Entwicklung & Erziehung

Sprach-Entwicklung für Kinder online testen

Auf der Seite von Baby und Familie findet sich ein Sprach-Test für Ein- und Zweijährige. Damit kann man online ausprobieren, ob sich das Kind sprachlich altersgerecht entwickelt. Ich habe diesen Test einmal persönlich für unsere Tochter vorgenommen. Das Ergebnis war meiner Ansicht nach etwas verwirrend, obwohl ich alle Fragen mit “Ja” beantworten konnte.

Fest steht, dass die sprachliche Entwicklung bei Kleinkindern stark variiert. Es gibt Kinder, die reden bereits mit zwei Jahren wie ein Wasserfall, während andere sich noch mit fast drei Jahren ausschweigen. Eltern sollten deswegen nicht gleich besorgt sein, da beide Situationen völlig normal sind.

In der Regel sollte ein 18 Monate altes Kind über einen Wortschatz von 20 Wörtern und ein zweijähriges über einen Wortschatz von 50 Wörtern verfügen. Wenn sich Eltern unsicher sind, haben sie beim Kinderarzt die Möglichkeit sich bei der Vorsorgeuntersuchung U6 oder U7 nach den Fragebögen ELFRA 1 oder ELFRA 2 zu erkundigen. ELFRA sind Elternfragebögen für die Früherkennung von Risikokindern, was auch die sprachliche Entwicklung umfasst.

Damit Kinder sprechen lernen, sind eine Reihe an Entwicklungsschritten notwendig. An dieser Stelle sollen einige essentielle Voraussetzungen genannt werden. Zunächst muss ein Kind Kommunikation erlernen. Es muss in der Lage sein zu hören. Für die Aussprache bestimmter Wörter müssen Kinder Zähne haben. Ferner kann ein Kind nur sprechen lernen, wenn es versteht und begreift, was man ihm sagt. Es muss also eine Assoziation der Wörter mit den entsprechenden Dingen vorliegen. Auch eine bestimmte Reife des Gehirns gehört mit zur Sprachentwicklung. Nicht zu vergessen ist bei der Sprachentwicklung, dass hier die Feinmotorik eine wichtige Rolle beim Sprechen spielt. Schließlich erfolgt beim Sprechen ein Zusammenspiel der verschiedenen Gesichtsmuskeln.

Letztendlich bleibt aber hier nur zu sagen, dass jedes Kind sein eigenes Entwicklungstempo hat und die meisten Kinder fangen irgendwann an zu sprechen. Und wer jetzt den Sprachcheck einmal für sich durchführen möchte, findet in hier.

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Entwicklung & Erziehung

RTL mal wieder am Rande des guten Geschmacks

Ab den 03.06.2009 plant RTL eine neue Serie mit dem Titel “Erwachsen auf Probe” auszustrahlen. Dabei sollen Säuglinge und Kleinkinder für vier Tage von ihren Eltern getrennt werden, um sie in die Obhut von fremden Teenagern in einer fremden Umgebung zu geben.

Kinder im Alter von 9-14 Monaten sind in einer hochsensiblen Phase und reagieren entwicklungsbedingt mit Angst und Abwehr auf fremde Personen. So kommentiert Honkanen-Schoberth vom Deutschen Kinderschutzbund:

Indem RTL diese Kinder existentiellen Ängsten aussetzt, nimmt der Sender die Entstehung einer Bindungsstörung bei den Kindern billigend in Kauf. Sollen wehrlose Babies hier den Preis dafür zahlen, dass RTL eine möglichst große Zuschauerzahl und damit hohe Werbeeinnahmen erzielen will? Das ist für uns nicht zu akzeptieren.

RTL hingegen argumentiert, dass die Babys und Kleinkinder von Fachleuten wie einer Kinderpsychologin, einer  Ärztin und einer Erzieherin begleitet werden.

Als erste kam bei mir zwei Fragen auf: was für Eltern lassen sich überhaupt auf ein solches Experiment ein? Waren sich die Eltern über die Konsequenzen des Experiments von Anfang an bewusst?

Zumindest schienen die Eltern sich nicht bewusst, was dieses “Experiment” für ihre Kinder bedeutet. In der Tat sind viele Kinder ab dem neunten Monat wesentlich mobiler und nehmen ihre Umwelt aktiver wahr. Die plötzliche Abwesenheit der Eltern kann für ein Kind ab diesem Alter schon schockierend sein und sich dauerhaft in ihm manifestieren. Selbst der Beistand von Fachleuten ersetzt die Eltern in einem solchen Moment nicht.

In jedem Fall reagieren Kinder stark auf die Stimmung und die Gegenwart ihrer Eltern. Eltern sind in der Regel die ersten Bezugspersonen von Kindern und können nicht ohne weiteres ersetzt werden. Selbst im Kindergarten und der Kindertagespflege wird daher auf eine ordentliche Eingewöhnung geachtet, um ein Kind vorsichtig an neue Personen und eine neue Umgebung zu gewöhnen. Plötzliche Veränderungen wirken sehr stark auf Kinder ein, was diese unterschiedlich zum Ausdruck bringen. Außerdem versteht ein Baby noch nicht, was da mit ihm geschieht. Bei einem solchen “Experiment” werden die Wahrnehmungsfähigkeiten von Kindern unterschätz bzw. schlichtweg missachtet.

Als Mutter und rational denkender Mensch kann ich nachvollziehen, warum beispielsweise der deutsche Kinderschutzbund sich gegen eine Ausstrahlung dieser Sendung ausspricht. Hier wird mit dem Schicksal von schutzbedürftigen Wesen – und das sind Kinder nunmal – gespielt. Das RTL Sendungen am Rande des guten Geschmacks produziert ist dabei sicherlich nichts Neues. Und auch die Tatsache, dass es hierbei alleine um Quoten geht.

Doch das davon nicht  nur das weitere Leben kleiner Kinder, derer Eltern und der Teenager abhängen scheint dabei keine Rolle zu spielen. Zumal man diesen Teenagern versucht die negativen Seiten von Kindern aufzuzeigen. Und gerade ein “schockiertes” Baby wird diesen Teenagern kaum die positiven Seiten von Kindern aufzeigen können.

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Gesundheit & Ernährung

Die Vorteile des Stillens

Bevor das Kind geboren wird, stellen sich viele Mütter oft die wichtige Frage: Soll ich mein Kind stillen oder nicht?

Das natürliche Stillen bietet gegenüber der Flaschennahrung einige Vorteile. Stillen ist nicht nur praktisch, weil die frische Muttermilch immer in der richtigen Temperatur für das Baby ist. Stillen ist kosteneffizient und man erspart sich den Kauf von teurer Babymilch. Der wesentliche Vorteil gegenüber Fertigpackungen ist die natürliche Eigenschaft der Muttermilch, sich mit der Zeit den gesteigerten Bedürfnissen des Babys anzupassen. Mit dem zunehmenden Wachstum des Babys steigt auch der Fettgehalt der Muttermilch.

Stillen schützt, wie mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesen wurde, vor späterem Übergewicht. Die Ursache hierfür ist, dass gestillte Kinder bereits in den ersten Lebensmonaten einschätzen können, wann sie satt sind. Das Saugen an der Brust ist ein eindeutiges Signal für den Körper der Mutter. Entsprechend signalisiert ein Baby so, welchen Sättigungsgrad sie erreicht haben. Dieser kann von den Müttern später immer genauer gedeutet werden. Diese Fähigkeit, die Sättigung zu erreichen und richtig einzuschätzen, schützt die Kinder später vor Übergewicht.

Bei Flaschennahrung halten sich viele Eltern einfach zu strikt an die Packunsanweisung und die Mindestangaben. Als Eltern lohnt es sich daher auch bei der Fütterung mit der Flasche auf solche Signale des Kindes zu achten.

Idealerweise kommen hier Erfahrungswerte der Mütter im regen Austausch mit dem Kind ins Spiel, so dass die Ernährung immer optimaler wird und das Risiko von Übergewicht weiter sinkt, je länger die Stilldauer ist. Wenn Kinder länger als drei Monate gestillt werden, verringert sich das Risiko von Übergewicht um 50%. Empfohlen wird eine Stilldauer von mindestens sechs Monaten.

Ein weiterer Vorteil der Muttermilch besteht darin, dass sie in ihrer Zusammensetzung optimal den Bedürfnissen des Babys entspricht. Dies ist auch für die Verdauung förderlich. Gestillte Kinder leiden in der Regel seltener an Blähungen oder den berüchtigten Koliken – doch Ausnahmen gibt es immer.

Das Stillen schützt nicht nur vor Krankheiten, Infektionen und senkt das Allergierisiko, auch werden wichtige Antigene der Mutter über die Milch an das Baby weitergegeben. Wenn dieses nun erkrankt, fällt die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger stark aus. Ein Geheimtipp: Ein wenig Muttermilch hilft bei verstopfter Babynase!

Langfristig wirkt sich Stillen auch positiv die Entwicklung der Zungen-, Gaumen- und Gesichtsmuskulatur aus. Die Muskulatur des Babys wird gekräftig und das Stillen verhindert im Gegensatz zum Schnuller Fehlbildungen.

Positiv wirkt sich das Stillen auch auf das Mutter-Kind-Verhältnis aus. Wie Eingangs bereits erwähnt können stillende Mütter die Signale ihre Babys besser deuten. Aber ebenso wirkt sich die innige Zeit und Ruhe, die man beim Stillen miteinander verbring , dauerhaft positiv auf die Beziehung zwischen Mutter und Kind aus.

Doch neben den Vorteilen für die Ernährung des Babys schützt Stillen auch die Mütter vor späterem Übergewicht. Stillen ist selbstverständlich positiv für die Figur – sowohl von Mutter als auch Kind. Bei ausgewogener Ernährung schmelzen die Pfunde nach der Schwangerschaft nur so dahin. Aufpassen sollte man allerdings, wenn man aufhört zu stillen. In diesem Moment muss die Ernährung entsprechend angepasst werden, da man sonst ganz schnell in die Breite wächst.

Natürlich gibt es gute Gründe, warum eine Frau nicht stillen kann oder will. Schließlich ist es jeden selber überlassen, wie das eigene Baby ernährt wird. Manchmal ist Zufüttern aber unabdingbar, wiel nicht jede Frau genug Milch zur gesunden Ernährung des Babys hat. Die Milchbildung hängt im Endeffekt von verschiedenen Faktoren an. Wichtig ist letztendlich immer, dass das Baby gesund und munter ist. Und diesen Zustand können gestillte und nicht-gestillte Kinder bei der richtigen Ernährung und durch die Unterstützung der Eltern erreichen.

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Entwicklung & Erziehung, Gesundheit & Ernährung

Natürlich laufen lernen

Der erste Schritt des Kindes ist ein großes Ereignis. Doch wie lernen Kinder am Besten laufen? Dieser Frage stellen wir uns auch regelmäßig. Unsere kleine Tochter zieht sich mittlerweile an allem hoch, was ihr in den Weg kommt. Aber auch das Laufen entlang von Möbeln wie dem Sofa, der Schrankwand oder dem Couchtisch klappt schon einwandfrei. Am liebsten jedoch läuft sie bei uns an der Hand. Doch das ist angesichts ihrer geringen Größe recht anstrengend für uns und geht auf Dauer auf den Rücken.

Zwischenzeitlich hatten wir schon darüber nachgedacht, ob wir nicht doch eine Lauflernhilfe kaufen sollten, da wir dachten, dass die Geräte ja mittlerweile technisch einwandfrei wären. Doch den Gedanken haben wir recht schnell wieder verworfen, da es für die Kleine eine größere Herausforderung ist so laufen zu lernen. Die Freude, wenn es endlich klappt, wird dann sicherlich umso größer sein.

Die Entscheidung gegen eine Lauflernhilfe ist aber aus verschiedenen Gründen richtig. Nicht nur das Stolperfallen das Vergnügen schnell beenden können. Auch die Tatsache, dass Kinder mit Hilfe dieser Geräte Geschwindigkeiten erreichen können, die sie schwer kontrollieren können, sprechen definitiv dagegen. Unfälle wie Stürze bleiben dann nicht aus. Und dies kann das Kind eher entmutigen und sein Selbstbewusstsein schwächen. Außerdem sollte man stets bedenken, wie zart so ein kleiner Körper noch ist. Eine Kopfverletzung kann auf die gesamte Entwicklung ungeahnte Folgen haben.

Ebenso die Frage nach vernünftigen Laufschuhen für unsere Kleine kam auf. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Ein paar gute Laufschuhe kosten schließlich ab ca. 30,- Euro aufwärts. Am besten ist es jedoch solange wie möglich mit den Schuhen zu warten. Zu früh getragene Schuhe verhindern dass die Fußmuskulatur richtig trainiert wird.

Daher warten wir noch ein wenig mit den Schühchen bis unsere Kleine die ersten Schritte alleine macht. Solange darf sie noch barfuß laufen an der Hand in der Wohnung. Schließlich haben wir ja Zeit und niemand soll sich unter Druck gesetzt fühlen. Der richtige Zeitpunkt kommt von alleine.

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Entwicklung & Erziehung

Fernsehen stört die Entwicklung

Ein Grundsatz bei uns zu Hause ist, dass der Fernseher in der Gegenwart unserer Tochter nicht läuft. Diese Regel versuchen wir mindestens bis zu ihrem 3. Lebensjahr aufrecht zu erhalten – gerne auch länger. Jedoch werden wir unserer Tochter in der heutigen Gesellschaft das Medium Fernsehen dauerhaft nicht vorenthalten können. Wenn es soweit sein sollte, werden wir sicherlich entsprechende Regeln formulieren und Grenzen setzen. Aber wer weiß, ob das Fernsehen bis dahin seine Relevanz behält bei dem was einem derzeit im deutschen TV geboten wird. Die Qualität lässt ja zu wünschen übrig.

Doch wieso ist auch ein nebenher laufender Fernseher schädlich für das Kind? Es lassen verschiedene Gründe hierfür finden. Zunächst führt er dazu, dass Kleinkinder unkonzentriert werden. Sie beschäftigen sich weniger intensiv und lange mit ihren Spielsachen. Spielen ist jedoch wichtig für die geistige und motorische Entwicklung. Es lernt dadurch Vorgänge besser kennen und die Umwelt besser zu verstehen.

Außerdem kann Fernsehen dazu führen, dass die Kreativität eingeschränkt wird. Es wird sich beim Spielen kaum eigene Rollen ausdenken, sondern das Fernsehen wird ihm dabei Vorbild sein. Jedoch muss ein Kind alleine lernen verschiedene Rollen einzunehmen um seine eigene Individualität auszubilden.

Fernsehen im frühen Kindesalter hat sicherlich auch Einfluss auf das Suchtverhalten später. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft zu “Fernsehjunkies”. Kinder werden schließlich bereits früh geprägt. Ferne sollte man wissen, dass gerade Kinder noch Probleme haben zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.

Wer seinem Kind etwas Gutes tun möchte, sollte daher den Fernsehen auslassen solange die Kinder in der Nähe sind. Und wenn die Kinder mal allein spielen, kann man die Zeit endlich mal anderweitig nutzen: ein Buch oder eine Zeitschrift lesen, selber kreativ werden und basteln oder einfach mal die Ruhe genießen. Damit ist man sicherlich ein wesentlich besseres Vorbild auf Dauer.

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Gesundheit & Ernährung

Online-Ratgeber für gesunde Kinderzähne

Die Initiative Kiefergesundheit bietet einen neuen online-Ratgeber zum Thema gesunde Kinderzähne an. Hintergrund hierfür ist, dass Eltern oftmals die Bedeutung der ersten  Zähnchen unterschätzen. So sind frühzeitige Untersuchungen und rechtzeitige Eingriffe in frühkindliche Fehlstellungen der Zähne weitaus wichtiger, als es den meisten Eltern bewusst ist.

Der neue online-Ratgeber unter  www.milchzahnseite.de hat als Ziel, das Verständnis für die
Milchzähne und deren Wichtigkeit für das Wachstum der Kiefer zu verdeutlichen. Die Seite geht auf verschiedene Themen ein, wie schädliche Angewohnheiten, Fragen über die Entwicklung von Zähne und Kiefer, klärt die Frage warum Milchzähne “Milchzähne” heißen, und gibt zahlreiche Hinweise zur richtigen Pflege und zum Schutz der ersten Zähne.

Da auch unsere Tochter bereits die ersten Zähnchen hat seit ihrem 4. Lebensmonat, werden wir jetzt sicherlich verstärkt auf die Gesundheit ihrer Zähnchen achten. Denn bisher schienen wir dieses Thema trotz regelmäßiger Zahnpflege noch zu unterschätzen. Wenn wir rechtzeitig bestimmte kieferorthopädische Maßnahmen verhindern können, tun wir sicherlich der ganzen Familie einen großen Gefallen.

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Entwicklung & Erziehung

Babys und Schlafen

Wie gesagt, gibt es Dinge in der Theorie, die sich in die Praxis nicht so leicht umsetzen lassen. Dazu zählt das Thema Schlafen und Einschlafen.

So hatten wir vorbildlich das Bettchen im Voraus für unsere Kleine fertig gemacht. Wir haben zwar ein Flachkissen und eine Decke, doch die sind für einen späteren Zeitpunkt gedacht. So steht das Bettchen recht frei in unserem Schlafzimmer, ohne Kissen und Decke damit dem Kind keine Überhitzung droht und sie schön flach liegt. Auch einen Schlafsack hat die Kleine, so wie es sich gehört. Und geraucht wird bei uns schon mal gar nicht. Also alles wunderbar – dachten wir zumindest!

Kaum waren wir damals aus dem Krankenhaus raus, sollte die Kleine natürlich ihr Bettchen einweihen. Jedoch gefiel ihr das gar nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben.

Zunächst sollte man wissen, dass Babys das Einschlafen erst noch lernen müssen. Dazu muss man sich öfters mal was Neues einfallen lassen, denn mit dem Tragen ist es nicht immer getan. Manchmal reicht es das Kind einfach auf der Brust einschlafen zu lassen, mal viel es in Seitenlage getragen werden, mal über die Schulter „geworfen“ und mal einfach nur auf dem Rücken geschunkelt werden. Da kann zumindest unsere Kleine schon mal ganz schön wählerisch sein.

Bestimmte Tricks wollten wir bewusst nicht einsetzen, wie das Kind im Schleudergang auf der Waschmaschine schaukeln zu lassen oder des Nachts mit dem Auto umher zu kurven. Tut weder der Umwelt noch den Eltern gut – vor allem in Köln, wo man dann anschließend schwerlich einen Parkplatz findet.

Als nächstes durften wir lernen, dass Babys abends gerne ihre kritische Zeit haben. Abends ist in der Regel der Hunger größer und die Erlebnisse des Tages werden verarbeitet. Das macht das Einschlafen meistens umso schwieriger. Doch mit der Zeit wurde es zumindest bei uns besser und die „Schrei-Abende“ haben sich sehr strak reduziert und finden mittlerweile kaum noch statt.

Diese Phase hält – wie man uns mitteilte – in der Regel auch nur die ersten Monate an. Spätestens im 6. Monat hat ein Kind gelernt einzuschlafen und auch einigermaßen durchzuschlafen. Also bloß nicht die Hoffnung verlieren, denn irgendwann klappt das schon.

Bei uns hat sich das Gröbste mittlerweile reguliert. Dies liegt auch mit daran, dass die Kleine anfangs einerseits einen so genannten “Bettverkleinerer“ in ihrem Kinderbettchen stehen hatte. Diesen durften wir nun nach ca. 6 Wochen verabschieden. Andererseits schläft sie nur zu gerne bei uns mit im Bett. Das bekommt ihr auch gut: sie spürt unseren Atem, hört unsere Herzschläge und fühlt sich geborgen. So ist die Welt außerhalb des Mutterleibes nur noch halb so schlimm. Den ersten Teil der Nacht schläft sie zumindest in ihrem Bettchen – und wenn die Eltern abends nicht auch immer selig mit ihr einschlafen würden, dann würde die Kleine auch öfters nachts in ihrem Bettchen schlummern.

Aber Angst, dass wir sie nicht mehr aus unserem Bett loswerden, haben wir nicht: irgendwann wird sie schon von alleine sagen, dass sie genug von Mama und Papa hat und lieber ein großes Kind sein möchte. Der richtige Zeitpunkt wird schon kommen. Hauptsache sie fühlt sich erstmal in ihrer Umgebung geborgen und gut aufgehoben… J

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