Wenn Kinder Eckzähne bekommen..
…dann haben es nicht nur Kinder sondern auch so manche Eltern schwer. Wir machen diese Erfahrung gerade persönlich. Unsere Tochter hat seit knapp zwei Wochen mit den Eckzähnen zu kämpfen. Das äußert sich am Reiben der Augen und über die Wangen hinweg und Finger in den Mund stecken mit einhergehenden starken Weinanfällen. Das ganze Spielchen dauert dann manchmal bis zu 15 Minuten. Mittlerweile sind die beiden oberen Eckzähne aber durch gekommen und wir hoffen, dass sie ihr Wachstum bald beendet haben.
Doch wieso ist der Wachstum der Eckzähne eigentlich so schlimm und dramatisch bei vielen Kindern?
Eckzähne werden auch als Augenzähne bezeichnet. Wie ich von unserem Kinderarzt und auch von den anderen Eltern auf dem Spielplatz erfuhr, liegt das wohl daran, dass der Schmerz beim Wachstum dieser Zähne bis in die Augen zieht und Kinder deshalb vor Schmerzen sehr viel weinen.
Diese Theorie wird dadurch untermauert, dass die Wurzelspitze des oberen Eckzahnes fast bis zur Orbita (knöcherne Augenhöhle) reicht. Bei Entzündungen eines oberen Eckzahnes kann sich die Entzündung im Gesicht mit Schwellung, Rötung und Druckschmerzen dicht unter dem Auge manifestieren. Daher stammt der veraltete, umgangssprachliche Name “Augenzahn”.
Die Kühlung der Wangen mit einem Kirschkernkissen aus dem Eisfach müsste ein wenig Linderung bringen. Zumindest die Osanitkügelchen versagen jetzt bei uns komplett, nachdem die homöopathischen Heilmittel bei den anderen Zähnen einst halfen. Oftmals haben uns auch gefrorene Himbeeren beim Zahnen geholfen. Ihr Vorteil: Sie passen gut in den Mund, schmecken und sind kalt, wodurch sie den Mundraum wunderbar kühlen.
Bei den Eckzähnen hilft aus unserer Erfahrung zumindest kaum etwas anderes, daher heißt die Devise: Abwarten, Kind in den Arm nehmen, Trösten und warten bis der “Schub” vorbei ist.
Andere Mittel, die das Zahnen erleichtern können, sind Zahngels und Veilchenwurzeln. Im schlimmsten Fall und falls Fieber auftritt, kann man auch eine Paracetamol verabreichen. Hierbei sollte jedoch Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.
Auch sollte man das übliche “Geschäft” nicht vernachlässigen, denn manche Kinder benötigen während dieser Zeit desöfteren eine frische Windel, da gerade das Zahnen mit Durchfall einhergehen kann. Unruhige Nächte sind dabei selbstverständlich vorprogrammiert, wie bei allen Problemen und Veränderungen unserer liebsten Kleinen.
2 KommentareReiseapotheke fürs Kind
Sommerzeit ist auch Reisezeit. Damit die ganze Familie einen erholsamen und schönen Urlaub genießen kann, sollte man vorher an einiges denken. Dies betrifft auch die Reiseapotheke v. a. wenn man mit Babys und Kindern reist. Bei Flugreisen sollte man nach Möglichkeit immer eine Notration mit im Handgepäck führen v.a. weil Gepäck auch schon mal verloren gehen kann.
Prinzipiell eingepackt werden sollten auf jeden Fall das gelbe Untersuchungsheft (Vorsorgeheft) sowie der Impfausweis. Ferner zählen hierzu Medikamente, die das Kind regelmäßig einnimmt wie z. B. die die Vitamin D/Fluorid-Tabletten oder auch Medikamente bei bekannten Allergien.
Weiterhin gehört in die Reiseapotheke:
- Fieberthermometer sowie bei auftretendem Fieber oder sonstigen Schmerzen entsprechend altersgerechte Präparate. Bei Reisen in warme Länder sollte bedacht werden, dass Zäpfchen bei Hitze schnell wegschmelzen und daher anschließend nicht mehr zu gebrauchen sind. In solchen Fällen eignet sich dann Fiebersaft.
- Bei Verletzungen Verbandmaterial, Pflaster, Schere, Pinzette, Wunddesinfektionsmittel sowie Wundschutzcreme und Wundheilsalbe. Ebenfalls kann bei bestimmten Verletzungen ein Kühlkissen hilfreich sein, was gegebenenfalls auch als Wärmekissen dienen kann. Bei Verletzungen wie Prellungen sind ferner kühlende Salben ratsam.
- Im Sommer und bei Reisen in den Süden ist Sonnencreme/-lotion für Kinder bzw. Babys besonders wichtig. Es sollte hierbei auf einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor sowie auf Wasserfestigkeit geachtet werden.
- Für den Fall, dass es doch zu einem Sonnenbrand gekommen sein sollte, helfen kühlende Cremes und Lotion ohne Fett- oder Ölanteile. Auch kühlende Umschläge aus schwarzem Tee, Wasser oder Buttermilch schaffen Abhilfe. Bei schweren Fällen die mit Symptomen wie Schüttelfrost und Erbrechen einhergehen muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
- Schutz gegen Insekten wie Mückenschutz und gegen Insektenstiche helfen kühlendes Antihistamin-Gel, kaltes Wasser oder auch der altbewährte Trick eine Zwiebelscheibe auf die betroffene Stelle zu legen. Bei Stichen im Mund- und Rachenraum sollte in Arzt kontaktiert werden und die betroffene Stelle vorrübergehend mit einem Eiswürfel gekühlt werden.
- Mittel gegen Erbrechen und Durchfall wie Elektrolytlösungen um den Salz- und Mineralstoffverlust auszugleichen.
- Bei Verstopfungen hilft es, wenn die Flüssigkeitsmenge erhöht wird. Ansonsten schafft Milchzucker Abhilfe, wobei man hierbei auf die richtige Dosierung achten sollte, da es sonst zu Blähungen kommen kann und sich schädlich auf die Zähne auswirken kann. Auch abführende Zäpfchen helfen, wobei dies vorher mit dem Kinderarzt abgesprochen werden sollte.
- Sicherheitshalber sollte auch ein Mittel gegen Blähungen mit in die Reiseapotheke.
- Bei verschiedenen Problemen können auch bestimmte Tees Abhilfe schaffen. Bei Magen-Darm-Problemen hilft z.B. Kamillentee oder Anis-Fenchel-Kümmel-Tee. Für Nervosität und Schlafstörungen empfiehlt sich ein Beruhigungstee.
- Kinder erkälten sich manchmal fixer als man denkt – auch im Sommer! Daher sollten abschwellende, altersgerechte Nasentropfen stets zur Grundausstattung der Reiseapotheke gehören.
- Bei besonders hartnäckigem Husten ist Hustensaft hilfreich. Dieser sollte aber nur in Rücksprache mit dem Arzt verabreicht werden.
- Für Babys empfiehlt sich ferner die Mitnahme von Zahnungshilfen wie Beißringe oder entsprechende Medikamente.
Diese Liste enthält letztendlich nur Anhaltspunkte. Im Zweifelsfall sollte stets ein Arzt kontaktiert werden um die Gesundheit der Kinder zu gewährleisten. Man sollte dabei auch stets bedenken, dass Kinder ihr Immunsystem noch ausbilden und jedes Kind unterschiedlich reagiert auf eine Krankheit und Schmerzen.
Ansonsten bleibt nur noch einen gelungen Urlaub zu wünschen und das alle Familienmitglieder ohne große, besondere Vorkommnisse wieder zu Hause eintreffen.
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