Kindern Lebensrettungsmaßnahmen beibringen
Mit seinen Kindern verbringt man viel Zeit, oftmals auch alleine. Häufig ist einer der Partner unterwegs oder man ist sogar alleinerziehend. In manch einer Situation kommt einem dann der Gedanke: Könnte mein Kind mir jetzt helfen, wenn mir etwas zu stößt? Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann nicht nur Kinder in Gefahr bringen. Die meisten Unfälle geschehen bekanntlich zu Hause. Ein Sturz von der Leiter oder einem Stuhl, eine Verletzung durch das Küchenmesser, Verschlucken am Essen, Ausrutschen in der Badewanne – dies sind nur einige Beispiele für mögliche Unfallgefahren in den eigenen vier Wänden. (more…)
Vorsicht bei giftigen Pflanzen!
Der Frühling erwacht und überall in der Natur blüht und grünt es. Das verleitet nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Pflücken und Probieren. Besonders Kinder im Krabbelalter und Kleinkinder sind gefährdet, weil sie ihre Umwelt oftmals gerne auch mit Hilfe des Mundes entdecken. Das ist nicht ganz ungefährlich, wenn es sich dabei um eine giftige Pflanze handelt. Eltern sollten daher stets darauf achten, mit welchen Pflanzen die Kleinen in Kontakt kommen.
Vor allem Familien mit einem Garten sollten sich vor dem Pflanzen informieren, welche Pflanzen in den Garten gehören und welche man besser meiden sollte. Bereits kleine Mengen an Gift können zu schweren Vergiftungen bei Kindern führen. Nachfolgend eine Liste der giftigsten Pflanzen und den davon betroffenen Pflanzenteilen:
- Blauer und gelber Eisenhut: Wirksamte heimische Giftpflanze, giftig sind vor allem die Samen sowie die Wurzeln.
- Bilsenkraut: Hier sind alle Pflanzenteile giftig.
- Engelstrompete: Hier sind ebenfalls alle Pflanzenteile giftig.
- Gemeine Eibe: Äußerst giftig sind bei der Gemeinen Eibe verzehrte und gekaute Nadeln, Zweige und Samen. Das rote Fruchtfleisch der Scheinbeere ist ungiftig. Keine Gefahr besteht bei nur wenigen, unzerkauten Beeren.
- Goldregen: Giftig sind alle Pflanzenteile, wobei die höchste Giftkonzentration sich in den reifen Samen befindet.
- Herbstzeitlose: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Samen. Die Herbzeitlose ist leicht zu verwechseln mit Krokus und Bärlauch.
- Oleander/Rosenlorbeer: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Blätter.
- Rizinus/Wunderbaum: Giftig sind die Samen, vor allem wenn sie unzerkaut sind.
- Stechapfel: Alle Pflanzenteile sind giftig.
- Tollkirsche: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Früchte. Das Gift ist hochwirksam.
Doch wie erkennt man eine mögliche Vergiftung und wie sollte man reagieren? Allgemeine Vergiftungsanzeichen bei Kindern sind:
- Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
- plötzlich auftretende Schmerzen im Bauch
- Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
- Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
- Atemstörung, Atemstillstand und/oder Herzstillstand
Falls Kinder Gift zu sich genommen haben, sollte man versuchen es zu entfernen (z.B. mit Medizinkohle, die das Gift bindet und ausgeschieden wird) oder zu verdünnen. Dafür lässt man die Kinder am Besten Wasser trinken. In solchen Momenten sollte man die Kinder ferner beruhigen und nicht mit ihnen schimpfen. Dies hilft bei der Suche nach dem, was die Kinder gegessen haben, falls man es selber nicht beobachtet hat. Auch eine Kontrolle der Vitalfunktionen gehört dazu. Wenn diese nicht vorhanden sind, sollte unverzüglich der Notruf veranlasst werden. Der Notarzt hilft in der Regel besser als jede Hausapotheke.
Solange die Vitalfunktionen alle in Ordnung sind, kann man zunächst die Giftnotzentrale in der Region anrufen. Am besten speichern Eltern sich die Nummer vorsorglich im Handy ab, um im Notfall sofort anrufen zu können. Wichtig ist aber, dass die Eltern wissen, was die Kinder zu sich genommen haben. Die Giftnotzentrale wird den Eltern dann raten, was zu tun ist und welche Gefahren bestehen. Und im Zweifelsfall schadet das Nachfragen nicht, denn schließlich geht es um die Gesundheit und das Leben von Kindern.
Wer mehr zu diesem Thema erfahren will kann sich z.B. bei Das sichere Haus eine entsprechende Broschüre bestellen.
0 KommentareDer erste Brei
Jedes Elternpaar kommt irgendwann an den Punkt, wo das Baby den ersten Brei bekommen sollte. Der frühste Zeitpunkt ist angeblich der 4. Monat (18. Woche) ab welchem man die Kleinen mit Brei füttern sollte. Ratsamer ist es jedoch bis zum 6. Monat zu warten, da ab diesem Zeitpunkt das Allergierisiko sinkt. Nach dem 6. Monat benötigt das Baby auch neue Reserven, da die Muttermilch alleine die vollständige Versorgung mit den benötigen Nährstoffen sicher stellen kann. Am meisten betroffen ist wohl der Eisenhaushaltes des Babys, wobei der Eisenvorrat wohl zunehmenden aufgebraucht ist zu diesem Zeitpunkt.
Dabei sollte man am besten mit dem Möhrenbrei beginnen. Man kann diesen fertig im Gläschen kaufen oder selber zu bereiten. Wenn man ihn selber kocht, sollte man einen ausreichenden Vorrat anlegen. Dazu nimmt man am besten ca. 500 g Möhren, putzt diese und schneidet sie klein. Die Möhren zunächst in etwas kaltgepresstem Öl kurz garen und dann mit ca. 200 ml Wasser weich kochen. Anschließend fein pürieren und gegebenenfalls noch mit etwas Wasser verdünnen.
Da das Baby anfangs eh nicht mehr als 2-3 Löffelchen essen wird, bietet es sich an zunächst kleine Portionen mit Hilfe eines Eiswürfelbehälters einzufrieren. Man kann dann zum Mittag immer ein Portion entnehmen und mit etwas Apfelsaft noch verdünnen. Der Brei sollte stets im Wasserbad erhitzt und nicht aufgekocht werden.
Nach ca. 2 Wochen kann ein weiteres Lebensmittel hinzugefügt werden. Aus dem Möhrenbrei wird dann in der Regel der Möhren-Kartoffelbrei. Als dritte Zutat wird später dann das Fleisch hinzugefügt.
Und jetzt noch ein paar weitere Tipps zum ersten Brei. Wer weiß, dass sein Baby häufiger Magen-Darm-Probleme hat, kann als Alternative zum Möhrenbrei mit Pastinake anfangen. Dieser soll verträglicher und. allergenarmer sein.
Anfangs kommt es vielleicht zum Löffelstreik. Dann muss man es am nächsten Tag wieder und wieder probieren. Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Kind vor dem Essen ausgeschlafen ist, da man sonst ganz wenige Chancen hat, dass das Kind bereit ist was Neues zu probieren, wo es sich auch noch mit “kauen” anstrengen muss. Ich hatte bei den ersten Versuchen auch das Problem doch nach dem unsere Kleine immer ausgeruht war zu der Mittagsmahlzeit ging es wesentlich besser.
Man sagt, dass der Mittagsbrei mit Fleisch und Gemüse am besten zu dieser Tageszeit gegeben werden sollte zu anfang um eben die Verträglichkeit besser beobachten zu können. Später kann man sich auch überlegen den Brei abends zu geben und mit dem Milchbrei zu tauschen, da viele Familien ja mittlerweile auch abends zusammen kochen und essen. Dann kann man für die ganz Kleinen einfach etwas vom Gekochten abnehmen und pürieren.
Ferner sollte man immer erst eine Zutat nach der anderen einführen um die Verträglichkeit mit dem jeweiligen Lebensmittel sicher zu stellen. Wichtig ist auch, dass bei jeder Portion gut ein Esslöffel Öl enthalten ist. In den fertigen Gläschen fehlt das Öl manchmal. Das Öl unterstützt u.a. die Aufnahme von Vitaminen durch den Körper.
Das Kind muss nicht jeden Tag Fleisch im Brei haben. Wie bei Erwachsenen reicht es 3-4 Mal die Woche Brei mit Fleisch zu füttern. Bei der Wahl des Fleisches wurde mir geraten, dass ich dunkles bevorzugen sollte, da dieses mehr Eisen enthält. Es gibt selbstverständlich auch vegetarische Alternativen z.B. mit Hirse oder Hafer. Ich muss dazu sagen, dass ich selber Vegetarierin bin. Dennoch gönne ich meinem Kind für eine gesunde Entwicklung regelmäßig Fleisch. Wenn sie alt genug ist, dann kann sie immer noch entscheiden, ob sie beim Fleisch bleiben will oder nicht, denn diese Entscheidung sollte letztendlich jedem selbst überlassen bleiben.
Prinzipiell koche ich den Brei für unsere kleine Dame selber. Damit weiß ich dann auch was drin ist. Die Fertigbreie unterliegen in Deutschland strengen Kontrollen – kein Frage. Aber wenn man sich mal die Zusammensetzung der meisten Breie ansieht, so enthält ein Großteil Zucker. Beim selber Kochen stelle ich sicher, dass eben nur der natürliche Zucker enthalten ist. Außerdem kann ich meinem Kind echten Geschmack mit einer breiten Variation an Zutaten bieten. Denn im Supermarkt gibt es letztendlich nur Standardprodukte und die meisten Breisorten wiederholen sich am Ende.
Und zum Schluss ganz wichtig: die Mundhygiene nicht vergessen! Entweder mit einem Wattestäbchen den Mund reinigen oder die kleinen Zähnchen schon Mal sanft putzen. Damit die Kinder auch noch lange etwas von ihren “Ersten” haben.
1 KommentarInternetaktion “Guck hin!”
Das Nachbarnetzwerk nachbarn.de hat eine Internetaktion gegen Vernachlässigung von Kindern unter dem Motto “Guck hin!” gestartet. Der Geschäftsführer Matthias Müller meint dazu:
Für misshandelte und vernachlässigte Kinder sind aufmerksame Nachbarn oft die letzte Chance. Wenn Sie rechtzeitig Alarm schlagen, können Leben gerettet werden. Das mitten untern uns in Deutschland mehr als 300.000 Kinder vernachlässigt werden, hat mich sehr erschüttert. Alleine die Tatsache, dass man anonym über das Internet Missstände anzeigt, wird bei vielen Menschen Hemmschwellen abbauen, die sich vielleicht sonst nicht getraut hätten.
Mehr Zivilcourage hilft hoffentlich nicht nur Kindesmisshandlungen aufzudecken sondern animiert vielleicht auch dazu, dass betroffene Familien und Kinder rechtzeitig Hilfe erhalten, bevor es überhaupt zum Schlimmsten kommt. Alleine lassen sich Probleme oftmals schwerer lösen als gemeinsam. Und wer gibt heutzutage schon gerne zu, dass er es alleine nicht schafft in einer Gesellschaft, wo man vorwiegend mit sich selbst beschäftigt ist.
AUf jeden Fall ist so eine Aktion lobenswert und führt die Gemeinschaft hoffentlich stäker zusammen.
Via: Presseportal
Weitere Informationen: hier
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