Ergebnisse der Umfrage: Wie geht es Eltern in Deutschland?
Vor einigen Tagen hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass die Zeitschrift Eltern in Zusammenarbeit mit der forsa eine Umfrage zum “Wie geht es Eltern in Deutschland?” durchgeführt hat. Heute wurden nun die Ergebnisse veröffentlicht.
In der veröffentlichten Pressemeldung sind die wichtigsten Aussagen zusammengefasst. Die komplette Studie lässt sich auf der Seite von Eltern.de finden. Erfreulicherweise steht die komplette Umfrage als PDF zum Download zur Verfügung. Mit gut 133 Seiten hat man schon gut was zu lesen – ich werde mir bei Gelegenheit und in einer ruhigen Minute das PDF durchlesen.
Aber nun ein paar Worte zu den wichtigsten Ergebnissen. Im Großen und Ganzen kann ich mich persönlich den Ergebnissen anschließen. Hier ein paar Resultate mit einem kurzen Statement meinerseits zu den wichtigsten Aussagen:
Grund zur Freude: Eltern haben keine Angst vorm Erziehen! – So fanden bei den 18- bis 29-Jährigen 54 Prozent: Erziehungsfragen sind bei uns kein Problem. Wir kommen gut klar!
Auch wir sind in Erziehungsfragen recht entspannt. Wir wissen, was wir von unserem Kind wollen und erwarten können. Wieso sollten wir uns deswegen unnötigen Stress machen? Und einig waren wir uns in Erziehungsfragen bisher auch immer.
Die Mehrheit meint: Kinder sind ein Geschenk – Die große Mehrheit der Eltern hat das gute Gefühl, dass Kinder Bewegung und Fortschritt bedeuten, und fühlt sich dadurch beschenkt. So gaben beinahe zwei Drittel der Eltern an, das Schönste am Leben mit Kindern sei, zu sehen, wie sich die Kinder entwickelten.
Wenn man Kinder hat, ist es doch nahe zu verständlich sich an den kleinen und großen Fortschritten gemeinsam zu erfreuen. Schließlich leisten Kinder erstaunliches! Jeder Fortschritt unserer Tochter begeistert uns und gibt uns Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Kinder zu haben ist Leben pur. Und es ist einfach wunderbar, wenn die Kinder einem etwas Zurückgeben wie Liebe, Zuneigung und Vertrauen.
Das war zu erwarten: Mütter fühlen sich mehr unter Druck als Väter! – 44 Prozent der Mütter wären gern mehr berufstätig – bei guten Betreuungslösungen./ Wenn Oma und Opa weit weg wohnen, fehlt eine wichtige Entlastung.
Wir kennen dieses Problem nur zu gut. Auch ich würde gerne wieder arbeiten – und das auf Teilzeit. Aber in Deutschland ist es schwierig etwas zu finden. Hier könnte die Politik doch mal regulativ eingreifen z.B. durch Steuervergünstigungen und Förderung. Viele Mütter würden gerne Teilzeit arbeiten. Damit kann man immer noch genügend Zeit mit seinen Kindern verbringen und hat dennoch einen sozialen Austausch. Im Gegenzug muss die Betreuung stimmen. Den bei einem Vollzeitjob muss das Gehalt stimmen im Verhältnis zu den Betreuungskosten. Und die Betreuung muss den heutigen Anforderungen gerecht werden. Doch es ist – wie die Umfrage auch zeigt – schwierig eine Betreuung zu finden. Man muss damit vor allem im “Westen” anscheinend viel Glück haben. Wir wären manchmal sehr froh darüber, wenn Oma und Opa in der Nähe wohnen würden – die Kinderbetreuung würde uns auch des Öfteren einen schönen Abend auswärts ermöglichen.
Das ist traurig: Viele fühlen sich finanziell benachteiligt! – 77 Prozent meinen: Schon heute zahlen Familien drauf!/ Die Unzufriedenheit steigt mit der Anzahl der Kinder.
Kinder sind teuer – vor allem wenn sie einen vernünftigen Bildungsweg einschlagen sollen. Die Kosten für ein Studium sind schon immens – wie soll man da bei ständig steigenden Preisen ein zweites Studium finanzieren? Â Um seinem Kind das Beste zu ermöglichen, verzichtet man dann lieber auf ein zweites oder drittes. Â Und ja – man zahlt letztendlich überall drauf. Mal mehr, mal weniger. Ein gutes Beispiel, wo man als Eltern immer drauf zahlt ist eben das Thema Bildung.
Familien haben keine gute Presse! – 65 Prozent ärgern sich über ein schiefes Familienbild in der Öffentlichkeit
Leider gibt es immer wieder schlimme Einzelfälle. Jedoch ist eine Pauschalisierung definitiv falsch. Auch Sendungen wie “Die Supernanny” tragen nicht gerade zu einem positiven Image bei: Nein, nicht alle unsere Kind sind aufsässige, missratene und unerzogene Tyrannen! Nur mal so nebenbei.
0 KommentareMütter lernen von Töchtern
Die Frauenzeitschrift Für Sie hat eine GEWIS-Umfrage durchgeführt um heraus zu finden, in wie fern Mütter von ihren Töchtern lernen. Dabei wurden 1057 Mütter im Alter von 30 und 65 mit Töchtern von über zwölf Jahren befragt. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass ein Drittel der Mütter bereits neue Erfahrungen durch ihre Töchter gesammelt haben.
So teilt die Frauenzeitschrift Für Sie in ihrer Pressemeldung das folgende Ergebnis mit:
Zwölf Prozent der Befragten gaben an, sich bei ihrer Tochter einen modischeren Kleidungsstil abgeguckt zu haben. Jede zehnte Mutter sagt, dass sie durch den Nachwuchs gelernt habe, Vorurteile abzulegen. Auch in vielen anderen Bereichen orientieren sich Mütter an ihren Töchtern: Neun Prozent gönnen sich nach ihrem Vorbild mehr Lockerheit im Alltag, sieben Prozent schätzen ihre Freundschaften höher als früher und 5 Prozent haben gelernt, selbstbewusster für ihren Standpunkt einzutreten.
In wie fern das jetzt für die Beziehung zu meiner Tochter zu trifft kann ich derzeit noch nicht sagen, da unsere Tochter noch recht klein ist. Aber anhand der Beziehung zu meiner Mutter kann ich schon behaupten, dass ich auf einige ihrer Lebensbereiche Einfluss genommen habe.
Prinzipiell denke ich, dass Kinder nicht nur von uns Erwachsenen lernen, sondern dass auch wir von unseren Kindern viel lernen können. Jedoch bin ich der Ansicht, dass man seine elterliche autoritäre Position den Kindern gegenüber behaupten und die Beziehung nicht zu stark auf Basis von Freundschaft aufbauen sollte. Schließlich tragen Eltern eine gewisse Verantwortung gegenüber ihren Kindern und diese wird am Besten gewahrt, indem man seinen Kindern auch bestimmte Grenzen setzt an welche sie sich halten.
Ferner führt eine zu starke Orientierung der Eltern an ihren Kindern vermutlich nur dazu, dass die Kinder unter Umständen ihre eigene Persönlichkeit nicht weiterentwickeln zumal sich keine neuen Impulse einstellen.
Im Großen und Ganzen ist das gegenseitige Lernen sicherlich für beide Seiten wichtig und stärkt sicherlich auch die Beziehung. Jedoch sollten die eigenständigen Persönlichkeiten von Kindern und auch Eltern dabei stets respektiert werden.
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