Monat druckfrisch im Handel, seitdem sich der Verlag Gruner+Jahr dazu entscheiden konnte, die Nido in monatlicher Regelmäßigkeit erscheinen zu lassen.
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Fernsehen stört die Entwicklung
Ein Grundsatz bei uns zu Hause ist, dass der Fernseher in der Gegenwart unserer Tochter nicht läuft. Diese Regel versuchen wir mindestens bis zu ihrem 3. Lebensjahr aufrecht zu erhalten – gerne auch länger. Jedoch werden wir unserer Tochter in der heutigen Gesellschaft das Medium Fernsehen dauerhaft nicht vorenthalten können. Wenn es soweit sein sollte, werden wir sicherlich entsprechende Regeln formulieren und Grenzen setzen. Aber wer weiß, ob das Fernsehen bis dahin seine Relevanz behält bei dem was einem derzeit im deutschen TV geboten wird. Die Qualität lässt ja zu wünschen übrig.
Doch wieso ist auch ein nebenher laufender Fernseher schädlich für das Kind? Es lassen verschiedene Gründe hierfür finden. Zunächst führt er dazu, dass Kleinkinder unkonzentriert werden. Sie beschäftigen sich weniger intensiv und lange mit ihren Spielsachen. Spielen ist jedoch wichtig für die geistige und motorische Entwicklung. Es lernt dadurch Vorgänge besser kennen und die Umwelt besser zu verstehen.
Außerdem kann Fernsehen dazu führen, dass die Kreativität eingeschränkt wird. Es wird sich beim Spielen kaum eigene Rollen ausdenken, sondern das Fernsehen wird ihm dabei Vorbild sein. Jedoch muss ein Kind alleine lernen verschiedene Rollen einzunehmen um seine eigene Individualität auszubilden.
Fernsehen im frühen Kindesalter hat sicherlich auch Einfluss auf das Suchtverhalten später. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft zu “Fernsehjunkies”. Kinder werden schließlich bereits früh geprägt. Ferne sollte man wissen, dass gerade Kinder noch Probleme haben zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.
Wer seinem Kind etwas Gutes tun möchte, sollte daher den Fernsehen auslassen solange die Kinder in der Nähe sind. Und wenn die Kinder mal allein spielen, kann man die Zeit endlich mal anderweitig nutzen: ein Buch oder eine Zeitschrift lesen, selber kreativ werden und basteln oder einfach mal die Ruhe genießen. Damit ist man sicherlich ein wesentlich besseres Vorbild auf Dauer.
1 KommentarSpiegel-Ableger für Kinder
Laut einer Pressemeldung der Zeitschrift w&v scheint nun auch der Spiegel die Zielgruppe Kinder zu entdecken. Man arbeitet wohl an einem Konzept Nachrichten kindergerecht auf zu bereiten.
So haben u.a. bisher die Zeit mit KinderZeit und die deutsche Presseagentur kinderfreundliche Artikel im Angebot. Dies kommt sicherlich nicht von ungefähr. Die Jugend von heute bezieht seine Informationen derzeit zunehmend aus dem Internet. Dadurch verlieren die klassischen Medien zunehmend an neuen jungen Lesern. Doch was ist ein Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag ohne Leser?
Also scheinen die Medienhäuser vorne ansetzen zu wollen – bei der Zielgruppe der Kinder und diese frühzeitig an sich zu binden. Es interessant zu beobachten, wie man sich nach langer Zeit nun endlich zunehmend Gedanken macht dauerhaft neue Leser zu gewinnen. Der eine oder andere Trend wurde ja schon manchmal von den klassischen Medienunternehmen verpasst.
An sich ist der Gedanke, Kinder auch an die klassischen Medien heran zu führen positiv. Es muss schließlich nicht immer der PC sein. Ob und wie fern sich Kinder nun mit ernsteren Themen beschäftigen bleibt letztendlich abzuwarten.
0 KommentareLesen bei Kindern vorne
Die KidsVerbraucherAnalyse 2008, welche das Medien- und Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 13 Jahren untersucht, ist erschienen. Daraus geht hervor, dass trotz der neuen Medien, klassische Freizeitbeschäftigungen bei Kindern und Jugendlichen immer noch gefragt sind.
So geht aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008 (kurz: KidsVA) hervor, dass über 70 Prozent der Kinder angeben ab und an zu nutzen. Die Aktivitäten dabei umfassen spielen und arbeiten. Ungefähr die Hälfte aller Kinder nutzt den Computer auch zum Surfen im Internet. Bei der Untersuchung stellte sich ferner heraus, dass 86 Prozent der Kinder in ihrer Freizeit Zeitschriften lesen und 79 Prozent liest regelmäßig Bücher.
Die Studie befasst sich auch mit der finanziellen Situation der Kinder. So haben Kinder ca. 2,6 Milliarden Euro an Taschengeld und Geldgeschenken zur Verfügung. Investiert wird das Geld in klassische Kinderprodukte wie Süßwaren, Zeitschriften und Eis. Auf den Sparkonten der Kleinen lassen sich weiter 3,8 Milliarden Euro finden. In wie fern eine Beachtung des sozialen Gefälles erfolgte, lässt sich aus der Pressemeldung nicht erkennen.
Trotz aller Medien und neuster Technik bleibt den meisten Kindern unter 10 Jahren ein Handy verwehrt. Und auch die Internetaktivitäten werden trotz aller Freiheiten von den Eltern akribisch beobachtet um die Kinder vor Gefahren im Internet zu schützen. Diese Sorge ist meiner Ansicht nach berechtigt, da Kinder selbst sich nicht den Gefahren bewusst sind. Aber dafür sind ja Eltern da – um die Kinder zu schützen.
Für Interessierte steht die gesamte KidsVA 2008 hier für eine Gebühr von 49,- Euro zum Download bereit. Die Studie ist vor allem für Werbe- und Marketingzwecke relevant.
0 KommentareErgebnisse der Umfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?
Vor einigen Tagen hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass die Zeitschrift Eltern in Zusammenarbeit mit der forsa eine Umfrage zum “Wie geht es Eltern in Deutschland?” durchgeführt hat. Heute wurden nun die Ergebnisse veröffentlicht.
In der veröffentlichten Pressemeldung sind die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Die komplette Studie lässt sich auf der Seite von Eltern.de finden. Erfreulicherweise steht die komplette Umfrage als PDF zum Download zur Verfügung. Mit gut 133 Seiten hat man schon gut was zu lesen – ich werde mir bei Gelegenheit und in einer ruhigen Minute das PDF durchlesen.
Aber nun ein paar Worte zu den wichtigsten Ergebnissen. Im Großen und Ganzen kann ich mich persönlich den Ergebnissen anschließen. Hier ein paar Resultate mit einem kurzen Statement meinerseits zu den wichtigsten Aussagen:
Grund zur Freude: Eltern haben keine Angst vorm Erziehen! – So fanden bei den 18- bis 29-Jährigen 54 Prozent: Erziehungsfragen sind bei uns kein Problem. Wir kommen gut klar!
Auch wir sind in Erziehungsfragen recht entspannt. Wir wissen, was wir von unserem Kind wollen und erwarten können. Wieso sollten wir uns deswegen unnötigen Stress machen? Und einig waren wir uns in Erziehungsfragen bisher auch immer.
Die Mehrheit meint: Kinder sind ein Geschenk – Die große Mehrheit der Eltern hat das gute Gefühl, dass Kinder Bewegung und Fortschritt bedeuten, und fühlt sich dadurch beschenkt. So gaben beinahe zwei Drittel der Eltern an, das Schönste am Leben mit Kindern sei, zu sehen, wie sich die Kinder entwickelten.
Wenn man Kinder hat, ist es doch nahe zu verständlich sich an den kleinen und großen Fortschritten gemeinsam zu erfreuen. Schließlich leisten Kinder erstaunliches! Jeder Fortschritt unserer Tochter begeistert uns und gibt uns Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Kinder zu haben ist Leben pur. Und es ist einfach wunderbar, wenn die Kinder einem etwas Zurückgeben wie Liebe, Zuneigung und Vertrauen.
Das war zu erwarten: Mütter fühlen sich mehr unter Druck als Väter! – 44 Prozent der Mütter wären gern mehr berufstätig – bei guten Betreuungslösungen./ Wenn Oma und Opa weit weg wohnen, fehlt eine wichtige Entlastung.
Wir kennen dieses Problem nur zu gut. Auch ich würde gerne wieder arbeiten – und das auf Teilzeit. Aber in Deutschland ist es schwierig etwas zu finden. Hier könnte die Politik doch mal regulativ eingreifen z.B. durch Steuervergünstigungen und Förderung. Viele Mütter würden gerne Teilzeit arbeiten. Damit kann man immer noch genügend Zeit mit seinen Kindern verbringen und hat dennoch einen sozialen Austausch. Im Gegenzug muss die Betreuung stimmen. Den bei einem Vollzeitjob muss das Gehalt stimmen im Verhältnis zu den Betreuungskosten. Und die Betreuung muss den heutigen Anforderungen gerecht werden. Doch es ist – wie die Umfrage auch zeigt – schwierig eine Betreuung zu finden. Man muss damit vor allem im “Westen” anscheinend viel Glück haben. Wir wären manchmal sehr froh darüber, wenn Oma und Opa in der Nähe wohnen würden – die Kinderbetreuung würde uns auch des Öfteren einen schönen Abend auswärts ermöglichen.
Das ist traurig: Viele fühlen sich finanziell benachteiligt! – 77 Prozent meinen: Schon heute zahlen Familien drauf!/ Die Unzufriedenheit steigt mit der Anzahl der Kinder.
Kinder sind teuer – vor allem wenn sie einen vernünftigen Bildungsweg einschlagen sollen. Die Kosten für ein Studium sind schon immens – wie soll man da bei ständig steigenden Preisen ein zweites Studium finanzieren? Â Um seinem Kind das Beste zu ermöglichen, verzichtet man dann lieber auf ein zweites oder drittes. Â Und ja – man zahlt letztendlich überall drauf. Mal mehr, mal weniger. Ein gutes Beispiel, wo man als Eltern immer drauf zahlt ist eben das Thema Bildung.
Familien haben keine gute Presse! – 65 Prozent ärgern sich über ein schiefes Familienbild in der Öffentlichkeit
Leider gibt es immer wieder schlimme Einzelfälle. Jedoch ist eine Pauschalisierung definitiv falsch. Auch Sendungen wie “Die Supernanny” tragen nicht gerade zu einem positiven Image bei: Nein, nicht alle unsere Kind sind aufsässige, missratene und unerzogene Tyrannen! Nur mal so nebenbei.
0 KommentareUmfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?
Die Zeitschrift Eltern hat bei der forsa eine Umfrage in Auftrag gegeben um zu ermitteln wie das Lebensgefühl von Müttern und Vätern in Deutschland ist. Zentrale Fragen sind dabei laut Pressemeldung:
Sind sie mit der Arbeitsverteilung in ihrer Familie zufrieden? Kommen sie mit der Kindererziehung klar? Haben sie ausreichend Geld? Genug Zeit? Was macht sie glücklich?
Die Ergebnisse sollen am 11. August 2008 in Berlin präsentiert werden. Befragt wurden hierzu über 1.000 Mütter und Väter. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt und hoffe, dass sie etwas bringen und eine realitätsnahe Darstellung wieder spiegeln.
Denn wie sagt die Eltern-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki so schön:
Viele Eltern haben den Eindruck, vor allem als überforderte Problemgruppe wahrgenommen zu werden. Sie fühlen sich enorm unter Druck und zu wenig geschätzt mit dem, was sie tagtäglich leisten.
Als Eltern haben wir auch des Öfteren das Gefühl, dass Außenstehende ohne Kinder es gar nicht nach vollziehen können, welch ein Aufwand so ein Kind. Das dieser sich natürlich lohnt ist selbstverständlich! Aber was nützen Eltern ewige Diskussionen von Politik und Öffentlichkeit, wenn hier doch oftmals an der Realität vorbei diskutiert wird? In Deutschland gibt es noch so einiges an Nachholbedarf. Als Eltern scheint man heutzutage mehr den je den öffentlichen Diskussionen ausgesetzt und man muss oftmals “kämpfen” für das Wohl der Kleinen und der ganzen Familie. Aber leuchtende Kinderaugen, Zuneigung und die Liebe der Kinder sind es einem Wert – und dieses Glück kennt in unserer heutigen Gesellschaft leider nicht jeder…
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