Entwicklung & Erziehung

Einfluss von Medien auf Gewaltbereitschaft

Medien haben, wie bereits hier erwähnt, einen starken Einfluss auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Eine neue Studie von dem Münchener Schulpsychologen Dr. Werner Hopf zeigt nun, dass Computerspiele als stärkster Risikofaktor für Jugendkriminalität gelten. Gewalttätige PC-Spiele stehen noch vor entsprechenden Fernsehsendungen und Horrorfilmen.

Die Ursachen hierfür versucht eine Langzeituntersuchung der Universität Potsdam herauszufinden. Eine Ursache ist meiner Ansicht eben gerade das Problem, dass Fiktion und Realität schwer für die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu unterscheiden sind. Doch sicherlich spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, die zu einem entsprechenden Aggressionspotential führen.

Problematisch an der Sache sind zum Teil auch die so genannten “Multiplayer Games” oder auch “Online-Spiele”, die ein Suchtpotential entwickeln können. Hierbei kann man mit dem Spielen oftmals nicht einfach zwischendurch aufhören und später fortfahren. Daher fühlen sich die Betroffenen oftmals schnell gestört dabei und zeigen bereits erste Ansätze von genervt sein und reagieren bereits entsprechend aggressiv.

Wie sich die Ergebnisse und die gesamte Thematik zukünftig auf die Hersteller von Computerspielen auswirkten, wird sich zeigen. Es würde zudem sicherlich nicht schaden, wenn auch solche Themen in der Schule diskutiert werden. Über das Thema Computer und PC-Spiele kann sicherlich auch bereits im Kindergarten mit den Kleinsten gesprochen werden. Denn es gibt bereits PC-Spiele für die Kleinsten, die sich dauerhaft eben durch neue Spiele steigern wollen. Und der Grundstein zur Sucht wird früh gelegt. Mit dem PC ist es mittlerweile wie mit dem Fernsehen.

Quelle: Presseportal

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