Entwicklung & Erziehung

Fernsehen stört die Entwicklung

Ein Grundsatz bei uns zu Hause ist, dass der Fernseher in der Gegenwart unserer Tochter nicht läuft. Diese Regel versuchen wir mindestens bis zu ihrem 3. Lebensjahr aufrecht zu erhalten – gerne auch länger. Jedoch werden wir unserer Tochter in der heutigen Gesellschaft das Medium Fernsehen dauerhaft nicht vorenthalten können. Wenn es soweit sein sollte, werden wir sicherlich entsprechende Regeln formulieren und Grenzen setzen. Aber wer weiß, ob das Fernsehen bis dahin seine Relevanz behält bei dem was einem derzeit im deutschen TV geboten wird. Die Qualität lässt ja zu wünschen übrig.

Doch wieso ist auch ein nebenher laufender Fernseher schädlich für das Kind? Es lassen verschiedene Gründe hierfür finden. Zunächst führt er dazu, dass Kleinkinder unkonzentriert werden. Sie beschäftigen sich weniger intensiv und lange mit ihren Spielsachen. Spielen ist jedoch wichtig für die geistige und motorische Entwicklung. Es lernt dadurch Vorgänge besser kennen und die Umwelt besser zu verstehen.

Außerdem kann Fernsehen dazu führen, dass die Kreativität eingeschränkt wird. Es wird sich beim Spielen kaum eigene Rollen ausdenken, sondern das Fernsehen wird ihm dabei Vorbild sein. Jedoch muss ein Kind alleine lernen verschiedene Rollen einzunehmen um seine eigene Individualität auszubilden.

Fernsehen im frühen Kindesalter hat sicherlich auch Einfluss auf das Suchtverhalten später. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft zu “Fernsehjunkies”. Kinder werden schließlich bereits früh geprägt. Ferne sollte man wissen, dass gerade Kinder noch Probleme haben zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.

Wer seinem Kind etwas Gutes tun möchte, sollte daher den Fernsehen auslassen solange die Kinder in der Nähe sind. Und wenn die Kinder mal allein spielen, kann man die Zeit endlich mal anderweitig nutzen: ein Buch oder eine Zeitschrift lesen, selber kreativ werden und basteln oder einfach mal die Ruhe genießen. Damit ist man sicherlich ein wesentlich besseres Vorbild auf Dauer.

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Filme für Kinder

Bei Filmen für Kinder ist es oftmals schwierig zu entscheiden, ob er für das jeweilige Alter geeignet ist oder nicht. Als Richtlinie dient dafür in der Regel die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Doch auch diese Angaben können strittig sein. Ist es denn z.B. sinnvoll, dass das Kind zwar keine Gewaltszenen sehen darf, dafür aber mit bestimmten Liebesszenen konfrontiert wird? Dies ist vermutlich nicht im Sinne der meisten Eltern.

Zudem sollte man stets bedenken, dass Kinder lernen müssen zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Ein Film kann für ein Kind so einprägsam sein, dass die Grenzen zwischen Fiktion und Realität schnell verschwimmen können. Wenn es z.B. sieht wie Figuren aus Trickfilmen sich gegenseitig verletzen, denkt es womöglich, dass sich gegenseitiges Verletzen Spaß bringt. Es passiert ja dabei nichts und keiner tut sich dabei weh. Das die Realität anders aussieht ist den meisten Kindern nicht zwangsläufig bewusst.

Filme vermitteln Kinder eine Menge an neuen Sinneseindrücken und Informationen. Diese wollen alle erst einmal verarbeitet werden. Schließlich befinden sich Kinder in einem permanenten Lernfluss und entdecken ihre Umwelt jeden Tag neu.

Schon aus diesen Gründen heraus ist es ratsam, dass Kinder nicht nur so wenig Fernsehen wie möglich, sondern das man sich als Erwachsener bewusst ist und weiß: was sieht mein Kind sich da eigentlich gerade an? Gibt es Stellen über die ich mit meinem Kind anschließend ausführlicher reden sollte? Wichtig ist außerdem, dass man als Eltern selbst einschätzen muss, welcher Film sich für das eigene Kind eignet und welche weniger. Jedes Kind weist seinen individuellen Entwicklungstand auf.

Passend zu diesem Thema hat LOVEFiLM in Zusammenarbeit mit der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW) geeignete Kinder- und Jugendfilmen ausgesucht. Nachfolgend die entsprechende Auflistung, welche ihr auch hier findet:

DVDs für Vorschulkinder

  • Cinderella (Disney)
  • Die drei Räuber
  • Lauras Stern – Der Kinofilm
  • Urmel aus dem Eis
  • Pettersson und Findus – Der Kinofilm
  • Bärenbrüder * Der kleine Eisbär – Der Kinofilm
  • Pumuckl und der Blaue Klabauter
  • Augsburger Puppenkiste – Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
  • Schweinchen Wilbur und seine Freunde

DVDs für Grundschüler

  • Hände weg von Mississippi
  • Arthur und die Minimoys
  • Happy Feet
  • Herr Bello
  • Charlie und die Schokoladenfabrik
  • Garfield – Der Film
  • Michel in der Suppenschüssel
  • Hui Buh, das Schlossgespenst
  • Alvin und die Chipmunks – Der Film
  • Mary Poppins

DVDs für Teenager

  • High School Musical 2
  • Die wilden Kerle 4 – Der Angriff der Silberlichten
  • Harry Potter und der Orden des Phoenix
  • Step Up
  • 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug
  • Die Simpsons – Der Film
  • Ice Age 2 – Jetzt taut’s
  • School of Rock
  • Die wilden Hühner und die Liebe
  • Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

Auch hierbei handelt es sich nur um Empfehlungen – letztendlich müssen immer die Eltern selbst entscheiden für ihre Kinder. Im Zweifelsfall heißt es dann lieber die Finger davon lassen, denn die Zweifel sind sicherlich nicht unbegründet.

Letztendlich geht es um einen vernünftigen Umgang mit Medien. Der mediale Einfluss auf unsere Kinder ist fast allgegenwärtig. Schließlich wollen wir unsere Kinder mit den richtigen Werten groß ziehen und nicht zu einer Verrohung der Gesellschaft beitragen.

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