Gesundheit & Ernährung

Vorsicht bei giftigen Pflanzen!

Der Frühling erwacht und überall in der Natur blüht und grünt es. Das verleitet nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Pflücken und Probieren. Besonders Kinder im Krabbelalter und Kleinkinder sind gefährdet, weil sie ihre Umwelt oftmals gerne auch mit Hilfe des Mundes entdecken. Das ist nicht ganz ungefährlich, wenn es sich dabei um eine giftige Pflanze handelt. Eltern sollten daher stets darauf achten, mit welchen Pflanzen die Kleinen in Kontakt kommen.

Vor allem Familien mit einem Garten sollten sich vor dem Pflanzen informieren, welche Pflanzen in den Garten gehören und welche man besser meiden sollte. Bereits kleine Mengen an Gift können zu schweren Vergiftungen bei Kindern führen. Nachfolgend eine Liste der giftigsten Pflanzen und den davon betroffenen Pflanzenteilen:

  1. Blauer und gelber Eisenhut: Wirksamte heimische Giftpflanze, giftig sind vor allem die Samen sowie die Wurzeln.
  2. Bilsenkraut: Hier sind alle Pflanzenteile giftig.
  3. Engelstrompete: Hier sind ebenfalls alle Pflanzenteile giftig.
  4. Gemeine Eibe: Äußerst giftig sind bei der Gemeinen Eibe verzehrte und gekaute Nadeln, Zweige und Samen. Das rote Fruchtfleisch der Scheinbeere ist ungiftig. Keine Gefahr besteht bei nur wenigen, unzerkauten Beeren.
  5. Goldregen: Giftig sind alle Pflanzenteile, wobei die höchste Giftkonzentration sich in den reifen Samen befindet.
  6. Herbstzeitlose: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Samen. Die Herbzeitlose ist leicht zu verwechseln mit Krokus und Bärlauch.
  7. Oleander/Rosenlorbeer: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Blätter.
  8. Rizinus/Wunderbaum: Giftig sind die Samen, vor allem wenn sie unzerkaut sind.
  9. Stechapfel: Alle Pflanzenteile sind giftig.
  10. Tollkirsche: Giftig sind alle Pflanzenteile, vor allem die Früchte. Das Gift ist hochwirksam.

Doch wie erkennt man eine mögliche Vergiftung und wie sollte man reagieren? Allgemeine Vergiftungsanzeichen bei Kindern sind:

  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • plötzlich auftretende Schmerzen im Bauch
  • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
  • Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Atemstörung, Atemstillstand und/oder Herzstillstand

Falls Kinder Gift zu sich genommen haben, sollte man versuchen es zu entfernen (z.B. mit Medizinkohle, die das Gift bindet und ausgeschieden wird) oder zu verdünnen. Dafür lässt man die Kinder am Besten Wasser trinken. In solchen Momenten sollte man die Kinder ferner beruhigen und nicht mit ihnen schimpfen. Dies hilft bei der Suche nach dem, was die Kinder gegessen haben, falls man es selber nicht beobachtet hat. Auch eine Kontrolle der Vitalfunktionen gehört dazu. Wenn diese nicht vorhanden sind, sollte unverzüglich der Notruf veranlasst werden. Der Notarzt hilft in der Regel besser als jede Hausapotheke.

Solange die Vitalfunktionen alle in Ordnung sind, kann man zunächst die Giftnotzentrale in der Region anrufen. Am besten speichern Eltern sich die Nummer vorsorglich im Handy ab, um im Notfall sofort anrufen zu können. Wichtig ist aber, dass die Eltern wissen, was die Kinder zu sich genommen haben. Die Giftnotzentrale wird den Eltern dann raten, was zu tun ist und welche Gefahren bestehen. Und im Zweifelsfall schadet das Nachfragen nicht, denn schließlich geht es um die Gesundheit und das Leben von Kindern.

Wer mehr zu diesem Thema erfahren will kann sich z.B. bei Das sichere Haus eine entsprechende Broschüre bestellen.

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