Gesundheit & ErnÀhrung

Sind Speikinder gleich Gedeihkinder?

Seitdem wir unseren Sohn haben, geht mir der Spruch “Speikinder gleich Gedeihkinder” nicht mehr aus dem Kopf. Unser Kleiner spuckt regelmäßig mal kleinere und mal größere Mengen von seinen Mahlzeiten wieder aus. Anlässlich dieser Tatsache habe ich mich gefragt, was an dieser Redensart eigentlich dran ist.

Durch unsere Hebamme weiß ich, dass das Speien selbst sich zunächst nicht nachteilig auf das Kind auswirkt solange es gut zunimmt und auch sonst keinerlei Beschwerden zeigt. Oftmals sieht es dabei mehr aus als es ist, denn in der Regel speien Kinder nur eine geringe Menge von dem aus, was sie tatsächlich zu sich genommen haben. Sorgen sollte man sich allerdings dann machen, wenn das Kind sich nach jeder Mahlzeit schwallartig erbricht, nicht zunimmt und Schmerzen beim Trinken auftreten. In solch einem Fall muss das Baby von einem Kinderarzt untersucht werden.

Ansonsten ist Speien in den ersten Lebensmonaten ein ganz normales Phänomen bei kleinen Kindern und wird auch als “Reflux” bezeichnet. Die Ursache hierfür liegt darin, dass der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen bei Babys oft noch sehr schwach ist. Dadurch kann es dann passieren, dass ein Teil der Nahrung z.B. beim Aufstoßen wieder seinen Weg nach oben findet und das Baby spuckt. Ebenso erweisen sich die Phasen, in denen das Baby anfängt sich zu drehen und zu krabbeln, oftmals als wahre Spuckphasen, da hier ein entsprechender Druck auf den Bauch ausgeübt wird. Dies kann ich bereits aus eigener Erfahrung durch unsere Tochter sagen.

Ob Speikinder nun Gedeihkinder sind, lässt sich mit all diesen Erkenntnissen vermutlich mit einem “Ja” beantworten. Die Kinder sind in der Lage, ausreichende Mengen an Milch zu sich zu nehmen, um dann wieder problemlos einen Teil nach draußen zu befördern. Ein gefüllter Magen ist nicht ohne Grund eine gute Voraussetzung für ein gesundes Wachstum und damit eine gute Entwicklung. Und ein Kind, welches nicht speit, wird sich wohl kaum finden lassen.

Doch Eltern können beruhigt sein: Auch die Speiphasen und die damit verbundene Dauerbelastung der Waschmaschine nehmen wieder ein Ende. Sobald die Kinder sitzen können und festere Nahrung erhalten, ist die Speiphase in der Regel vorbei. Die wenigstens Kinder spucken noch nach dem ersten Lebensjahr. Und wer sich einiges an Wäsche ersparen möchte, sollte immer an ein Spucktuch denken. Dieses gehört mit der Geburt zur Grundausstattung. Auch dem Kind ein Lätzchen umzubinden hilft gegen zu verschmutzte Wäsche gerade nach der Mahlzeit. Man möchte schließlich die Zeit lieber mit seinem Baby verbringen als mit der Waschmaschine.

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Stillen, Fisch und alte Möbel schützen vor Allergien

Das Stillen eine positive Wirkung auf Babys hat ist mittlerweile bekannt. So schützt das Stillen Kinder vor Allergien, wenn die Mütter mindestens vier bis sechs Monate lang ausschließlich stillen. Die Muttermilch hat somit einen positiven Einfluss auf das Kind und bei kurzfristigen Stillproblemen gibt es ebenfalls Rat: das Ausleihen einer Milchpumpe, Hilfsmittel wie Brusthütchen, spezielle Kompressen und Brustwarzensalben.

Die Mütter ihrerseits müssen dabei aber auch auf ihre Ernährung achten. So ist eine ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung wichtig. Falls die Nährstoffzufuhr aber nicht ausreicht, empfiehlt es zusätzliche Vitamine wie Folsäure und Mineralstoffe wie Jod einzunehmen. Die zusätzlichen Vitamine helfen auch der Mutter, damit diese sich nicht zu schnell “ausgelaugt” fühlt.

Mittlerweile weiß man ferner, dass das kindliche Allergierisiko gesenkt werden kann, wenn man während der Schwangerschaft und in der Stillzeit häufig Fisch isst.

Weiterhin sollten werdende Eltern den Kauf neuer Möbel und das Renovieren auf später aufschieben. Neue Möbel können flüchtige, organische Verbindungen, wie z.B. Formaldehyd freisetzen. Durch Maler- und Renovierungsarbeiten können ebenfalls freigesetzte Schadstoffe das Risiko für allergische Erkrankungen erhöhen. Dies betrifft insbesondere Asthma.

Da viele Eltern aber vor der Geburt bereits das Kinderzimmer für die Ankunft des Nachwuchses vorbereiten wollen, ist gerade das mit den Renovierungsarbeiten und den neuen Möbeln problematisch. Doch dies kann man bereits im Voraus gut planen. Die neuen Babymöbel sollten sowieso rechtzeitig aufgebaut werden, damit sie vor der Geburt ausreichend “ausgelüftet” werden. Der rechtzeitige Aufbau hat aber auch den Vorteil, dass man nicht in Panik verfällt, wenn das Kind früher als geplant kommt. Wenn die Möbel rechtzeitig aufgebaut sind, kann man sich anschließend voll und ganz dem neuen Erdbewohner widmen.

Außerdem ermöglichen solche Vorbereitungen sich auf die neue Situation einzustellen und seiner Vorfreude Ausdruck zu verleihen. Prinzipiell sind dies Arbeiten, die der zukünftige Vater übernehmen kann, damit die Mutter sich nicht überanstrengt und die Dämpfe einatmen muss. Schließlich ist auch das ungeborene Kind – trotz des Schutzes im Mutterleib – sehr anfällig.

Ganz ohne neue Möbel geht es vor der Geburt leider nicht. Alternativ kann man auf Second-Hand-Ware zurückgreifen. Doch viele Eltern wollen das nicht. Mit anderen Anschaffungen hingegen kann man sicherlich bis nach der Geburt warten.

Persönlich hatten wir vor der Geburt unserer Tochter alles ca. vier Wochen vorher aufgebaut. Dadurch konnten – wie bereits erwähnt – die Möbel auslüften, wir brauchten uns “nur noch” Sorgen um die Geburt machen und es spiegelte unsere Vorfreude wieder.

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Die Vorteile des Stillens

Bevor das Kind geboren wird, stellen sich viele Mütter oft die wichtige Frage: Soll ich mein Kind stillen oder nicht?

Das natürliche Stillen bietet gegenüber der Flaschennahrung einige Vorteile. Stillen ist nicht nur praktisch, weil die frische Muttermilch immer in der richtigen Temperatur für das Baby ist. Stillen ist kosteneffizient und man erspart sich den Kauf von teurer Babymilch. Der wesentliche Vorteil gegenüber Fertigpackungen ist die natürliche Eigenschaft der Muttermilch, sich mit der Zeit den gesteigerten Bedürfnissen des Babys anzupassen. Mit dem zunehmenden Wachstum des Babys steigt auch der Fettgehalt der Muttermilch.

Stillen schützt, wie mittlerweile mehrfach wissenschaftlich bewiesen wurde, vor späterem Übergewicht. Die Ursache hierfür ist, dass gestillte Kinder bereits in den ersten Lebensmonaten einschätzen können, wann sie satt sind. Das Saugen an der Brust ist ein eindeutiges Signal für den Körper der Mutter. Entsprechend signalisiert ein Baby so, welchen Sättigungsgrad sie erreicht haben. Dieser kann von den Müttern später immer genauer gedeutet werden. Diese Fähigkeit, die Sättigung zu erreichen und richtig einzuschätzen, schützt die Kinder später vor Übergewicht.

Bei Flaschennahrung halten sich viele Eltern einfach zu strikt an die Packunsanweisung und die Mindestangaben. Als Eltern lohnt es sich daher auch bei der Fütterung mit der Flasche auf solche Signale des Kindes zu achten.

Idealerweise kommen hier Erfahrungswerte der Mütter im regen Austausch mit dem Kind ins Spiel, so dass die Ernährung immer optimaler wird und das Risiko von Übergewicht weiter sinkt, je länger die Stilldauer ist. Wenn Kinder länger als drei Monate gestillt werden, verringert sich das Risiko von Übergewicht um 50%. Empfohlen wird eine Stilldauer von mindestens sechs Monaten.

Ein weiterer Vorteil der Muttermilch besteht darin, dass sie in ihrer Zusammensetzung optimal den Bedürfnissen des Babys entspricht. Dies ist auch für die Verdauung förderlich. Gestillte Kinder leiden in der Regel seltener an Blähungen oder den berüchtigten Koliken – doch Ausnahmen gibt es immer.

Das Stillen schützt nicht nur vor Krankheiten, Infektionen und senkt das Allergierisiko, auch werden wichtige Antigene der Mutter über die Milch an das Baby weitergegeben. Wenn dieses nun erkrankt, fällt die Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit weniger stark aus. Ein Geheimtipp: Ein wenig Muttermilch hilft bei verstopfter Babynase!

Langfristig wirkt sich Stillen auch positiv die Entwicklung der Zungen-, Gaumen- und Gesichtsmuskulatur aus. Die Muskulatur des Babys wird gekräftig und das Stillen verhindert im Gegensatz zum Schnuller Fehlbildungen.

Positiv wirkt sich das Stillen auch auf das Mutter-Kind-Verhältnis aus. Wie Eingangs bereits erwähnt können stillende Mütter die Signale ihre Babys besser deuten. Aber ebenso wirkt sich die innige Zeit und Ruhe, die man beim Stillen miteinander verbring , dauerhaft positiv auf die Beziehung zwischen Mutter und Kind aus.

Doch neben den Vorteilen für die Ernährung des Babys schützt Stillen auch die Mütter vor späterem Übergewicht. Stillen ist selbstverständlich positiv für die Figur – sowohl von Mutter als auch Kind. Bei ausgewogener Ernährung schmelzen die Pfunde nach der Schwangerschaft nur so dahin. Aufpassen sollte man allerdings, wenn man aufhört zu stillen. In diesem Moment muss die Ernährung entsprechend angepasst werden, da man sonst ganz schnell in die Breite wächst.

Natürlich gibt es gute Gründe, warum eine Frau nicht stillen kann oder will. Schließlich ist es jeden selber überlassen, wie das eigene Baby ernährt wird. Manchmal ist Zufüttern aber unabdingbar, wiel nicht jede Frau genug Milch zur gesunden Ernährung des Babys hat. Die Milchbildung hängt im Endeffekt von verschiedenen Faktoren an. Wichtig ist letztendlich immer, dass das Baby gesund und munter ist. Und diesen Zustand können gestillte und nicht-gestillte Kinder bei der richtigen Ernährung und durch die Unterstützung der Eltern erreichen.

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