Sind Speikinder gleich Gedeihkinder?
Seitdem wir unseren Sohn haben, geht mir der Spruch “Speikinder gleich Gedeihkinder” nicht mehr aus dem Kopf. Unser Kleiner spuckt regelmäßig mal kleinere und mal größere Mengen von seinen Mahlzeiten wieder aus. Anlässlich dieser Tatsache habe ich mich gefragt, was an dieser Redensart eigentlich dran ist.
Durch unsere Hebamme weiß ich, dass das Speien selbst sich zunächst nicht nachteilig auf das Kind auswirkt solange es gut zunimmt und auch sonst keinerlei Beschwerden zeigt. Oftmals sieht es dabei mehr aus als es ist, denn in der Regel speien Kinder nur eine geringe Menge von dem aus, was sie tatsächlich zu sich genommen haben. Sorgen sollte man sich allerdings dann machen, wenn das Kind sich nach jeder Mahlzeit schwallartig erbricht, nicht zunimmt und Schmerzen beim Trinken auftreten. In solch einem Fall muss das Baby von einem Kinderarzt untersucht werden.
Ansonsten ist Speien in den ersten Lebensmonaten ein ganz normales Phänomen bei kleinen Kindern und wird auch als “Reflux” bezeichnet. Die Ursache hierfür liegt darin, dass der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen bei Babys oft noch sehr schwach ist. Dadurch kann es dann passieren, dass ein Teil der Nahrung z.B. beim Aufstoßen wieder seinen Weg nach oben findet und das Baby spuckt. Ebenso erweisen sich die Phasen, in denen das Baby anfängt sich zu drehen und zu krabbeln, oftmals als wahre Spuckphasen, da hier ein entsprechender Druck auf den Bauch ausgeübt wird. Dies kann ich bereits aus eigener Erfahrung durch unsere Tochter sagen.
Ob Speikinder nun Gedeihkinder sind, lässt sich mit all diesen Erkenntnissen vermutlich mit einem “Ja” beantworten. Die Kinder sind in der Lage, ausreichende Mengen an Milch zu sich zu nehmen, um dann wieder problemlos einen Teil nach draußen zu befördern. Ein gefüllter Magen ist nicht ohne Grund eine gute Voraussetzung für ein gesundes Wachstum und damit eine gute Entwicklung. Und ein Kind, welches nicht speit, wird sich wohl kaum finden lassen.
Doch Eltern können beruhigt sein: Auch die Speiphasen und die damit verbundene Dauerbelastung der Waschmaschine nehmen wieder ein Ende. Sobald die Kinder sitzen können und festere Nahrung erhalten, ist die Speiphase in der Regel vorbei. Die wenigstens Kinder spucken noch nach dem ersten Lebensjahr. Und wer sich einiges an Wäsche ersparen möchte, sollte immer an ein Spucktuch denken. Dieses gehört mit der Geburt zur Grundausstattung. Auch dem Kind ein Lätzchen umzubinden hilft gegen zu verschmutzte Wäsche gerade nach der Mahlzeit. Man möchte schließlich die Zeit lieber mit seinem Baby verbringen als mit der Waschmaschine.
0 KommentareDer erste Spaziergang mit Säugling
Das Baby hat endlich das Licht der Welt erblickt und der Kinderwagen wartet auf seinen ersten Einsatz nach dem Verlassen des Krankenhauses. Frisch gebackene Eltern erleben den ersten Spaziergang mit ihrem jüngsten Sprößling als aufregenden und spannenden Moment. Vor diesem ersten Spaziergang stellt sich die Frage nach der Kleidung. Was soll das Baby eigentlich anziehen? Der kleine Racker soll weder frieren noch überhitzen – also nicht zu dünn oder zu dick angezogen sein.
Spaziergänge sorgen nicht nur für einen gesunden Schlaf des Kindes, sondern stärken gleichzeitig das Immunsystem des Säuglings. In jedem Fall hilft es dem Baby, ihm eine Mütze aufzusetzen. Neugeborene verlieren einen Großteil ihrer Wärme über den Kopf. Wenn die Haarpracht noch ein wenig zu wünschen übrig lässt, bietet sich je nach Jahreszeit ein einfaches Baumwollmützchen oder eine dickere Wollmütze an. Bei einer Kopfbedeckung sollte man es auch belassen, also niemals zwei Mützen gleichzeitig aufziehen oder noch ein Tuch um den Kopf wickeln. Die Überhitzungsgefahr für das Baby steigt damit sehr schnell an.
Für die restliche Bekleidung gilt ein einfaches Prinzip. Neugeborene Kinder sollten immer etwas wärmer angezogen sein als man selbst. Säuglinge sind noch nicht in der Lage, ihre eigene Körpertemperatur und die Wärme optimal zu regulieren. Auch durch zu warme Bekleidung können sie leicht überhitzen. Genauso schnell kühlen Säuglinge aber auch aus. Um eine Unterkühlung zu vermeiden und das Baby richtig anzuziehen, eignet sich vor allem in den ersten Lebensmonaten ein Body. Dieses Kleidungsstück sollte als unterste Schicht auf der Haut getragen werden, natürlich auch im Hochsommer. Darüber kommen Shirts oder Strampler und die Jacken im Winter. Im Sommer darf ein Baby auch über dem Body ein Hemd und eine kurze Hose tragen. Söckchen sollten niemals vergessen werden, aber bei Temperaturen über 25°C braucht man seinen Kindern keine Schweißfüsschen erzwingen und darf auf die dicken Söckchen verzichten. Dünne Strümpfe oder auch einmal barfuß im Kinderwagen liegen können entspannend wirken. Bei heißen Temperaturen sollte man unbedingt darauf achten, dass das Kind nicht im eigenen Schweiß baden muss.
Um zu ermitteln, ob das Kind optimal angezogen ist, bedient man sich eines einfachen Tests. Eltern sollten ihrem Baby einen Finger in den Nacken legen und so die Temperatur direkt über die Haut prüfen. Ist der Nacken warm und trocken, ist das Baby optimal angezogen. Ebenfalls hilfreich ist ein Blick auf sich selbst, um dann Rückschlüsse auf die Kleidung des Babys zu ziehen. Im Hochsommer laufen wir Erwachsene auch nicht mit einer dicken Wolljacke umher. Warum sollte das eigene Kind sich diese Qual in der Hitze antun? Ein dünnes Jäckchen ist eher angebracht – und bei entsprechenden Temperaturen natürlich auch kurze Kleidung.
Das ein Baby nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden sollte, sollte einem bereits der gesunde Menschenverstand sagen. Ein Neugeborenes hat noch eine dünne, sehr empfindliche Haut. Kurze T-Shirts und Hosen sollten auch gleichzeitig einen gewissen Schutz vor den Sonnenstrahlen bietet. Trotz aller Angst vor der Sonne bietet vornehmlich indirektes Sonnenlicht den Vorteil, dass Säuglinge ausreichend Vitamin D bilden können. Dieses ist sehr wichtig für den Knochenaufbau und den Abbau der Gelbsucht von Säuglingen.
Ferner sollten Eltern bei Babys auf die Anwendung von Sonnenschutzmitteln im ersten Lebensjahr verzichten. Babys können in diesem Alter noch nicht richtig schwitzen. Die Sonnencreme auf der Haut erschwert zudem die Schweißbildung, weil die Creme wie ein Schutzfilm auf der Haut liegt und die Schweißporen abdeckt. Anderseits enthalten Sonnencremes relativ viele chemische Stoffe, die über die Haut aufgenommen werden können. Im Verhältnis gesehen kommt es am Ende dazu, dass Babys mehr Chemikalien aufnehmen könnten als Erwachsene. Jedoch müssen Eltern nicht sofort panisch reagieren, wenn der Nachwuchs doch mal ein bis zwei Sonnenstrahlen ab bekommt.
Gegen die Sonne werden Kinder am Besten durch entsprechende Kleidung geschützt. Ein Verdeck oder ein Sonnensegel, aber auch ein Sonnenschirm helfen beim Spaziergang an der Sonne. Dabei sollten Eltern aber niemals die Kraft der Sonne unterschätzen. Auch in den unterschiedlichen Jahreszeiten scheint die Sonne sehr stark, aber erwachsene Menschen nehmen die Wärme in kälteren Moanten nicht so intensiv wahr wie kleine Kinder. Ein bedeckter Himmel ist noch kein Garant dafür, dass kein Sonnenbrand entsteht. Also das Einschmieren der Arme, Beine, Füße, Hände sowie Gesicht, Hals und Nacken mit entsprechend hochwertiger Sonnencreme ab dem richtigen Alter der Kinder bitte nicht vergessen – und vorher das Kind gut vor der Sonne schützen.
Für das Wohlbefinden unserer Kleinen sollten Eltern je nach Jahreszeit und Wohnort zusätzlich an einen entsprecheden Insektenschutz denken. Ein Moskitonetz für den Kinderwagen wirkt wahre Wunder, um die kleinen Plagegeister von der zarten Babyhaut fernzuhalten. Finger weg heißt es von Insektenschutzmitteln. Diese enthalten auch viel Chemie, was der empfindlichen Babyhaut nicht gut tut. Zwar sind Insektenschutzmittel relativ harmlos für uns Meschen, stellen aber immer ein tödliches Gift für die Insekten dar. Eine gesunde und ökologische Alternative ist die Verwendung von natürlichen Düften, wie z.B. Zitronen- oder Limettenduft, aber auch verschiedene ätherischer Öle. Diese sollten bei Säuglingen nicht auf der Haut, aber vielleicht als kleines Duftpäckchen dezent am Kinderwagen befestigt werden.
Bleibt nun noch die Frage, womit es rausgehen soll? Die Optionen hier sind entweder der klassische Kinderwagen oder die Tragehilfe. Sicherlich stellt diese Frage im Grunde genommen nur eine Geschmackssache dar, andererseits bedeutet dies auch eine Frage des “Handlings”. Wenn die Großeltern oder der Papa bei dem Spaziergang mit von der Partie sind, kann ein Kinderwagen schnell getauscht werden – und alle haben etwas vom Spaziergang. Bei Kinderwagen sollte auch tatsächlich die entsprechende Liegewanne genutzt werden und nicht die Auto-Babyschale als feste Halterung für das Kind! Eine Tragehilfe ermöglicht eine starke Bindung zum Träger und einen klaren Vorteil gegenüber jedem Kinderwagen, weil das Baby fast den direkten Körperkontakt mit seiner Bezugsperson hält. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das Kleine durch das Geschaukel so oder so einschlafen – und die Eltern haben einige ruhige Minuten unter dem freien Himmel für sich selbst. Und ganz ehrlich: Nach einer langen Schwangerschaft tut selbst der Mutter die Bewegung mehr als gut. Die frische Luft tut dabei ihr übriges für die ganze Familie.
0 KommentareErste Beikost prägt Essverhalten
Über die erste Beikost zerbrechen sich manche Eltern lange den Kopf: Welches Gemüse soll verwendet werden? Besteht ein mögliches Allergierisiko? Kann es zu Blähungen oder anderen Verdauungsproblemen kommen? Dies sind nur einige Fragen, mit denen man sich vor allem beim ersten Kind beschäftigt.
Neue Empfehlungen besagen, dass man dem Kind bereits frühzeitig eine vielseitige, fleisch- sowie glutenhaltige Bei- und Breikost geben sollte. Frühzeitig heißt hierbei ab dem fünften Monat. Diese Empfehlung ist sehr überraschend, da weit verbreitete Ernährungsempfehlungen teilweise in Frage gestellt werden.
Die Vielfalt in der Beikost fördert jedoch die Geschmacksentwicklung. Auch die Akzeptanz neuer Nahrungsmittel und die späteren Essgewohnheiten werden dadurch positiv geprägt. Ein Blick Richtung Frankreich zeigt z.B. das man Babys dort bereits früh mit unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten füttert. Studien haben zudem gezeigt, dass die einseitige Gabe von Monobreien das Allergierisiko nicht senken. Hierzulande wird oftmals mit Möhren-, Pastinaken- oder Kürbisbrei angefangen. Dies führt aber oftmals nur dazu, dass die Kinder sich an die einseitigen Geschmackserlebnisse gewöhnen und später weniger offen für den Gemüse- und Obstverzehr sind.
Unbestreitbar bleibt: Muttermilch ist in den ersten Lebensmonaten das Beste für die kleinen Erdbewohner. Doch irgendwann muss jedes Kind zum “Löffeling” werden. Die neuen Empfehlungen besagen, dass Kinder frühestens ab dem 5. Lebensmonat und spätestens zu Beginn des 7. Lebensmonats Beikost erhalten sollten. Der Grund hierfür liegt darin, dass Muttermilch sehr wenig Eisen enthält. So wird z.B. bei Kindern über dem 2. Lebensjahr der Eisenbedarf zu 90% durch die Beikost gedeckt. Darin zeigt sich bereits, wie wichtig es vor allem für gestillte Kinder ist, täglich fleischhaltige Beikost zu erhalten.
Was viele Eltern leider nicht wissen und/oder vergessen ist, dass jedem Babybrei Rapsöl zugefügt werden sollte. Rapsöl ist eine optimale Quelle von omega-3 Alpha-Linolensäure (ALA). Â Dieses wird im Stoffwechsel zu DHA gebildet, wo es wichtige Funktionen übernimmt. Eisen und omega-3 Fettsäuren sind insbesondere bei der kognitiven Entwicklung von Kindern wichtig.
Die neusten Erkenntnisse zeigen ferner, dass Gluten kein Tabu mehr sein sollte. Gluten in der Babynahrung stand bisher unter Verdacht das Risiko von Allergien und Zöliakie zu erhöhen und dauerhaft daran zu erkranken. Gluten sollte man nicht vor dem 4. Lebensmonat verabreichen aber auch nicht später als im 7. Lebensmonat. Um das Risiko für Zölikaie, Typ 1 Diabetes und Weizenallergie zu reduzieren, ist es ratsam Gluten schrittweise ab dem 5. und 6. Lebensmonat einzuführen.
Persönlich kann ich dazu nur sagen, dass wir bei der Einführung  von Beikost ziemlich intuitiv gehandelt haben. Uns war es von Anfang an wichtig, dass unsere Tochter viel probiert, ihren Geschmackssinn ausbildet und ihren Geschmackshorizont stets erweitert. Was ihr absolut nicht schmeckt, braucht sie nicht zu essen. Aber Theorie ist immer die eine Seite, die Praxis die andere. Auch wenn unsere Tochter bereits viel probiert hat, so mag sie dennoch bis heute kaum Obst essen. Ansonsten isst sie eigentlich alles. Und wenn es mal was Neues gibt, dann lautet die Grundregel: probiert werden muss – wenn es dann nicht schmeckt ist das eine andere Sache.
Eltern sollten bei der Gabe von Beikost ihrer Intuition vertrauen. Dabei ist es auch wichtig, dass man die natürliche Neugier der Kleinen befriedigt und sie auch neue Sachen probieren lässt ohne gleich in Panik zu verfallen, dass daraus eine Allergie entstehen könnte. Und verbieten sollte man auch nicht immer alles, denn das Verbotene wird mit dem Alter später immer reizvoller.
0 KommentareHonig ist tabu für Säuglinge
Honig gilt als bewährtes Hausmittel bei Erkältungen. Kranken Kindern wird daher gerne mit Honig gesüßter Tee oder Milch zum Trinken gegeben um sie schnellst möglich wieder fit zu bekommen. Zusätzlich animiert die gesunde Süße sicherlich dazu, dass die Kinder im Krankheitsfall Flüssigkeit zu sich nehmen.
Für Säuglinge ist Honig jedoch tabu obwohl er ein hochwertiger Naturstoff ist. Hierbei stellt sich vielen Eltern die Frage: warum dürfen Kinder im ersten Lebensjahr keinen Honig bekommen?
Dies liegt daran, dass bei der Verarbeitung des Honigs Bakterien aus der Umwelt hineingelangen können. Besonders gefährlich für Kinder im ersten Lebensjahr ist hierbei der Krankheitserreger Clostridium botulinum. Das Bakterium bildet ein lähmendes Gift, welches zu einer Lähmung des Säuglingsdarmes führt. Erste Anzeichen hierfür sind eine hartnäckige Verstopfung, Apathie und Appetitlosigkeit. Im weiteren Krankheitsverlauf vermehren sich die Erreger zunächst explosionsartig im Darm. Das Gift (Botulinustoxin) geht in den Blutkreislauf über und bewirkt eine zunehmende Lähmung aller Muskeln. So kommt es dann zu Schlucklähmungen, fehlender Mimik, Lähmung von Armen und Beinen, Halteschwäche des Kopfes bis schließlich die Atemlähmung eintritt.
Die Krankheit ist als Botulismus bekannt und kann in seltenen Fällen auch bei Erwachsenen auftreten. Auch der Säuligungsbotulismus tritt sehr selten auf. Bei vorhandenen Anzeichen sollte selbstverständlich sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden damit eine entsprechende Therapie gestartet werden kann.
Ab dem ersten Lebensjahr kann davon ausgegangen werden, dass die Darmflora stabil genug um auch mit solchen Krankheitserregern fertig zu werden. Besonders kritisch wird die Gabe von Honig bei Säuglingen bis zum 6. Monat gesehen. Da gerade Babys unterschiedlich weit entwickelt sind, ist es ratsam keinerlei Honig bis zum ersten Lebensjahr zu geben.
Ein anderer Grund, warum man Säuglingen und kleinen Kindern prinzipiell nicht alles süßen sollte (auch nicht mit Honig), besteht darin das es den Zähnen nicht gut tut. Was ein Kind nicht kennt, kann es auch nicht vermissen. Daher sollte man mit dem Süßen vorsichtig sein, bevor sich die Kleinen zu sehr daran gewöhnen. Und schlechte Zähne können dann nur der Anfang sein von gesundheitlichen Problemen.
[Quellen: Babycenter, Landesärztekammer BW]
0 KommentareBabys wollen sich mitteilen
So verschieden Babys auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: sie schreien. Und das tun sie nicht ohne Grund. Durch eine Pressemeldung der Zeitschrift ELTERN wurde ich wieder intensiver aufmerksam auf das Thema.
Die Ursachen weswegen Babys schreien sind vielfältig. Dabei sollte man bedenken, dass Babys und vor allem Säuglinge keine andere Form der Kommunikation kennen. Daher können sie auch nicht anders kommunizieren als durch schreien. Kinder lernen erst mit der Zeit und zunehmenden Alter die Vielfalt der Kommunikationsmöglichkeiten kennen: Mimik, Gestik und insbesondere die Sprache.
Diese Tatsache haben wir uns stets von Anfang an bewusst gemacht. Daher stand für uns von Anfang an fest, dass wir unsere Tochter auf keinen Fall weinen lassen. Mit der Zeit haben wir auch in dieser Hinsicht dazu gelernt – genauso wie unsere Tochter. Im ersten halben Jahr ist es nicht ratsam, Babys oder Säuglinge schreien zu lassen. Sie bekommen ansonsten nur das Gefühl, dass keiner für sie da ist, wenn sie jemanden brauchen. Und wenn sie nur schreien, weil sie mal wieder zu Mama oder Papa in den Arm wollen. Aber was soll man auch verlangen von so einem winzigen, unschuldigen Wesen, was so plötzlich einer so großen Welt mit so vielen Sinneseindrücken ausgesetzt ist?
Erst ab dem 7. Monat entwicklen Babys ein Verständnis für Zusammenhänge, lernen Ursache und Wirkung kennen und fangen an sich zu erinnern und Dinge einzuprägen. Daher sollte man den Kleinen z.B. auch erst nach dem 6. Monat die nächtliche Mahlzeit abzugewöhnen.
Aber auch die Kleinen lernen, dass sie unter Umständen durch Weinen ihren Willen durchsetzen können. Und der wird mit zunehmendem Alter immer stärker.
Letztendlich muss man als Eltern herausfinden, weswegen das Baby schreit. Jedes Kind hat seine individuelle Art und Weise zu kommunzieren. So kommuniziert ein Baby z.B. anders mit seiner Mutter als mit seinem Vater. Aber ein Baby muss auch mal schreien, denn auch Kinder haben mal einen schlechten Tag und müssen ihre Wut bzw. ihren Ärger in die Welt hinausschreien. Und als Eltern sollte man froh sein, wenn das Kind lieber einmal öfter schreit als zu wenig. Denn schließlich möchte man als Elternteil ja erreichen, dass die Kinder mit ihren Problemen jederzeit zu einem kommen können.
0 KommentareWas tun bei verstopfter Babynase?
Alle Eltern stehen irgendwann einmal vor dem Problem, dass das Kind sich mit einer kleinen Erkältung herumplagen muss. Kleine Erkältungen kommen meistens mit einer Verstopfung der Nase vor ohne weitere Symptome. Doch für Babys stellt dies schon eine Herausforderung dar, da sie in der Regel “Nasenatmer” sind.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man die Nase des Kindes wieder frei bekommt. Wenn das Baby noch gestillt wird, helfen angeblich ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase. Hierzu wird empfohlen, dass man sich dazu eine Pipette aus der Apotheke besorgt. Aus eigener Erfahrung heraus weiß ich, dass es schwierig ist, die Muttermilch von der Brust direkt in die Nase des Säuglings zu tropfen. Denn gerade das Stillhalten durch das Baby ist problematisch.
Damit dann die Muttermilch auch ihre anti-entzündliche Wirkung entfalten kann, muss zunächst die Nase des Kindes gereinigt werden. Hierzu gibt es spezielle Nasensauger. Falls diese nicht funktionieren, kann man es wohl auch vorsichtig mit Watte probieren.
Die andere Option besteht in der Anwendung von Nasentropfen. Für Babys und Kleinkinder empfehlen sich hierfür Kochsalznasentropfen. Sie sorgen dafür, dass die Schleimhäute feucht bleiben und beugen eine Verstopfung der Nase vor.
Abschwellende Nasentropfen sollten nur bei einem schweren Infekt angewandt werden. Sie haben eine gefäßzusammenziehende Wirkung und sollten falls nötig nur für die Nacht angewandt werden. Hier ist die altersgemäße Dosierung zu beachten.
Die Tropfen sollten am Besten vor den Mahlzeiten und dem Schlafen verabreicht werden. Vor allem vor dem Schlafen ist es ratsam, damit man dem Kind einen erholsamen Schlaf bereiten kann. Den der ist schließlich umso bedeutsamer um den Infekt aus eigener Kraft heraus abzuwenden. Auch die Pipette muss nach jeder Anwendung gereinigt bzw. abgewischt werden.
Bei einem starken Schnupfen kann man auch ätherische Öle anwenden. Diese eignen sich jedoch eher für Kleinkinder. Es sollte hierbei in der Regel vermieden werden, dass diese in Kontakt kommen mit Gesicht und Augen. Eukalyptus- und Kiefernnadelöl besitzen z. B. eine antibakterielle Wirkung und lösen das Nasensekret.
Bei Zweifeln sollte sonst immer der Arzt hinzugezogen werden, vor allem wenn das Kind Fieber hat. Kleine Erkältungen dienen dazu das Immunsystem des Kindes zu stärken. In der Regel sind sie nach 2-3 Tagen wieder vorüber. Und eine Extra-Portion Kuscheleinheiten kann in dieser Zeit auch Wunder bewirken
Thema: Trinken bei Babys
Kinder und Babys brauchen ausreichend zu trinken. Doch was und wie viel sollten Babys trinken? Dies hängt zunächst vom Alter ab. Im ersten halben Jahr erhält ein Baby in der Regel genug Flüssigkeit durch die Stillmahlzeiten bzw. durch die packungsgerechte Gabe an Flaschenmilch.
Jedoch kann es vorkommen, dass Kinder aufgrund von starker Hitze, Fieber oder Durchfall einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf hat. Bei Stillkindern hilft es oftmals den Säugling einfach etwas häufiger anzulegen. Ansonsten sollte man versuchen, dem Baby Tee oder Wasser zu geben.
Mit Gabe der Beikost erhöht sich die Trinkmenge auf 300-400 ml zusätzlich am Tag. Kleinkinder ab einem Jahr benötigen ca. 600 ml Flüssigkeit. Ab dem ca. dem 2. Lebensjahr und im 3. Lebensjahr beträgt die Trinkmenge um die 700 ml. Aber auch hier gilt, dass bei starker Hitze und Krankheit die benötigte Flüssigkeitsmenge erhöht ist.
Oftmals stellt sich auch die Frage, was Kinder bzw. Babys trinken sollten. Das ideale Getränk für Babys und Kinder ist abgekochtes (Leitungs)Wasser. Es gibt auch spezieller Babywasser zu kaufen, doch in der Regel lohnt sie die Investition nicht und zumindest mit wurde in der Regel davon abgeraten. Aber auch ungesüßter Tee eignet sich für Babys. Hierbei sollte man am besten Kräutertee wählen und ihn dünn aufbrühen. Früchtetee kann hingegen den Zahnschmelz angreifen, da er Fruchtsäuren enthalten kann. Schwarzer Tee ist für Babys vollkommen ungeeignet.
Als ungeeignet gelten in jedem Fall Saft und auch Limonaden-Getränke. Saft enthält versteckte Kalorien und Fruchtzucker. Ein Glas Saft kann gegebenenfalls eine vollwertige Mahlzeit ersetzen, eignet sich aber nicht als dauerhaftes Getränk um den Durst  des Kindes zu stillen. Wenn man dennoch Saft geben möchte, dann sollte ihn man zumindest entsprechend verdünnen und auf die zusätzliche Zahnpflege achten. Auch Limonaden-Getränke enthalten zu viel Kalorien und Zucker und sind für die Baby- und Kinderernährung komplett ungeeignet.
Die Ernährung selbst nimmt ebenfalls Einfluss auf die benötigte Flüssigkeitsmenge. So ist Milch eher als Nahrungsmittel anzusehen und nicht als Getränk. Bestimmte Lebensmittel wie z.B. Melone, Erdbeeren oder Gurken enthalten sehr viel Wasser und wirken sich positiv auf den Flüssigkeitshaushalt des Kindes aus.
Ansonsten gibt es die Faustregel, dass ein Baby ca. 150 ml/kg Körpergewicht trinken sollte. Jedoch sollte 1 Liter am Tag nicht überschritten werden.
Laut einer Pressemeldung von “Baby und Familie” brauchen Babys je nach Alter zwischen 0,2 und 0,5 Liter mehr Flüssigkeit bei Hitze. Die übermäßige Gabe an Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu Krampfanfällen führen.
Unsere Tochter trinkt am liebsten Wasser. Wir haben es auch mit Tee versucht, aber den hat sie nie so richtig angenommen. Ich habe das Teekochen irgendwann auch aufgegeben und ihr stets nur Wasser angeboten. Als Stillkind mochte sie anfangs sowieso nichts außer eben Muttermilch. Mittlerweile sind wir froh darüber, dass Wasser ihr bevorzugtes Getränk ist. Es ist einerseits einfach und andererseits wirkt es sich positiv auf ihre Gesundheit. Am Ende ist es auch eine Frage der Übung und Gewohnheit. Man sollte nur nicht aufgeben und den Kindern immer wieder etwas zu trinken anbieten. Und oftmals müssen die Kleinen in ihrer Spielfreude auch immer wieder mal daran erinnert werden etwas zu trinken.
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