Baby & Kind, Gesundheit & Ernährung

Ruhe wichtig bei Gehirnerschütterung

Kinder toben gerne und viel. Da sind Unfälle vorprogrammiert, die auch mal mit schwereren Verletzungen einhergehen können wie z.B. einer Gehirnerschütterung. Hierbei reicht sogar schon ein ungünstiger Sturz vom Klettergerüst oder vom Fahrrad.

Nach einem Sturz sollte man sich einen schnellen Überblick über die Lage verschaffen: Ist der Gestürzte ansprechbar? Hat er eine Wunde am Kopf oder weist er sonstige Verletzungen auf? Gibt es Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen?

Bei kleineren Kindern, die noch nicht sprechen können, ist die Beobachtung wichtig. Entscheidend sind hierbei die ersten 24 Stunden, den in dieser Zeit treten die entscheidend Symptome in der Regel auf. In jedem Fall ist es wichtig, dass man nach einem schwerwiegenden Sturz einen Arzt aufsucht. Dieser kann dann am ehesten feststellen in wie fern Verletzungen vorliegen oder nicht. Gerade bei kleinen Kindern ist dies wichtig zumal auch innere Organe wie eben das Gehirn betroffen sein können.

Liegt nun eine Gehirnerschütterung vor, müssen bei Kindern strengere Regeln beachtet werden als bei Erwachsenen. Kinder brauchen nach einer Gehirnerschütterung absolute Ruhe. Diese bedeutet, dass sich das Kind weder körperlich noch geistig anstrengen darf. Aber auch einfache Tätigkeiten sollten unterlassen werden, da dies der Regeneration schadet.

Es gilt also absolute Ruhe und keinerlei Anstrengungen zu vollziehen. Persönlich hatte unsere Tochter – kleinerer Stürze zum Trotz – noch keine Gehirnerschütterung erlitten. Doch irgendwann kann es einen doch mal treffen, selbst wenn es nur ein kleiner Sturz ist. In einem solchen Fall ist es wichtig schnell und adäquat zu reagieren sowie die entsprechende Regeneration anschließend zu unterstützen.

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Entwicklung & Erziehung

Bei unruhigen Kindern einfach die Ruhe bewahren!

Kinder sind niemals gleich, sie sind so unglaublich individuell, wie man es kaum erwarten kann. Es gibt Babys, die strahlen von Anfang an einfach nur Ruhe aus, schlafen viel und bereiten ihren Eltern kaum Sorgen. Andere Babys hingegen sind von Beginn an sehr aufgeweckt, neugierig auf alles und dadurch auch schnell mal überfordert. Das Ergebnis ist dann oftmals ein weinendes und quengeliges Baby – und genervte Eltern.

Doch Kinder benötigen vor allem in diesem Moment die Ruhe und die Nähe ihrer Eltern. Sie wollen auf dem Arm getragen oder an die Brust gelegt werden. Diese intensive Betreuungsweise wird in unserer heutigen Zeit als “Attachment Parenting” bezeichnet – eine förderliche Bindung zwischen Eltern und Kind, die das Vertrauen zueinander und die Zuneigung füreinander stärken. Eltern lassen ihre Kinder normalerweise nicht lange schreien. Durch die Intensität der Beziehung zum Kind können die Schreizeiten der Unruhe bereits verkürzt werden. So wurde auch belegt, dass Babys, die jeden Tag mehrere Stunden getragen worden sind, weniger weinen. Der Körperkontakt zählt zu den wichtigsten Einflussfaktoren, mit denen Kinder beruhigt werden. Das getragene Babys ruhiger sind, ist dabei nicht unbedingt erstaunlich. Die Bewegungen vermitteln dem Kind: “Da ist jemand, der sich um mich kümmert. Ich werde beschützt.” Kinder wurden im Mutterleib monatelang überall hin mitgetragen. Sie waren somit fast ständig in Bewegung. Die ersten drei Lebensmonate wirken sich auf ein Kind wie das letzte Viertel einer Schwangerschaft aus – nur eben außerhalb des schützenden Mutter.

Aber auch evolutionstechnisch lässt sich dieses Phänomen erklären. Als die Völker wanderten, wurden die Kinder in engem Körperkontakt umhergetragen. Somit konnten sie sich immer sicher sein, dass jemand bei ihnen ist und man sie nicht einfach ablegt. Heute sind Urvölker und Nomaden einige der wenigen Beispiele für diesen evolutionären Lebensstil.

Die Umstellung, auf einmal ganz alleine im eigenen Bettchen schlafen zu müssen, fällt einigen Babys schwerer als anderen. Dies ist wiederum ein Hinweis darauf, dass es Babys gibt, die wesentlich mehr Nähe benötigen. Einerseits sind die Babys die ständige Nähe zu ihrer Mutter durch die Schwangerschaft gewöhnt. Anderseits ermöglicht das Umhertragen körperliche Nähe auch nach der Geburt, wobei man den Kindern dadurch schrittweise diese große Umstellung erleichtern kann. Durch immer wieder zeitweises Ablegen lernen Babys mit der Zeit, dass die Eltern trotzdem für die das sind. Das Kind muss jedoch nicht ständig auf dem Arm getragen werden. Gute Alternativen sind hierfür Tragehilfen und -tücher.

Aber auch das Stillen beruhigt die Kleinen. Nicht nur das dadurch das natürliche Nuckelbedürfnis befriedigt wird, es zeigt dem Kind auch, dass jemand da ist und ihm jederzeit Nähe spendet. Jede Frau, die ihr Kind gestillt hat, kennt die guten Ratschläge, dass man das Kind nicht zu häufig anlegen soll. Man sollte dabei einen Abstand von mindestens zwei Stunden einhalten. Die Brust dient dabei nicht zur Beruhigung, sondern das Kind soll aktiv trinken. Das es auch anders geht, zeigt sich noch heute bei den afikanischen Völkern, wo Babys im Durchschnitt alle 15 Minuten an die Brust gelegt werden. Hier zeigt sich: andere Länder, andere Sitten. Am Ende müssen Mütter selber entscheiden, was für sie und ihr Baby am Besten ist. Denn die ganze Nähe kann junge Mütter auch gerade am Anfang schnell überfordern, denn so kleine Wesen können ziemlich fordernd sein.

Und wer sein Kind nicht dauernd tragen möchte, kann sich ebenso zu ihm legen. Auch der Atem und der Herzschlag der Mutter beim Liegen beruhigt viele Babys. Das gemeinsame Schlafen im elterlichen Bett soll ferner den positiven Effekt besitzen, dass das Risiko des plötzlichen Kindstodes sinkt. Am Ende geht es darum, dass die kleinen Neuankömmlinge sich nicht verlassen fühlen sondern unterstützt und geliebt.

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Eltern & Familie

Mehr Wohnraum für Familien

Gerade habe ich auf dem Spiegel einen Artikel gelesen zum Thema “Stadtplanung – Platz für alle“. Die  Thematik kam mir doch sehr bekannt vor.

In großen Städten ist es oftmals sehr schwer für Familien eine zentrale gelegene Wohnung zu finden, die dann auch noch bezahlbar ist. Bei unserer Wohnnungssuche hatten wir einigermaßen Glück. Gerne hätten wir auch etwas genommen, was mehr Richtung Innenstadt gelegen hätte. Doch in Köln ist es für Familien anscheinend schon ein Kunsstück überhaupt etwas zu finden, was von der Größe her angemessen ist und dann auch noch bezahlbar.

Es mangelt den Städten an vernünftigen Wohnraum für Familien. Doch selbst wenn es Wohnungen gibt, die für Familien geeignet wären, bedeutet dies nicht automatisch, dass der Vermieter die Wohnung überhaupt einer Familie überlässt. Mittlerweile habe ich oft genug aus dem Bekanntenkreis gehört, dass sie von Vermietern abgelehnt worden sind, weil sie ein Kind hätten. Da werden Zimmer lieber einzeln vermietet an WGs um mehr Geld zu verdienen oder einfach an Singles und Paare ohne Kinder um die Ruhe zu wahren. Dies ist in meinen Augen schon ein echtes Armutszeugnis für Deutschland in Sachen Kinderfreundlichkeit.

Für Eltern ist es sowieso schon oftmals schwer bei all den Kosten sich überhaupt eine größere WOhnung zu leisten – den mehr Wohnraum kostet mehr. Und man kann einer Familie mit 1 oder 2 Kindern dauerhaft keine 2-Zimmer-Wohnung zumuten. Denn auch die Kinder brauchen irgendwann einen Raum für sich um sich zurück zu ziehen können.

Vielleicht wäre dies auch mal ein sinnvoller Ansatzpunkt für die Politik um Familien besser zu unterstützen. Nicht nur zentrumsnahe, familienfreundliche Wohnungen sind wichtig. Sondern sie müssen auch bezahlbar sein und Familien müssten nicht abgewiesen werden dürfen durch den Vermieter mit der Begründung, dass sie Kinder hätten. Den irgendwo stimmen hier die Verhältnisse nicht.

Und damals schien Kinderlärm und -lachen in der Nachbarschaft etwas Schönes zu sein, etwas das zu jedem Haus dazu gehörte – heute fühlen sich viele Leute leider einfach nur genervt davon. Und man muss seinen Kindern ständig beibringen ruhig zu sein. Doch Kinder sollten Kinder sein dürfen und dazu gehört eben auch, dass sie toben und sich ausdrücken.

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