Eltern & Familie

Mehr Wohnraum für Familien

Gerade habe ich auf dem Spiegel einen Artikel gelesen zum Thema “Stadtplanung – Platz für alle“. Die  Thematik kam mir doch sehr bekannt vor.

In großen Städten ist es oftmals sehr schwer für Familien eine zentrale gelegene Wohnung zu finden, die dann auch noch bezahlbar ist. Bei unserer Wohnnungssuche hatten wir einigermaßen Glück. Gerne hätten wir auch etwas genommen, was mehr Richtung Innenstadt gelegen hätte. Doch in Köln ist es für Familien anscheinend schon ein Kunsstück überhaupt etwas zu finden, was von der Größe her angemessen ist und dann auch noch bezahlbar.

Es mangelt den Städten an vernünftigen Wohnraum für Familien. Doch selbst wenn es Wohnungen gibt, die für Familien geeignet wären, bedeutet dies nicht automatisch, dass der Vermieter die Wohnung überhaupt einer Familie überlässt. Mittlerweile habe ich oft genug aus dem Bekanntenkreis gehört, dass sie von Vermietern abgelehnt worden sind, weil sie ein Kind hätten. Da werden Zimmer lieber einzeln vermietet an WGs um mehr Geld zu verdienen oder einfach an Singles und Paare ohne Kinder um die Ruhe zu wahren. Dies ist in meinen Augen schon ein echtes Armutszeugnis für Deutschland in Sachen Kinderfreundlichkeit.

Für Eltern ist es sowieso schon oftmals schwer bei all den Kosten sich überhaupt eine größere WOhnung zu leisten – den mehr Wohnraum kostet mehr. Und man kann einer Familie mit 1 oder 2 Kindern dauerhaft keine 2-Zimmer-Wohnung zumuten. Denn auch die Kinder brauchen irgendwann einen Raum für sich um sich zurück zu ziehen können.

Vielleicht wäre dies auch mal ein sinnvoller Ansatzpunkt für die Politik um Familien besser zu unterstützen. Nicht nur zentrumsnahe, familienfreundliche Wohnungen sind wichtig. Sondern sie müssen auch bezahlbar sein und Familien müssten nicht abgewiesen werden dürfen durch den Vermieter mit der Begründung, dass sie Kinder hätten. Den irgendwo stimmen hier die Verhältnisse nicht.

Und damals schien Kinderlärm und -lachen in der Nachbarschaft etwas Schönes zu sein, etwas das zu jedem Haus dazu gehörte – heute fühlen sich viele Leute leider einfach nur genervt davon. Und man muss seinen Kindern ständig beibringen ruhig zu sein. Doch Kinder sollten Kinder sein dürfen und dazu gehört eben auch, dass sie toben und sich ausdrücken.

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Allgemein, Eltern & Familie

Kindergelderhöhung naht

Der Kampf um die Familien vor der nächsten Bundestagswahl ist eröffnet. Den verschiedenen Medien ist heute zu entnehmen, dass die Parteien sich auf ihren Sitzungen sich dem Thema Familie und Kindergelderhöhung angenommen haben.

So fordert die CDU/CSU eine Erhöhung des Kindergeldes sowie des Kinderfreibetrages. Die Regelungen sollen bereits zum 01. Januar 2009 greifen. Die letzte Erhöhung gab es vor 6 1/2 Jahren und ist angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten dringend notwendig. Die CDU/CSU ist darum bemüht das Nettoeinkommen von Familien zu erhöhen.

Die SPD hingegen setzt auf ein 10-Punkte-Programm zur Bekämpfung der Kinderarmmut in Deutschland. Hierbei soll u.a. ein Pauschalbetrag eingeführt werden, der an Stelle des bisherigen Kinderfreibetrages stehen soll. Weitere Maßnahmen umfassen eine Förderung der ganztägigen Kinderbetreuung, kostenlose Mittagessen und Schulbücher für Bedürftige sowie eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule.

Bleibt zu hoffen, dass die große Koalition sich schnellstmöglich einigt und sich nicht auf Kosten der Kleinsten sowie Familien wieder ewig streitet. Bei anderen Themen wie z.B. Diätenerhöhungen wird man sich ja schließlich auch schnell einig und hier ist die letzte Erhöhung keine 6 1/2 Jahre her, was sich schon ein Armutszeugnis unserer Bundesregierung darstellt…

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