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	<title>Joombee &#187; Marken</title>
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	<description>Von Mutter und Vater für alle Eltern und ihre Kinder!</description>
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		<title>Werbezielgruppe Kinder im Marketing</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 19:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklung & Erziehung]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder sind konsumkr&#228;ftige K&#228;uferpotentiale f&#252;r die deutsche Wirtschaft. Dies verdeutlicht eine aktuelle Studie vom Egmont Ehapa Verlag, die KidsVerbraucherAnalyse 2008 (KVA). Den Ergebnissen zufolge besitzen deutsche Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren &#252;ber 2,6 Milliarden Euro an Taschengeld nebst Geldgeschenken sowie weiteren 3,8 Milliarden Euro auf ihren Sparkonten. Ferner stehen Teenagern im Alter von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder sind konsumkr&#228;ftige K&#228;uferpotentiale f&#252;r die deutsche Wirtschaft. Dies verdeutlicht eine aktuelle Studie vom Egmont Ehapa Verlag, die <a href="http://www.ehapa-media.de/pdf_download/Praesentation_%20KVA08.pdf" target="_self">KidsVerbraucherAnalyse 2008</a> (KVA). Den Ergebnissen zufolge besitzen deutsche Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren &#252;ber 2,6 Milliarden Euro an Taschengeld nebst Geldgeschenken sowie weiteren 3,8 Milliarden Euro auf ihren Sparkonten. Ferner stehen Teenagern im Alter von <a href="http://www.presseportal.de/pm/6625/1334474/euroforum_deutschland_gmbh" target="_blank">zw&#246;lf bis neunzehn Jahren</a> &#252;ber 5,34 Milliarden Euro zur Verf&#252;gung. <strong>Diese Zahlenwerte sind auf den ersten Blick wirklich sehr beeindruckend.</strong> Doch schauen wir etwas genauer hin.</p>
<p>Vor allem bei dem Thema Sparkonto kommt die Frage auf, in wie fern die Kinder bereits Zugriff darauf haben? Ich gehe hier zun&#228;chst davon aus, dass viele Eltern f&#252;r ihre Kinder ein Sparkonto angelegt haben, um ihnen sp&#228;ter eine gute Ausbildung oder einfach den F&#252;hrerschein als erste Meilensteine im sp&#228;teren Leben als junge Erwachsene zu erm&#246;glichen. Eine Vielzahl der Kinder wird vermutlich keinen Zugriff auf dieses Geld haben und erst mit ihrem 18. Geburtstag das alleinige Verwaltungsrecht &#252;ber das Konto von der Bank erhalten.</p>
<p><strong>Wieso sind solche Zahlen &#252;berhaupt relevant?</strong> Nun, f&#252;r die Werbe- und Marketingindustrie diese Werte sehr interessant. Sie geben Auskunft dar&#252;ber, wie viel Geld den Kindern in diesem Alter zur Verf&#252;gung steht. Die potentielle Konsumkraft spielt hier eine wichtige Rolle, auf die sich Marktanalysten in diversen weiteren Analysen verlassen. So diskutiert unter anderem die EUROFORUM-Konferenz &#8220;Kidsworld&#8221; dar&#252;ber, wie man diese kritischen Konsumenten am Besten kommunikativ erreicht. Erfolgreiche Kommunikationskonzepte von Unternehmen wie Adidas, Disney, Burger King oder Metro kommen hier beispielhaft zum Einsatz.</p>
<p>Wenn ich so etwas lese, dann bin ich doch ziemlich gespalten. Einerseits sehe ich die wirtschaftswissenschaftlichen und marketingtechnischen Aspekte. Diese sagen mir, dass der Staat den Konsum braucht, man muss Produkte zielgruppenspezifisch vermarkten und ohne Konsumenten g&#228;be es keine Unternehmen. <strong>Auf der anderen Seite bin ich auch Mutter und wie mein Mann ein kritischer Elternteil.</strong> Ich m&#246;chte nicht, dass mein Kind von dieser ganzen Werbewelt erschlagen wird. Ich m&#246;chte nicht, dass meinem Kind suggeriert wird, dass es Dinge braucht, die es in Wirklichkeit nicht braucht. Sicherlich soll unsere Tochter sp&#228;ter ihre W&#252;nsche &#228;u&#223;ern d&#252;rfen. Aber als Elternteil bin ich -so lange das Kind nicht vollj&#228;hrig ist und absolut selbstst&#228;ndig und verantwortlich handelt- mit verantwortlich dar&#252;ber zu entscheiden, was mein Kind ben&#246;tigt und was nicht. In unserer heutigen Zeit beeinflussen Kinder sehr stark den Konsum. Sie bestimmen mit, was gekauft und angeschafft wird, wohin die Reise geht oder welche Zukunftspl&#228;ne eine Familie machen muss. Aber als Eltern m&#246;chte man und sollte man dennoch in bestimmten Ma&#223; die Kontrolle &#252;ber endg&#252;ltige Kaufentscheidungen haben.</p>
<p>Ziel sollte es dennoch sein, seine Kinder schrittweise an einen vern&#252;nftigen Konsum heran zu f&#252;hren. Denn dauerhaft kann man seine Kinder vor der heutigen Werbeflut nicht besch&#252;tzen. Aber man kann sie dazu erziehen rationale Entscheidungen zu treffen. Hierbei f&#228;llt mir ein Satz ein, der mir seit Jahren in Erinnerung geblieben ist:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.meaning.org/inform/inform.html" target="_blank">&#8220;Nike, we made you. We can break you&#8221;</a></p></blockquote>
<p>Dieser Satz zeigt doch die Macht der Konsumenten. Dieser Satz stammt von einem Jugendlichen, der, wie seine Freunde, viel Geld f&#252;r Nike-Produkte ausgegeben hat &#8211; oder vielmehr das Geld seiner Eltern in die Produkte steckte. W&#228;hrend der Sportartikelhersteller gut an den Ums&#228;tzen verdiente, lebte die Familie in eher bescheidenen Verh&#228;ltnissen, jedoch das Markenbewusstsein und die f&#246;rmliche Abh&#228;ngigkeit vom Markenartikel wurde gef&#246;rdert. Neben der Macht des Konsumenten, sich von der Marke abzukehren, demonstriert dieses Beispiel zwei weitere Aspekte:</p>
<ol>
<li>Hier wurden die tiefgr&#252;ndigen Hintergr&#252;nde erkannt und gezeigt, dass mit der richtigen Aufkl&#228;rung auch Jugendliche einen vern&#252;nftigen Konsum lernen k&#246;nnen &#8211; trotz rebellischer Phasen.</li>
<li>Welche Bedeutung Marketing f&#252;r Teenager und welchen Einfluss die Ma&#223;nahmen auf Jugendliche haben.</li>
</ol>
<p>Um es mit einem warnenden Unterton zu formulieren: <strong>Werbung erreicht bereits die Allerkleinsten!</strong> Dies geschieht vor allem auch unterschwellig. So bekommt unsere Tochter bereits Sachen von Winnie the Pooh und seinen Freunden geschenkt &#8211; Disney l&#228;sst gr&#252;&#223;en!</p>
<p>Passenderweise findet sich in der <a href="http://www.presseportal.de/pm/6625/1334474/euroforum_deutschland_gmbh">Pressemeldung zur EUROFORUM-Konferenz</a> auch folgende Passage:</p>
<blockquote><p>Werbung setzt in Kinderschuhen an &#8220;Gut gemachte Werbung erreicht die Kinder, indem sie so nah wie m&#246;glich an der Lebenswelt der Kids ist [...]&#8220;, stellt der Vorsitzende der EUROFORUM-Konferenz &#8220;Kidsworld&#8221; Ingo Barlovic (iconkids &amp; youth international research) fest und trifft damit die Grundlage eines guten Jugendmarketings: Den Jugendlichen zu verstehen.</p></blockquote>
<p>Genau in diesem Moment w&#252;nsche ich mir, dass man Jugendliche nicht nur rein oberfl&#228;chlich betrachtet und analysiert, sondern auch tiefgr&#252;ndig versteht und ihre Bed&#252;rfnisse erkennt. Konsum ist eine Sache. <strong>Aber wie sieht es mit den &#196;ngsten und Sorgen &#252;ber die Zukunft aus?</strong> Kinder und Jugendliche brauchen und w&#252;nschen sich eine Zukunft in einer Welt, die noch lange erhalten bleibt. Doch eine Produktion von ihren Konsumg&#252;tern durch die &#228;rmeren L&#228;nder der Welt auf einem niedrigen Niveau ohne R&#252;cksicht auf die Umwelt &#8211; genau diese Tatsachen unterst&#252;tzen das Vertrauen in die Markenhersteller keinesfalls.</p>
<p>Am Ende bleibt mir als Elternteil nur &#252;brig zu sagen: Werbung ist akzeptabel, aber bitte transparent und ohne falsche Versprechen. Und bitte in Ma&#223;en und nicht in Massen. Denn die Diskusionen mit unseren Spr&#246;sslingen m&#252;ssen am Ende wir Eltern austragen, warum eine einfache Hose der um ein Vielfaches teureren Markenjeans vorzuziehen ist. Durchgescheuert wird die Kleidung schlie&#223;lich auch beim t&#228;glichen Spielen. Au&#223;erdem sparen wir nicht, damit unsere Kinder das Geld f&#252;r den n&#228;chst-besten M&#252;ll &#8220;verballern&#8221;, sondern damit aus ihnen und ihrer Zukunft etwas Besonderes wird. Wenn die Marketing-Industrie genau das schafft, uns Eltern zu unterst&#252;tzen und die Lust auf die Marke zu steigern, dann k&#246;nnen wir gerne weiter reden!</p>
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