So sind Kinder sicher im Internet unterwegs!
Mittlerweile ist es nahezu unumgänglich, dass Kinder nicht mit dem Internet in Kontakt kommen. Das moderne Medium begleitet sie als eine Art “Alleskönner” mittlerweile von klein auf an. Ebenso präsent sind die potentiellen Gefahren, die das Internet verbirgt. Ich möchte hier meine Leser nicht erneut ermahnen, auf ihre Sprösslinge zu achten und zu schützen, sondern auf einige durchaus positive Webseiten hinweisen. Es gibt sogar gute Angebote im Netz, die Kindern einen sicheren Zugang zum Internet ermöglichen.
KidZui
KidZui ist eines dieser Portalprogramme. Diese englischsprachige Software gibt es als kostenlose oder kostenpflichtige Version. Mit KidZui können Kinder nicht nur sicher im Internet surfen und haben Zugriff auf diverse Spiele, geprüfte Webseiten, lustige Bilder und so gar einige Youtube-Videos. Nein, sie können auch ihren eigenen Zui Avatar erstellen und damit auf Communities zugreifen, Freunde online treffen und sämtliche Inhalten verwalten und mit Tags ausstatten. Die zugänglichen Seiten wurden laut Anbieter durch Eltern geprüft.

KidZui bietet aber noch weitere Vorteile für Eltern. Im Prinzip kann man seine Kinder unbedenklich surfen lassen. Eltern erhalten einen detaillierten Report, um stets auf dem aktuellen Stand über die aktuellen Online-Interessen ihrer Kinder zu sein. Zusätzlich gibt es wöchentlich E-Mails, um die Interessen der Kinder nachzuverfolgen. Selbstverständlich können Eltern weitere Seiten hinzufügen und die Online-Aktivitäten entsprechend regulieren. Eine gewisse Kontrollfunktion ist für die Eltern damit gegeben.
Je nach Version (kostenlose oder kostenpflichtige) gibt es viele weitere Funktionen. Zum Testen reicht sicherlich vorerst die kostenlose Version aus. Auch die Online-Aktivitäten, wie z.B. Dauer und grundlegende Nutzungsart, beeinflußen am Ende die Entscheidung, ob man die kostenlose oder kostenpflichtige Variante wählt. Leider sind ein Großteil der bewerteten Internetseiten in englischer Sprache.
KidRex
Ein anderes Programm, was das Surfen für Kinder im Internet sicherer machen soll, ist KidRex. Es ermöglicht Kindern eine sichere Suche im Internet. KidRex wurde von Kindern für Kinder entwickelt und basiert auf der Google Custom Search und der Google SafeSearch Technologie. Die Suche beschränkt sich auch hier bisher auf den englischen Sprachraum.
Kinder Messenger
Für den deutschen Sprachraum gibt es den Windows Live Messenger für Kids. Entwickelt wurde dieser nach den Vorschriften des jugendschutz.net und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM). Leider befindet sich das Produkt aktuell noch in einer Entwicklungsphase.
Blinde Kuh
Auch auf deutscher Seite lässt sich eine kindergerechte Suchmaschine finden: Blinde Kuh Suche. Optisch gibt es hier sicherlich noch einigen Verbesserungsbedarf. Auch wird auf der Seite nicht deutlich, wie die Bewertung bzw. die Aufnahme einer Seite erfolgt. Das Projekt wird jedoch ehrenamtlich geführt, weswegen der eine oder andere Inhalt eventuell noch nachgepflegt werden muss.
Frag Finn
Wesentlich ansprechender hingegen ist die Seite fragFinn.de. Die Suche nach verschiedenen Begriffen lieferte zudem sehr überzeugende Ergebnisse. Die Seite basiert auf einer Whitelist, so dass die dargestellten Inhalte positiv gefiltert sind. Laut eigener Aussage handelt sich hierbei um eine “thematisch und zahlenmäßig umfangreiche Liste an kindgeeigneten und von Medienpädagogen redaktionell geprüften Internetseiten.”

Mein Fazit
Kinder müssen mit Bedacht an das Internet herangeführt werden. Ein konstruktiver Dialog zwischen Eltern und Kindern ist unabdingbar. Man muss offen über die Seiten sprechen, die die Kinder am besten gemeinsam mit den Eltern besuchen. Selbst kindesgerechte Software sollte gemeinsam ausprobiert werden, denn blindes Vertrauen schützt vor der eigentlichen Kontrollpflicht von allen Eltern nicht. Für weitere Vorschläge bin ich jederzeit offen. Wer weitere Seiten für Kinder kennt, darf diese also gerne in den Kommentaren hinterlassen.
Abschließend möchte ich noch betonen, dass Kinder erst ab einem gewissen Alter dem Internet zugeführt werden sollten. Wenn Kinder alleine im Internet aktiv sind, kann einiges in die Wege geleitet werden, ohne dass dies durch die Eltern so geplant wurde. Eltern haben die Aufgabe, die Privatsphäre und das Kind selbst zu beschützen – vor sich selbst und vor anderen. Auf dieses Thema werde ich jedoch ein anderes Mal eingehen.
Kinderschutzinitiative im Internet
Computerbild hat mit verschiedenen Partnern aus der Wirtschaft und Kinderschutzverbänden eine Initiative ins Leben gerufen für einen besseren Schutz von Kindern im Internet. Partner sind hierbei u.a. Microsoft Deutschland, die BILD-Zeitung, die Hilfsorganisation Ein Herz für Kinder, der Verein Deutschland sicher im Netz e. V. und der Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. (eco).
Dabei möchte man Kinder vor den vielfältigen Gefahren im Internet beschützen wie z.B. Pornographie, Klingelton-Betrügereien, und Beleidigungen in Chatrooms. Doch nicht nur die Gefahren im Internet selbst sind ein Thema dabei. Auch auf die sozialen Folgen wie die Vereinsamung soll mit dieser Initiative hingewiesen. Ein weiterer Punkt sind altersgerechte Programme und Spiele, die ebenfalls Auswirkungen auf die Kinder haben können.
Bei dieser Aktion sind auch die Eltern gefragt, die auf ein kindersicheres Internet achten müssen. So wird die Installation einer “Kindersicherung” empfohlen um ungeeignete Programme zu sperren oder auch die Zeit am Rechner zu limitieren. Doch das alleine reicht nicht immer aus. Deswegen sollte man mit seinen Kindern über die möglichen Gefahren reden. Dazu müssen sich die Eltern grundlegend informieren, denn oftmals ist der Nachwuchs computertechnisch bereits fitter als so manch ein Erwachsener. Die Initiative soll daher auch das Bewusstsein bei den Eltern wecken, damit diese die Aktivitäten ihres Nachwuchses stets im Auge behalten.
Auf der Seite der Computerbild gibt es im Rahmen dieser Aktion einen neuen Bereich Kinder im Internet. Dort lassen sich zukünftig aktualisierte Informationen zu verschiedenen Themen finden wie z.B. Jugendschutz im Netz, Â Surf-Tipps und Testberichte zu Schutzprogrammen. Ferner wird den Nutzern ein Forum zur Verfügung gestellt um sich mit anderen Nutzern über ihre Erfahrungen in Sachen Kindersicherung austauschen zu können.
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Die KidsVerbraucherAnalyse 2008, welche das Medien- und Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 13 Jahren untersucht, ist erschienen. Daraus geht hervor, dass trotz der neuen Medien, klassische Freizeitbeschäftigungen bei Kindern und Jugendlichen immer noch gefragt sind.
So geht aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008 (kurz: KidsVA) hervor, dass über 70 Prozent der Kinder angeben ab und an zu nutzen. Die Aktivitäten dabei umfassen spielen und arbeiten. Ungefähr die Hälfte aller Kinder nutzt den Computer auch zum Surfen im Internet. Bei der Untersuchung stellte sich ferner heraus, dass 86 Prozent der Kinder in ihrer Freizeit Zeitschriften lesen und 79 Prozent liest regelmäßig Bücher.
Die Studie befasst sich auch mit der finanziellen Situation der Kinder. So haben Kinder ca. 2,6 Milliarden Euro an Taschengeld und Geldgeschenken zur Verfügung. Investiert wird das Geld in klassische Kinderprodukte wie Süßwaren, Zeitschriften und Eis. Auf den Sparkonten der Kleinen lassen sich weiter 3,8 Milliarden Euro finden. In wie fern eine Beachtung des sozialen Gefälles erfolgte, lässt sich aus der Pressemeldung nicht erkennen.
Trotz aller Medien und neuster Technik bleibt den meisten Kindern unter 10 Jahren ein Handy verwehrt. Und auch die Internetaktivitäten werden trotz aller Freiheiten von den Eltern akribisch beobachtet um die Kinder vor Gefahren im Internet zu schützen. Diese Sorge ist meiner Ansicht nach berechtigt, da Kinder selbst sich nicht den Gefahren bewusst sind. Aber dafür sind ja Eltern da – um die Kinder zu schützen.
Für Interessierte steht die gesamte KidsVA 2008 hier für eine Gebühr von 49,- Euro zum Download bereit. Die Studie ist vor allem für Werbe- und Marketingzwecke relevant.
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