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Kat am 10.02.2010 um 14:38 Uhr.
Viele Kinder wünschen sich ab einem bestimmten Alter ein Haustier. Dies ist in der Regel auch gut so, da Haustiere einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes haben.
Erfreulich ist dabei, dass ein eigenes Haustier sich ebenso positiv auf die soziale Entwicklung auswirkt. Verhaltensbiologen der Universität Wien haben untersucht, wie Kindergartenkinder auf tierische Freunde reagieren. Kinder, die sozial gut vernetzt sind, beschäftigten sich dabei intensiver mit den Tieren als solche, die weniger Kontakte pflegen.
Kinder die sich für Tiere interessieren und diese mögen, kommen somit besser mit ihren Spielkameraden aus. Woran dies aber nun genau liegt, dafür scheint es bisher keine Antwort zu geben.
Vielleicht ermöglichen Tiere den Kindern einen Rückzugsraum, bevor sie sich beim Spielen wieder auf neue Abenteuer einlassen können. Oft beobachtet man aber auch, dass Kinder mit eigenen Tieren näher in den Interessenpunkt anderer Kinder rücken aufgrund der Faszination für das Tier.
Persönlich ist unsere Tochter mit ihren zwei Jahren bereits begeistert von Tieren. Rückschlüsse auf ihre sozialen Kontakte können wir aber bedingt durch das Alter noch nicht wirklich ziehen. Aber sie oftmals sehr offen gegenüber anderen Menschen – ob das aber nun an den Tieren liegt oder an ihrem Wesen ist eine andere Sache. Vieles wird sich vermurlich erst richtig im Kindergartenalter zeigen.
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Kat am 10.01.2009 um 21:39 Uhr.
Sobald ein Kind das Kindergartenalter erreicht, stellt sich für viele Eltern die Frage: Sollen wir unseren Liebling in eine offene oder eine geschlossene Kindergartengruppe tagsüber abgeben? Natürlich ist die Frage nur relevant, wenn die Eltern überhaupt die Unterscheidung kennen. Sehr viele Eltern wissen davon nämlich nichts.
In einem offenen Kindergarten werden die Räume nicht nach den verschiedenen Altersbereichen abgegrenzt, so dass Gruppen von einjährigen oder vierjährigen Kindern gebildet werden. Jeder Raum wird funktionell so gestaltet, dass sie den Kindern unterschiedliche Spielmöglichkeiten einräumen und dabei das individuelle Erlebnis für das Kind fördern. Kinder können dann sich ihren persönlichen Interessen und Vorlieben entsprechend in einen Raum begeben und sich dort aufhalten. Dadurch kommen sie mit Kindern aus unterschiedlichen Altersstufen in Kontakt. Sie müssen lernen, sich untereinander zu arrangieren und sich an wechselnde Gruppenformationen anzupassen. Wie im späteren selbstständigen Leben in der Schule oder als junger Erwachsener sind diese lehrreichen Momente wirklich Gold wert.
Einerseits haben die Kinder die Möglichkeit dadurch, auf ihre Art und Weise etwas Neues sowie ihre eigene Umwelt immer stärker eigenständig und – ohne an der Hand geführt zu werden – selbst zu entdecken. Anderseits muss das Kind in der Lage sein, selbstständig Entscheidungen treffen zu dürfen, welches Angebot an Spielen oder Lernmaterial es abhängig von seiner persönlichen Einschätzung wirklich nutzen möchte. Das positive Ergebnis lässt sich also daran festhalten, dass das Kind seinen ganzen Tag im Kindergarten weitgehend selbst gestalten kann.
Kinder in einer offenen Gruppe müssen natürlich einige Fähigkeiten mitbringen. Sie müssen bereits in der Lage sein, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und aus dem vielfältigen Angeboten an Spielmöglichkeiten oder Lernmaterialien eine Wahl für sich zu treffen. Sie müssen offen und selbstbewußt genug sein, um mit anderen Kindern ständig in neuen Kontakt zu treten. Auch die ersten Ansätze zur Problem- und Konfliktlösung werden den Kindern intuitiv beigebracht. Hierfür ist ein gewisses Einfühlungsvermögen notwendig und das berüchtigte “mit dem Kopf durch die Wand”-Prinzip wird eigensinnigen Kindern sehr wenig helfen, wenn andere Kinder als ebenbürtige Partner in der Gruppe präsent sind. Ferner müssen Kinder in einer offenen Gruppe akzeptieren, dass sie keinen gleichmäßigen Tagesablauf haben, der in endloser Routine endet.
Im Gegensatz zu der bisherigen Darstellung der offenen Gruppen bleibt die Gruppe in einer geschlossen Kindergartengruppe immer unter sich. Die Aktivitäten werden gemeinsam ausgeführt – beginnend beim Frühstück über das Spielen und Mittagessen bis zum Nachmittagsschläfchen. Durch diese eingeübten, nahezu perfekt trainierten Regelmäßigkeiten in einer geschlossenen Gruppe wird dem Kind eine stabile Umgebung gegeben, aber die Individualität und das damit notwendige Entfaltungsvermögen des Kindes eingeschränkt.
Für die Beantwortung der Frage, welche Gruppe sich für welches Kind eignet, rät die Zeitschrift Eltern dazu sich folgende Fragen zu stellen:
1. Das Kind ist neugierig auf die Welt.
2. Es ist zuversichtlich, auch wenn es sich neuen Aufgaben gegenübersieht.
3. Es kann sich in andere einfühlen (“Ich frage Paul mal, warum er so traurig ist.”).
4. Es kann sich in neuen Gruppen schnell orientieren.
5. Es ist nicht völlig geknickt, wenn ein anderes Kind ihm sagt: “Mit dir spiele ich nicht”, sondern es sucht sich einen anderen Spielpartner.
Aber egal für welche Gruppenform Eltern sich für ihr Kind entscheiden: Im Vordergrund müssen immer die individuellen Bedürfnisse und persönlichen Wünsche der Kinder stehen. Eine Berücksichtigung ihrer momentanen Entwicklungsstufe sowie ihre Entfaltungswünsche spielen eine ebenso wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung. Die Kinder sollen sich im Kindergarten wirklich wohlfühlen können und auch gerne dahin wollen – ohne irgendwelchen Zwängen oder einem Druck ausgesetzt zu sein.
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Kat am 13.11.2008 um 20:47 Uhr.
Wenn man Kinder hat, muss man sich mit so einigen Themen befassen. Dazu gehören auch pädagogische Konzepte – spätestens wenn es um die Auswahl der Kinderbetreuung geht. Dabei bin ich auch auf die “spielzeugfreie Zeit” gestoßen.
Zunächst fand ich den Gedanken etwas seltsam. Ich dachte nur, wie mein Kind sich den ohne Spielzeug beschäftigen soll? Bei kleinen Kindern unter 3 Jahren lässt sich dies oftmals noch schwer realisieren. Außerdem ist es vom Vorteil, wenn mehrere Kinder anwesend sind. Das Konzept lässt sich aber auch zu Hause realisieren. Und dies funktioniert umso besser, wenn Mama und/oder Papa sich auch mal Zeit nehmen dafür.
Mit diesen Punkten im Hinterkopf macht die spielzeugfreie Zeit Sinn. Die Kinder lernen dadurch sich gegenseitig auseinander zu setzen und Konflikte zu lösen. Sie haben schließlich nur sich und können nicht in eine Ecke abziehen mit ihrem Spielzeug und vor sich hin schmollen. Es hilft ihnen und gibt ihnen Zeit sich mit Situationen auseinander zu setzen. Man kann dies mit Erwachsenen vergleichen, die in schwierigen Situationen sich mit unterschiedlichen Dingen ablenken. Sobald aber Ruhe einkehrt, fängt man an sich Gedanken zu machen.
Spielzeugfreie Zeiten wirken sich auch auf die Kreativität aus. Die Kinder fangen an miteinander zu kommunizieren und denken sich eigene Spiele aus. Dabei werden Rollen verteilt. Das Einnehmen von verschiedenen Rollen wiederum dient der Selbstfindung: wann fühle ich mich wohl, was passt zu mir, was mache ich lieber ungerne. Für die neuen Spiele werden auch alltägliche Dinge umfunktioniert und in das Spiel integriert wie z.B. Decken um Höllen zu bauen.
Oftmals wird der Streit zwischen den Kleinen auch verringert. Sie diskutieren über ihre Rollen, aber es gibt kein Streit um Spielzeug. Spielzeugfreie Zeiten wirken sich somit positiv auf die sozialen Kompetenzen aus. Sie stärken ihre Beziehungen untereinander.
Ein anderer Faktor ist wohl die Suchtprävention. Kinder werden heutzutage viel zu oft mit irgendwelchen Spielzeugen “abgespeist” anstatt ihren Bedürfnissen nach Zuwendung, Zeit miteinander etc. nachzukommen. Ihre Ersatzbefriedigung finden diese dann zunächst im Spielzeug.