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Unproportionale Kinder

Beim prüfenden Blick auf unser Baby fiel meinem Mann kürzlich auf, wie unproportioniert der Kleine im Vergleich zu unserer Tochter noch ist. An diese Erkenntnis, dass ein Baby wirklich anders gebaut ist als Kleinkinder und natürlich Erwachsene, müssen sich Eltern gewöhnen. Auch wenn mit dem Eintritt in das zweite Lebensjahr das so genannte Längenwachstum einsetzt, so erleben Kinder und Jugendliche immer wieder Phasen, in denen ihr Körperbau eine gewisse “Unproportioniertheit” vorweist.

Diese wachstumsbedingte Anpassungen der Körpergröße sind jedoch kein Grund zur Besorgnis. Kinder fangen bereits nach dem ersten Lebensjahr an, wesentlich proportionierter zu wirken. Zunächst verändert sich der Bauchbereich und das Baby wächst in die Länge. Dies ist wichtig für die menschliche Entwicklung, um entsprechende Bewegungen zu erlernen und diese gut koordiniert durchzuführen. Der kleine Babybauch verschwindet zunehmend, ebenso wie die kleinen Babyspeckfältchen, was zusätzlich durch die Fähigkeit des Laufens unterstützt wird.

In diesen Wachstumsphasen kommt es auch häufig dazu, dass z.B. Füße und Hände schneller wachsen als Beine und Arme. Dies wird vor allem bei Jugendlichen sichtbar, die dann oftmals recht tollpatschig wirken und größere Schuhe tragen. Jedoch holen Arme und Beine oftmals recht schnell auf. Es ist also nur eine Frage der Zeit.

Das Wachstum von Kinder entwickelt sich somit insgesamt unproportional und nicht gleichzeitig, wie man es erwarten würde. Erstaunlich ist dabei, dass der Schädel bereits mit vier oder fünf Jahren bereits seine Endgröße erreicht hat, wobei sich jedoch die anderen Bereiche des Kopfes noch weiter entwickeln. Aber wenn man bedenkt, dass Babys im Verhältnis gesehen mit einem großen Kopf geboren werden, muss dieser sich irgendwann dem Wachstum des restlichen Körpers anpassen.

Und wer sich dafür interessiert, wie groß seine Kinder in etwa werden: Man addiere die Körpergröße der Eltern und teilt sie anschließend durch zwei. Bei Mädchen zieht man sechs Zentimeter ab, während man bei Jungen neun Zentimeter dazu addiert. Persönlich halte ich solche Berechnungen für unnütz, da man immer wieder Eltern sieht, deren Kinder ihnen eindeutig über den Kopf gewachsen sind und andere, wo die Kinder gerade so an die Größe der Eltern heranreichen.

Kategorien: Entwicklung & Erziehung
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Tiere stärken soziale Kontakte

Haustiere_1Viele Kinder wünschen sich ab einem bestimmten Alter ein Haustier. Dies ist in der Regel auch gut so, da Haustiere einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben.

Erfreulich ist dabei, dass ein eigenes Haustier sich ebenso positiv auf die soziale Entwicklung auswirkt. Verhaltensbiologen der Universität Wien haben untersucht, wie Kindergartenkinder auf tierische Freunde reagieren. Kinder, die sozial gut vernetzt sind, beschäftigten sich dabei intensiver mit den Tieren als solche, die weniger Kontakte pflegen.

Kinder die sich für Tiere interessieren und diese mögen, kommen somit besser mit ihren Spielkameraden aus.  Woran dies aber nun genau liegt, dafür scheint es bisher keine Antwort zu geben.

Vielleicht ermöglichen Tiere den Kindern einen Rückzugsraum, bevor sie sich beim Spielen wieder auf neue Abenteuer einlassen können. Oft beobachtet man aber auch, dass Kinder mit eigenen Tieren näher in den Interessenpunkt anderer Kinder rücken aufgrund der Faszination für das Tier.

Persönlich ist unsere Tochter mit ihren zwei Jahren bereits begeistert von Tieren. Rückschlüsse auf ihre sozialen Kontakte können wir aber bedingt durch das Alter noch nicht wirklich ziehen. Aber sie oftmals sehr offen gegenüber anderen Menschen – ob das aber nun an den Tieren liegt oder an ihrem Wesen ist eine andere Sache. Vieles wird sich vermurlich erst richtig im Kindergartenalter zeigen.

Kategorien: Eltern & Familie
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Frohes Neues Jahr 2010!

GlücksbringerIch wünsche allen meinen Lesern, Freunden und Bekannten ein frohes und gesundes Neues Jahr 2010. Ich hoffe, dass dieses Jahr euch neben den täglich herausfordernden Momenten im Leben auch viel Freude, Spaß, neue Abenteuer und Erfahrungen bringen wird.

Persönlich steht bei uns dieses Jahr so einiges an. Mit Stolz sehen wir dabei die Entwicklung unserer Tochter, die uns jeden Tag mit Freude erfüllt. Aber auch anstrengende Zeiten lassen sich nicht vermeiden, zumal die Kleine mitten in ihrer Trotzphase steckt. Unsere Tochter wird demnächst zwei Jahre alt und unser künftiger Nachwuchs soll im Mai das Licht der Welt erblicken.

Wir blicken auf die Geburt unseres zweiten Kindes mit Spannung, zumal wir dieses Mal einen Jungen erwarten. Dies ist für die ganze Familie ein neues Abenteuer – mit ganz neuen Herausforderungen.

Auch über das Blog habe ich mir Gedanken gemacht. Gerne soll demnächst ein Re-Design anstehen, sobald es die Zeit erlaubt. Aber auch inhaltlich würde ich gerne ein oder zwei neue Kategorien einfügen um die Professionalität und inhaltliche Qualität zu steigern. Ich hoffe im neuen Jahr ein wenig mehr Zeit zum Bloggen zu finden.

Die Ideen sind da, nur leider reicht nicht immer die Zeit dafür, obwohl ich sehr gerne wesentlich mehr Content hier rein bringen würde. Damit habe ich wohl meinen guten Vorsatz für das neue Jahr 2010 gefunden. Jetzt muss er nur noch erfüllt werden. :)

Kategorien: Allgemein
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Freundschaften bilden sich früh aus

Bereits Babys haben Interesse an anderen Kindern und nehmen auf verschiedene Weise Kontakt zu ihnen auf, wie z.B. durch Beinchenstrampeln, Anlachen oder das beliebte Ins-Gesicht-Fassen.

Ab dem 12. bis zum 18. Lebensmonat wählen Kinder ihre ersten Spielgefährten dann gezielt aus. Dies lässt sich gut bei Krippenkindern oder Kindern in der Tagespflege beobachten.

Die Freundschaft mit gleichaltrigen Kindern ist bereits für die Kleinsten wichtigen, da sie dadurch Anregungen und Bestätigung bekommen. Sie haben gemeinsam auch wesentlich mehr Spaß und können Vorhaben teilen. Dabei geht es bei Kleinkindern jedoch immer um das eigene “Ich”.

Andere Aspekte wie das Geben und Nehmen auf Augenhöhe lernen Kinder dann im Kindergarten. Ebenso erlernen die das freundschaftlich-kreative Lösen von Konflikten, wie z.B. das Tauschen von Spielzeug. Die Kinder lernen mit der Zeit, dass in einer echten Freundschaft das Ausbalancieren von Selbstbehauptung einerseits und das Mitgefühl andererseits dazu gehören. Alle diese Erfahrungen machen Jungen und Mädchen dabei am liebsten mit den jeweiligen Geschlechtsgenossen.

Dass es unter kleinen Kindern, die sich bereits ganz gut kennen bereits einen gewissen Zusammenhalt gibt, habe ich persönlich auch schon erlebt. Wenn unsere Tochter mit den Tageskindern auf dem Spielplatz ist, dann sind andere Kinder oftmals eher uninteressant, es sei denn sie haben etwas, was man selber gerne haben möchte. Dabei habe ich dann schon beobachten dürfen, wie sich unsere Tochter mit einem Tageskind zusammen geschlossen hat um einem anderen kleinem Kind die Schippe weg zunehmen, wobei das Kind mit der Schippe wesentlich älter war.

Es hat mich schon erstaunt dies zu beobachten zumal die beiden noch nicht über solche Dinge explizit kommunizieren können und deren Sprachgebrauch noch stark limitiert ist. Dennoch hatten beide ein gemeinsame Ziel vor Augen: dem anderen Jungen die Schippe wegnehmen.

Man sieht auf jeden Fall, dass bereits kleine Kinder in der Lage sind Freundschaften zu schließen. Diese läuft zwar noch auf einer anderen Ebene ab, gibt den Kindern aber sicherlich schon einiges an Erfahrung mit. Und gute Freundschaften auszubilden ist heute manchmal wichtiger denn je.

Kategorien: Baby & Kind, Entwicklung & Erziehung
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Kinder müssen richtig streiten lernen

Wer kennt das nicht: Wenn zwei oder mehr Kinder aufeinander treffen, dann kann es schnell auch mal zu Streitigkeiten kommen. Die Gründe können – insbesondere aus Sicht der Eltern – oftmals ganz banaler Natur sein. In jeder Hinsicht fördert streiten die Entwicklung der Kinder, denn sie können dabei eine Menge lernen.

Für die Eltern stellt sich dabei oftmals die Frage: Soll ich eingreifen oder nicht? Dabei spielt die jeweilige Situation eine entscheidende Rolle. So sollte man als Eltern nicht eingreifen, wenn die Kinder um ihre Rolle oder um ihr Eigentum kämpfen. Selbst wenn die Zwistigkeit mal länger andauert, die Kinder lösen solche Konflikte in der Regel immer alleine. Anders verhält sich die Situation sicherlich, wenn ein Elternteil Anteil am Streit hat. Dann kann man als Eltern entsprechend etwas daran ändern.

Aber es gibt auch Fälle, in denen sich die Kleinen nicht immer einigen können. Da hilft es dann die Kinder zunächst gemeinsam auf ihr Zimmer zu schicken und ihnen zu sagen, dass sie erst dann wieder rauskommen sollen, wenn sie sich vertragen haben. Selbstverständlich sollte man die Kinder ordentlich loben, wenn sie es geschafft haben ihren Streit beizulegen. Ferner ist das Interesse der Eltern, wie die Kinder zu einer Lösung gekommen sind wichtig. Dadurch wird der Blick auf die Konfliktlösung gelenkt. Dadurch erfahren Kinder, wie wichtig ihre Fähigkeit der Streitkompetenz auf Dauer ist und haben einen Grund stolz darauf zu sein.

Selbstverständlich sollten Eltern jegliche Gewalt bei Streitereien unterbinden, ebenso wielautes Brüllen und Beschimpfen. Gewaltkonflikte laufen eher darauf hinaus herauszufinden, wer der Stärkere ist. Und solche Konflikte lassen sich eher bei fairen Wettkämpfen wie z.B. Wettlaufen oder Seilziehen austragen.

Bei Kindern unter drei Jahren funktioniert das mit dem aufs Zimmer schicken noch nicht immer. Sie müssen zunächst ein Gefühl dafür entwickeln, worum es denn überhaupt geht. Persönlich lasse ich die Kinder immer zunächst erst mal streiten. Meistens einigen sie sich dann relativ schnell, zumal es meistens um ein begehrtes Spielzeug geht.

Und wenn die Kleinen sich mal ganz arg um ein Spielzeug streiten, ist es manchmal die beste Option das Spielzeug selbst für eine Weile verschwinden zu lassen damit das Streitobjekt erst einmal weg ist.

Kategorien: Eltern & Familie, Entwicklung & Erziehung, Spielen & Lernen
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Passiv rauchen erhöht späteres Herzinfarkt-Risiko bei Kindern

Das Passivrauchen schädlich ist und dies vor allem auf Kinder zutrifft ist nichts Neues. Schon alleine, weil das Risiko für das Auftreten des plötzlichen Kindstod (SIDS) erhöht ist, sollten Eltern Kinder niemals Passivrauchen lassen. Durch das Passivrauchen ergeben sich für die Kinder so einige gesundheitliche Risiken.

Die Giftstoffe im Tabakrauch sind gerade für Kinder sehr gefährlich. Kinder entwickeln sich noch und wachsen, was auch ihre Organe betrifft. Durch das Passivrauchen können diese aber schwer geschädigt werden, wie z.B. die Lunge und dadurch dauerhaft nicht richtig funktionieren.

Dies ist besonders fatal, weil Kinder eine höhere Atemfrequenz aufweisen und ihr Körper noch nicht genügend ausgereift ist, um Giftstoffe abzubauen. Die Folge ist, dass Kinder beim Passivrauchen eine wesentlich höhere Konzentration an Giftstoffen aufnehmen als Erwachsene. In kürzester Zeit würde das Kind bei dauerhaftem Passivrauchen eine gewaltige Menge an Schadstoffen aufnehmen.

Passivrauchen erhöht auch das Herzinfarkt-Risiko bei Kindern im Erwachsenenalter. So fand man jetzt heraus, dass sich durch den Zigarettenrauch Ablagerungen in den Blutgefäßen von  Kindern entwickeln können.

Dies wurde von Wissenschaftlern der Universität Ulm und des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart bei Routinechecks von 383 Viertklässlern herausgefunden.

Aber es gibt noch weitere gesundheitliche Risiken die durch das Passivrauchen entstehen. Kinder aus Raucherhaushalten sind wesentlich öfter krank. Und bei alledem darf nicht vergessen werden, dass das elterliche Rauchen das Krebsrisiko der Kinder erhöht.

Im Sinne einer gesunden und förderlichen Entwicklung von Kindern sollte Eltern das Rauchen sein lassen. Auch die Kinder nehmen es sicherlich dankbar an, wenn die Eltern nicht frühzeitig an Krebs oder anderen Krankheiten sterben, die durch das Rauchen verursacht worden sind. Und es gibt noch einen Grund für den Rauchstopp: So ermittelte eine US-Studie, dass Kinder gar nicht erst anfangen zu Rauchen, wenn ihre Eltern damit aufhören.

Kategorien: Eltern & Familie, Gesundheit & Ernährung
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Kinaesthetic Infant Handling

Per Zufall bin ich heute auf einen Artikel zum Thema “Kinaesthetic Infant Handling” gestoßen. Dieses Thema weckte unerwartet schnell meine Aufmerksamkeit, weshalb ich gerne an dieser Stelle darauf eingehen wollte.

Zunächst möchte ich den Begriff Kinaesthetic erklären: Unter diesem Begriff bezeichnet man die Erfahrungswissenschaft, welche sich mit den Bewegungskompetenzen als eine der zentralen Grundlagen des menschlichen Lebens auseinandersetzt. Es findet also ein Studium der menschlichen Bewegung statt, die für die Ausübung der Aktivitäten des täglichen Lebens erforderlich sind. Die Basis hierbei bilden die Erfahrung und die Wahrnehmung der eigenen Bewegung. Ein besonderes Interesse der Kinaesthetic gilt der Interaktion durch Berührung und Bewegung. Ziel ist es für eine erhöhte Achtsamkeit für die Qualitäten und Unterschiede der eigenen Bewegung in allen alltäglichen Aktivitäten zu sorgen.

Beim Kinaesthetic Infant Handling richtet man sich gezielt an Eltern und professionelle BetreuerInnen von Frühgeborenen, Säuglingen und Kindern. Ausgangspunkt hierbei ist die Annahme, dass Kinder ihre Bewegungsfähigkeiten und Bewegungsmuster auf der Grundlage der Interaktionen durch Berührung und Bewegung mit anderen Menschen lernen. Dabei spielt die Art und Weise, wie man ein Kind anfasst und wie man sich zusammen mit ihm bewegt eine zentrale Rolle. Dies hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob sich das Kind aktiv beteiligen kann, welche Bewegungsmuster und welches Verhalten es entwickelt.

Das Kinaesthetic Infant Handling hat seinen Fokus auf der Entwicklung der kindlichen Bewegung. Ein Kind sollte, egal wie alt es ist, je nach seiner Anatomie und nach seinem momentanen Zustand entsprechend so unterstützt werden, dass es einfach und variantenreich lernt, das Gewicht seiner Körperteile in der Schwerkraft zu bewegen, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen zu sitzen und sich in sowie aus verschiedenen Positionen heraus fortzubewegen.

Die Interaktion durch Berührung und Bewegung sind zwischen Kindern und Eltern bzw. BetreuerInnen die erste und unmittelbare Form der (non-verbalen) Kommunikation. Dies bildet wiederum eine wichtige Grundlage für die Entwicklung und Qualität der späteren kommunikativen Fähigkeiten eines Kindes. Das Handling selbst beeinflusst die Qualität der grundlegenden Gesundheits-, Entwicklungs- und Lernprozesse des Kindes. Mit dem Kinaesthetic Infant Handling können Eltern und BetreuerInnen den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder unterstützen. Schon frühzeitig für das Kind in die aktive Bewegung mit einbezogen.

Prinzipiell glaube ich, dass Kinaesthetic Infant Handling sich positiv auf die Entwicklung eines Kindes auswirkt. Persönliche haben wir – ohne das Wissen um dieses Kinaesthetic Infant Handling – uns von Anfang an bemüht, dass unsere Tochter sich stets aktiv an den Bewegungen und den Bewegungsabläufen aktiv beteiligen kann. Aber auch die Förderung der Sinne wie eben der Wahrnehmung und des Gleichgewichtssinn sind wichtig für Kinder, um Wahrnehmungsstörungen bzw. sensomotorischen Fehlintegrationen vorbeugen zu können. Als Eltern kann man bereits die Kleinsten jederzeit in ihren täglichen Bewegungen aktiv unterstützen, wie beispielsweise beim Wickeln oder beim Drehen vom Bauch auf den Rücken und umgekehrt. Kinaesthetic Infant Handling ist daher eine weitere Möglichkeit, um Kinder im Alltag ohne großen Aufwand zu fördern. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “ELTERN!” widmet sich inhaltlich diesem Thema und zeigt viele konkrete Kinaesthetic Infant Handling-Übungen zum Nachahmen.

Kategorien: Entwicklung & Erziehung, Gesundheit & Ernährung, Spielen & Lernen
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Sprach-Entwicklung für Kinder online testen

Auf der Seite von Baby und Familie findet sich ein Sprach-Test für Ein- und Zweijährige. Damit kann man online ausprobieren, ob sich das Kind sprachlich altersgerecht entwickelt. Ich habe diesen Test einmal persönlich für unsere Tochter vorgenommen. Das Ergebnis war meiner Ansicht nach etwas verwirrend, obwohl ich alle Fragen mit “Ja” beantworten konnte.

Fest steht, dass die sprachliche Entwicklung bei Kleinkindern stark variiert. Es gibt Kinder, die reden bereits mit zwei Jahren wie ein Wasserfall, während andere sich noch mit fast drei Jahren ausschweigen. Eltern sollten deswegen nicht gleich besorgt sein, da beide Situationen völlig normal sind.

In der Regel sollte ein 18 Monate altes Kind über einen Wortschatz von 20 Wörtern und ein zweijähriges über einen Wortschatz von 50 Wörtern verfügen. Wenn sich Eltern unsicher sind, haben sie beim Kinderarzt die Möglichkeit sich bei der Vorsorgeuntersuchung U6 oder U7 nach den Fragebögen ELFRA 1 oder ELFRA 2 zu erkundigen. ELFRA sind Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern, was auch die sprachliche Entwicklung umfasst.

Damit Kinder sprechen lernen, sind eine Reihe an Entwicklungsschritten notwendig. An dieser Stelle sollen einige essentielle Voraussetzungen genannt werden. Zunächst muss ein Kind Kommunikation erlernen. Es muss in der Lage sein zu hören. Für die Aussprache bestimmter Wörter müssen Kinder Zähne haben. Ferner kann ein Kind nur sprechen lernen, wenn es versteht und begreift, was man ihm sagt. Es muss also eine Assoziation der Wörter mit den entsprechenden Dingen vorliegen. Auch eine bestimmte Reife des Gehirns gehört mit zur Sprachentwicklung. Nicht zu vergessen ist bei der Sprachentwicklung, dass hier die Feinmotorik eine wichtige Rolle beim Sprechen spielt. Schließlich erfolgt beim Sprechen ein Zusammenspiel der verschiedenen Gesichtsmuskeln.

Letztendlich bleibt aber hier nur zu sagen, dass jedes Kind sein eigenes Entwicklungstempo hat und die meisten Kinder fangen irgendwann an zu sprechen. Und wer jetzt den Sprachcheck einmal für sich durchführen möchte, findet in hier.

Kategorien: Entwicklung & Erziehung
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RTL mal wieder am Rande des guten Geschmacks

Ab den 03.06.2009 plant RTL eine neue Serie mit dem Titel “Erwachsen auf Probe” auszustrahlen. Dabei sollen Säuglinge und Kleinkinder für vier Tage von ihren Eltern getrennt werden, um sie in die Obhut von fremden Teenagern in einer fremden Umgebung zu geben.

Kinder im Alter von 9-14 Monaten sind in einer hochsensiblen Phase und reagieren entwicklungsbedingt mit Angst und Abwehr auf fremde Personen. So kommentiert Honkanen-Schoberth vom Deutschen Kinderschutzbund:

Indem RTL diese Kinder existentiellen Ängsten aussetzt, nimmt der Sender die Entstehung einer Bindungsstörung bei den Kindern billigend in Kauf. Sollen wehrlose Babies hier den Preis dafür zahlen, dass RTL eine möglichst große Zuschauerzahl und damit hohe Werbeeinnahmen erzielen will? Das ist für uns nicht zu akzeptieren.

RTL hingegen argumentiert, dass die Babys und Kleinkinder von Fachleuten wie einer Kinderpsychologin, einer  Ärztin und einer Erzieherin begleitet werden.

Als erste kam bei mir zwei Fragen auf: was für Eltern lassen sich überhaupt auf ein solches Experiment ein? Waren sich die Eltern über die Konsequenzen des Experiments von Anfang an bewusst?

Zumindest schienen die Eltern sich nicht bewusst, was dieses “Experiment” für ihre Kinder bedeutet. In der Tat sind viele Kinder ab dem neunten Monat wesentlich mobiler und nehmen ihre Umwelt aktiver wahr. Die plötzliche Abwesenheit der Eltern kann für ein Kind ab diesem Alter schon schockierend sein und sich dauerhaft in ihm manifestieren. Selbst der Beistand von Fachleuten ersetzt die Eltern in einem solchen Moment nicht.

In jedem Fall reagieren Kinder stark auf die Stimmung und die Gegenwart ihrer Eltern. Eltern sind in der Regel die ersten Bezugspersonen von Kindern und können nicht ohne weiteres ersetzt werden. Selbst im Kindergarten und der Kindertagespflege wird daher auf eine ordentliche Eingewöhnung geachtet, um ein Kind vorsichtig an neue Personen und eine neue Umgebung zu gewöhnen. Plötzliche Veränderungen wirken sehr stark auf Kinder ein, was diese unterschiedlich zum Ausdruck bringen. Außerdem versteht ein Baby noch nicht, was da mit ihm geschieht. Bei einem solchen “Experiment” werden die Wahrnehmungsfähigkeiten von Kindern unterschätz bzw. schlichtweg missachtet.

Als Mutter und rational denkender Mensch kann ich nachvollziehen, warum beispielsweise der deutsche Kinderschutzbund sich gegen eine Ausstrahlung dieser Sendung ausspricht. Hier wird mit dem Schicksal von schutzbedürftigen Wesen – und das sind Kinder nunmal – gespielt. Das RTL Sendungen am Rande des guten Geschmacks produziert ist dabei sicherlich nichts Neues. Und auch die Tatsache, dass es hierbei alleine um Quoten geht.

Doch das davon nicht  nur das weitere Leben kleiner Kinder, derer Eltern und der Teenager abhängen scheint dabei keine Rolle zu spielen. Zumal man diesen Teenagern versucht die negativen Seiten von Kindern aufzuzeigen. Und gerade ein “schockiertes” Baby wird diesen Teenagern kaum die positiven Seiten von Kindern aufzeigen können.

Kategorien: Entwicklung & Erziehung
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Die Vorteile des Stillens

Bevor das Kind geboren wird, stellen sich viele Mütter oft die wichtige Frage: Soll ich mein Kind stillen oder nicht?

Das natürliche Stillen bietet gegenüber der Flaschennahrung einige Vorteile. Stillen ist nicht nur praktisch, weil die frische Muttermilch immer in der richtigen Temperatur für das Baby ist. Stillen ist kosteneffizient und man erspart sich den Kauf von teurer Babymilch. Der wesentliche Vorteil gegenüber Fertigpackungen ist die natürliche Eigenschaft der Muttermilch, sich mit der Zeit den gesteigerten Bedürfnissen des Babys anzupassen. Mit dem zunehmenden Wachstum des Babys steigt auch der Fettgehalt der Muttermilch.

Stillen schützt, wie mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesen wurde, vor späterem Übergewicht. Die Ursache hierfür ist, dass gestillte Kinder bereits in den ersten Lebensmonaten einschätzen können, wann sie satt sind. Das Saugen an der Brust ist ein eindeutiges Signal für den Körper der Mutter. Entsprechend signalisiert ein Baby so, welchen Sättigungsgrad sie erreicht haben. Dieser kann von den Müttern später immer genauer gedeutet werden. Diese Fähigkeit, die Sättigung zu erreichen und richtig einzuschätzen, schützt die Kinder später vor Übergewicht.

Bei Flaschennahrung halten sich viele Eltern einfach zu strikt an die Packunsanweisung und die Mindestangaben. Als Eltern lohnt es sich daher auch bei der Fütterung mit der Flasche auf solche Signale des Kindes zu achten.

Idealerweise kommen hier Erfahrungswerte der Mütter im regen Austausch mit dem Kind ins Spiel, so dass die Ernährung immer optimaler wird und das Risiko von Übergewicht weiter sinkt, je länger die Stilldauer ist. Wenn Kinder länger als drei Monate gestillt werden, verringert sich das Risiko von Übergewicht um 50%. Empfohlen wird eine Stilldauer von mindestens sechs Monaten.

Ein weiterer Vorteil der Muttermilch besteht darin, dass sie in ihrer Zusammensetzung optimal den Bedürfnissen des Babys entspricht. Dies ist auch für die Verdauung förderlich. Gestillte Kinder leiden in der Regel seltener an Blähungen oder den berüchtigten Koliken – doch Ausnahmen gibt es immer.

Das Stillen schützt nicht nur vor Krankheiten, Infektionen und senkt das Allergierisiko, auch werden wichtige Antigene der Mutter über die Milch an das Baby weitergegeben. Wenn dieses nun erkrankt, fällt die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger stark aus. Ein Geheimtipp: Ein wenig Muttermilch hilft bei verstopfter Babynase!

Langfristig wirkt sich Stillen auch positiv die Entwicklung der Zungen-, Gaumen- und Gesichtsmuskulatur aus. Die Muskulatur des Babys wird gekräftig und das Stillen verhindert im Gegensatz zum Schnuller Fehlbildungen.

Positiv wirkt sich das Stillen auch auf das Mutter-Kind-Verhältnis aus. Wie Eingangs bereits erwähnt können stillende Mütter die Signale ihre Babys besser deuten. Aber ebenso wirkt sich die innige Zeit und Ruhe, die man beim Stillen miteinander verbring , dauerhaft positiv auf die Beziehung zwischen Mutter und Kind aus.

Doch neben den Vorteilen für die Ernährung des Babys schützt Stillen auch die Mütter vor späterem Übergewicht. Stillen ist selbstverständlich positiv für die Figur – sowohl von Mutter als auch Kind. Bei ausgewogener Ernährung schmelzen die Pfunde nach der Schwangerschaft nur so dahin. Aufpassen sollte man allerdings, wenn man aufhört zu stillen. In diesem Moment muss die Ernährung entsprechend angepasst werden, da man sonst ganz schnell in die Breite wächst.

Natürlich gibt es gute Gründe, warum eine Frau nicht stillen kann oder will. Schließlich ist es jeden selber überlassen, wie das eigene Baby ernährt wird. Manchmal ist Zufüttern aber unabdingbar, wiel nicht jede Frau genug Milch zur gesunden Ernährung des Babys hat. Die Milchbildung hängt im Endeffekt von verschiedenen Faktoren an. Wichtig ist letztendlich immer, dass das Baby gesund und munter ist. Und diesen Zustand können gestillte und nicht-gestillte Kinder bei der richtigen Ernährung und durch die Unterstützung der Eltern erreichen.

Kategorien: Gesundheit & Ernährung
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