Ärgernis Fahrstühle in Arzthäusern
Mit einem Baby ist man aufgrund des Kinderwagens regelmäßig auf funktionierende und ausreichend große Fahrstühle angewiesen. Leider funktioniert dies aber nicht immer so reibungslos, wie man es gerne hätte.
So war ich neulich wieder mit unserer Kleinen beim unserer Kinderärztin. Besagte hat nun ihre Praxis in einem Ärztehaus in der ersten Etage. Dort ist es jedes Mal sozusagen ein Kampf einen Platz im Fahrstuhl zu ergattern. Daher habe ich mir angewöhnt rechtzeitig da zu sein, wobei das Hochfahren noch recht wenige Probleme bereitet.
Kritisch wird es dabei hingegen beim runterfahren. Dabei sollte noch erwähnt werden, dass der Fahrstuhl gerade mal Platz für einen Kinderwagen hat. Ansonsten passen dort vielleicht noch gerade so 3-4 weiter Leute rein. Nach unserem besagten Arztbesuch musste ich nun den Fahrstuhl nehmen um wieder nach unten zu gelangen. Dafür brauchte ich mindestens 10-15 Minuten. Die Kleine wurde auch immer ungeduldiger, denn es wurde ihr auf Dauer einfach zu warm.
Ursächlich für diese Wartezeit waren andere Fahrstuhlgäste. Ist ja nicht so, dass man den Weg hinunter vom HNO- oder Frauenarzt nicht die Treppen nehmen könnte. Man ist ja schwer krank und kann dann nicht mehr laufen und blockiert lieber den Fahrstuhl für Leute die ihn wirklich brauchen könnte. Und statt auszusteigen und zu sagen: âDie eine Etage laufe ich, nehmen sie mal den Fahrstuhl.â schaut man sich gegenseitig komisch an. Das Motto lautet: Wieso sollte ausgerechnet ich aussteigen müssen. Ja, wieso eigentlich? Mit einem schmerzenden Ohr kann man aber auch schwer laufen. Und der Kontrollbesuch bei Arzt X geht auch ganz schön in die Beine. Da ist es ja kein Wunder, dass die Deutschen immer dicker werden.
Wenn meine Kraft reichen würde, dann würde ich meinen Kinderwagen allein runtertragen diese eine Etage. Ich würde auch gerne jemanden fragen mir beim runter tragen zu helfen. Da gibt es aber nur das Problem, dass jeder der vom Arzt kommt schwer âgehkrankâ zu seien scheint. Vielleicht sollte man sich dann überlegen doch mal den Arzt zu wechseln.
Ich kann es nachvollziehen, wenn alte Leute den Fahrstuhl nehmen müssen. Aber bei dem Großteil kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen. Für kritische Bemerkungen oder höfliches Bitten ist der Fahrstuhl leider oftmals wieder recht fix weg und die faule Meute mit ihm. Und als Mutter mit Kind und Kegel bleibt einem nur die Option auszuharren und zu hoffen, dass baldmöglichst mal ein leerer Fahrstuhl vor einem hält…
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