Tiere stärken soziale Kontakte
Viele Kinder wünschen sich ab einem bestimmten Alter ein Haustier. Dies ist in der Regel auch gut so, da Haustiere einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben.
Erfreulich ist dabei, dass ein eigenes Haustier sich ebenso positiv auf die soziale Entwicklung auswirkt. Verhaltensbiologen der Universität Wien haben untersucht, wie Kindergartenkinder auf tierische Freunde reagieren. Kinder, die sozial gut vernetzt sind, beschäftigten sich dabei intensiver mit den Tieren als solche, die weniger Kontakte pflegen.
Kinder die sich für Tiere interessieren und diese mögen, kommen somit besser mit ihren Spielkameraden aus. Â Woran dies aber nun genau liegt, dafür scheint es bisher keine Antwort zu geben.
Vielleicht ermöglichen Tiere den Kindern einen Rückzugsraum, bevor sie sich beim Spielen wieder auf neue Abenteuer einlassen können. Oft beobachtet man aber auch, dass Kinder mit eigenen Tieren näher in den Interessenpunkt anderer Kinder rücken aufgrund der Faszination für das Tier.
Persönlich ist unsere Tochter mit ihren zwei Jahren bereits begeistert von Tieren. Rückschlüsse auf ihre sozialen Kontakte können wir aber bedingt durch das Alter noch nicht wirklich ziehen. Aber sie oftmals sehr offen gegenüber anderen Menschen – ob das aber nun an den Tieren liegt oder an ihrem Wesen ist eine andere Sache. Vieles wird sich vermurlich erst richtig im Kindergartenalter zeigen.
6 KommentareFreundschaften bilden sich früh aus
Bereits Babys haben Interesse an anderen Kindern und nehmen auf verschiedene Weise Kontakt zu ihnen auf, wie z.B. durch Beinchenstrampeln, Anlachen oder das beliebte Ins-Gesicht-Fassen.
Ab dem 12. bis zum 18. Lebensmonat wählen Kinder ihre ersten Spielgefährten dann gezielt aus. Dies lässt sich gut bei Krippenkindern oder Kindern in der Tagespflege beobachten.
Die Freundschaft mit gleichaltrigen Kindern ist bereits für die Kleinsten wichtigen, da sie dadurch Anregungen und Bestätigung bekommen. Sie haben gemeinsam auch wesentlich mehr Spaß und können Vorhaben teilen. Dabei geht es bei Kleinkindern jedoch immer um das eigene “Ich”.
Andere Aspekte wie das Geben und Nehmen auf Augenhöhe lernen Kinder dann im Kindergarten. Ebenso erlernen die das freundschaftlich-kreative Lösen von Konflikten, wie z.B. das Tauschen von Spielzeug. Die Kinder lernen mit der Zeit, dass in einer echten Freundschaft das Ausbalancieren von Selbstbehauptung einerseits und das Mitgefühl andererseits dazu gehören. Alle diese Erfahrungen machen Jungen und Mädchen dabei am liebsten mit den jeweiligen Geschlechtsgenossen.
Dass es unter kleinen Kindern, die sich bereits ganz gut kennen bereits einen gewissen Zusammenhalt gibt, habe ich persönlich auch schon erlebt. Wenn unsere Tochter mit den Tageskindern auf dem Spielplatz ist, dann sind andere Kinder oftmals eher uninteressant, es sei denn sie haben etwas, was man selber gerne haben möchte. Dabei habe ich dann schon beobachten dürfen, wie sich unsere Tochter mit einem Tageskind zusammen geschlossen hat um einem anderen kleinem Kind die Schippe weg zunehmen, wobei das Kind mit der Schippe wesentlich älter war.
Es hat mich schon erstaunt dies zu beobachten zumal die beiden noch nicht über solche Dinge explizit kommunizieren können und deren Sprachgebrauch noch stark limitiert ist. Dennoch hatten beide ein gemeinsame Ziel vor Augen: dem anderen Jungen die Schippe wegnehmen.
Man sieht auf jeden Fall, dass bereits kleine Kinder in der Lage sind Freundschaften zu schließen. Diese läuft zwar noch auf einer anderen Ebene ab, gibt den Kindern aber sicherlich schon einiges an Erfahrung mit. Und gute Freundschaften auszubilden ist heute manchmal wichtiger denn je.
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