Der erste Spaziergang mit Säugling
Das Baby hat endlich das Licht der Welt erblickt und der Kinderwagen wartet auf seinen ersten Einsatz nach dem Verlassen des Krankenhauses. Frisch gebackene Eltern erleben den ersten Spaziergang mit ihrem jüngsten Sprößling als aufregenden und spannenden Moment. Vor diesem ersten Spaziergang stellt sich die Frage nach der Kleidung. Was soll das Baby eigentlich anziehen? Der kleine Racker soll weder frieren noch überhitzen – also nicht zu dünn oder zu dick angezogen sein.
Spaziergänge sorgen nicht nur für einen gesunden Schlaf des Kindes, sondern stärken gleichzeitig das Immunsystem des Säuglings. In jedem Fall hilft es dem Baby, ihm eine Mütze aufzusetzen. Neugeborene verlieren einen Großteil ihrer Wärme über den Kopf. Wenn die Haarpracht noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, bietet sich je nach Jahreszeit ein einfaches Baumwollmützchen oder eine dickere Wollmütze an. Bei einer Kopfbedeckung sollte man es auch belassen, also niemals zwei Mützen gleichzeitig aufziehen oder noch ein Tuch um den Kopf wickeln. Die Überhitzungsgefahr für das Baby steigt damit sehr schnell an.
Für die restliche Bekleidung gilt ein einfaches Prinzip. Neugeborene Kinder sollten immer etwas wärmer angezogen sein als man selbst. Säuglinge sind noch nicht in der Lage, ihre eigene Körpertemperatur und die Wärme optimal zu regulieren. Auch durch zu warme Bekleidung können sie leicht überhitzen. Genauso schnell kühlen Säuglinge aber auch aus. Um eine Unterkühlung zu vermeiden und das Baby richtig anzuziehen, eignet sich vor allem in den ersten Lebensmonaten ein Body. Dieses Kleidungsstück sollte als unterste Schicht auf der Haut getragen werden, natürlich auch im Hochsommer. Darüber kommen Shirts oder Strampler und die Jacken im Winter. Im Sommer darf ein Baby auch über dem Body ein Hemd und eine kurze Hose tragen. Söckchen sollten niemals vergessen werden, aber bei Temperaturen über 25°C braucht man seinen Kindern keine Schweißfüsschen erzwingen und darf auf die dicken Söckchen verzichten. Dünne Strümpfe oder auch einmal barfuß im Kinderwagen liegen können entspannend wirken. Bei heißen Temperaturen sollte man unbedingt darauf achten, dass das Kind nicht im eigenen Schweiß baden muss.
Um zu ermitteln, ob das Kind optimal angezogen ist, bedient man sich eines einfachen Tests. Eltern sollten ihrem Baby einen Finger in den Nacken legen und so die Temperatur direkt über die Haut prüfen. Ist der Nacken warm und trocken, ist das Baby optimal angezogen. Ebenfalls hilfreich ist ein Blick auf sich selbst, um dann Rückschlüsse auf die Kleidung des Babys zu ziehen. Im Hochsommer laufen wir Erwachsene auch nicht mit einer dicken Wolljacke umher. Warum sollte das eigene Kind sich diese Qual in der Hitze antun? Ein dünnes Jäckchen ist eher angebracht – und bei entsprechenden Temperaturen natürlich auch kurze Kleidung.
Das ein Baby nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden sollte, sollte einem bereits der gesunde Menschenverstand sagen. Ein Neugeborenes hat noch eine dünne, sehr empfindliche Haut. Kurze T-Shirts und Hosen sollten auch gleichzeitig einen gewissen Schutz vor den Sonnenstrahlen bietet. Trotz aller Angst vor der Sonne bietet vornehmlich indirektes Sonnenlicht den Vorteil, dass Säuglinge ausreichend Vitamin D bilden können. Dieses ist sehr wichtig für den Knochenaufbau und den Abbau der Gelbsucht von Säuglingen.
Ferner sollten Eltern bei Babys auf die Anwendung von Sonnenschutzmitteln im ersten Lebensjahr verzichten. Babys können in diesem Alter noch nicht richtig schwitzen. Die Sonnencreme auf der Haut erschwert zudem die Schweißbildung, weil die Creme wie ein Schutzfilm auf der Haut liegt und die Schweißporen abdeckt. Anderseits enthalten Sonnencremes relativ viele chemische Stoffe, die über die Haut aufgenommen werden können. Im Verhältnis gesehen kommt es am Ende dazu, dass Babys mehr Chemikalien aufnehmen könnten als Erwachsene. Jedoch müssen Eltern nicht sofort panisch reagieren, wenn der Nachwuchs doch mal ein bis zwei Sonnenstrahlen ab bekommt.
Gegen die Sonne werden Kinder am Besten durch entsprechende Kleidung geschützt. Ein Verdeck oder ein Sonnensegel, aber auch ein Sonnenschirm helfen beim Spaziergang an der Sonne. Dabei sollten Eltern aber niemals die Kraft der Sonne unterschätzen. Auch in den unterschiedlichen Jahreszeiten scheint die Sonne sehr stark, aber erwachsene Menschen nehmen die Wärme in kälteren Moanten nicht so intensiv wahr wie kleine Kinder. Ein bedeckter Himmel ist noch kein Garant dafür, dass kein Sonnenbrand entsteht. Also das Einschmieren der Arme, Beine, Füße, Hände sowie Gesicht, Hals und Nacken mit entsprechend hochwertiger Sonnencreme ab dem richtigen Alter der Kinder bitte nicht vergessen – und vorher das Kind gut vor der Sonne schützen.
Für das Wohlbefinden unserer Kleinen sollten Eltern je nach Jahreszeit und Wohnort zusätzlich an einen entsprecheden Insektenschutz denken. Ein Moskitonetz für den Kinderwagen wirkt wahre Wunder, um die kleinen Plagegeister von der zarten Babyhaut fernzuhalten. Finger weg heißt es von Insektenschutzmitteln. Diese enthalten auch viel Chemie, was der empfindlichen Babyhaut nicht gut tut. Zwar sind Insektenschutzmittel relativ harmlos für uns Meschen, stellen aber immer ein tödliches Gift für die Insekten dar. Eine gesunde und ökologische Alternative ist die Verwendung von natürlichen Düften, wie z.B. Zitronen- oder Limettenduft, aber auch verschiedene ätherischer Öle. Diese sollten bei Säuglingen nicht auf der Haut, aber vielleicht als kleines Duftpäckchen dezent am Kinderwagen befestigt werden.
Bleibt nun noch die Frage, womit es rausgehen soll? Die Optionen hier sind entweder der klassische Kinderwagen oder die Tragehilfe. Sicherlich stellt diese Frage im Grunde genommen nur eine Geschmackssache dar, andererseits bedeutet dies auch eine Frage des “Handlings”. Wenn die Großeltern oder der Papa bei dem Spaziergang mit von der Partie sind, kann ein Kinderwagen schnell getauscht werden – und alle haben etwas vom Spaziergang. Bei Kinderwagen sollte auch tatsächlich die entsprechende Liegewanne genutzt werden und nicht die Auto-Babyschale als feste Halterung für das Kind! Eine Tragehilfe ermöglicht eine starke Bindung zum Träger und einen klaren Vorteil gegenüber jedem Kinderwagen, weil das Baby fast den direkten Körperkontakt mit seiner Bezugsperson hält. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Kleine durch das Geschaukel so oder so einschlafen – und die Eltern haben einige ruhige Minuten unter dem freien Himmel für sich selbst. Und ganz ehrlich: Nach einer langen Schwangerschaft tut selbst der Mutter die Bewegung mehr als gut. Die frische Luft tut dabei ihr übriges für die ganze Familie.
0 KommentareBabys Haut sanft pflegen
Für die Pflege der Haut von Babys gilt zunächst der Grundsatz: weniger ist mehr. Die Haut von Babys ist fünfmal dünner als die Haut von Erwachsenen. Deshalb ist sie wesentlich empfindlicher als die von Erwachsenen. Besonders die Haut von Neugeborenen hat der Umwelt kaum etwas entgegenzusetzen.
Die Pflege der Haut ist daher sehr wichtig. Dies betrifft auch die richtige Auswahl der Pflegeprodukte, die verschiedenen Ansprüchen gerecht werden müssen. Einerseits müssen sie die unausgereifte Schutzfunktion unterstützen. Andererseits dürfen sie die Haut weder reizen noch Allergien auslösen. In Babypflegeprodukte gehören daher nur eine Auswahl an Schutz- und Pflegestoffen. Synthetische Konservierungsstoffe, Paraffine, Farbstoffe, PEG-Emulgatoren und künstliche Duftstoffe sollten nicht enthalten sein, da sie als potenzielle Allergieauslöser gelten.
Die Haut von Babys und Kleinkindern neigt schnell zur Trockenheit, da der natürliche, schützende Fettfilm der Haut bei ihnen noch nicht vollständig entwickelt ist. Daher sollte die Hauptaufgabe von Babypflegeprodukten sein, dass sie die Feuchtigkeit binden, um die Haut geschmeidig zu halten und sie vor Rissen zu bewahren. Im Windelbereich hingegen sollte man die Haut beruhigen, wenn sie gereizt ist. Dies gilt aber auch für andere gereizte Regionen.
Das Gesicht und die Hände bedürfen hingegen einer zusätzlichen Pflege. Bei Kälte, Sonne und Wind müssen sie gegen das Austrocknen geschützt werden. Es bietet sich an pflanzliche Öle wie Sonnenblumenöl oder Sheabutter zu benutzen. Diese dringen tief in die Haut ein und helfen bei der Regulation des Feuchtigkeitshaushaltes. Sheabutter enthält von Natur aus Haut beruhigende und schützende Substanzen wie Allantoin, Karotin und Vitamin E. Es ist ratsam auf das DHA-Siegel zu achten. Diese Produkte wurden von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. getestet und haben ein geringeres Risiko, dass sie Allergien auslösen.
Bei der Pflege sollte man bedenken, dass die Haut nicht nur eine Schutzhülle darstellt, sondern auch ein Sinnesorgan ist. Nach der Geburt sind Berührungen, Kälte und Wärme meist das erste, was Babys erfahren. Gerade Berührungen von den Eltern sind wichtig für die Kleinen. Sie bilden die Grundlage für eine gute Beziehung zwischen Kindern und Eltern. Durch die tägliche Pflege wird dieser Kontakt unterstützt. Man kann die Pflege intensivieren, in dem man gezielt einfache Massagegriffe mit einbringt. Eine einfache Anleitung lässt sich hier (PDF) finden.
0 KommentareWas tun bei wundem Babypopo?
Ein wunder Babypopo ist der Alptraum aller Eltern und Babys. Leider kann dieser schneller auftreten als einem lieb ist. Auch wir mussten da durch und waren trotz aller Tipps und Informationen die wir dazu hatten irgendwie ratlos. Schuld waren bei uns die Zähne, weil Babys dann Durchfall bekommen können und die Ausscheidungen selbst wohl recht säurehaltig sein sollen.
Durch die Windeln insbesondere Wegwerfwindeln entwickelt sich ein feucht-warm Klima. Angesichts der Tatsache, dass die Windeln dicht sind, ist dies nicht gerade verwunderlich. Zunächst einmal heisst es dann: häufig wickeln. Dabei sollte man darauf achten, dass Babys bei der Anwendung von Feuchttüchern oder Lappen sehr empfindlich sind. Schließlich ist die Haut gereizt und das schmerzt natürlich. Beim Reinigungen empfiehlt es sich generell einen Lappen und Wasser zu benutzen. Feuchttücher enthalten trotz allem Stoffe, die die Haut in der Regel zusätzlich reizen. Bei hartnäckigen Resten können pflanzliche Öle dabei helfen, diese sanft zu entfernen.
Anschließend muss der Po getrocknet werden. Dazu kann man ihn vorsichtig abtupfen. Ein anderes beliebtes Hilfsmittel ist der Föhn. Hierbei muss aber darauf geachtet werden, dass dieser weder zu heiß ist noch dass das Kind ihn anpinkeln kann. Die Gefahr besteht vor allem bei Jungs. Es empfiehlt sich die Kleinen auf den Bauch oder zumindest in die Seitenlage zu legen.
Wir haben unsere Tochter in Zeiten von Wundheit auch viel ohne Windeln strampeln lassen. Eine Stoffwindel und eine Betteinlage unterm Po haben dabei immer das Schlimmste verhindert. Windelfreie Zeiten helfen auch viel bei einem wunden Po.
Ein Allheil-Mittel bei wundem Po ist wohl angeblich auch hier die Muttermilch. Es werden auch zinkhaltige Salben empfohlen. Bei Wegwerfwindeln gibt es dann nur das Problem, dass diese nicht mehr atmungsaktiv sind, da Salben die Poren verstopfen können. Aber auch prinzipiell zu dick aufgetragene Cremes verhindern, dass die eigne Babyhaut nicht richtig atmen kann und dadurch ein feuchtes Klima entsteht.
Und was haben wir sonst noch unternommen gegen den wunden Po? Mir wurde neben der windelfreien Zeit Heilwolle empfohlen. Diese hat bei uns Wunder bewirkt. Nach 2-3 Tagen haben wir damit den wunden Po unserer Tochter jedes Mal ruckzuck weg bekommen. Und die Investition in Heilwolle lohnt sich allemal, da sie zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden kann. Der Vorteil an Heilwolle ist, dass sie recht fetthaltig ist und dadurch den Babypo sozusagen “schmiert” ohne Poren zu verstopfen.
Und in besonders extremen Fällen hilft nur  noch der Gang zum Kinderarzt.
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