Eltern & Familie

Kindererziehung weiterhin Frauensache

Bei all der Emanzipation ist die Kindererziehung auch heute noch überwiegend Frauensache. Dies ergab jetzt eine repräsentative Umfrage unter Vätern des Männer-Lifestylemagazins “Men’s Health” durchgeführt von Forsa im Auftrag der DAK. Bei der Umfrage wurden 501 Väter zu diesem Thema befragt.

KindererziehungHeraus kam dabei, dass in 62 Prozent der Familien der Nachwuchs vorrangig von der Mutter versorgt wird. Bei 28 Prozent der Familien sind zumindest Vater und Mutter berufstätig. Eher die Ausnahme ist es dagegen, dass sich der Vater alleine um die Kinder kümmert, während die Frau arbeiten geht. Dies ist mit gerade mal 4 Prozent eher eine Ausnahme.

Ein Trostpflaster ist es da schon, dass rund 50 Prozent der Väter bereit sind auf ihre berufliche Karriere zugunsten der Kindererziehung zurück zu stellen. Tatsächlich tun dies aber nur 18 Prozent der Väter. Jeder dritte Vater möchte hingegen nicht auf seine Karriere verzichten.

Immerhin nutzen die Väter verschiedene Möglichkeiten, um mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können. Ein Großteil von ihnen (65 Prozent) versucht dabei rechtzeitig zu Hause sein, um wenigstens noch etwas Zeit mit den Kleinen zu verbringen. Bei 32 Prozent der Väter steht ein regelmäßiger Papa-Tag am Wochenende auf dem Plan und 12 Prozent haben einen Vater-Kind-Tag pro Woche. Leider gibt es auch 7 Prozent der Väter, die keinerlei Möglichkeiten sehen, mehr Freiräume für ihr Familienleben zu schaffen. Bei letzteren denke ich, dass dies aber auch eine Frage des Willens ist.

Dabei fühlen sich jedoch 36 Prozent der Väter mit dem “Spagat” zwischen Familie und Beruf  überfordert. Gerade die Tatsache, dass eigene Kinder dazu führen, dass man seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen muss, empfinden 82 Prozent der Väter als schwierig. Problematisch sehen auch 51 Prozent der Väter die Tatsache, dass man kaum noch dazu kommt aus- oder durchzuschlafen. Ferner vermissen die Väter die Zweisamkeit mit ihrer Partnerin (50 Prozent) und Männerabende mit Freunden (26 Prozent).

Das erfreulich bei dem Ganzen: nur “gerade mal” 6 Prozent der Väter sehnen sich nach ihrem Leben ohne Kinder zurück, wobei ich 6 Prozent immer noch ziemlich viel finde.

Insgesamt stimmen mich diese Ergebnisse nachdenklich. Zunächst kommt die Frage auf: woran liegt es, dass Frauen immer noch den Großteil der Kindererziehung übernehmen? Ein entscheidender Faktor ist dabei oftmals, dass die Männer einfach mehr Geld verdienen im Vergleich zu Frauen. Dies ist aber sicherlich nicht der einzige Grund. Auch die Kinderbetreuung ist oftmals problematisch und muss sich am Ende finanziell für die Familie rechnen. Viele Frauen möchten sicherlich auch gerne Teilzeit arbeiten, jedoch sind Teilzeitenstellen in Deutschland relativ rar gesät. Hier sollte die Politik vielleicht mehr Anreize für Arbeitgeber schaffen.

Ein anderes Problem besteht darin, dass Frauen der berufliche Wiedereinstieg nicht immer leicht gemacht wird. Wer ein paar Jahre raus ist, verliert trotz aller Kompetenzen, seine Attraktivität für den Arbeitsmarkt, obwohl viele Frauen sich sicherlich auch während der Kindererziehung geistig fit und auf dem aktuellsten Stand halten.

Viele Frauen plagt aber auch ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern oder haben Angst zu viel von der Kindheit ihres Nachwuchses zu verpassen. Für Väter hingegen scheint es manchmal schwierig, etwas mit den ganz kleinen Kindern anzufangen vor allem im ersten Lebensjahr, wobei dieses gerade wichtig für die Bindung ist.

Am Ende zeigt sich, dass verschiedene Faktoren dazu führen, weshalb noch heute die Kindererziehung vorwiegend Frauensache ist. Zu diesem Thema lässt sich auch hier etwas nachlesen.

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Eltern & Familie, Gesundheit & Ernährung

Vorbild Übergewicht

Der Gesundheit wegen achte ich als Mutter so gut es geht auf eine gesunde Ernährung unserer Familie. Sicherlich bin ich damit nicht alleine, denn eine gesunde Ernährung ist nicht nur für die Kinder wichtig. Als Eltern muss dabei ein gutes Vorbild sein und manchmal auch auf einiges verzichten. Dies ist aber nicht nur der eigenen Figur zu liebe gut so.

So fand man jetzt heraus, dass Töchter ein zehnfach höheres Risiko haben übergewichtig zu werden, wenn die Mutter stark übergewichtig ist. Zu dicke Väter hingegen übertragen dies nur als sechsfach erhöhtes Risiko auf ihre Söhne, was auch noch ein beachtlicher Faktor ist. Herausgefunden haben dies Wissenschaftler der Peninsula Medical School im südenglischen Plymouth. Dabei vermutet man weniger genetische Ursachen dafür, sondern auf die Tatsache, dass Töchter den Lebensstil ihrer Mutter und Söhne den ihres Vaters entsprechend kopieren. Ein solcher Zusammenhang schien bei der Vater-Tochter- bzw. Mutter-Sohn-Beziehung zu fehlen.

Das das Essverhalten in der Kindheit geprägt wird, darüber hatte ich ja bereits geschrieben. Interessant ist hierbei, in wie fern die einzelnen Elternteile doch einen prägenden Eindruck auf ihre Kinder auswirken. Und am Ende bleibt mir nur noch zu sagen übrig: meiner Tochter und ihrer Gesundheit zu liebe werde ich auch zukünftig auf das eine oder andere Stück Schokolade verzichten. Dies tut meiner Gesundheit und Figur auf Dauer sicherlich auch gut. Aber es ist dabei auch wichtig, dass ich ihr beibringe, dass man mal ein Stückchen naschen darf ohne es zu übertreiben. Denn ganz ohne etwas Süßes geht es auf Dauer sicherlich nicht.

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Entwicklung & Erziehung, Spielen & Lernen

Vorlesen für Kinder wichtig

Vorlesen ist für Kinder wichtig. Laut der Studie „Vorlesen im Kinderalltag 2008” haben jedoch 37% der Kinder in Deutschland nicht das Glück, dass ihnen vorgelesen wird. Dies betrifft neben dem Elternhaus auch den Kindergarten und sogar die Grundschule. Dabei wünschen sich alle Kinder, dass man ihnen vorliest.

Beim Vorlesen haben Väter jedoch das Nachsehen. Nur acht Prozent der deutschen Väter lesen ihrem Nachwuchs regelmäßig vor. Hingegen lesen 64 Prozent der Mütter ihren Kindern regelmäßig vor. Jedoch wäre es insbesondere für Jungs wichtig, wenn ihnen ihr Vater häufiger Vorlesen würde. Denn für Jungs sind am Ende die Väter das große Vorbild. Wenn sie früh für Bücher geprägt werden, greifen Jungs später auch häufiger zum Buch.

Doch wieso ist das Vorlesen überhaupt so wichtig? Hierfür gibt es viele gute Gründe.

Vorlesen ist nicht nur für den Spracherwerb wichtig und fördert die Ausdrucksfähigkeit. Es wirkt sich ebenso positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Beim Vorlesen können Kinder ihrer Fantasie und ihren Gedanken freuen Lauf lassen.

Außerdem ist das Vorlesen für Eltern und Kinder eine optimale Möglichkeit Zeit miteinander zu verbringen. Beim Vorlesen können Kinder sich bei den Eltern einkuscheln. Dadurch entsteht ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe.

Dauerhaft wirkt sich das Vorlesen positiv auf die Lesekompetenz aus, da es die Bildung neuronaler Strukturen bewirkt. Somit bildet Lesen eine wichtige Grundlage für den weiteren Bildungsweg.

Beim Vorlesen sollte darauf geachtet werden, dass dies in Ruhe geschieht. So sollten Fernseher, Rechner und Radio während dessen tabu sein. Schließlich soll die Geschichte im Vordergrund stehen. Außerdem können Kinder sich in der Regel nur auf eine Sache konzentrieren und dies sollte während des Vorlesens die Geschichte sein.

Wichtig ist auch, dass die Eltern Spaß beim Lesen haben. Kinder merken schnell, wenn Mama oder Papa sich beim Vorlesen langweilen. Wenn die Eltern jedoch mit Begeisterung dabei sind und die Stimmen und Situationen entsprechend imitieren ist der Spaß beim Vorlesen für alle Beteiligten umso größer.

Die Regelmäßigkeit ist ein weiterer Faktor, den man beachten sollte. Man sollte seinem Kind/ seinen Kindern mindestens einmal am Tag vorlesen. Am Besten führt man regelmäßige Zeiten dafür aus. Eltern und Kinder können sich dann darauf einstellen und beide Seiten sollten sich dann daran halten.

Bücher lassen sich für alle Altersklassen finden. Man sollte versuchen sich an die Altersangaben zu halten zumal vor allem kleine Kinder ihre Konzentrationsfähigkeit ausbauen müssen. Und wenn man ein wenig googelt, lassen sich gute Lesempfehlungen finden.

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Entwicklung & Erziehung

Babys wollen sich mitteilen

So verschieden Babys auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: sie schreien. Und das tun sie nicht ohne Grund. Durch eine Pressemeldung der Zeitschrift ELTERN wurde ich wieder intensiver aufmerksam auf das Thema.

Die Ursachen weswegen Babys schreien sind vielfältig. Dabei sollte man bedenken, dass Babys und vor allem Säuglinge keine andere Form der Kommunikation kennen. Daher können sie auch nicht anders kommunizieren als durch schreien. Kinder lernen erst mit der Zeit und zunehmenden Alter die Vielfalt der Kommunikationsmöglichkeiten kennen: Mimik, Gestik und insbesondere die Sprache.

Diese Tatsache haben wir uns stets von Anfang an bewusst gemacht. Daher stand für uns von Anfang an fest, dass wir unsere Tochter auf keinen Fall weinen lassen. Mit der Zeit haben wir auch in dieser Hinsicht dazu gelernt – genauso wie unsere Tochter. Im ersten halben Jahr ist es nicht ratsam, Babys oder Säuglinge schreien zu lassen. Sie bekommen ansonsten nur das Gefühl, dass keiner für sie da ist, wenn sie jemanden brauchen. Und wenn sie nur schreien, weil sie mal wieder zu Mama oder Papa in den Arm wollen. Aber was soll man auch verlangen von so einem winzigen, unschuldigen Wesen, was so plötzlich einer so großen Welt mit so vielen Sinneseindrücken ausgesetzt ist?

Erst ab dem 7. Monat entwicklen Babys ein Verständnis für Zusammenhänge, lernen Ursache und Wirkung kennen und fangen an sich zu erinnern und Dinge einzuprägen. Daher sollte man den Kleinen z.B. auch erst nach dem 6. Monat die nächtliche Mahlzeit abzugewöhnen.

Aber auch die Kleinen lernen, dass sie unter Umständen durch Weinen ihren Willen durchsetzen können. Und der wird mit zunehmendem Alter immer stärker.

Letztendlich muss man als Eltern herausfinden, weswegen das Baby schreit. Jedes Kind hat seine individuelle Art und Weise zu kommunzieren. So kommuniziert ein Baby z.B. anders mit seiner Mutter als mit seinem Vater. Aber ein Baby muss auch mal schreien, denn auch Kinder haben mal einen schlechten Tag und müssen ihre Wut bzw. ihren Ärger in die Welt hinausschreien. Und als Eltern sollte man froh sein, wenn das Kind lieber einmal öfter schreit als zu wenig. Denn schließlich möchte man als Elternteil ja erreichen, dass die Kinder mit ihren Problemen jederzeit zu einem kommen können.

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Eltern & Familie

Ergebnisse der Umfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?

Vor einigen Tagen hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass die Zeitschrift Eltern in Zusammenarbeit mit der forsa eine Umfrage zum “Wie geht es Eltern in Deutschland?” durchgeführt hat. Heute wurden nun die Ergebnisse veröffentlicht.

In der veröffentlichten Pressemeldung sind die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Die komplette Studie lässt sich auf der Seite von Eltern.de finden. Erfreulicherweise steht die komplette Umfrage als PDF zum Download zur Verfügung. Mit gut 133 Seiten hat man schon gut was zu lesen – ich werde mir bei Gelegenheit und in einer ruhigen Minute das PDF durchlesen.

Aber nun ein paar Worte zu den wichtigsten Ergebnissen. Im Großen und Ganzen kann ich mich persönlich den Ergebnissen anschließen. Hier ein paar Resultate mit einem kurzen Statement meinerseits zu den wichtigsten Aussagen:

Grund zur Freude: Eltern haben keine Angst vorm Erziehen! – So fanden bei den 18- bis 29-Jährigen 54 Prozent: Erziehungsfragen sind bei uns kein Problem. Wir kommen gut klar!

Auch wir sind in Erziehungsfragen recht entspannt. Wir wissen, was wir von unserem Kind wollen und erwarten können. Wieso sollten wir uns deswegen unnötigen Stress machen? Und einig waren wir uns in Erziehungsfragen bisher auch immer.

Die Mehrheit meint: Kinder sind ein Geschenk – Die große Mehrheit der Eltern hat das gute Gefühl, dass Kinder Bewegung und Fortschritt bedeuten, und fühlt sich dadurch beschenkt. So gaben beinahe zwei Drittel der Eltern an, das Schönste am Leben mit Kindern sei, zu sehen, wie sich die Kinder entwickelten.

Wenn man Kinder hat, ist es doch nahe zu verständlich sich an den kleinen und großen Fortschritten gemeinsam zu erfreuen. Schließlich leisten Kinder erstaunliches! Jeder Fortschritt unserer Tochter begeistert uns und gibt uns Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Kinder zu haben ist Leben pur. Und es ist einfach wunderbar, wenn die Kinder einem etwas Zurückgeben wie Liebe, Zuneigung und Vertrauen.

Das war zu erwarten: Mütter fühlen sich mehr unter Druck als Väter! – 44 Prozent der Mütter wären gern mehr berufstätig – bei guten Betreuungslösungen./ Wenn Oma und Opa weit weg wohnen, fehlt eine wichtige Entlastung.

Wir kennen dieses Problem nur zu gut. Auch ich würde gerne wieder arbeiten – und das auf Teilzeit. Aber in Deutschland ist es schwierig etwas zu finden. Hier könnte die Politik doch mal regulativ eingreifen z.B. durch Steuervergünstigungen und Förderung. Viele Mütter würden gerne Teilzeit arbeiten. Damit kann man immer noch genügend Zeit mit seinen Kindern verbringen und hat dennoch einen sozialen Austausch. Im Gegenzug muss die Betreuung stimmen. Den bei einem Vollzeitjob muss das Gehalt stimmen im Verhältnis zu den Betreuungskosten. Und die Betreuung muss den heutigen Anforderungen gerecht werden. Doch es ist – wie die Umfrage auch zeigt – schwierig eine Betreuung zu finden. Man muss damit vor allem im “Westen” anscheinend viel Glück haben. Wir wären manchmal sehr froh darüber, wenn Oma und Opa in der Nähe wohnen würden – die Kinderbetreuung würde uns auch des Öfteren einen schönen Abend auswärts ermöglichen.

Das ist traurig: Viele fühlen sich finanziell benachteiligt! – 77 Prozent meinen: Schon heute zahlen Familien drauf!/ Die Unzufriedenheit steigt mit der Anzahl der Kinder.

Kinder sind teuer – vor allem wenn sie einen vernünftigen Bildungsweg einschlagen sollen. Die Kosten für ein Studium sind schon immens – wie soll man da bei ständig steigenden Preisen ein zweites Studium finanzieren?  Um seinem Kind das Beste zu ermöglichen, verzichtet man dann lieber auf ein zweites oder drittes.  Und ja – man zahlt letztendlich überall drauf. Mal mehr, mal weniger. Ein gutes Beispiel, wo man als Eltern immer drauf zahlt ist eben das Thema Bildung.

Familien haben keine gute Presse! – 65 Prozent ärgern sich über ein schiefes Familienbild in der Öffentlichkeit

Leider gibt es immer wieder schlimme Einzelfälle. Jedoch ist eine Pauschalisierung definitiv falsch. Auch Sendungen wie “Die Supernanny” tragen nicht gerade zu einem positiven Image bei: Nein, nicht alle unsere Kind sind aufsässige, missratene und unerzogene Tyrannen! Nur mal so nebenbei.

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Eltern & Familie

Umfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?

Die Zeitschrift Eltern hat bei der forsa eine Umfrage in Auftrag gegeben um zu ermitteln wie das Lebensgefühl von Müttern und Vätern in Deutschland ist. Zentrale Fragen sind dabei laut Pressemeldung:

Sind sie mit der Arbeitsverteilung in ihrer Familie zufrieden? Kommen sie mit der Kindererziehung klar? Haben sie ausreichend Geld? Genug Zeit? Was macht sie glücklich?

Die Ergebnisse sollen am 11. August 2008 in Berlin präsentiert werden. Befragt wurden hierzu über 1.000 Mütter und Väter. Auf die Ergebnisse bin ich sehr gespannt und hoffe, dass sie etwas bringen und eine realitätsnahe Darstellung wieder spiegeln.

Denn wie sagt die Eltern-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki so schön:

Viele Eltern haben den Eindruck, vor allem als überforderte Problemgruppe wahrgenommen zu werden. Sie fühlen sich enorm unter Druck und zu wenig geschätzt mit dem, was sie tagtäglich leisten.

Als Eltern haben wir auch des Öfteren das Gefühl, dass Außenstehende ohne Kinder es gar nicht nach vollziehen können, welch ein Aufwand so ein Kind. Das dieser sich natürlich lohnt ist selbstverständlich! Aber was nützen Eltern ewige Diskussionen von Politik und Öffentlichkeit, wenn hier doch oftmals an der Realität vorbei diskutiert wird? In Deutschland gibt es noch so einiges an Nachholbedarf. Als Eltern scheint man heutzutage mehr den je den öffentlichen Diskussionen ausgesetzt und man muss oftmals “kämpfen” für das Wohl der Kleinen und der ganzen Familie. Aber leuchtende Kinderaugen, Zuneigung und die Liebe der Kinder sind es einem Wert – und dieses Glück kennt in unserer heutigen Gesellschaft leider nicht jeder…

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Gesundheit & Ernährung

Muttermilch als Geschmackshighlight

Bisher war man der Ansicht, dass Muttermilch einen weites gehenden einheitlichen Geschmack aufweist. Man wusste zwar, dass man als Mutter in der Stillzeit bestimmte Dinge nicht zu sich nehmen sollte, da sie beim Kind Probleme mit der Verdauung verursachen können.

Jetzt haben dänische Forscher nachgewiesen, dass die Ernährung der Mutter Einfluss auf die Zusammensetzung und den Geschmack der Muttermilch hat. Die Studie wurde an 18 stillenden Müttern durchgeführt. Diese mussten Kapseln mit verschiedenen Aromastoffen zu sich nehmen z.B. mit Kümmel, Menthol, Banane oder Lakritz. Dann stellten sie in regelmäßigen zeitlichen Abständen Proben ihrer Muttermilch zur Verfügung. Die unterschiedlichen Geschmacksstoffe waren unterschiedlich lange und nach unterschiedlichen Zeiten mit ihrer maximalen Konzentration nachweisbar. Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass selbst bei gleichen Mahlzeiten von 2 Frauen, die Muttermilch anschließend verschieden schmeckte.

Die Wissenschaftler vermuten daher, dass  gestillte Kinder später im Leben empfänglicher sind für neue Geschmacksrichtungen als Flaschenkinder. Es erklärt auch, warum Kinder manchmal so gar keine Lust haben an der Brust von Mama zu trinken.

Aber mal ehrlich: als stillende Mutter hatte man schon immer dies Ahnung oder das Wissen darüber, dass dem Kind bestimmte Sachen in der Muttermilch nicht zu schmecken scheinen. Zumindest habe ich bewusst auf bestimmte Sachen während der Stillzeit beim Essen verzichtet wie z.B. scharfe Gerichte mit Chili. Und man wusste ja auch, dass Alkohol, Nikotin oder solche Nahrungsmittel wie Kohl sich in der Muttermilch absetzen und Einfluss auf das Kind haben. Von daher sind die Ergebnisse letztendlich nicht verwunderlich sondern unterstützen nur die langjährigen Vermutungen jeder stillender Mutter: Mein Kind isst, was ich esse.

Die vollständige Studie lässt sich hier für $31.50 herunterladen und beim Spon noch mal zusammenfassend nachlesen.

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Eltern & Familie, Entwicklung & Erziehung

Mütter lernen von Töchtern

Die Frauenzeitschrift Für Sie hat eine GEWIS-Umfrage durchgeführt um heraus zu finden, in wie fern Mütter von ihren Töchtern lernen. Dabei wurden 1057 Mütter im Alter von 30 und 65 mit Töchtern von über zwölf Jahren befragt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass ein Drittel der Mütter bereits neue Erfahrungen durch ihre Töchter gesammelt haben.

So teilt die Frauenzeitschrift Für Sie in ihrer Pressemeldung das folgende Ergebnis mit:

Zwölf Prozent der Befragten gaben an, sich bei ihrer Tochter einen modischeren Kleidungsstil abgeguckt zu haben. Jede zehnte Mutter sagt, dass sie durch den Nachwuchs gelernt habe, Vorurteile abzulegen. Auch in vielen anderen Bereichen orientieren sich Mütter an ihren Töchtern: Neun Prozent gönnen sich nach ihrem Vorbild mehr Lockerheit im Alltag, sieben Prozent schätzen ihre Freundschaften höher als früher und 5 Prozent haben gelernt, selbstbewusster für ihren Standpunkt einzutreten.

In wie fern das jetzt für die Beziehung zu meiner Tochter zu trifft kann ich derzeit noch nicht sagen, da unsere Tochter noch recht klein ist. Aber anhand der Beziehung zu meiner Mutter kann ich schon behaupten, dass ich auf einige ihrer Lebensbereiche Einfluss genommen habe.

Prinzipiell denke ich, dass Kinder nicht nur von uns Erwachsenen lernen, sondern dass auch wir von unseren Kindern viel lernen können. Jedoch bin ich der Ansicht, dass man seine elterliche autoritäre Position den Kindern gegenüber behaupten und die Beziehung nicht zu stark auf Basis von Freundschaft aufbauen sollte. Schließlich tragen Eltern eine gewisse Verantwortung gegenüber ihren Kindern und diese wird am Besten gewahrt, indem man seinen Kindern auch bestimmte Grenzen setzt an welche sie sich halten.

Ferner führt eine zu starke Orientierung der Eltern an ihren Kindern vermutlich nur dazu, dass die Kinder unter Umständen ihre eigene Persönlichkeit nicht weiterentwickeln zumal sich keine neuen Impulse einstellen.

Im Großen und Ganzen ist das gegenseitige Lernen sicherlich für beide Seiten wichtig und stärkt sicherlich auch die Beziehung. Jedoch sollten die eigenständigen Persönlichkeiten von Kindern und auch Eltern dabei stets respektiert werden.

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Eltern & Familie, Produkte & Tests

Familienreiseführer für Mecklenburg-Vorpommern

Das Sonnenland Mecklenburg-Vorpommern hat eine neue Broschüre mit dem Titel “Urlaub mit Kind und Kegel”, der speziell auf Familien mit Kindern abzielt, veröffentlicht. Herausgegeben wurde der Reiseführer durch den Tourismusverband des Landes Mecklenburg-Vorpommerns. Er enthält vielfältige Informationen zu den Themen Wasser, Natur, Geschichte, Abenteuer, Essen und Trinken sowie fast 200 Einträge mit Familienarrangements von Erlebniszentren, Tourismusorten sowie Unterkünften.

Die Broschüre enthält ferner Literaturhinweise und eine Reihe von Tipps und Spielideen für sonnige als auch für Schlechtwettertage. Somit kann die ganze Familie hoffentlich einen schönen, unvergesslichen Urlaub verbringen. Denn nichts ist schlimmer als gelangweilte und maulige Kinder.

Der Prospekt kann hier kostenlos online bestellt werden. Hier finden sich auch eine Reihe weiterer interessanter Prospekte um das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit seinen vielen Facetten erkunden zu können. Praktisch wäre es auch, wenn man die einzelnen Kataloge als PDF-Download bereit stellen würde. Dann könnte man sich zumindest alles erst ein mal herunterladen und gegebenenfalls prüfen, welche Kataloge man gerne als Papierform hätte. Vielleicht wäre dies mal ein zukünftiges Projekt für den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, den die Dateien liegen doch sicherlich eh in digitaler Form vor.

Persönlich werden auch wir uns den einen oder anderen Prospekt bestellen, zumal unser diesjähriger Urlaub auch an die Ostsee nach “Meck-Pomm” führt. Immerhin haben wir das Glück bei meiner Mutter übernachten zu können. Doch als ursprüngliche Einheimische kann ich mit Hilfe dieser Broschüren noch einiges lernen und neue Seiten an meinem Heimat-Bundesland entdecken. Zumal ich ja schon recht lange nicht mehr dort lebe – also auf in die Ferienplanung!

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Baby & Kind, Entwicklung & Erziehung, Spielen & Lernen

Babys und Schlafen

Wie gesagt, gibt es Dinge in der Theorie, die sich in die Praxis nicht so leicht umsetzen lassen. Dazu zählt das Thema Schlafen und Einschlafen.

So hatten wir vorbildlich das Bettchen im Voraus für unsere Kleine fertig gemacht. Wir haben zwar ein Flachkissen und eine Decke, doch die sind für einen späteren Zeitpunkt gedacht. So steht das Bettchen recht frei in unserem Schlafzimmer, ohne Kissen und Decke damit dem Kind keine Überhitzung droht und sie schön flach liegt. Auch einen Schlafsack hat die Kleine, so wie es sich gehört. Und geraucht wird bei uns schon mal gar nicht. Also alles wunderbar – dachten wir zumindest!

Kaum waren wir damals aus dem Krankenhaus raus, sollte die Kleine natürlich ihr Bettchen einweihen. Jedoch gefiel ihr das gar nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben.

Zunächst sollte man wissen, dass Babys das Einschlafen erst noch lernen müssen. Dazu muss man sich öfters mal was Neues einfallen lassen, denn mit dem Tragen ist es nicht immer getan. Manchmal reicht es das Kind einfach auf der Brust einschlafen zu lassen, mal viel es in Seitenlage getragen werden, mal über die Schulter „geworfen“ und mal einfach nur auf dem Rücken geschunkelt werden. Da kann zumindest unsere Kleine schon mal ganz schön wählerisch sein.

Bestimmte Tricks wollten wir bewusst nicht einsetzen, wie das Kind im Schleudergang auf der Waschmaschine schaukeln zu lassen oder des Nachts mit dem Auto umher zu kurven. Tut weder der Umwelt noch den Eltern gut – vor allem in Köln, wo man dann anschließend schwerlich einen Parkplatz findet.

Als nächstes durften wir lernen, dass Babys abends gerne ihre kritische Zeit haben. Abends ist in der Regel der Hunger größer und die Erlebnisse des Tages werden verarbeitet. Das macht das Einschlafen meistens umso schwieriger. Doch mit der Zeit wurde es zumindest bei uns besser und die „Schrei-Abende“ haben sich sehr strak reduziert und finden mittlerweile kaum noch statt.

Diese Phase hält – wie man uns mitteilte – in der Regel auch nur die ersten Monate an. Spätestens im 6. Monat hat ein Kind gelernt einzuschlafen und auch einigermaßen durchzuschlafen. Also bloß nicht die Hoffnung verlieren, denn irgendwann klappt das schon.

Bei uns hat sich das Gröbste mittlerweile reguliert. Dies liegt auch mit daran, dass die Kleine anfangs einerseits einen so genannten “Bettverkleinerer“ in ihrem Kinderbettchen stehen hatte. Diesen durften wir nun nach ca. 6 Wochen verabschieden. Andererseits schläft sie nur zu gerne bei uns mit im Bett. Das bekommt ihr auch gut: sie spürt unseren Atem, hört unsere Herzschläge und fühlt sich geborgen. So ist die Welt außerhalb des Mutterleibes nur noch halb so schlimm. Den ersten Teil der Nacht schläft sie zumindest in ihrem Bettchen – und wenn die Eltern abends nicht auch immer selig mit ihr einschlafen würden, dann würde die Kleine auch öfters nachts in ihrem Bettchen schlummern.

Aber Angst, dass wir sie nicht mehr aus unserem Bett loswerden, haben wir nicht: irgendwann wird sie schon von alleine sagen, dass sie genug von Mama und Papa hat und lieber ein großes Kind sein möchte. Der richtige Zeitpunkt wird schon kommen. Hauptsache sie fühlt sich erstmal in ihrer Umgebung geborgen und gut aufgehoben… :)

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