Gütesiegel für Kinderkliniken
Mit hoher Wahrscheinlichkeit landet irgendwann mal jedes Kind im Krankenhaus: Sei es wegen eines Bruchs, dem Blinddarm oder wegen einer akuten Infektion. Die Gründe dafür können vielfältig sein.
Dabei möchte man Eltern, dass sein Kind optimal behandelt wird. Optimal heißt in diesem Fall auch, dass die Kinder kindgerecht behandelt werden. Dazu gehört eine entsprechende Ausstattung sowie Geduld und Spaß daran mit den Kindern zu arbeiten.
Doch bisher ist es nicht so einfach eine gute Kinderklinik von einer weniger guten zu unterscheiden. Seit kurzem gibt es jedoch ein Gütesigel für Kinderkliniken, damit Eltern entsprechende Kinderabteilungen besser erkennen können. Das Gütesiegel “Ausgezeichnet für Kinder”, welches für medizinische Kinderabteilungen vergeben wird, wird von der Gesellschaft für Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. erteilt. Bisher haben es 181 Kinderkliniken erhalten.
Doch was müssen die Kliniken tun, damit sie dieses Gütesiegel erhalten? Zunächst müssen diese Kliniken über ausreichend Fachärzte verfügen. Außerdem wird ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst vorausgesetzt. Ebenso muss die Klinik über ausgebildete Kinderkrankenschwestern und -pfleger verfügen.
Diese Anforderungen werden jedoch noch ergänzt. So muss ein psychosoziales Team aus Erziehern und Sozialpädagogen zur Verfügung stehen. Auch ein Spielzimmer sowie Weglaufschutz und Zugangskontrollen sollten vorhanden sein, um den Anforderungen des Gütesiegels gerecht zu werden.
Das Siegel ist dabei zwei Jahre gültig. Anschließend erfolgt eine erneute Kontrolle, wodurch die Aktualität gewährleistet wird. Den gerade im medizinischen Bereich sind zwei Jahre schon eine lange Zeit. Die bereits zertifizierten Kinderkliniken kann man sich hier ansehen.
Leider ist Köln darauf noch nicht verzeichnet, was ich von einer so großen Stadt schon erwartet hätte, zumal viele Kompetenzen hier zusammenlaufen müssten. Vielleicht folgt die Zertifizierung auch bald – wünschenswert ist es auf jeden Fall. Schließlich möchte man sein Kind in guten, qualifizierten Händen wissen.
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Kinder toben gerne und viel. Da sind Unfälle vorprogrammiert, die auch mal mit schwereren Verletzungen einhergehen können wie z.B. einer Gehirnerschütterung. Hierbei reicht sogar schon ein ungünstiger Sturz vom Klettergerüst oder vom Fahrrad.
Nach einem Sturz sollte man sich einen schnellen Überblick über die Lage verschaffen: Ist der Gestürzte ansprechbar? Hat er eine Wunde am Kopf oder weist er sonstige Verletzungen auf? Gibt es Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen?
Bei kleineren Kindern, die noch nicht sprechen können, ist die Beobachtung wichtig. Entscheidend sind hierbei die ersten 24 Stunden, den in dieser Zeit treten die entscheidend Symptome in der Regel auf. In jedem Fall ist es wichtig, dass man nach einem schwerwiegenden Sturz einen Arzt aufsucht. Dieser kann dann am ehesten feststellen in wie fern Verletzungen vorliegen oder nicht. Gerade bei kleinen Kindern ist dies wichtig zumal auch innere Organe wie eben das Gehirn betroffen sein können.
Liegt nun eine Gehirnerschütterung vor, müssen bei Kindern strengere Regeln beachtet werden als bei Erwachsenen. Kinder brauchen nach einer Gehirnerschütterung absolute Ruhe. Diese bedeutet, dass sich das Kind weder körperlich noch geistig anstrengen darf. Aber auch einfache Tätigkeiten sollten unterlassen werden, da dies der Regeneration schadet.
Es gilt also absolute Ruhe und keinerlei Anstrengungen zu vollziehen. Persönlich hatte unsere Tochter – kleinerer Stürze zum Trotz – noch keine Gehirnerschütterung erlitten. Doch irgendwann kann es einen doch mal treffen, selbst wenn es nur ein kleiner Sturz ist. In einem solchen Fall ist es wichtig schnell und adäquat zu reagieren sowie die entsprechende Regeneration anschließend zu unterstützen.
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Der Frühling erwacht und überall in der Natur blüht und grünt es. Das verleitet nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Pflücken und Probieren. Besonders Kinder im Krabbelalter und Kleinkinder sind gefährdet, weil sie ihre Umwelt oftmals gerne auch mit Hilfe des Mundes entdecken. Das ist nicht ganz ungefährlich, wenn es sich dabei um eine giftige Pflanze handelt. Eltern sollten daher stets darauf achten, mit welchen Pflanzen die Kleinen in Kontakt kommen.
Vor allem Familien mit einem Garten sollten sich vor dem Pflanzen informieren, welche Pflanzen in den Garten gehören und welche man besser meiden sollte. Bereits kleine Mengen an Gift können zu schweren Vergiftungen bei Kindern führen. Nachfolgend eine Liste der giftigsten Pflanzen und den davon betroffenen Pflanzenteilen:
- Blauer und gelber Eisenhut: Wirksamte heimische Giftpflanze, giftig sind vor allem die Samen sowie die Wurzeln.
- Bilsenkraut: Hier sind alle Pflanzenteile giftig.
- Engelstrompete: Hier sind ebenfalls alle Pflanzenteile giftig.
- Gemeine Eibe: Äußerst giftig sind bei der Gemeinen Eibe verzehrte und gekaute Nadeln, Zweige und Samen. Das rote Fruchtfleisch der Scheinbeere ist ungiftig. Keine Gefahr besteht bei nur wenigen, unzerkauten Beeren.
- Goldregen: Giftig sind alle Pflanzenteile, wobei die höchste Giftkonzentration sich in den reifen Samen befindet.
- Herbstzeitlose: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Samen. Die Herbzeitlose ist leicht zu verwechseln mit Krokus und Bärlauch.
- Oleander/Rosenlorbeer: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Blätter.
- Rizinus/Wunderbaum: Giftig sind die Samen, vor allem wenn sie unzerkaut sind.
- Stechapfel: Alle Pflanzenteile sind giftig.
- Tollkirsche: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Früchte. Das Gift ist hochwirksam.
Doch wie erkennt man eine mögliche Vergiftung und wie sollte man reagieren? Allgemeine Vergiftungsanzeichen bei Kindern sind:
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- plötzlich auftretende Schmerzen im Bauch
- Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
- Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
- Atemstörung, Atemstillstand und/oder Herzstillstand
Falls Kinder Gift zu sich genommen haben, sollte man versuchen es zu entfernen (z.B. mit Medizinkohle, die das Gift bindet und ausgeschieden wird) oder zu verdünnen. Dafür lässt man die Kinder am Besten Wasser trinken. In solchen Momenten sollte man die Kinder ferner beruhigen und nicht mit ihnen schimpfen. Dies hilft bei der Suche nach dem, was die Kinder gegessen haben, falls man es selber nicht beobachtet hat. Auch eine Kontrolle der Vitalfunktionen gehört dazu. Wenn diese nicht vorhanden sind, sollte unverzüglich der Notruf veranlasst werden. Der Notarzt hilft in der Regel besser als jede Hausapotheke.
Solange die Vitalfunktionen alle in Ordnung sind, kann man zunächst die Giftnotzentrale in der Region anrufen. Am besten speichern Eltern sich die Nummer vorsorglich im Handy ab, um im Notfall sofort anrufen zu können. Wichtig ist aber, dass die Eltern wissen, was die Kinder zu sich genommen haben. Die Giftnotzentrale wird den Eltern dann raten, was zu tun ist und welche Gefahren bestehen. Und im Zweifelsfall schadet das Nachfragen nicht, denn schließlich geht es um die Gesundheit und das Leben von Kindern.
Wer mehr zu diesem Thema erfahren will kann sich z.B. bei Das sichere Haus eine entsprechende Broschüre bestellen.
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