Allgemein

Online-Präsenz von Kindern

Das Internet ist aus dem Leben von vielen jungen Familie kaum noch weg zu denken. Moderne Eltern gehen regelmäßig online über ihren Computer, aber auch mit den Mobiltelefonen und ihren Smartphones. Gleichzeitig präsentieren sie ihren Nachwuchs mit Fotos und Videos im Netz. So durfte ich neulich erfahren, dass zwei Drittel aller Eltern ihre Säuglinge bereits über Social Networks ihrer Familie und ihren Freunden, aber immer öfter sogar allen Kontakten zeigen. Immerhin kommen auf diesem Weg schon sieben von zehn Babys aus Deutschland ins Internet. Damit sind nicht nur Fotos und Videos gemeint. (more…)

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Marketing & Media

Tipps und Tricks: Webdesign für Kinder

Seitdem unsere Tochter immer älter wird, werden Internetseiten, die sich inhaltlich an Kinder richten, für uns zunehmend interessanter. Dabei fällt sofort auf, dass Internetseiten für Kinder anders gestaltet sind als solche für Erwachsene. Diese Tatsache diente mir zum Anlass, die wichtigsten und interessantesten Punkten zu diesem Thema einmal zusammen zu fassen.

Als Erstes ist es dabei sehr wichtig, dass das Design der Onlineportale für Kinder so gestaltet ist, damit das Interesse der Kinder auf die Inhalte gezogen wird und sie dazu anregt, sich mit dem jeweiligen Thema zu beschäftigen. Dafür stehen dem Designer einige Möglichkeiten zur Verfügung, die ich nachfolgend erläutern möchte.

1. Bitte mit Farbe!
Kinder lieben helle und lebhafte Farben. Bunt ist ein Zauber, den es zu versprühen gilt. Deswegen sollte zunächst auf die geeignete Farbwahl geachtet werden. Helle Farben ziehen die Aufmerksamkeit der Kinder schnell auf sich und ermöglichen dem Designer, ihre Aufmerksamkeit für relativ lange Zeitperioden zu halten. Die richtige Farbwahl ist zwar beim Design immer wichtig, jedoch hinterlässt gerade bei Kindern die richtige Farbwahl eine bleibende Erinnerung in deren Gedächtnis, wie man an den folgenden Beispielen erkennen kann.

Play-Doh
Strahlende, klare Farben kennzeichnen die Play-Doh-Seite. Die Farbpalette reicht dabei von rot-orange, gelb, grün bis hin zu blau und lila, wobei letztere im Screenshot nicht sichtbar sind.

Kindersache
Die Seite erstrahlt in gelb in Kombination mit einem hellen blau:

2. Gute Laune
Webseiten für Kinder sollen eine fröhliche Stimmung bei den Kindern hinterlassen. Nur wenn die Kinder eine positive Erfahrung mit einem Onlineportal machen, kehren sie gerne zu einer Webseite zurück – ähnlich wie bei uns Erwachsenen. Die Kinder sollten also jederzeit das Gefühl haben, dass sie auf der Webseite willkommen sind. Dieser Aspekt ist ebenso aus Sicht des Marketings wichtig, denn auch Kinder reden in der Regel mit Gleichaltrigen über positive Erfahrungen – und das ist das grundlegende Empfehlungsmanagement im Marketing. Eine gezielte Ansprache der Kinder wird für den Erfolg eines Onlineportals definitiv hilfreich sein. Für gute Laune kann auch eine zentrale Figur auf einer Webseite sorgen, die die Kinder freudig empfängt.

Bob der Baumeister
Hier empfängt Bob der Baumeister die Kinder auf der Startseite:

Thomas & seine Freunde
Thomas die kleine Lokomotive begrüßt freudig die Kinder auf seiner Seite. Dazu fährt die Lokomotive in das Bild hinein.

3. Nahe an der Natur
Kinder sprechen positiv auf Elemente aus der Natur an. Hierbei geht es darum, dass bekannte Elemente Kinder stimulieren, zumal Kinder zunächst noch über einen beschränkten Erfahrungshorizont verfügen. Dabei sind Simplifizierungen von Elementen bei Kindern oftmals am wirksamsten, um so ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Eine übertriebene Größendarstellung von Naturelementen ist hier möglich, wenn nicht sogar wünschenswert.

Disney
Je nach Thema und Film verwendet Disney unterschiedliche Elemente. Im Playhouse-Bereich bei “Meine Freunde Tigger und Puuh” finden sich einfach dargestellte Formen aus der Natur wieder. Die vereinfachten Darstellungen lassen sich an den Wolken sowie der Landschaft selbst schnell erkennen. Die Elemente aus der Natur sind zudem vergleichsweise groß dargestellt.

Disney
Ein weiters Beispiel von Disney findet sich auf der Seite von “Findet Nemo“. Hier werden für die Seite Elemente aus dem Wasser genutzt, die entsprechend groß und vereinfacht dargestellt sind.

4. Die richtige Größe
So klein die Kinder auch sind, für sie ist die richtige Größe bei der Verwendung von Interaktions-Elementen wichtig. Als Designer sollte man darauf achten, dass diese Flächen ausreichend groß und gut erkennbar sind. Schwerpunkte bilden hierbei Buttons oder auch die Typographie. Kinder fühlen sich von einfachen, klaren und leicht wahrnehmbaren Objekten angezogen. Daher sollten große Design-Elemente bevorzugt werden. Hier bietet es sich ebenfalls an, dass passende Charaktere, die auch animert sein können, in einer entsprechenden Größe genutzt werden. Diese stellen dann den Hauptfokus für Kinder dar und können sie durch die einzelnen Seiten hinweg navigieren und begleiten.

Disney
Mal wieder ein Beispiel von Disney – diesmal zum Thema Größe. Die Hauptfiguren, welche in diesem Fall die Feen darstellen, wurden im Vergleich zu den restlichen Elementen groß dargestellt und nehmen somit einen Großteil der Seite ein. Hier wurde den zentralen Charakteren entsprechend viel Raum zur Verfügung gestellt.

TOGGO
Bei Toggo.de stellt jedes einzelne Feld einen Button dar und ist damit ausreichend groß für eine einfache Navigation mit der Maus.

5. Navigation mit Spassfaktor
Die Navigation und Call-to-Action-Bereiche sollten so gestaltet sein, dass sie den Kindern direkt ins Auge fallen. Dabei sollte eine sehr einfache Struktur vorliegen, so dass die Kinder schnell und einfach durch die Seite navigieren können. Vorteilhaft ist eine Navigation, die auf großen Buttons und Grafiken basieren, da diese die Aufmerksamkeit der Kinder schneller auf sich ziehen als eine einfache Textnavigation. Eine besondere Option für eine Navigation stellt die Untermalung durch Soundeffekte dar. Wenn die Kinder die Maus dabei über bestimmte Navigations-Elemente bewegen, wird die entsprechende Beschriftung als Ton oder Sprachausgabe abgespielt. Dies kann besonders hilfreich für diese Altersgruppen sein, die noch nicht selbst lesen können. Eine andere Möglichkeit besteht in einem sich verändernden Mauszeiger, sobald dieser sich über einem bestimmten Element befindet.

Die Seite mit der Maus (WDR)
Navigation ohne wenn und aber: Auf der Seite mit der Maus vom WDR gibt es zunächst keinerlei Textlinks. Die Kinder können hier anhand der Bilder navigieren. Ferner lässt sich hier nahezu jedes Element anklicken, wodurch selbst unerfahrene Surfer stets auf der Seite weiterkommen.

Internet ABC
Hier ist die obere Navigationsleiste mal nicht in einer Ebene dargestellt, sondern folgt einer geschwungen Linie. Die einzelnen Punkte werden dabei durch witzige Tier-Zeichnungen repräsentiert.

6. Interaktion ist gefragt
Auf der Seite sollten Kinder auch die Möglichkeit haben zu  interagieren. So unterstützt ein spielerisches Quiz das Interesse der Kinder. Interaktion kann ebenso durch Animationen, Sound, Video, kleine Spiele und druckbare Elemente erfolgen. Kurze Videos  bieten sich in der Hinsicht an, um Informationen kompakt und mit einem visuellen Mehrwert aufzubereiten. Man kann den Kindern auch eine kleine, animierte Figur anbieten, die die Kinder durch die verschiedenen Bereiche führt. Dadurch haben die Kinder zusätzlich einen Anreiz sich mit dem Thema zu beschäftigen und sind nicht komplett auf sich alleine gestellt. Bei der Nutzung kleinerer Spiele sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder etwas lernen und auch ihr Gedächtnis trainieren. Druckbare Elemente hingegen bieten sich als Erinnerung an. Sie erinnern die Kinder an die entsprechende Webseite und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind zurückkehrt. Ein weiterer positiver Effekt von druckbaren Elementen ist, dass eine Marke so zusagen nach außen getragen wird und dadurch ihre Reichweite erhöht wird. Der Hintergedanke bei dem Thema Interaktion ist, dass Kinder sich nicht mit stundenlangem Lesen beschäftigen wollen. Dazu ist ihre Aufmerksamkeitsspanne oftmals noch zu kurz. Sie wollen lieber unterhalten werden und spielen. Um den Ansprüchen von Kindern gerecht zu werden, ist es für Designer daher unumgänglich Flash-Elemente mit einzubringen und auf Java-Script zurück zu greifen, auch wenn es einem als Erwachsenen eher nervt.

ZDF tivi
Auf der Seite von ZDF tivi finden Kinder Spiele, Quiz und Tests, bei denen sie am Ende etwas lernen und ihre Fähigkeiten erweitern können.

Fisher-Price
Auf Fisher-Price sind die Online-Spiele und Aktivitäten zusätzlich nach unterschiedlichen Altersgruppen eingeteilt. Somit kann jedes Kind sich altersgerecht weiterentwickeln und Erfolge für sich verbuchen.

7. Bilder, Bilder, Bilder
Kinder nehmen ihre Umwelt viel durch Bilder wahr und lernen dadurch. Sie helfen Kindern bei der Visualisierung. Dadurch können sie eher ein Verständnis darüber entwickeln, was sich in der Welt abspielt. Für ein gutes Lernen ist das Begreifen und Verstehen von Dingen essentiell.

News4Kids
Die einzelnen Bereiche sind auf News4Kids durch entsprechende Bilder gekennzeichnet. Viele Seiten für Kinder greifen auf dieses gestalterische Element zurück und nutzen Bilder. Oftmals dienen Bilder dabei auch zur Veranschaulichung von Berichten, Stories und Reportagen.

8. Verantwortung nicht vergessen
Beim Designen einer Webseite für Kinder sollte man stets im Hinterkopf haben, dass Kinder eine lebhafte Fantasie haben und sich leicht durch das beeinflussen lassen, was sie sehen und hören. Auch im Interesse der Eltern und des eigenen Marketings ist es wichtig, dass sichergestellt wird, das Kinder keinerlei Schäden durch den Besuch einer Webseite für Kinder von sich tragen. Verantwortung übernehmen heißt hier auch, dass die Webseite nicht nur der Repräsentation des eigenen Unternehmens/der eigenen Marke dient, sondern dass die Kinder durch den Besuch etwas lernen und sich mit bestimmten Themen befassen. Angebotene Spiele können dabei z.B. nach Altersgruppen unterteilt werden, damit ebenso jüngere Kinder positive Erfahrunegn sammeln. Wichtig ist es ferner einen Bereich für Eltern einzurichten. Als Eltern hat man oftmals ein wachsames Auge auf die Aktivitäten der Kinder. Dies trifft umso mehr zu, je kleiner und unerfahrener die Kinder sind. Ein Unternehmen bzw. eine Marke steht somit auch in der Pflicht der Eltern und sollte stets bedenken, dass diese einen großen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg einer Kinderwebseite haben.

LEGO
Auf der Seite von Lego finden Eltern zu verschiedenen Themen Antworten und Informationen. Wichtige Themen sind hier u.a. die Kindesentwicklung, die Familie und das gesellschaftliche Engagement von LEGO.

fragFINN.de
Auf der Elternseite von fragFINN.de geht es hauptsächlich um den Kinderschutz im Internet.

9. Und am Ende testen
Was denken die Nutzer von meiner Seite? Welche Elemente funktionieren und welche nicht? Bevor ein Design überhaupt für ein Online-Portal umgesetzt wird, sollten selbstverständlich Testläufe unterzogen werden. Idealerweise gestaltet man dies mit den eigenen Kindern oder von Verwandten, Freunden und Bekannten. Manchmal helfen auch Kindergärten oder Schulen, wenn einem reinen Test noch eine kleine Lernkomponente für die Kinder geboten wird. Jedes Webseitendesign für Kinder nützt am Ende nicht viel, wenn es von der entsprechenden Zielgruppe nicht vorher ausgiebig getestet worden ist. Selbst wenn nur ein Kind zum Testen zur Verfügung steht, ist dies immernoch besser als eine Seite gar nicht zu testen. Dies sollte selbst bei engen Marketingbudgets kein Problem darstellen. Beim Testen sollte man die Kinder gut beobachten. Nachfolgend ein paar Beispiele für Fragen, die man sich stellen sollte:

  • Lässt sich die Seite wie gewünscht navigieren?
  • Haben die Kinder Freude daran oder lässt ihr Interesse schnell nach?
  • Nehmen die Kinder positive Erfahrungen mit und lernen dabei etwas?

Ziel sollte es sein, die Webseite durch die Augen der Kinder wahrzunehmen und anschließend entsprechende Modifikationen vorzunehmen. Wenn man erstmalig eine Webseite für Kinder gestaltet und das Budget knapp ist, kann man sich an Seiten mit langjähriger Erfahrung in diesem Bereich orientieren wie z.B. von Disney, Barbie, Matchbox usw.

Fazit
Bei meiner Suche nach entsprechenden Beispielen ist mir leider aufgefallen, dass es in Deutschland vergleichsweise wenige gute und kindergerechte designte Webseiten gibt, die die genannten Kriterien erfüllten. Vorangig stammen die besten Interseiten für Kinder von den weltweit agierenden Konzernen. Reine deutschsprachige Internetauftritte haben somit noch einiges an Nachholbedarf., zumal ein guter Internetauftritt heutzutage für ein erfolgreiches Marketing unabdingbar ist.

Am Ende hoffe ich, dass dies ein guter Überblick zu diesem Thema darstellt. Für weitere Anregungen, Anmerkungen und Kommentare bin ich jederzeit dankbar. Ansonsten kann man jedem, der das Vergnügen hat an einer Webseite für Kinder jemals  zu arbeiten, nur raten sich an den Beispielen ein wenig zu orientieren. Dann ist der Erfolg des Projekts schon so gut wie gewährleistet.

Ein PDF-Dokument zu den Top 100 Internetseiten für Kinder im deutschsprachigen Raum von Klick-Tipps (Stand: 01.06.2009) lässt sich hier finden.

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Baby & Kind, Eltern & Familie, Produkte & Tests

Surftipp: lil’grams

Als Eltern sind einem die Babybücher wohl bekannt, in welchen man die wichtigsten Ereignisse der Kleinen festhält. Man möchte jeden einzelnen Moment darin festhalten: das erste Sitzen, das erste Krabbeln, die ersten Worte, die ersten Schritte, die ersten Ferien sind alles wundervolle Erinnerungen. Aber bei aller Liebe zu den Kindern, für manche Eltern bedeutet das Dokumentieren dieser Erinnerungen oftmals zusätzlichen Stress. Schon der Gedanke, dass sie selbst im Alltag dafür ziemlich wenig Zeit haben, könnte gegen den Mehraufwand als einige Fotos sprechen. Doch wer organisiert ist, wird versuchen, dass keine der Erinnerungen untergeht.

Mit dem Online-Service lil’grams ist das Sammeln von Erinnerungen nun auch vollkommen digital möglich. Dabei stellt dieser Service laut eigener Aussage “the baby book for modern parents” dar. Hierbei können Eltern ihre gesammelten Erinnerungen zentral organisieren. lil’grams ermöglicht den Eltern nicht nur Photos und Videos ihrer Kleinen hochzuladen, sie können dabei auch über einen Zeitstrahl das Wachstum ihrer Kinder mitverfolgen oder die Mahlzeiten und weitere spezielle Ereignisse eintragen.

Nach dem Login stehen dem Benutzer folgende Bereiche zur Verfügung:

  1. GrowthGram: Hiermit kann man die Größen- und Gewichtsveränderungen angeben und das Wachstum des Kindes mit der Zeit nachvollziehen. Zusätzlich können Fotos und Videos hochgeladen werden.
  2. StoryGram: Wie der Name schon verrät, kann man damit kurze Geschichten verfassen und über die Dinge, die das Kind so anstellt, im Prinzip ein Tagebuch führen.
  3. MediaGram: Fotos und Videos von den lieben Kleinen finden hier ihren Platz.
  4. FirstGram: Die stolzen Eltern tragen an dieser Stelle die Meilensteine im Leben des Kindes ein. Angefangen von den ersten Schritten über die ersten Worte bis hin zu den ersten gemeinsamen Ferien.
  5. FoodGram: Was hat ein Kind zu welcher Zeit gegessen und hat es ihm oder ihr geschmeckt?
  6. WordGram: Für stimmgewaltige Kinder können die Eltern hier die Aufnahmen von neuen Wörtern oder ganzen Sätzen einspielen.

lilgrams1

Der ganze Spass ist jedoch nicht umsonst. Der Preis liegt zwischen $29 für ein Jahr bis hin zu $99 für drei Jahre. Ob es sich aber für die Dokumentation des Lebens lohnt, das müssen die Eltern am Ende selbst entscheiden. Persönlich glaube ich, dass sich ein solcher Service schon rechnen kann, vor allem wenn ich daran denke, dass wir doch viele Fotos entwickeln lassen, um sie in die Alben zu kleben. Alternativ gibt es wiederum die Möglichkeit, sich ein eigenes kostenloses Blog ohne einen teuren Anbieter zu holen, selbstständig die Fotos bei Flickr Stück für Stück hochzuladen und sich auch so an dem Leben seiner Kinder nach einigen Jahren zu erfreuen.

Aber einen Vorteil bietet lilgrams den Eltern schon: Die Verwandten können jederzeit selber entscheiden, wann sie das Neuste über den kleinen Liebling erfahren wollen. Dauerhafte Besucher sind damit garantiert. Natürlich auch mit einem Passwort geschützt! :)

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Produkte & Tests

So sind Kinder sicher im Internet unterwegs!

Mittlerweile ist es nahezu unumgänglich, dass Kinder nicht mit dem Internet in Kontakt kommen. Das moderne Medium begleitet sie als eine Art “Alleskönner” mittlerweile von klein auf an. Ebenso präsent sind die potentiellen Gefahren, die das Internet verbirgt. Ich möchte hier meine Leser nicht erneut ermahnen, auf ihre Sprösslinge zu achten und zu schützen, sondern auf einige durchaus positive Webseiten hinweisen. Es gibt sogar gute Angebote im Netz, die Kindern einen sicheren Zugang zum Internet ermöglichen.

KidZui
KidZui ist eines dieser Portalprogramme. Diese englischsprachige Software gibt es als kostenlose oder kostenpflichtige Version. Mit KidZui können Kinder nicht nur sicher im Internet surfen und haben Zugriff auf diverse Spiele, geprüfte Webseiten, lustige Bilder und so gar einige Youtube-Videos. Nein, sie können auch ihren eigenen Zui Avatar erstellen und damit auf Communities zugreifen, Freunde online treffen und sämtliche Inhalten verwalten und mit Tags ausstatten. Die zugänglichen Seiten wurden laut Anbieter durch Eltern geprüft.

KidZui bietet aber noch weitere Vorteile für Eltern. Im Prinzip kann man seine Kinder unbedenklich surfen lassen. Eltern erhalten einen detaillierten Report, um stets auf dem aktuellen Stand über die aktuellen Online-Interessen ihrer Kinder zu sein. Zusätzlich gibt es wöchentlich E-Mails, um die Interessen der Kinder nachzuverfolgen. Selbstverständlich können Eltern weitere Seiten hinzufügen und die Online-Aktivitäten entsprechend regulieren. Eine gewisse Kontrollfunktion ist für die Eltern damit gegeben.

Je nach Version (kostenlose oder kostenpflichtige) gibt es viele weitere Funktionen. Zum Testen reicht sicherlich vorerst die kostenlose Version aus. Auch die Online-Aktivitäten, wie z.B. Dauer und grundlegende Nutzungsart, beeinflußen am Ende die Entscheidung, ob man die kostenlose oder kostenpflichtige Variante wählt. Leider sind ein Großteil der bewerteten Internetseiten in englischer Sprache.

KidRex
Ein anderes Programm, was das Surfen für Kinder im Internet sicherer machen soll, ist KidRex. Es ermöglicht Kindern eine sichere Suche im Internet. KidRex wurde von Kindern für Kinder entwickelt und basiert auf der Google Custom Search und der Google SafeSearch Technologie. Die Suche beschränkt sich auch hier bisher auf den englischen Sprachraum.

Kinder Messenger
Für den deutschen Sprachraum gibt es den Windows Live Messenger für Kids. Entwickelt wurde dieser nach den Vorschriften des jugendschutz.net und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM). Leider befindet sich das Produkt aktuell noch in einer Entwicklungsphase.

Blinde Kuh
Auch auf deutscher Seite lässt sich eine kindergerechte Suchmaschine finden: Blinde Kuh Suche. Optisch gibt es hier sicherlich noch einigen Verbesserungsbedarf. Auch wird auf der Seite nicht deutlich, wie die Bewertung bzw. die Aufnahme einer Seite erfolgt. Das Projekt wird jedoch ehrenamtlich geführt, weswegen der eine oder andere Inhalt eventuell noch nachgepflegt werden muss.

Frag Finn
Wesentlich ansprechender hingegen ist die Seite fragFinn.de. Die Suche nach verschiedenen Begriffen lieferte zudem sehr überzeugende Ergebnisse. Die Seite basiert auf einer Whitelist, so dass die dargestellten Inhalte positiv gefiltert sind. Laut eigener Aussage handelt sich hierbei um eine “thematisch und zahlenmäßig umfangreiche Liste an kindgeeigneten und von Medienpädagogen redaktionell geprüften Internetseiten.”

Mein Fazit
Kinder müssen mit Bedacht an das Internet herangeführt werden. Ein konstruktiver Dialog zwischen Eltern und Kindern ist unabdingbar. Man muss offen über die Seiten sprechen, die die Kinder am besten gemeinsam mit den Eltern besuchen. Selbst kindesgerechte Software sollte gemeinsam ausprobiert werden, denn blindes Vertrauen schützt vor der eigentlichen Kontrollpflicht von allen Eltern nicht. Für weitere Vorschläge bin ich jederzeit offen. Wer weitere Seiten für Kinder kennt, darf diese also gerne in den Kommentaren hinterlassen.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass Kinder erst ab einem gewissen Alter dem Internet zugeführt werden sollten. Wenn Kinder alleine im Internet aktiv sind, kann einiges in die Wege geleitet werden, ohne dass dies durch die Eltern so geplant wurde. Eltern haben die Aufgabe, die Privatsphäre und das Kind selbst zu beschützen – vor sich selbst und vor anderen. Auf dieses Thema werde ich jedoch ein anderes Mal eingehen. :)

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Gesundheit & Ernährung

stern.de startet “Ratgeber Kindergesundheit”

Die Internetseite stern.de startet ein neues Angebot unter dem Titel “Ratgeber Kindergesundheit“. Laut Pressemeldung wird der Inhalt der Seite wie folgt zusammengefasst:

Der “Ratgeber Kindergesundheit” bietet den Usern expertengeprüfte sowie tiefgreifende medizinische Inhalte, die verständlich und visuell ansprechend aufbereitet werden. [...] Neben FAQs und regelmäßigen Live-Chats haben die User die Möglichkeit, den persönlichen Rat des Experten einzuholen. In der kostenpflichtigen “privaten Sprechstunde” werden besonders dringende Fragen garantiert innerhalb von zwei Werktagen beantwortet.

Meine Meinung zu diesem Angebot ist zweigeteilt. Einerseits vermisse ich im deutschsprachigen Internet noch eine ordentlich aufbereitete Internetseite zu diesem Thema. Das Angebot sollte hierbei eine sinnvolle Kombination von Inhalt und Design bieten. Andererseits frage ich mich, weswegen ich einen kostenpflichtigen Dienst zur Gesundheitsberatung meines Kindes in Anspruch nehmen sollte?

Wir haben eine Kinderärztin unseres Vertrauens, mit der wir über alle Probleme reden können. Außerdem liegt mir und auch meinem Mann die Gesundheit unserer Tochter in jeglicher Hinsicht am Herzen. Da scheuen wir uns auch nicht, unsere Kinderärztin und sonstige Freunde und Bekannte um Rat zu fragen. Wieso sollte ich deshalb zusätzlich Geld ausgeben?

Gewiss kann eine weitere Expertenmeinung nicht falsch sein. Aber wie heißt es immer so schön: Zu viele Köche verderben den Brei. Oftmals tragen zu viele unterschiedliche Meinungen nur zu einer gesteigerten Verwirrung und Unsicherheit bei. Am Ende würde ich dann vermutlich auf unsere Kinderärztin zurück “greifen”.

Dennoch werde ich mit Spannung die Entwicklung dieses neuen Angebotes verfolgen. Wieso sich allerdings stern.de mit so einem Angebot profilieren möchte, bleibt mir dennoch etwas schleierhaft. Die Schaffung eines Angebotes zur Gewinnung neuer Zielgruppen ist nicht verkehrt, aber ich vermute, dass strategisch gesehen noch einiges mehr hinter diesem Projekt steht. Lassen wir uns überraschen.

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Produkte & Tests

Spiegel-Ableger für Kinder

Laut einer Pressemeldung der Zeitschrift w&v scheint nun auch der Spiegel die Zielgruppe Kinder zu entdecken. Man arbeitet wohl an einem Konzept Nachrichten kindergerecht auf zu bereiten.

So haben u.a. bisher die Zeit mit KinderZeit und die deutsche Presseagentur kinderfreundliche Artikel im Angebot. Dies kommt sicherlich nicht von ungefähr. Die Jugend von heute bezieht seine Informationen derzeit zunehmend aus dem Internet. Dadurch verlieren die klassischen Medien zunehmend an neuen jungen Lesern. Doch was ist ein Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag ohne Leser?

Also scheinen die Medienhäuser vorne ansetzen zu wollen – bei der Zielgruppe der Kinder und diese frühzeitig an sich zu binden. Es interessant zu beobachten, wie man sich nach langer Zeit nun endlich zunehmend Gedanken macht dauerhaft neue Leser zu gewinnen. Der eine oder andere Trend wurde ja schon manchmal von den klassischen Medienunternehmen verpasst.

An sich ist der Gedanke, Kinder auch an die klassischen Medien heran zu führen positiv. Es muss schließlich nicht immer der PC sein. Ob und wie fern sich Kinder nun mit ernsteren Themen beschäftigen bleibt letztendlich abzuwarten.

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Eltern & Familie

Kinderschutzinitiative im Internet

Computerbild hat mit verschiedenen Partnern aus der Wirtschaft und Kinderschutzverbänden eine Initiative ins Leben gerufen für einen besseren Schutz von Kindern im Internet. Partner sind hierbei u.a. Microsoft Deutschland, die BILD-Zeitung, die Hilfsorganisation Ein Herz für Kinder, der Verein Deutschland sicher im Netz e. V. und der Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. (eco).

Dabei möchte man Kinder vor den vielfältigen Gefahren im Internet beschützen wie z.B. Pornographie, Klingelton-Betrügereien, und Beleidigungen in Chatrooms. Doch nicht nur die Gefahren im Internet selbst sind ein Thema dabei. Auch auf die sozialen Folgen wie die Vereinsamung soll mit dieser Initiative hingewiesen. Ein weiterer Punkt sind altersgerechte Programme und Spiele, die ebenfalls Auswirkungen auf die Kinder haben können.

Bei dieser Aktion sind auch die Eltern gefragt, die auf ein kindersicheres Internet achten müssen. So wird die Installation einer “Kindersicherung” empfohlen um ungeeignete Programme zu sperren oder auch die Zeit am Rechner zu limitieren. Doch das alleine reicht nicht immer aus. Deswegen sollte man mit seinen Kindern über die möglichen Gefahren reden. Dazu müssen sich die Eltern grundlegend informieren, denn oftmals ist der Nachwuchs computertechnisch bereits fitter als so manch ein Erwachsener. Die Initiative soll daher auch das Bewusstsein bei den Eltern wecken, damit diese die Aktivitäten ihres Nachwuchses stets im Auge behalten.

Auf der Seite der Computerbild gibt es im Rahmen dieser Aktion einen neuen Bereich Kinder im Internet. Dort lassen sich zukünftig aktualisierte Informationen zu verschiedenen Themen finden wie z.B. Jugendschutz im Netz,  Surf-Tipps und Testberichte zu Schutzprogrammen. Ferner wird den Nutzern ein Forum zur Verfügung gestellt um sich mit anderen Nutzern über ihre Erfahrungen in Sachen Kindersicherung austauschen zu können.

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Baby & Kind

Lesen bei Kindern vorne

Die KidsVerbraucherAnalyse 2008, welche das Medien- und Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 13 Jahren untersucht, ist erschienen. Daraus geht hervor, dass trotz der neuen Medien, klassische Freizeitbeschäftigungen bei Kindern und Jugendlichen immer noch gefragt sind.

So geht aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008 (kurz: KidsVA) hervor, dass über 70 Prozent der Kinder angeben ab und an zu nutzen. Die Aktivitäten dabei umfassen spielen und arbeiten. Ungefähr die Hälfte aller Kinder nutzt den Computer auch zum Surfen im Internet. Bei der Untersuchung stellte sich ferner heraus, dass 86 Prozent der Kinder in ihrer Freizeit Zeitschriften lesen und 79 Prozent liest regelmäßig Bücher.

Die Studie befasst sich auch mit der finanziellen Situation der Kinder. So haben Kinder ca. 2,6 Milliarden Euro an Taschengeld und Geldgeschenken zur Verfügung. Investiert wird das Geld in klassische Kinderprodukte wie Süßwaren, Zeitschriften und Eis. Auf den Sparkonten der Kleinen lassen sich weiter 3,8 Milliarden Euro finden. In wie fern eine Beachtung des sozialen Gefälles erfolgte, lässt sich aus der Pressemeldung nicht erkennen.

Trotz aller Medien und neuster Technik bleibt den meisten Kindern unter 10 Jahren ein Handy verwehrt. Und auch die Internetaktivitäten werden trotz aller Freiheiten von den Eltern akribisch beobachtet um die Kinder vor Gefahren im Internet zu schützen. Diese Sorge ist meiner Ansicht nach berechtigt, da Kinder selbst sich nicht den Gefahren bewusst sind. Aber dafür sind ja Eltern da – um die Kinder zu schützen.

Für Interessierte steht die gesamte KidsVA 2008 hier für eine Gebühr von 49,- Euro zum Download bereit. Die Studie ist vor allem für Werbe- und Marketingzwecke relevant.

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Eltern & Familie

Internetaktion “Guck hin!”

Das Nachbarnetzwerk nachbarn.de hat eine Internetaktion gegen Vernachlässigung von Kindern unter dem Motto “Guck hin!” gestartet. Der Geschäftsführer Matthias Müller meint dazu:

Für misshandelte und vernachlässigte Kinder sind aufmerksame Nachbarn oft die letzte Chance. Wenn Sie rechtzeitig Alarm schlagen, können Leben gerettet werden. Das mitten untern uns in Deutschland mehr als 300.000 Kinder vernachlässigt werden, hat mich sehr erschüttert. Alleine die Tatsache, dass man anonym über das Internet Missstände anzeigt, wird bei vielen Menschen Hemmschwellen abbauen, die sich vielleicht sonst nicht getraut hätten.

Mehr Zivilcourage hilft hoffentlich nicht nur Kindesmisshandlungen aufzudecken sondern animiert vielleicht auch dazu, dass betroffene Familien und Kinder rechtzeitig Hilfe erhalten, bevor es überhaupt zum Schlimmsten kommt. Alleine lassen sich Probleme oftmals schwerer lösen als gemeinsam. Und wer gibt heutzutage schon gerne zu, dass er es alleine nicht schafft in einer Gesellschaft, wo man vorwiegend mit sich selbst beschäftigt ist.

AUf jeden Fall ist so eine Aktion lobenswert und führt die Gemeinschaft hoffentlich stäker zusammen.

Via: Presseportal

Weitere Informationen: hier

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