Stärkt die Elternzeit Frauen für den Beruf?
Ein Kind bedeutet für jede Familie viele Veränderungen. Vor allem für Frauen heißt ein Kind sich neu organisieren zu müssen. Das Kind bildet nun den Lebensmittelpunkt der Familie. Ganz natürlich ergeben sich daher andere Prioritäten im Familienleben, die zu Gunsten des Kindes gesetzt werden. Der Alltag muss mit dem kleinen Erdbewohner neu organisiert werden. Außerdem ist die Geburt eines Kindes für jede Frau bereits ein körperliches Wunder. Wie kommt man als Frau in dieser Situation zurecht, wenn man im Berufsleben gleichgestellt sein soll, aber in einer privaten Familiensituation die Zügel in der Hand halten muss?
Die Elternzeit ermöglicht es Frauen, zumindest zu einem großen Teil diese Zeit für die ersten Entwicklungsschritte des Kindes zu nutzen und um sich mit der positiven Veränderung in ihrem Leben zu organisieren. So ist es nicht verwunderlich, wenn mehr als die Hälfte der Frauen nach der Elternzeit positive Veränderungen für sich persönlich feststellen. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte für diese Studie insgesamt 570 Frauen. Hiervon fühlen sich 54% der Mütter nach den ersten Monaten mit dem Kind insgesamt organisierter. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel Organisationstalent benötigt. Ähnlich sieht es dabei aus, wenn es um die Frage geht, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Fast der Hälfte der Mütter fällt es nach der Elternzeit leichter ihre Prioritäten festzulegen. Unwichtige Aufgaben werden dabei nach hinten verlagert, wichtige Aufgaben erhalten Vorrang. Dies ist im Familienalltag einer der wichtigsten Faktoren, um dauerhaft alles unter einen “Hut” zu bekommen. Denn hier steht immer am Ende die Frage: Wo bleibe ich selbst?
Immerhin glauben 29% der Mütter, dass sie sich nach der Elternzeit besser im Berufsalltag durchsetzen können. Ein gutes Durchsetzungsvermögen hilft bei einer schnellen Entscheidungsfindung, um einen straff organisierten Tag auch so zu vollenden, wie man es sich vorgestellt hat. Anderseits verlangen die Kleinen von den Eltern ebenso ausreichend Durchsetzungsvermögen ab. Dies tritt vor allem dann ein, sobald die Kinder anfangen ihren eigenen Willen zu entwickeln, welcher dann auch gerne durchgesetzt werden will. Und dass Frauen nach der Elternzeit oftmals positiv gestärkt in den Beruf zurückkehren, wird sogar durch die Arbeitgeber bestätigt. Eigentlich ein Grund mehr für viele Arbeitgeber sich mehr um Mütter als Beschäftigte zu kümmern.
Trotzdem verzichten viele Arbeitgeber auf die Anstellung von jungen Müttern in gehobenen Positionen. Argumentativ versuchen sogar manche Arbeitgeber, einen Vergleich zwischen einem Angestellten in Vollzeitbeschäftigung und den teilzeitbeschäftigten Kräften zu ziehen. Gesellschaftlich ist dies ein Dilemma, in dem sich viele Mütter, zu denen ich Kontakt aufnahm, wiederfinden. Qualifiziert und Mutterschaft – was für die Familienpolitikerin von der Leyen vielleicht möglich ist oder sich als Idealbild im Sinne der aktuellen Familienpolitik widerspiegelt, ist für junge Menschen in Deutschland vielmehr ein Karrierestop, als dass es sich zu einem finanziellen Vorteil entwickelt.
1 KommentarEssen am Familientisch
Irgendwann nähert sich der Zeitpunkt, an dem die Breizeit ihr Ende findet. Die Kleinen werden immer neugieriger und wollen alles probieren. Dies gilt insbesondere für das Essen, was die Eltern zu sich nehmen. Sobald die Kinder mit Krabbeln oder den ersten Schritten unterwegs sind, lassen sie einem kaum noch Ruhe. Viele Eltern bekommen das vor allem während des Essens mit. Man kann keine Mahlzeit mehr einnehmen, ohne dass die Kleinen probieren und mitessen wollen, obwohl sie gerade ihren Brei gegessen haben. Dann ist es an der Zeit die Kinder an den Familientisch und das gemeinsame Essen zu gewöhnen. Spätestens mit einem Jahr und dem Eintritt in das Kleinkindalter sollten die Kinder mit den Eltern am Familientisch speisen. Doch was ändert sich nun?
Zunächst einmal werden aus den vier Breimahlzeiten insgesamt fünf echte Mahlzeiten: Drei Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittag und Abendbrot) sowie zwei kleine Zwischenmahlzeiten (vormittags und nachmittags).
Zum Frühstück eignet sich für das Kind am besten Müsli. In Naturkostläden und Reformhäusern lassen sich spezielle Kindermüslis finden. Oder das Müsli wird eigenständig aus verschiedenen Zutaten selbst hergestellt, so dass es dem eigenen Geschmack und dem des Kindes entsprechend variiert werden kann. Einige schöne Rezepte für das eigene Müsli finden sich hier. Auf jeden Fall sollte man nicht für eine kleine Portion planen, sondern Müsli in ausreichenden Mengen herstellen. Das fertige Ergebnis voller Nährstoffe und gesunder Zutaten lässt sich wunderbar in Plastikdosen für längere Zeit aufbewahren.
Das Müsli selbst sollte am Morgen gereicht und mit 2-3 EL Joghurt, frischem Obst und etwas Fruchtsaft ohne zusätzlichen Zucker vermischt werden. Ideal hierfür ist Orangensaft aus 100% Fruchtsaft, da das Vitamin C der Orangen die Eisenaufnahme des Getreides verbessern und ausreichend natürliche Süße für die zarten Geschmacksnerven des Kindes dem Müsli so beigefügt sind. Aber es muss nicht immer Müsli sein. Auch eine Scheibe Brot und ein Glas Vollmilch eignen sich zum Ende des 1. Lebensjahres als stärkendes Frühstück. Brotaufstriche lassen sich ebenso wie Müsli wunderbar eigenständig herstellen. Hierfür bietet die Hausfrauenseite genügend Tipps als Anregungen.
Die wichtigste Mahlzeit ist neben dem Frühstück jedoch das Mittagessen. Oftmals kann diese Hauptmahlzeit nicht immer im Kreise der ganzen Familie eingenommen werden. Wichtig ist für das Mittagessen, dass es nicht zu stark gewürzt und zu salzig ist. Weniger ist in diesem Fall deutlich mehr. Wenn man mehrere Kinder zu ernähren hat, die zu unterschiedlichen Zeiten von Kindergarten oder der Schule nach Hause kommen, kann man das Essen später auch zur Not in der Mikrowelle erhitzen. Dies geht schnell und man verhindert, dass Vitamine auf Dauer bei kleiner Flamme auf dem Herd verkochen. Das Essen im Kochtopf oder in der Pfanne, sogar im Backofen auf längere Zeit hin warm zu halten zerstört die Vitamine vom Gemüse.
Auf dem Mittagsplan sollten abwechselnd verschiedene Beilagen stehen: Nudeln, Reis, Kartoffeln, Hirse oder Getreide. Diese ballaststoffreichen Beilagen sollten mit Gemüse, Fisch und Fleisch kombinert werden. Verschiedene Sorten Fisch, insbesondere Fangfrischer Fisch aus dem Meer, sollten aufgrund des Jodanteils ein bis zwei Mal in der Woche auf dem Speiseplan stehen. Manche Märkte informieren beim Einkauf zusätzlich über die Herkunft des Fisches sowie die Fischereibetriebe. Zusätzlich bieten Zertifikate auf den Verpackungen von Tiefkühlkost für den bewussten Verbraucher genügend Informationen zum Stand der Überfischung. Bei Fleisch und Geflügel liegen die Mengen für die Mahlzeiten bei mindestens ein bis zu drei Mal die Woche. Das Gemüse sollte je nach Saison ausgewählt werden, damit das Kind eine natürliche Abwechslung erhält und gesunde Variationen an Essen kennenlernt. Auch Rohkost in Form von Salaten dürfen dabei als Gemüsebeilage gereicht werden. Am Anfang bietet sich meiner Erfahrung nach für den Start ein frischer Möhrensalat an.
Wer gerne ein Dessert reichen möchte, sollte keinesfalls auf Fertigprodukte zurückgreifen, sondern auf Obst und andere milchfreie Nachspeisen zurückgreifen. Das natürliche Vitamin C hilft auch hier bei der Eisenaufnahme von Fleisch oder Getreide.
Das Abendessen wird in der Regel mit ganzen Familie eingenommen, sofern es die Arbeitszeiten der Eltern gleichermaßen erlauben. Sehr bekannt und altbewährt ist eine Scheibe Brot und ein Glas Milch. Aber es gibt auch Alternativen: Wie wäre es mal mit einem Couscoussalat? Auch ein raffinierter Grießbrei kann für die ganze Familie zu einem Höhepunkt werden. Sehr beliebt bei uns sind auch Tortillas/ Omletts in verschiedenen Variationen. Einen Hauch der spanischen Küche vermitteln wir unserer Tochter dabei ganz einfach mit dem Abendessen. Nur scharf sollte die Küche nicht sein.
Als Zwischenmahlzeit bieten sich frisches Obst, Gemüse oder getreidehaltige Nahrung an. Wenn man mit dem Kind unterwegs ist, bietet sich ein Roggen- oder Dinkelbrötchen an. Obst und Gemüse können mit Joghurt oder Quark angerichtet werden, ansonsten sollte Obst und Gemüse immer in kindergerechter “Knabberform” angeboten werden.
Und zum Abschluss noch ein paar weitere Tipps: Für Brot bietet sich Roggen- oder Dinkelbrot an. Das Brot sollte kein Körnerbrot sein, vielmehr sollte geschrotetes Korn zum Backen verwendet werden. Kleine Kinder können diese Körner ohne ausgeprägte Backenzähne noch nicht zerkleinen und daher schlecht verdauen. Es lohnt sich also auch selbst das Brot zu backen, wenn die kindgerechten Brote beim Bäcker schon vergriffen sind.
Bei der Zubereitung von jeder Mahlzeit sollte man immer bedenken: Auch das Auge isst mit. Was wir als Erwachsene nicht anrühren würden, wollen wir doch auch nicht unserem Nachwuchs anbieten. Brei war aufgrund der zähen Konsistenz eine Ausnahme, das echte Essen, was ich in diesem Artikel vorstellte, sollte auch für das Kind gut aussehen. Die Dekoration eines Tellers zusätzlich zum Brot bietet sich mit Gemüse wie Paprika, Gurke und Petersilie sehr gut an. Warum also nicht mal ein lustiges Gesicht dekorieren?
Wichtig neben dem optischen Eindruck ist jedoch der Geschmack: Das Essen selbst sollte jedem in der Familie schmecken. Man sollte es ausnutzen, das Kinder solange sie klein sind, nahezu alles essen wollen. Mir wurde mal gesagt: Ihr Kind hat 6 Monate lang nur Muttermilch getrunken! Die geschmackliche Abwechslung und die Entdeckung neuer Geschmäcker stehen damit auf der Tagesordnung. Das Kind darf auch ruhig beim Kochen mal das eine oder andere kosten. Es lernt dadurch ein Gefühl für Essen zu entwickeln, wie etwas unverarbeitet und verarbeitet schmeckt. Man sollte nur darauf achten, dass bestimmte rohe Lebensmittel wie Honig, Tomaten, Eier, Fisch oder Fleisch vor allem im ersten Lebensjahr ein Tabu darstellen.
Und für alle, die noch Anregungen brauchen: Es gibt unzählige gute Bücher zum Thema “Kochen für die Familie”. Man kann daraus viele Rezepte auch kombinieren, die Zutaten variieren und so seiner Kreativität freien Lauf lassen. Dadurch kommt immer öfter mal etwas Neues auf den Tisch, bevor man die Familie auf Dauer in ein langweiliges Ritual führt, das zwischen Spaghetti, Würstchen, Hackbraten, Eintopf oder sonstigen schnell erstellten Gerichten um Anerkennung ringt.
Letztendlich bleibt nur noch zu sagen: Das gemeinsame Familienessen macht allen Beteiligten unglaublichen Spass – es ist einfach schön für alle, gemeinsam an einem Tisch zu speisen. Das Essen stellt einen der wenigen Momente dar, die man in der hektischen Zeit zwischen Arbeit, Alltag und Familienleben richtig genießen kann – gemeinsam, ohne Stress und für ein paar Minuten losgelöst von allen anderen Sorgen.
TV-Tipp: Arm oder reich?
In Deutschland wird das Gefälle zwischen arm und reich zunehmend größer. Die Leidtragenden sind hierbei die Kinder. In Deutschland gibt es laut Bundesfamilienministerium 2,4 Millionen armutsgefährdete Kinder.
Doch wie sehr unterscheidet sich der Alltag von Kindern aus den unterschiedlichen Verhältnissen? Hierzu strahlt Vox am 2. Dezember um 22.15 Uhr eine stern TV-Reportage mit dem Titel “Arm oder reich” aus. Dazu wurden Kinder aus armen und reichen Familien begleitet und ihr Alltag dokumentiert.
Ich bin gespannt auf die Umsetzung dieses brisanten Themas. Theoretisch passt es gut in die Vor-Weihnachtszeit, da gerade in dieser Zeit viele Spendenaktionen laufen. Außerdem haben gerade zu Weihnachten viele Leute ein oftmals empfindlicheres Gemüt als sonst. Dabei sollte solch ein Thema immer aktuell sein. Dabei ist es nicht nur alleinige Aufgabe der Politik zu versuchen solche Missstände zu beseitigen, sondern auch der Einzelne kann in verschiedenen Situationen für eine verbesserte Lage beitragen.
Leider läuft die Sendung zu später Stunde, aber dank modernster Technik kann ich diese notfalls aufzeichnen. Denn unsere Tochter schafft einen manchmal schon tagsüber…
0 KommentareMedienbildung in der Familie
Medien spielen in dem Leben unserer Kinder heutzutage eine wichtigere Rolle denn je zuvor. Sie werden überall damit konfrontiert. Über die Einflüsse von Medien und geeignete Filme für Kinder habe ich bereits geschrieben.
Das Medienkompetenz-Netzwerk NRW (mekonet) hat jetzt einen aktualisierten Ratgeber zum Thema “Medienbildung in der Familie” herausgegeben. Das Dokument steht auf der Seite von mekonet zum kostenlosen Download bereit. Worum es dabei geht, lässt sich der nachfolgenden Kurzbeschreibung entnehmen:
„Medienbildung in der Familie“ möchte Mulitplikator(inn)en der Medienbildung für die Mediensozialisation in der Familie sensibilisieren. Neben allgemeinen Informationen werden Anregungen für die Elternberatung gegeben. Zahlreiche Links und Literaturhinweise ergänzen das Angebot.
Der eine oder andere nützliche Tipp für den Alltag lässt sich bestimmt finden. Wichtig ist jedoch auch bei dem Thema Medien: die Eltern dienen immer als Vorbild für ihre Kinder.
0 KommentareSurftipp: Lovelystuff
Einen Surftipp habe ich ja hier schon mal vorgestellt. Da wir uns nun Weihnachten nähern, werde ich versuchen in den nächsten Wochen weitere Surftipps zu empfehlen. Dabei sind diese jedoch nicht nur zu Weihnachten aktuell.
Heute im Angebot haben wir Lovelystuff. Hier lassen sich Produkte und Geschenke finden zur Hochzeit, für die Mama und Babys. Dabei ist die Auswahl an Produkten eher gering im Vergleich zu anderen Onlineshops. Jedoch macht dies die Auswahl einfacher und die angebotenen Produkte wurden sicherlich mit Sorgfalt ausgewählt. Die Seite heißt ja vermutlich nicht umsonst Lovelystuff.
Für die Mama oder auch werdende Mama stehen u.a. Tees, Kleidung, Favoriten, Pflegeartikel, Produkte für unterweges und Geschenke zur Auswahl. Auch in der Kategorie Hochzeit gibt es verschiedene Kleinigkeiten, die dennoch für die Erinnerung sind zur Auswahl wie Gastgeschenke oder Geschenke für die Hochzeitsreise. Die Größte Auswahl lässt sich für die Allerkleinsten finden – aber die stehen ja auch immer im Mittelpunkt. So gibt es verschiedene witzige Ideen, die auch alltagtauglich sind wie z.B. eine Aua-Tasche oder Baby-Mahlzeit-Tasche, verschiedene personalisierbare Produkte, Einschlafhilfen, Schnullerketten etc.
Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Mal und die Preise sind für die angebotenen Produkte akzeptabel. Denn schließlich werden viele Sachen auch personalisiert angeboten. Und vor allem zur Geburt lassen sich hier sicherlich einige Anregungen finden für junge Familien aber auch für solche, die schon Kinder haben
Weltkindertag am 20.09.2008
Am 20.09. ist Weltkindertag. In vielen Städten finden aus diesem Anlass heraus verschiedene Veranstaltungen statt. Der Weltkindertag wurde am 21.09.1954 durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Dabei standen drei Ziele im Vordergrund (Quelle):
- Einsatz für die Rechte der Kinder
- Förderung der Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen
- Einmal im Jahr sollten sich die Regierungen öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF zu unterstützen.
Verschiedene Organisationen haben für den Weltkindertag Aktionen gestartet um auf die Not von Kindern in vielen Ländern hinzuweisen.
So starten die SOS-Kinderdörfer eine Patenkampagane in Deutschland und möchten damit eine langfristige Patenschaft für Kinder in Not initieren. Die SOS-Kinderdörfer weisen darauf hin, dass Paten jetzt mittlerweile umso mehr benötigt werden angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten v.a. für Lebensmittel. Daher werden Einzelpersonen, Familien, Klassen, Gruppen, Vereine und Unternehmen gesucht, die die internationalen Einrichtungen des Sozialwerks mit einem Beitrag von nur einem Euro am Tag (31 Euro monatlich) unterstützen und eine Patenschaft für ein Kind übernehmen. Weitere Informationen lassen sich hier finden.
Die Kindernothilfe appeliert gemeinsam mit terre des hommes anlässlich des Weltkindertages an die Bundesregierung an Kinderrechten in der Verfassung festhalten. Sie fordern dazu auf soziale Standards stärker zu berücksichtigen. Dabei stehen vor allem die Länder Lateinamerikas im Mittelpunkt insbesondere Bolivien. Weitere Informationen zu der Arbeit der Kindernothilfe und terre des hommes lassen sich jeweils auf deren Homepage finden.
Auf die Armut von Kindern in Deutschland weist anlässlich des Weltkindertages die Bepanthen-Kinderförderung des Unternehmens Bayer Vital hin in Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk Arche. Hier werden in Berlin vor der Arche Luftballons mit Karten gen Himmel geschickt. Ziel ist es, dass die Absender dadurch neue Brieffreundschaften schließen. Den Freundschaften schließen ist für viele Kinder nicht möglich, da sie sich trotz ihrer jungen Jahre bereits “erwachsenen Tätigkeiten” widmen müssen und ihnen keine Zeit für Freunde bleibt. Und gerade die soziale Ausgrenzung aufgrund von Armut macht es ihnen noch schwerer.
Wer mit Informationen zum diesjährigen Weltkindertag sucht, kann gerne auch einmal hier vorbeischauen. Ansonsten sollten gute Projekte für Kinder jederzeit unterstützt werden. Dazu zählt auch auf Probleme aufmerksam zu machen. Denn nur wenn Probleme wahrgenommen werden, kann dauerhaft etwas bewegt werden. Über weitere Hinweise zu Hilfsprojekten etc. bin ich jederzeit dankbar und nehme sie mit auf.
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Bei Spiegel Online gab es gestern einen Bericht mit dem Titel “Mütter sollen zurück in den Beruf”. Das weckte mein Interesse, denn auch wir stecken in der misslichen Lage, dass ich gerne wieder Vollzeit arbeiten würde, jedoch finden wir keinen entsprechenden Betreuungsplatz für unsere Tochter.
Die Idee, Frauen mit verstärkt auf den Arbeitsmarkt wieder zu integrieren finde ich an sich lobenswert. Doch leider scheint man dabei nur an Mütter zu denken, die Mitte vierzig sind und deren Kinder zunehmend selbstständig sind. Das auch viele Mütter mit kleineren Kindern arbeiten wollen, scheint dabei vernächlässigt zu werden. Dabei reicht heutzutage schon eine Auszeit von 2-3 Jahren um nicht mehr attraktiv auf dem Arbeitsmarkt zu erscheinen. Und heutzutage sind viele Familien auf ein zweites Einkommen angewiesen.
Und damit beginnt der Kreislauf. Wer einmal raus ist, der bleibt es in der Regel auch. Würde der Staat endlich genügend vernünftige Betreuungslösungen anbieten und auch private Unternehmer hierin stärker unterstützen, würde ein Wiedereinstieg in den Beruf vielen Müttern leichter fallen. Auch vernünftige Arbeitszeitmodelle für Familien wären hilfreich. Bei einer Vollzeitstelle ist es heutzutage mit 8 Stunden am Tag oftmals nicht getan. Heutige Arbeitgeber wollen doch vollen Einsatz sehen und die Anzahl der Teilzeitstellen sind rar gesät. Hierbei sollte man sich vielleicht einmal an den Niederlanden orientieren, wo Teilzeitregelungen vielen Frauen die Rückkehr in den Beruf erleichtert haben.
Der Vorstoß von Familienministerin Ursula von der Leyen ist zwar lobenswert, aber er wird wohl kaum ausreichen. Man sollte vielleicht auch von vorne ansetzen und Unternehmen stärker in die Verantwortung nehmen. Kinder bedeuten für die Frauen meistens ein Karriereende. Zunehmend wollen Frauen dieses Risiko eben nicht auf sich nehmen und stehen vor der Wahl: Kind oder Karriere? Doch wo bleiben die einzelnen Unternehmen und die Gesellschaft, wenn man als Frau auf Kinder verzichtet? Ohne die Unterstützung besserer Arbeitsmodelle für Frauen mit Kindern wird es vielleicht auch für diese irgendwann. Und ohne zukünftige, potentielle Kunden kann ein Unternehmen irgendwann “einpacken”. Man sollte daher nicht immer nur kurzfristig an Gewinne & Co. denken sondern auch an die langfristige Zukunft eines Unternehmens.
3 KommentareErgebnisse der Umfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?
Vor einigen Tagen hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass die Zeitschrift Eltern in Zusammenarbeit mit der forsa eine Umfrage zum “Wie geht es Eltern in Deutschland?” durchgeführt hat. Heute wurden nun die Ergebnisse veröffentlicht.
In der veröffentlichten Pressemeldung sind die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Die komplette Studie lässt sich auf der Seite von Eltern.de finden. Erfreulicherweise steht die komplette Umfrage als PDF zum Download zur Verfügung. Mit gut 133 Seiten hat man schon gut was zu lesen – ich werde mir bei Gelegenheit und in einer ruhigen Minute das PDF durchlesen.
Aber nun ein paar Worte zu den wichtigsten Ergebnissen. Im Großen und Ganzen kann ich mich persönlich den Ergebnissen anschließen. Hier ein paar Resultate mit einem kurzen Statement meinerseits zu den wichtigsten Aussagen:
Grund zur Freude: Eltern haben keine Angst vorm Erziehen! – So fanden bei den 18- bis 29-Jährigen 54 Prozent: Erziehungsfragen sind bei uns kein Problem. Wir kommen gut klar!
Auch wir sind in Erziehungsfragen recht entspannt. Wir wissen, was wir von unserem Kind wollen und erwarten können. Wieso sollten wir uns deswegen unnötigen Stress machen? Und einig waren wir uns in Erziehungsfragen bisher auch immer.
Die Mehrheit meint: Kinder sind ein Geschenk – Die große Mehrheit der Eltern hat das gute Gefühl, dass Kinder Bewegung und Fortschritt bedeuten, und fühlt sich dadurch beschenkt. So gaben beinahe zwei Drittel der Eltern an, das Schönste am Leben mit Kindern sei, zu sehen, wie sich die Kinder entwickelten.
Wenn man Kinder hat, ist es doch nahe zu verständlich sich an den kleinen und großen Fortschritten gemeinsam zu erfreuen. Schließlich leisten Kinder erstaunliches! Jeder Fortschritt unserer Tochter begeistert uns und gibt uns Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Kinder zu haben ist Leben pur. Und es ist einfach wunderbar, wenn die Kinder einem etwas Zurückgeben wie Liebe, Zuneigung und Vertrauen.
Das war zu erwarten: Mütter fühlen sich mehr unter Druck als Väter! – 44 Prozent der Mütter wären gern mehr berufstätig – bei guten Betreuungslösungen./ Wenn Oma und Opa weit weg wohnen, fehlt eine wichtige Entlastung.
Wir kennen dieses Problem nur zu gut. Auch ich würde gerne wieder arbeiten – und das auf Teilzeit. Aber in Deutschland ist es schwierig etwas zu finden. Hier könnte die Politik doch mal regulativ eingreifen z.B. durch Steuervergünstigungen und Förderung. Viele Mütter würden gerne Teilzeit arbeiten. Damit kann man immer noch genügend Zeit mit seinen Kindern verbringen und hat dennoch einen sozialen Austausch. Im Gegenzug muss die Betreuung stimmen. Den bei einem Vollzeitjob muss das Gehalt stimmen im Verhältnis zu den Betreuungskosten. Und die Betreuung muss den heutigen Anforderungen gerecht werden. Doch es ist – wie die Umfrage auch zeigt – schwierig eine Betreuung zu finden. Man muss damit vor allem im “Westen” anscheinend viel Glück haben. Wir wären manchmal sehr froh darüber, wenn Oma und Opa in der Nähe wohnen würden – die Kinderbetreuung würde uns auch des Öfteren einen schönen Abend auswärts ermöglichen.
Das ist traurig: Viele fühlen sich finanziell benachteiligt! – 77 Prozent meinen: Schon heute zahlen Familien drauf!/ Die Unzufriedenheit steigt mit der Anzahl der Kinder.
Kinder sind teuer – vor allem wenn sie einen vernünftigen Bildungsweg einschlagen sollen. Die Kosten für ein Studium sind schon immens – wie soll man da bei ständig steigenden Preisen ein zweites Studium finanzieren? Â Um seinem Kind das Beste zu ermöglichen, verzichtet man dann lieber auf ein zweites oder drittes. Â Und ja – man zahlt letztendlich überall drauf. Mal mehr, mal weniger. Ein gutes Beispiel, wo man als Eltern immer drauf zahlt ist eben das Thema Bildung.
Familien haben keine gute Presse! – 65 Prozent ärgern sich über ein schiefes Familienbild in der Öffentlichkeit
Leider gibt es immer wieder schlimme Einzelfälle. Jedoch ist eine Pauschalisierung definitiv falsch. Auch Sendungen wie “Die Supernanny” tragen nicht gerade zu einem positiven Image bei: Nein, nicht alle unsere Kind sind aufsässige, missratene und unerzogene Tyrannen! Nur mal so nebenbei.
0 KommentareKindertragen
Unsere Tochter kann nun mittlerweile sitzen, was wir sehr begrüßen. Dies war für uns der Grund am Wochenende los zu gehen und eine Kindertrage zu kaufen, damit wir wieder gemeinsam aktiv Wandern können. Sicherlich werden die Touren etwas entspannter ausfallen, aber ein Anfang ist damit immerhin gemacht.
Eine vernünftige Kindertrage ist schon eine Investition, aber bereits nach unserer ersten Tour stellen wir fest: sie hat sich gelohnt! Es gibt letztendlich verschiedene Gründe weswegen wir uns dafür entschieden haben.
Zunächst Wandern wir einfach gerne um einfach mal raus zu kommen und die Natur zu genießen. Ausserdem war der optimale Zeitpunkt gekommen, da unsere Kleine jetzt sitzen kann. Einen Kinderwagen bergauf zu schieben ist eine Qual, auch wenn wir einen recht geländetauglichen Kinderwagen haben. Ein weiterer Grund ist, dass unsere Tochter im Kinder wagen eh nicht mehr schläft sondern immer nur umherschaut. Sie ist fasziniert von grünen Bäumen und alles was um sie herum geschieht. Ferner lässt sich solch eine Trage auch optimal am Strand nutzen. Wer schon mal einen Kinderwagen durch feinen Strandsand geschoben hat, weiß was das für eine Qual sein kann! Und da unsere Familien im hohen Norden wohnen, sind auch regelmäßige Strandbesuche garantiert.
Im Laden haben wir dann einige Kindertragen ausprobiert u.a von Vaude Jolly Comfort IV Kids, Jack Wolfskin Watchtower Supreme, Mac Pack Possum Kids, Deuter Kid Comfort II und Kid Comfort III.
Mein Mann hatte nun das Vergnügen die verschiedenen Tragen zu testen. Anfänglich durfte unsere Tochter auch mitmachen – wurde es dann aber recht schnell leid ständig verfrachtet zu werden. Man stellte uns dann freundlicherweise einen Stapel Kataloge zur Verfügung, die das Gewicht des Kindes simulieren sollten. Da mein Mann tendenziell derjenige sein wird, der die Kleine durch das Gelände tragen wird, musste er halt ran. Wichtig war uns aber auch, dass die Trage gegebenenfalls auch an meine Körpergröße anpassbar ist.
Letztendlich haben wir uns für den Deuter Kid Comfort III entschieden. Die Kindertragen von Deuter kamen letztendlich schnell in die engere Auswahl, da sie die stabilsten Trage- und Bauchgurte aufwiesen. Dies ist wichtig, weil zu weiche Gurte auf Dauer Reibungen verursachen können. Und wer kann das schon gebrauchen, wenn hinten bereits ein kleiner Zwerg getragen werden soll. Ausserdem bot der Kid Comfort III ein intergriertes Regen- und Sonnedach. Bei der Varoante von Jack Wolfskin war das Sonnendach per Klettverschluss befestigt. In Anbetracht der Tatsache, dass unsere Tochter gerne überall dran rumspielt derzeit, denken wir, dass wir das Teil vermutlich schnell verloren hätten im Gelände. Der Deuter Kid Comfort III liegt zwar preislich mit ca. 230,- € recht hoch, aber wir erhoffen uns, dass er auch unsere zukünftigen Kinder sicher durchs Gelände bringen wird. Ausserdem bietet der Deuter vielfältigen Stauraum für alles, was sonst noch so mit muss für die Kleinen. Auch ein paar Sachen von uns haben dort schon Platz gefunden.
Unsere erste Tour lief dann auch sehr erfolgreich ab, auch wenn sie nur knapp 2 Stunden dauerte. Aber Mann sowie Tochter müssen sich ja erstmal daran gewöhnen. Bei längeren Touren muss das Kind zwischendurch auch mal rausgenommen werden, damit die Beine nicht einschlafen. Sicherlich soll unsere Tochter auch laufen, aber man muss bedenken, dass es für Kinder anstrengend ist lange Touren zu laufen. Wenn ein Erwachsener 1 Schritt macht, dann muss so ein kleines Kind vielleicht 3 Schritte machen. Und damit eine Tour nicht zum Reinfall wird, weil die Kinder nicht mehr laufen wollen, denke ich das Kindertragen eine tolle Möglichkeit für die ganze Familie ist.
Letztendlich muss jeder für sich austesten, welche Trage für ihn in Betracht kommt und seinen Bedürfnissen entsprechend auswählen. Â Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen: allen Wanderlustigen viel Spass beim Wandern!
0 KommentareUmfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?
Die Zeitschrift Eltern hat bei der forsa eine Umfrage in Auftrag gegeben um zu ermitteln wie das Lebensgefühl von Müttern und Vätern in Deutschland ist. Zentrale Fragen sind dabei laut Pressemeldung:
Sind sie mit der Arbeitsverteilung in ihrer Familie zufrieden? Kommen sie mit der Kindererziehung klar? Haben sie ausreichend Geld? Genug Zeit? Was macht sie glücklich?
Die Ergebnisse sollen am 11. August 2008 in Berlin präsentiert werden. Befragt wurden hierzu über 1.000 Mütter und Väter. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt und hoffe, dass sie etwas bringen und eine realitätsnahe Darstellung wieder spiegeln.
Denn wie sagt die Eltern-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki so schön:
Viele Eltern haben den Eindruck, vor allem als überforderte Problemgruppe wahrgenommen zu werden. Sie fühlen sich enorm unter Druck und zu wenig geschätzt mit dem, was sie tagtäglich leisten.
Als Eltern haben wir auch des Öfteren das Gefühl, dass Außenstehende ohne Kinder es gar nicht nach vollziehen können, welch ein Aufwand so ein Kind. Das dieser sich natürlich lohnt ist selbstverständlich! Aber was nützen Eltern ewige Diskussionen von Politik und Öffentlichkeit, wenn hier doch oftmals an der Realität vorbei diskutiert wird? In Deutschland gibt es noch so einiges an Nachholbedarf. Als Eltern scheint man heutzutage mehr den je den öffentlichen Diskussionen ausgesetzt und man muss oftmals “kämpfen” für das Wohl der Kleinen und der ganzen Familie. Aber leuchtende Kinderaugen, Zuneigung und die Liebe der Kinder sind es einem Wert – und dieses Glück kennt in unserer heutigen Gesellschaft leider nicht jeder…
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