Thema: Trinken bei Babys
Kinder und Babys brauchen ausreichend zu trinken. Doch was und wie viel sollten Babys trinken? Dies hängt zunächst vom Alter ab. Im ersten halben Jahr erhält ein Baby in der Regel genug Flüssigkeit durch die Stillmahlzeiten bzw. durch die packungsgerechte Gabe an Flaschenmilch.
Jedoch kann es vorkommen, dass Kinder aufgrund von starker Hitze, Fieber oder Durchfall einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat. Bei Stillkindern hilft es oftmals den Säugling einfach etwas häufiger anzulegen. Ansonsten sollte man versuchen, dem Baby Tee oder Wasser zu geben.
Mit Gabe der Beikost erhöht sich die Trinkmenge auf 300-400 ml zusätzlich am Tag. Kleinkinder ab einem Jahr benötigen ca. 600 ml Flüssigkeit. Ab dem ca. dem 2. Lebensjahr und im 3. Lebensjahr beträgt die Trinkmenge um die 700 ml. Aber auch hier gilt, dass bei starker Hitze und Krankheit die benötigte Flüssigkeitsmenge erhöht ist.
Oftmals stellt sich auch die Frage, was Kinder bzw. Babys trinken sollten. Das ideale Getränk für Babys und Kinder ist abgekochtes (Leitungs)Wasser. Es gibt auch spezieller Babywasser zu kaufen, doch in der Regel lohnt sie die Investition nicht und zumindest mit wurde in der Regel davon abgeraten. Aber auch ungesüßter Tee eignet sich für Babys. Hierbei sollte man am besten Kräutertee wählen und ihn dünn aufbrühen. Früchtetee kann hingegen den Zahnschmelz angreifen, da er Fruchtsäuren enthalten kann. Schwarzer Tee ist für Babys vollkommen ungeeignet.
Als ungeeignet gelten in jedem Fall Saft und auch Limonaden-Getränke. Saft enthält versteckte Kalorien und Fruchtzucker. Ein Glas Saft kann gegebenenfalls eine vollwertige Mahlzeit ersetzen, eignet sich aber nicht als dauerhaftes Getränk um den Durst  des Kindes zu stillen. Wenn man dennoch Saft geben möchte, dann sollte ihn man zumindest entsprechend verdünnen und auf die zusätzliche Zahnpflege achten. Auch Limonaden-Getränke enthalten zu viel Kalorien und Zucker und sind für die Baby- und Kinderernährung komplett ungeeignet.
Die Ernährung selbst nimmt ebenfalls Einfluss auf die benötigte Flüssigkeitsmenge. So ist Milch eher als Nahrungsmittel anzusehen und nicht als Getränk. Bestimmte Lebensmittel wie z.B. Melone, Erdbeeren oder Gurken enthalten sehr viel Wasser und wirken sich positiv auf den Flüssigkeitshaushalt des Kindes aus.
Ansonsten gibt es die Faustregel, dass ein Baby ca. 150 ml/kg Körpergewicht trinken sollte. Jedoch sollte 1 Liter am Tag nicht überschritten werden.
Laut einer Pressemeldung von “Baby und Familie” brauchen Babys je nach Alter zwischen 0,2 und 0,5 Liter mehr Flüssigkeit bei Hitze. Die übermäßige Gabe an Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu Krampfanfällen führen.
Unsere Tochter trinkt am liebsten Wasser. Wir haben es auch mit Tee versucht, aber den hat sie nie so richtig angenommen. Ich habe das Teekochen irgendwann auch aufgegeben und ihr stets nur Wasser angeboten. Als Stillkind mochte sie anfangs sowieso nichts außer eben Muttermilch. Mittlerweile sind wir froh darüber, dass Wasser ihr bevorzugtes Getränk ist. Es ist einerseits einfach und andererseits wirkt es sich positiv auf ihre Gesundheit. Am Ende ist es auch eine Frage der Übung und Gewohnheit. Man sollte nur nicht aufgeben und den Kindern immer wieder etwas zu trinken anbieten. Und oftmals müssen die Kleinen in ihrer Spielfreude auch immer wieder mal daran erinnert werden etwas zu trinken.
1 KommentarReiseapotheke fürs Kind
Sommerzeit ist auch Reisezeit. Damit die ganze Familie einen erholsamen und schönen Urlaub genießen kann, sollte man vorher an einiges denken. Dies betrifft auch die Reiseapotheke v. a. wenn man mit Babys und Kindern reist. Bei Flugreisen sollte man nach Möglichkeit immer eine Notration mit im Handgepäck führen v.a. weil Gepäck auch schon mal verloren gehen kann.
Prinzipiell eingepackt werden sollten auf jeden Fall das gelbe Untersuchungsheft (Vorsorgeheft) sowie der Impfausweis. Ferner zählen hierzu Medikamente, die das Kind regelmäßig einnimmt wie z. B. die die Vitamin D/Fluorid-Tabletten oder auch Medikamente bei bekannten Allergien.
Weiterhin gehört in die Reiseapotheke:
- Fieberthermometer sowie bei auftretendem Fieber oder sonstigen Schmerzen entsprechend altersgerechte Präparate. Bei Reisen in warme Länder sollte bedacht werden, dass Zäpfchen bei Hitze schnell wegschmelzen und daher anschließend nicht mehr zu gebrauchen sind. In solchen Fällen eignet sich dann Fiebersaft.
- Bei Verletzungen Verbandmaterial, Pflaster, Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel sowie Wundschutzcreme und Wundheilsalbe. Ebenfalls kann bei bestimmten Verletzungen ein Kühlkissen hilfreich sein, was gegebenenfalls auch als Wärmekissen dienen kann. Bei Verletzungen wie Prellungen sind ferner kühlende Salben ratsam.
- Im Sommer und bei Reisen in den Süden ist Sonnencreme/-lotion für Kinder bzw. Babys besonders wichtig. Es sollte hierbei auf einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor sowie auf Wasserfestigkeit geachtet werden.
- Für den Fall, dass es doch zu einem Sonnenbrand gekommen sein sollte, helfen kühlende Cremes und Lotion ohne Fett- oder Ölanteile. Auch kühlende Umschläge aus schwarzem Tee, Wasser oder Buttermilch schaffen Abhilfe. Bei schweren Fällen die mit Symptomen wie Schüttelfrost und Erbrechen einhergehen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
- Schutz gegen Insekten wie Mückenschutz und gegen Insektenstiche helfen kühlendes Antihistamin-Gel, kaltes Wasser oder auch der altbewährte Trick eine Zwiebelscheibe auf die betroffene Stelle zu legen. Bei Stichen im Mund- und Rachenraum sollte in Arzt kontaktiert werden und die betroffene Stelle vorrübergehend mit einem Eiswürfel gekühlt werden.
- Mittel gegen Erbrechen und Durchfall wie Elektrolytlösungen um den Salz- und Mineralstoffverlust auszugleichen.
- Bei Verstopfungen hilft es, wenn die Flüssigkeitsmenge erhöht wird. Ansonsten schafft Milchzucker Abhilfe, wobei man hierbei auf die richtige Dosierung achten sollte, da es sonst zu Blähungen kommen kann und sich schädlich auf die Zähne auswirken kann. Auch abführende Zäpfchen helfen, wobei dies vorher mit dem Kinderarzt abgesprochen werden sollte.
- Sicherheitshalber sollte auch ein Mittel gegen Blähungen mit in die Reiseapotheke.
- Bei verschiedenen Problemen können auch bestimmte Tees Abhilfe schaffen. Bei Magen-Darm-Problemen hilft z.B. Kamillentee oder Anis-Fenchel-Kümmel-Tee. Für Nervosität und Schlafstörungen empfiehlt sich ein Beruhigungstee.
- Kinder erkälten sich manchmal fixer als man denkt â auch im Sommer! Daher sollten abschwellende, altersgerechte Nasentropfen stets zur Grundausstattung der Reiseapotheke gehören.
- Bei besonders hartnäckigem Husten ist Hustensaft hilfreich. Dieser sollte aber nur in Rücksprache mit dem Arzt verabreicht werden.
- Für Babys empfiehlt sich ferner die Mitnahme von Zahnungshilfen wie Beißringe oder entsprechende Medikamente.
Diese Liste enthält letztendlich nur Anhaltspunkte. Im Zweifelsfall sollte stets ein Arzt kontaktiert werden um die Gesundheit der Kinder zu gewährleisten. Man sollte dabei auch stets bedenken, dass Kinder ihr Immunsystem noch ausbilden und jedes Kind unterschiedlich reagiert auf eine Krankheit und Schmerzen.
Ansonsten bleibt nur noch einen gelungen Urlaub zu wünschen und das alle Familienmitglieder ohne große, besondere Vorkommnisse wieder zu Hause eintreffen.
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