Surftipp: Junior Living
Bei dem Wort Kinderzimmer kommen vielen Eltern als erstes die Gedanken Chaos, Funktionalität, Spielzeug, Klamotten und viel Stauraum, um alles schnellst möglich nach einem langen Tag wieder beseitigen zu können in den Kopf. Aber auch Farben und Formen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die Kinder und man selber möchte sich darin wohlfühlen. (more…)
Spielzeugfreie Zeit
Wenn man Kinder hat, muss man sich mit so einigen Themen befassen. Dazu gehören auch pädagogische Konzepte – spätestens wenn es um die Auswahl der Kinderbetreuung geht. Dabei bin ich auch auf die “spielzeugfreie Zeit” gestoßen.
Zunächst fand ich den Gedanken etwas seltsam. Ich dachte nur, wie mein Kind sich den ohne Spielzeug beschäftigen soll? Bei kleinen Kindern unter 3 Jahren lässt sich dies oftmals noch schwer realisieren. Außerdem ist es vom Vorteil, wenn mehrere Kinder anwesend sind. Das Konzept lässt sich aber auch zu Hause realisieren. Und dies funktioniert umso besser, wenn Mama und/oder Papa sich auch mal Zeit nehmen dafür.
Mit diesen Punkten im Hinterkopf macht die spielzeugfreie Zeit Sinn. Die Kinder lernen dadurch sich gegenseitig auseinander zu setzen und Konflikte zu lösen. Sie haben schließlich nur sich und können nicht in eine Ecke abziehen mit ihrem Spielzeug und vor sich hin schmollen. Es hilft ihnen und gibt ihnen Zeit sich mit Situationen auseinander zu setzen. Man kann dies mit Erwachsenen vergleichen, die in schwierigen Situationen sich mit unterschiedlichen Dingen ablenken. Sobald aber Ruhe einkehrt, fängt man an sich Gedanken zu machen.
Spielzeugfreie Zeiten wirken sich auch auf die Kreativität aus. Die Kinder fangen an miteinander zu kommunizieren und denken sich eigene Spiele aus. Dabei werden Rollen verteilt. Das Einnehmen von verschiedenen Rollen wiederum dient der Selbstfindung: wann fühle ich mich wohl, was passt zu mir, was mache ich lieber ungerne. Für die neuen Spiele werden auch alltägliche Dinge umfunktioniert und in das Spiel integriert wie z.B. Decken um Höllen zu bauen.
Oftmals wird der Streit zwischen den Kleinen auch verringert. Sie diskutieren über ihre Rollen, aber es gibt kein Streit um Spielzeug. Spielzeugfreie Zeiten wirken sich somit positiv auf die sozialen Kompetenzen aus. Sie stärken ihre Beziehungen untereinander.
Ein anderer Faktor ist wohl die Suchtprävention. Kinder werden heutzutage viel zu oft mit irgendwelchen Spielzeugen “abgespeist” anstatt ihren Bedürfnissen nach Zuwendung, Zeit miteinander etc. nachzukommen. Ihre Ersatzbefriedigung finden diese dann zunächst im Spielzeug.
0 KommentareFernsehen stört die Entwicklung
Ein Grundsatz bei uns zu Hause ist, dass der Fernseher in der Gegenwart unserer Tochter nicht läuft. Diese Regel versuchen wir mindestens bis zu ihrem 3. Lebensjahr aufrecht zu erhalten – gerne auch länger. Jedoch werden wir unserer Tochter in der heutigen Gesellschaft das Medium Fernsehen dauerhaft nicht vorenthalten können. Wenn es soweit sein sollte, werden wir sicherlich entsprechende Regeln formulieren und Grenzen setzen. Aber wer weiß, ob das Fernsehen bis dahin seine Relevanz behält bei dem was einem derzeit im deutschen TV geboten wird. Die Qualität lässt ja zu wünschen übrig.
Doch wieso ist auch ein nebenher laufender Fernseher schädlich für das Kind? Es lassen verschiedene Gründe hierfür finden. Zunächst führt er dazu, dass Kleinkinder unkonzentriert werden. Sie beschäftigen sich weniger intensiv und lange mit ihren Spielsachen. Spielen ist jedoch wichtig für die geistige und motorische Entwicklung. Es lernt dadurch Vorgänge besser kennen und die Umwelt besser zu verstehen.
Außerdem kann Fernsehen dazu führen, dass die Kreativität eingeschränkt wird. Es wird sich beim Spielen kaum eigene Rollen ausdenken, sondern das Fernsehen wird ihm dabei Vorbild sein. Jedoch muss ein Kind alleine lernen verschiedene Rollen einzunehmen um seine eigene Individualität auszubilden.
Fernsehen im frühen Kindesalter hat sicherlich auch Einfluss auf das Suchtverhalten später. Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft zu “Fernsehjunkies”. Kinder werden schließlich bereits früh geprägt. Ferne sollte man wissen, dass gerade Kinder noch Probleme haben zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.
Wer seinem Kind etwas Gutes tun möchte, sollte daher den Fernsehen auslassen solange die Kinder in der Nähe sind. Und wenn die Kinder mal allein spielen, kann man die Zeit endlich mal anderweitig nutzen: ein Buch oder eine Zeitschrift lesen, selber kreativ werden und basteln oder einfach mal die Ruhe genießen. Damit ist man sicherlich ein wesentlich besseres Vorbild auf Dauer.
1 KommentarWieviel Spielzeug braucht ein Kind?
Diese Frage stellt man sich des Öfteren als Eltern. Auch wir denken immer wieder darüber nach, ob unser Kind vielleicht schon zu viel Spielzeug hat, zu wenig oder ob wir ein gesundes Mittelmaß erreicht haben.
Bei zu viel Spielzeug ist die Auswahl für das Kind schwierig und es wird sich am Ende mit keinem der Spielzeuge richtig beschäftigen können. Zu wenig Spielzeug hingegen lässt das Spielen schnell einseitig werden.
Dies zeigt bereits, dass verschiedene Spielsachen am Besten unterschiedliche Eigenschaften haben sollten um dem Kind in jeder Situation die entsprechende Stimulation zukommen zu lassen. Ein Spielzeug kann z.B. zum Fühlen geeignet sein, andere für verschiedene motorische Sinne etc. Am besten eignet sich auch Spielzeug, was aufeinander aufbaut und welches sich ergänzen lässt wie Bausteine, Sachen für Puppen, Eisenbahn usw.
Ferner ist klar, dass das Kind auf Dauer sich weiter entwickelt und in den unterschiedlichen Stadien verschiedene Spielzeuge gefragt sind. Um den Kauf von neuen Spielsachen kommt man daher am Ende nicht drum herum. Das Spielzeug sollte immer alters- und entwicklungsgerecht sein. Dies gilt ebenso für das gemeinsame Spielen.
Aber es müssen nicht immer nur Spielsachen sein, die ein Kind in Begeisterung versetzen. Auch im Haushalt lassen sich viele Sachen finden, die man den Kindern zum Spielen geben kann. So ist z.B. Backpapier wunderbar geeignet für Babys um zu knistern, da es keine Druckerschwärze enthält, weitestgehend reißfest ist und sich ansabbern lässt. Oder auch Töpfe mit Holzlöffeln, verschiedene Löffel, der Wäschekorb, die Klammern, eine Wasserflasche, Kissen und Decken etc. können die Kleinen stundenlang faszinieren. Dabei lernen sie zusätzlich den Umgang mit alltäglichen Haushaltsgegenständen.
Das Allerwichtigste bei dem Ganzen ist, dass sich auch die Eltern genügend Zeit nehmen und mit den Kindern spielen. Kein Spielzeug kann die Eltern ersetzen. Durch gemeinsames Spielen können die Eltern den Kindern helfen die Welt besser zu verstehen z.B. beim Kaufmannsladen spielen, mit Fingerpuppen oder der Eisenbahn. Aber auch Bastelaktivitäten sind eine gemeinsame Beschäftigung um die Kreativität zu fördern oder Sport um die motorischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Im gemeinsamen Spiel kann jeder etwas lernen – auch die Eltern. Zumal es Zeit gibt miteinander zu reden und Vertrauen aufzubauen.
Die Frage, ob ein Kind nun zu viel oder zu wenig Spielzeug hat muss daher letztendlich beantwortet werden. Aber wie bereits gesagt, kann kein Spielzeug die gemeinsame Zeit mit den Eltern und der Familie ersetzen um sich in jede Richtung weiterzuentwickeln.
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