Magen-Darm-Erkrankung bei Kindern
Beim Betrachten der Familienfotos dachte ich heute daran, wie unsere Tochter vor einiger Zeit an einer Magen-Darm-Erkrankung litt. Das Schlimmste daran war damals, dass sie sich ständig übergeben musste, was uns ziemlich hilflos da stehen ließ, da sie zudem kaum gegessen hatte.
Daher nehme ich diese Erinnerung zum Anlass ein paar hilfreiche Tipps zu geben, damit anderen Eltern es hoffentlich nicht genauso ergeht. Die erste Frage ist: Was tut man am Besten in einer solchen Situation? Selbstverständlich haben wir zunächst den Arzt aufgesucht, da das Erbrechen mitten in der Woche erfolgte. Aber was ist am Wochenende oder an Feiertagen, wenn man mal nicht eben schnell zum Arzt kann?
Das Wichtigste ist zunächst, dass die Kinder ausreichend trinken. Durch das Erbrechen erleiden die Kinder einen erheblichen Wasser-, Säure- und Salzverlust sowie eine Unterversorgung an Energie. Dies ist umso kritischer, je kleiner die Kinder sind. Solange die Kinder ausreichend und freiwillig trinken braucht man sich nicht allzu viele Sorgen machen, wobei man als Eltern immer schnell besorgt ist.
Am besten eignet sich hierfür Wasser oder leicht gesüßter Tee mit einer Prise Salz. Durch das Salz und den Zucker wird dem Körper praktisch eine Elektrolytlösung angeboten. Die Flüssigkeit kann anfangs auch portionsweise verabreicht werden, die man dem Kind alle 5 Minuten mit Hilfe eines Tee- oder Esslöffels zum Trinken gibt. Dies macht man dann eine Stunde lang. Bleibt alles drin, dann kann man die Flüssigkeitsmenge langsam erhöhen. Wichtig ist dabei immer das Kind zu beobachten. Auch durch die kleinen Mengen gelangt am Ende ausreichend Flüssigkeit in den Körper.
Wenn das Kind wieder Hunger haben sollte und etwas essen möchte, dann eignen sich am besten Bananen oder Salzstangen. Wichtig ist, dass man das Kind zunächst nicht zum Essen drängt. Wenn einem selber schlecht ist, mag man schließlich auch nichts essen. Der Magen muss sich auch erst einmal nach dieser Anstrengung beruhigen.
Die leichte Kost sollte bei zu nehmenden Appetit eine wichtige Rolle spielen, damit der Magen nicht gleich wieder zu stark belastet wird. Zumindest bei uns hat uns unsere Tochter signalisiert, wann sie wieder mehr Hunger hat und genug von dieser leichten Kost hat.
In jedem Fall sollte aus Sicherheitsgründen ein Arzt aufgesucht werden. Neben einer klassischen Magen-Darm-Erkrankung kann das Erbrechen auch andere Ursachen haben wie eine Vergiftung oder eine Erkrankung des Gehirns.
Der Arzt wird vermutlich zunächst eine Elektrolyt-Lösung verschreiben. Für die Verabreichung sollten die Eltern entsprechend eingewiesen werden. In akuteren Fällen werden entsprechende Zäpfchen gegen Erbrechen verschrieben. Bringt dies keine Besserung, bleibt dem Arzt nur noch eine Einweisung ins Krankenhaus um das Kind per Infusion versorgen zu lassen. Ausschlaggebend hierfür ist das Gewicht bzw. der Gewichtsverlust des Kindes. Bei einem Gewichtsverlust von mehr als 10% des ursprünglichen Gewichts sieht es bereits sehr kritisch aus und eine Einweisung ins Krankenhaus ist nahezu unumgänglich.
Gerade letzteres klingt ziemlich dramatisch, aber das Wohle des Kindes sollte immer an erster Stelle stehen. Eine Infusion lässt die meisten Kinder wieder relativ schnell regenerieren. Diese Erfahrung haben wir bereits selbst gemacht, auch wenn damals nicht die Magen-Darm-Erkrankung der Grund dafür war.
Ansonsten kann man nur hoffen, dass man von solchen Erkrankungen verschont bleibt. Ganz ausschließen kann man sie jedoch nie und in solchen Fällen ist das richtige Handeln unabdingbar. Wie bereits erwähnt, möchte ich mit diesem Artikel eine Hilfestellung leisten, kann aber niemals die fachkundige Meinung eines Arztes ersetzen.
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