Nido lebt
Bereits zur Markteinführung der Elternzeitschrift “Nido – Wir sind eine Familie” schrieb ich vor etwas mehr als einem Jahr einen Artikel. Wie oft bei neuen Produkten, hatte der neue Printtitel zu dieser Zeit noch eine recht ungewisse Zukunft. Doch das Interesse von mir und meinem Ehemann war geweckt, und wir wollten dieses Magazin für junge Eltern gerne im Auge behalten. Der Nido lag ein gutes Konzept zu Grunde – und mittlerweile kaufen wir die Nido nahezu jeden Monat druckfrisch im Handel, seitdem sich der Verlag Gruner+Jahr dazu entscheiden konnte, die Nido in monatlicher Regelmäßigkeit erscheinen zu lassen.
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Pippo: Mitmach- und Vorlesemagazin für die Kleinsten
Vor einiger Zeit berichtete ich über die neue Zeitschrift Nido. Doch das Verlagshaus Gruner+Jahr wagt es trotz der schwierigen Situation für die Verlagslandschaft nicht allein, in diesem Jahr eine neue Zeitschrift heraus zu bringen. Der Sailer Verlag bringt jetzt ein Magazin mit dem Titel “Pippo” heraus.
Was ist das Besondere an “Pippo”? Dieses Magazin soll laut eigener Aussage das erste Mitmach- und Vorlesemagazin für 1- bis 3-jährige sein. Aus diesem Anspruch wird bereits deutlich, welche Zielgruppe man damit ansprechen möchte. Die Leitfiguren in diesem Magazin stellen der Affe Pippo, Tim und der kleine Bär dar, die auf ihren täglichen Abenteuern begleitet werden. Inhaltlich gliedert sich das Magazin wie folgt:
- Die Fotogeschichte mit dem Affen Pippo erzählt Abenteuer aus dem kindlichen Alltag
- Der kleine Bär bringt Ihrem Kind neue Wörter bei und schult dabei Gehör und Gedächtnis
- Die Erlebnisse von Tim eignen sich als Gutenachtgeschichte
- Die ausklappbaren Wimmelbilder schulen die Wahrnehmung
- Zusätzliche Bastelseiten fördern die Feinmotorik
- Im extra Ratgeberteil finden Eltern viele Tipps und Infos zu den Themen Familie, Erziehung und kindliche Entwicklung
Mit dem “Pippo” Magazin werden Sprache, Kreativität und Fanatasie bei den Kleinen gefördert, sowie der Grundstein für das spätere Selbst-Lesen durch gemeinsames Vorlesen mit den Eltern gelegt. Das Magazin wurde von Pädagogen mitentwickelt, um direkt auf die Bedürnisse der Kleinsten einzugehen. Das ursprüngliche Zeitschriftenkonzept stammt jedoch aus Frankreich.
“Pippo” soll monatlich erscheinen, umfasst ca. 24 Seiten auf stabilem Papier und liegt preislich bei 3,60 Euro pro Ausgabe. Zu erwähnen ist dabei, dass das Magazin komplett werbefrei ist. Keine Anzeigen sollen den Lesefluss stören! Wer sich das Magazin einmal anschauen will, findet auf der Webseite von Pippo ein kostenloses Probeexemplar in Form eines PDFs.
Da wir unsere einjährige Tochter regelmäßig mit frischer Lektüre versorgen, habe ich das Magazin einmal zusammen mit ihr am Bildschirm getestet. Sie schien sich zumindest dafür zu interessieren, weil sie beim Vorlesen recht still sitzen blieb. Persönlich würden mich die Kinderseiten zumindest nicht ansprechen, aber ich gehöre ja auch nicht zur direkten Zielgruppe. Interessant finde ich aber schon die kurz gehaltenen Seiten für Eltern, weil ich im Alltag selten viel Zeit habe, um in der Freizeit viel Text zu lesen. Alles in allem bleibt abzuwarten, wie die kleinen Racker auf die Printversion reagieren. Ein Versuch kann zumindest nicht schaden, vom dauerhaften Lesen von PDF-Dokumenten am Rechner rate ich zumindest für das Wohlergehen der Kleinen ab.
0 KommentareNido – das urbane Elternmagazin mit Zukunft?
Die stern-Familie erweitert ihr Portfolio um das neue Magazin “Nido -Wir sind eine Familie“. Worum geht es in Nido? Kurz gesagt: Das Leben urbaner Eltern und Kinder von heute steht hier im Vordergrund. Das Verlagshaus Gruner+Jahr beschreibt das Magazin Nido als “General-Interest-Magazin für moderne, großstädtische Eltern:
Gemacht für Leserinnen und Leser, die Kinder als das größte Glück auf Erden empfinden, sich aber nicht allein über ihre Mutter- und Vaterrolle definieren. Eltern sehen die Dinge eben nur aus einer anderen Perspektive und die beleuchten wir: von Kultur bis Politik, von Mode, Reisen, Wohnen bis Psychologie. Ästhetisch, anspruchsvoll und dabei emotional und authentisch.
Konkret sollen Eltern mit Kinder unter sechs Jahren im perfekten Vorschulalter als Zielgruppe angesprochen werden, die über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen sowie eine Bandbreite an Interessen aufweisen.
Die erste Ausgabe erscheint am 17. April 2009, danach ist für dieses Jahr noch eine zweite Ausgabe geplant, bevor man nach dem Abschluss des Pilotprojektes entscheiden will, ob ein monatliches Erscheinen in 2010 sich rechnet. Ob dieses Konzept von Erfolg gekrönt sein wird, ist sicherlich eine Frage der Zeit unter Berücksichtigung der aktuellen Lage der Wirtschaft, mit der auch die deutschen Großverlage zu kämpfen haben. Doch angesichts der Tatsache, dass der Süddeutsche Verlag sein Magazin “Wir” nach nur einer Ausgabe wieder vom Markt nahm, steht eine Fortführung von Nido unter keinem guten Licht. “Wir” richtete sich ebenso an Eltern im urbanen Umfeld, wo man ein entsprechendes Einkommen und ein breites Interessenspektrum zugrunde legte. Die Parallelen zu Nido sind oberflächlich gesehen sehr offentsichtlich, aber vielleicht liegt dem stern-Ableger eine bessere Vermarktungsstrategie zu Grunde.
Zumindest werde ich mal einen Blick in dieses Magazin werfen und für mich persönlich entscheiden, ob sich der letztendliche Kauf lohnt – oder nicht.
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