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Gen-Milch in Babymilch-Produkten

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, möchten Eltern ihrem Kind das Beste bieten. Dies betrifft auch die Nahrung. Da nicht jede Frau stillen kann, muss in einem solchen Fall auf Alternativen zurück gegriffen werden, wie Babymilch. Dabei erwartet man ein Produkt, was der natürlichen Muttermilch so nahe wie möglich kommt. Dies beinhaltet, dass die Babymilch frei von Gen-Technik ist.

BabymilchJedoch scheinen nicht alle Hersteller von Babymilch auf Gen-Technik zu verzichten. So weist Greenpeace daraufhin, dass die Hersteller Nestlé und Milupa Gen-Milch für die Herstellung ihrer Produkte verwenden. Konkret werden die die entsprechenden Milchkühe mit Gentechnik-Futter versorgt.

Die Probleme die sich daraus ergeben sind vielfältig. Genmanipulierte Futterpflanzen gefährden nicht nur die Artenvielfalt und führen zu einem erhöhten Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft. Die langfristigen Folgen genmanipulierter Nahrungsmittel sind derzeit ebenso wenig absehbar. Da aber gerade Babys sehr anfällig reagieren können, sind Spätfolgen derzeit noch nicht ausschließbar. Der Kauf genmanipulierter Produkte unterstützt jedoch die Gentechnik und birgt das Risiko, dass man den Kindern keine intakte Umwelt hinterlässt.

Greenpeace hat zu diesem jetzt einen neuen Ratgeber “Milch für Kinder – Einkaufsratgeber für den Genuss ohne Gentechnik” veröffentlicht, welchen man hier findet. Hierin finden Interessierte eine aktuelle Übersicht zum Einsatz von Gen-Pflanzen für Schulmilch und Babymilchprodukte. Vorbildlich scheinen hier Humana und Hipp zu sein, die Milch ohne Gen-Futter-Einsatz produzieren.

Leider gibt es in Deutschland eine fehlende Kennzeichnungs-Pflicht für Milch, Eier und Fleisch, die mit Gen-Pflanzen hergestellt wurden. Daher ist dem Verbraucher oftmals nicht bewusst, dass er Gen-Produkte kauft. Eine bessere Information über die Herkunft der Produkte würde vielen Verbrauchern sicherlich eher die Augen dafür öffnen.

Wie bereits erwähnt ist gerade der Hormon- und Stoffwechselhaushalt von Kindern besonders anfällig. Da die Gentechnik noch vergleichsweise jung ist, sind mögliche Spätfolgen derzeit noch nicht abzuschätzen, auch wenn die Forschung derzeit keine gesundheitsschädigenden Bedenken hat. Man sollte jedoch als verantwortungsvolle Eltern auch die umweltbedingten Folgen des Einsatzes von Gen-Technik bedenken.

Kategorien: Gesundheit & Ernährung
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