Sojamilch fürs Kind?
Sojamilch wird zunehmend eine beliebte Alternative zu Kuhmilch. Doch ist Sojamilch überhaupt für Kinder geeignet? Auch wir haben uns schon Gedanken zu diesem Thema gemacht. Prinzipiell sind derzeit wohl keine Vorteile der Sojamilch gegenüber der Kuhmilch bekannt.
Zunächst sei gesagt, dass Soja-Produkte keinerlei Nebenwirkungen besitzen und zu einer gestörten Sexual- oder neurologischen Entwicklung führen. Befürchtungen solcher Art rühren daher, dass Kritiker eine Gefahr in den hormonähnlichen Inhaltsstoffen von Soja-Produkten sehen. Dennoch ist die genaue Wirkung von Soja noch unzureichend bekannt. Tierversuche besagen jedoch, dass das Pflanzenhormon hochdosiert krebsfördernd bei Neugeborenen wirkt, zu Fruchtbarkeitsstörungen führt die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt.
Daher wird dazu geraten bei Kuhmilch zu bleiben. Ihre Unbedenklichkeit ist über Jahre hinweg wissentschaftlich belegt worden. Auch ihre Nährwerte sind ausreichend bekannt. Die Langzeitwirkung von Sojamilch hingegen scheint noch nicht ausreichend bekannt um sie zumindest Kindern unter 2 Jahren zu geben. Den auch in den aiatischen Ländern werden Sojaprodukte tendenziell den Kindern auch erst nach dem 2. Lebensjahr verabreicht. So schreibt die Süddeutsche Zeitung:
Eltern kontern solche Einwände häufig mit dem Argument, dass Kindern in Japan Tofu und Sojamilch offensichtlich auch nicht schade. Dabei wird übersehen, dass asiatische Eltern nach dem Abstillen auch zu Ersatznahrung auf Kuhmilchbasis greifen. “Die Aufnahme von Isoflavonen in den ersten zwei Lebensjahren ist deshalb dort recht niedrig,” sagt Sabine Kulling, Lebensmittelchemikerin an der Universität Potsdam.
Somit bleibt zu sagen: Kinder ab dem zweiten Lebensjahr dürfen Soja-Produkte zu sich nehmen. Jedoch sollte dies in geringer Menge erfolgen. Der Hauptteil in der Ernährung sollte weiterhin bei Kuhmilchprodukten liegen.
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