Pippo: Mitmach- und Vorlesemagazin für die Kleinsten
Vor einiger Zeit berichtete ich über die neue Zeitschrift Nido. Doch das Verlagshaus Gruner+Jahr wagt es trotz der schwierigen Situation für die Verlagslandschaft nicht allein, in diesem Jahr eine neue Zeitschrift heraus zu bringen. Der Sailer Verlag bringt jetzt ein Magazin mit dem Titel “Pippo” heraus.
Was ist das Besondere an “Pippo”? Dieses Magazin soll laut eigener Aussage das erste Mitmach- und Vorlesemagazin für 1- bis 3-jährige sein. Aus diesem Anspruch wird bereits deutlich, welche Zielgruppe man damit ansprechen möchte. Die Leitfiguren in diesem Magazin stellen der Affe Pippo, Tim und der kleine Bär dar, die auf ihren täglichen Abenteuern begleitet werden. Inhaltlich gliedert sich das Magazin wie folgt:
- Die Fotogeschichte mit dem Affen Pippo erzählt Abenteuer aus dem kindlichen Alltag
- Der kleine Bär bringt Ihrem Kind neue Wörter bei und schult dabei Gehör und Gedächtnis
- Die Erlebnisse von Tim eignen sich als Gutenachtgeschichte
- Die ausklappbaren Wimmelbilder schulen die Wahrnehmung
- Zusätzliche Bastelseiten fördern die Feinmotorik
- Im extra Ratgeberteil finden Eltern viele Tipps und Infos zu den Themen Familie, Erziehung und kindliche Entwicklung
Mit dem “Pippo” Magazin werden Sprache, Kreativität und Fanatasie bei den Kleinen gefördert, sowie der Grundstein für das spätere Selbst-Lesen durch gemeinsames Vorlesen mit den Eltern gelegt. Das Magazin wurde von Pädagogen mitentwickelt, um direkt auf die Bedürnisse der Kleinsten einzugehen. Das ursprüngliche Zeitschriftenkonzept stammt jedoch aus Frankreich.
“Pippo” soll monatlich erscheinen, umfasst ca. 24 Seiten auf stabilem Papier und liegt preislich bei 3,60 Euro pro Ausgabe. Zu erwähnen ist dabei, dass das Magazin komplett werbefrei ist. Keine Anzeigen sollen den Lesefluss stören! Wer sich das Magazin einmal anschauen will, findet auf der Webseite von Pippo ein kostenloses Probeexemplar in Form eines PDFs.
Da wir unsere einjährige Tochter regelmäßig mit frischer Lektüre versorgen, habe ich das Magazin einmal zusammen mit ihr am Bildschirm getestet. Sie schien sich zumindest dafür zu interessieren, weil sie beim Vorlesen recht still sitzen blieb. Persönlich würden mich die Kinderseiten zumindest nicht ansprechen, aber ich gehöre ja auch nicht zur direkten Zielgruppe. Interessant finde ich aber schon die kurz gehaltenen Seiten für Eltern, weil ich im Alltag selten viel Zeit habe, um in der Freizeit viel Text zu lesen. Alles in allem bleibt abzuwarten, wie die kleinen Racker auf die Printversion reagieren. Ein Versuch kann zumindest nicht schaden, vom dauerhaften Lesen von PDF-Dokumenten am Rechner rate ich zumindest für das Wohlergehen der Kleinen ab.
0 KommentareVorlesen für Kinder wichtig
Vorlesen ist für Kinder wichtig. Laut der Studie „Vorlesen im Kinderalltag 2008” haben jedoch 37% der Kinder in Deutschland nicht das Glück, dass ihnen vorgelesen wird. Dies betrifft neben dem Elternhaus auch den Kindergarten und sogar die Grundschule. Dabei wünschen sich alle Kinder, dass man ihnen vorliest.
Beim Vorlesen haben Väter jedoch das Nachsehen. Nur acht Prozent der deutschen Väter lesen ihrem Nachwuchs regelmäßig vor. Hingegen lesen 64 Prozent der Mütter ihren Kindern regelmäßig vor. Jedoch wäre es insbesondere für Jungs wichtig, wenn ihnen ihr Vater häufiger Vorlesen würde. Denn für Jungs sind am Ende die Väter das große Vorbild. Wenn sie früh für Bücher geprägt werden, greifen Jungs später auch häufiger zum Buch.
Doch wieso ist das Vorlesen überhaupt so wichtig? Hierfür gibt es viele gute Gründe.
Vorlesen ist nicht nur für den Spracherwerb wichtig und fördert die Ausdrucksfähigkeit. Es wirkt sich ebenso positiv auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Beim Vorlesen können Kinder ihrer Fantasie und ihren Gedanken freuen Lauf lassen.
Außerdem ist das Vorlesen für Eltern und Kinder eine optimale Möglichkeit Zeit miteinander zu verbringen. Beim Vorlesen können Kinder sich bei den Eltern einkuscheln. Dadurch entsteht ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe.
Dauerhaft wirkt sich das Vorlesen positiv auf die Lesekompetenz aus, da es die Bildung neuronaler Strukturen bewirkt. Somit bildet Lesen eine wichtige Grundlage für den weiteren Bildungsweg.
Beim Vorlesen sollte darauf geachtet werden, dass dies in Ruhe geschieht. So sollten Fernseher, Rechner und Radio während dessen tabu sein. Schließlich soll die Geschichte im Vordergrund stehen. Außerdem können Kinder sich in der Regel nur auf eine Sache konzentrieren und dies sollte während des Vorlesens die Geschichte sein.
Wichtig ist auch, dass die Eltern Spaß beim Lesen haben. Kinder merken schnell, wenn Mama oder Papa sich beim Vorlesen langweilen. Wenn die Eltern jedoch mit Begeisterung dabei sind und die Stimmen und Situationen entsprechend imitieren ist der Spaß beim Vorlesen für alle Beteiligten umso größer.
Die Regelmäßigkeit ist ein weiterer Faktor, den man beachten sollte. Man sollte seinem Kind/ seinen Kindern mindestens einmal am Tag vorlesen. Am Besten führt man regelmäßige Zeiten dafür aus. Eltern und Kinder können sich dann darauf einstellen und beide Seiten sollten sich dann daran halten.
Bücher lassen sich für alle Altersklassen finden. Man sollte versuchen sich an die Altersangaben zu halten zumal vor allem kleine Kinder ihre Konzentrationsfähigkeit ausbauen müssen. Und wenn man ein wenig googelt, lassen sich gute Lesempfehlungen finden.
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