Nido – das urbane Elternmagazin mit Zukunft?
Die stern-Familie erweitert ihr Portfolio um das neue Magazin “Nido -Wir sind eine Familie“. Worum geht es in Nido? Kurz gesagt: Das Leben urbaner Eltern und Kinder von heute steht hier im Vordergrund. Das Verlagshaus Gruner+Jahr beschreibt das Magazin Nido als “General-Interest-Magazin für moderne, großstädtische Eltern:
Gemacht für Leserinnen und Leser, die Kinder als das größte Glück auf Erden empfinden, sich aber nicht allein über ihre Mutter- und Vaterrolle definieren. Eltern sehen die Dinge eben nur aus einer anderen Perspektive und die beleuchten wir: von Kultur bis Politik, von Mode, Reisen, Wohnen bis Psychologie. Ästhetisch, anspruchsvoll und dabei emotional und authentisch.
Konkret sollen Eltern mit Kinder unter sechs Jahren im perfekten Vorschulalter als Zielgruppe angesprochen werden, die über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen sowie eine Bandbreite an Interessen aufweisen.
Die erste Ausgabe erscheint am 17. April 2009, danach ist für dieses Jahr noch eine zweite Ausgabe geplant, bevor man nach dem Abschluss des Pilotprojektes entscheiden will, ob ein monatliches Erscheinen in 2010 sich rechnet. Ob dieses Konzept von Erfolg gekrönt sein wird, ist sicherlich eine Frage der Zeit unter Berücksichtigung der aktuellen Lage der Wirtschaft, mit der auch die deutschen Großverlage zu kämpfen haben. Doch angesichts der Tatsache, dass der Süddeutsche Verlag sein Magazin “Wir” nach nur einer Ausgabe wieder vom Markt nahm, steht eine Fortführung von Nido unter keinem guten Licht. “Wir” richtete sich ebenso an Eltern im urbanen Umfeld, wo man ein entsprechendes Einkommen und ein breites Interessenspektrum zugrunde legte. Die Parallelen zu Nido sind oberflächlich gesehen sehr offentsichtlich, aber vielleicht liegt dem stern-Ableger eine bessere Vermarktungsstrategie zu Grunde.
Zumindest werde ich mal einen Blick in dieses Magazin werfen und für mich persönlich entscheiden, ob sich der letztendliche Kauf lohnt – oder nicht.
1 KommentarTV-Tipp: Arm oder reich?
In Deutschland wird das Gefälle zwischen arm und reich zunehmend größer. Die Leidtragenden sind hierbei die Kinder. In Deutschland gibt es laut Bundesfamilienministerium 2,4 Millionen armutsgefährdete Kinder.
Doch wie sehr unterscheidet sich der Alltag von Kindern aus den unterschiedlichen Verhältnissen? Hierzu strahlt Vox am 2. Dezember um 22.15 Uhr eine stern TV-Reportage mit dem Titel “Arm oder reich” aus. Dazu wurden Kinder aus armen und reichen Familien begleitet und ihr Alltag dokumentiert.
Ich bin gespannt auf die Umsetzung dieses brisanten Themas. Theoretisch passt es gut in die Vor-Weihnachtszeit, da gerade in dieser Zeit viele Spendenaktionen laufen. Außerdem haben gerade zu Weihnachten viele Leute ein oftmals empfindlicheres Gemüt als sonst. Dabei sollte solch ein Thema immer aktuell sein. Dabei ist es nicht nur alleinige Aufgabe der Politik zu versuchen solche Missstände zu beseitigen, sondern auch der Einzelne kann in verschiedenen Situationen für eine verbesserte Lage beitragen.
Leider läuft die Sendung zu später Stunde, aber dank modernster Technik kann ich diese notfalls aufzeichnen. Denn unsere Tochter schafft einen manchmal schon tagsüber…
0 Kommentarestern.de startet “Ratgeber Kindergesundheit”
Die Internetseite stern.de startet ein neues Angebot unter dem Titel “Ratgeber Kindergesundheit“. Laut Pressemeldung wird der Inhalt der Seite wie folgt zusammengefasst:
Der “Ratgeber Kindergesundheit” bietet den Usern expertengeprüfte sowie tiefgreifende medizinische Inhalte, die verständlich und visuell ansprechend aufbereitet werden. [...] Neben FAQs und regelmäßigen Live-Chats haben die User die Möglichkeit, den persönlichen Rat des Experten einzuholen. In der kostenpflichtigen “privaten Sprechstunde” werden besonders dringende Fragen garantiert innerhalb von zwei Werktagen beantwortet.
Meine Meinung zu diesem Angebot ist zweigeteilt. Einerseits vermisse ich im deutschsprachigen Internet noch eine ordentlich aufbereitete Internetseite zu diesem Thema. Das Angebot sollte hierbei eine sinnvolle Kombination von Inhalt und Design bieten. Andererseits frage ich mich, weswegen ich einen kostenpflichtigen Dienst zur Gesundheitsberatung meines Kindes in Anspruch nehmen sollte?
Wir haben eine Kinderärztin unseres Vertrauens, mit der wir über alle Probleme reden können. Außerdem liegt mir und auch meinem Mann die Gesundheit unserer Tochter in jeglicher Hinsicht am Herzen. Da scheuen wir uns auch nicht, unsere Kinderärztin und sonstige Freunde und Bekannte um Rat zu fragen. Wieso sollte ich deshalb zusätzlich Geld ausgeben?
Gewiss kann eine weitere Expertenmeinung nicht falsch sein. Aber wie heißt es immer so schön: Zu viele Köche verderben den Brei. Oftmals tragen zu viele unterschiedliche Meinungen nur zu einer gesteigerten Verwirrung und Unsicherheit bei. Am Ende würde ich dann vermutlich auf unsere Kinderärztin zurück “greifen”.
Dennoch werde ich mit Spannung die Entwicklung dieses neuen Angebotes verfolgen. Wieso sich allerdings stern.de mit so einem Angebot profilieren möchte, bleibt mir dennoch etwas schleierhaft. Die Schaffung eines Angebotes zur Gewinnung neuer Zielgruppen ist nicht verkehrt, aber ich vermute, dass strategisch gesehen noch einiges mehr hinter diesem Projekt steht. Lassen wir uns überraschen.
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